| Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie • Bin Co obwohl er "nur " ein Guter Freund ist ... |
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Kopfmensch neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.07.2008 Beiträge: 78 Alter: 41 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 13.07.2009, 14:55 Titel: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Hallo,
ich habe hier schon einige Beiträge zu meiner Situation platziert. Ich glaubte fest, dass ich mich nach allem, was ich in diesem Forum über Alkohol- und Coabhängigkeit bisher gelernt habe, stark genug zu sein, um mich von meinem trinkenden Freund zu distanzieren. Bin die Tochter eines Alkoholikers und beginne nach ersten Probesitzungen im August mit einer Therapie. In den Vorgesprächen wurde mir erneut bewusst, dass alles (Verhaltensmuster, Wunden) in meiner Kindheit gewissermaßen „vorprogrammiert“ wurde und ich unbewusst immer wieder die alte Problemsituation mittels gestörter Partner herzustellen versuche, um diese endlich (Sehnsucht) zu lösen und meinen Frieden zu finden. Logischerweise werde ich nie Frieden finden, wenn ich so weitermache.
Dennoch emotional hinke ich total hinterher. Während mein Kopf alles weiß, komme ich anscheinend gefühlsmäßig nicht los von diesem Menschen, diesem meinen Problem. Ich gehe immer wieder auf Abstand und nach erstem Trennungsschmerz geht es mir von Tag zu Tag besser. Wenn er sich nicht meldet, denke ich. Jetzt ist es ausgestanden und ich habe meine Ruhe.
Dann ruft er wieder an. Wir wohnen 30 km entfernt. Lallt mir besoffen auf den AB: „Hallo Schatz, ich war gerade auf dem Fest in deiner Stadt. Hatte gehofft, dich zu sehen. Das Fest war super.“ Oder ich kriege eine SMS: „Wenn du gut drauf bist. Bei uns ist Dorffest. Ich fahre beim Umzug mit. Meine Wagentür steht dir offen.“ Ein anderes Mal: Hallo. Wie geht’s? Du fehlst mir.“ Ich bin dann emotional hin- und hergerissen.
Vor 2 Wochen habe ich mich erneut auf ihn eingelassen. Ich habe tatsächlich daran gezweifelt, dass er nach bereits erlebten Exzessen ein Alkoholproblem hat oder aber auch nur verdrängt, um ein paar Stunden des Glücks zu genießen. Es war ein Sommertag. Wir waren zusammen am Meer. Anschließend noch Fisch essen. Er hat sich eine Cola bestellt – um nicht gleich beim ersten Abend die Stimmung durch Alkgenuss zu trüben. Am nächsten Tag sind wir zu ihm gefahren. Sein Haus ist eine Baustelle – seit Jahren. Leute, die ihm beim Bau helfen wollten, sind auch fast alle Trinker und lassen ihn nach einer durchzechten Nacht im Stich. Er hat so wieder einen Grund, sich aufzuregen und die anderen als die Bösen zu bezichtigen. Dann rückt er das Bild des Alkis wieder gerade. Er ist keiner, dann müsste er ja andauernd trinken. Beim Einkauf für den Grillabend hat er sich einen 6er Träger Bier gekauft und mich gefragt, was ich schönes Trinken möchte. Um nicht alleine zu trinken, bietet er jedem, der auf seinen Hof kommt, uhrzeitunabhängig Alkolisches an. Der Maler, der seine Küche renovieren sollte, ist auch alkoholabhängig. Um ihn bei Laune zu halten, hat er eine Kiste Bier („für den kaufe ich nur das billigste“) gekauft. Der hat ihn hängenlassen. Die Kiste war trotzdem innerhalb von wenigen Tagen leer.
Ein weiteres Beispiel. Ein Bekannter, der ein Dorf weiter wohnt, nutzt jede Gelegenheit, um mit ihm zu trinken. Alleine trinke er nur Bier mit Kirschgeschmack. Als ich dabei war, wollten Beide unbedingt, dass ich „Wassertrinkerin“auch etwas Prozentiges trinke. Zudem hatte der Bekannte, nachdem mein Freund ihn einmal nach etwas Kaltem nach dem Kaffee gefragt hat, die Bemerkung gemacht: „du bist ne Brandkanne“. Der selbe Bekannte hatte aber 5 Min. später beschlossen, dass wir am nächsten Tag gemeinsam grillen. Zuerst wurde erwähnt, dass Bier gekauft werden muss. Mir wurde kotzübel und bewusst, wie krass das ist - in seinem Umfeld trinken alle und die Frauen machen mit und kuschen, um den Frieden zu wahren.
Als wir vom Nachbarn zurück waren, habe ich ihm gesagt, was ich von allem, was ich in den letzten Tagen beobachtet habe, halte und wir hatten Streit. Er ist rausgegangen. Aus dem Küchenfenster habe ich gesehen, dass eine Jackentasche runterhing. Da ist ein Bier drin, überkam es mich. Plötzlich kriegte ich Panik - mein zukünftiges Leben lief in Bildern vor meinen Augen ab. Ich habe meine Sachen gepackt, mir Geld von ihm genommen (hatte nicht mehr genug) mir ein Taxi bestellt, bin zu ihm in die Scheune gegangen, wo ich ihn mit seinem Bier in der Hand fand, habe ihm gesagt, dass er zukünftig soviel Saufen kann, wie er will – ohne mich. Dann bin ich gegangen. Er ist mit dem Auto hinter mir hergefahren und hat mich angeschrien, ich solle sofort einsteigen. Das habe ich nicht gemacht. Ich bin nach Hause gefahren. Noch während der Taxifahrt erhielt ich eine SMS: „Das glaub ich ja wohl nicht, bring sofort die Kohle zurück.“ Ich habe nur geantwortet: „Ich komme nicht mehr zurück.“ Am nächsten Tag fühlte ich mich mies wegen allem, auch wegen meinem Verhalten. Mir fiel es schwer, im Streit objektiv zu bleiben. Ich habe ihn übelst beschimpft. Dafür habe ich mich per SMS entschuldigt und ihn informiert, dass ich die Geldforderung in den nächsten Tagen begleichen werde. Habe es bereits in die Post gegeben.
Jetzt sitze ich hier, wieder bei Punkt 0 und ich ärgere mich, dass ich selbst nicht sehend war und vor allem schon zum Xten Male inkonsequent, wo ich doch genau spüre, dass mit jeder Rückkehr mehr von meiner eigenen Kraft schwindet. Außerdem war ich naiv. Ich habe geglaubt, er gibt mir eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob er ein Alkoholproblem hat.
Mein Therapeut hat gesagt, dass es keinen Sinn macht, in einem Boot mit einem oder mehreren Löchern zu fahren, in der Hoffnung, dass es nicht untergeht. Zuerst muss man die Löcher beseitigen.
Das heisst für mich: Die Therapie bringt mir gar nichts, wenn ich meinen Ex nicht endgültig aus meinem Leben verabschiedet habe.
Grüße Kopfmensch |
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| Kopfmensch hat zum Thema: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14423 Alter: 46
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Verfasst am: 13.07.2009, 15:09 Titel: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Hallo Kopfmensch,
Willkommen zurück!
Du hast da schon richtig genau hingeschaut. | Zitat: | | In den Vorgesprächen wurde mir erneut bewusst, dass alles (Verhaltensmuster, Wunden) in meiner Kindheit gewissermaßen „vorprogrammiert“ wurde und ich unbewusst immer wieder die alte Problemsituation mittels gestörter Partner herzustellen versuche, um diese endlich (Sehnsucht) zu lösen und meinen Frieden zu finden. Logischerweise werde ich nie Frieden finden, wenn ich so weitermache. |
Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Gut, daß du das schon so sehen kannst.
Die hinterherhinkenden Emotionen können einem manchmal ganz schön ausbremsen...
Aber du kannst ab jetzt hinschauen, du kannst ab jetzt konsequent sein, ab dieser Minute!
Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.
Lieber Gruß, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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9999emely neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.06.2009 Beiträge: 21
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Verfasst am: 13.07.2009, 15:36 Titel: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Hallo Kopfmensch
Habe gerade zum ersten mal was von dir gelesen .Bin fast in der gleichen Situation ,aber ich glaube das sind wir Cos doch alle .Du musst dir kein schlechtes Gewissen einreden das du ihn so beschimpft hast ,du hast dir einfach nur mal Luft gemacht aber glaube mir ,es ist auf der anderen Seite nicht wirklich angekommen.Ich hoffe und wünsche dir von Herzen das du es durchhälst und dich nicht wieder auf ihn einlässt ,es wird sich nichts ändern bei ihm so lange er sein Problem nicht selbst erkennt.Er wird dich Stück für Stück mit sich runter ziehen .
Gruß Emely |
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| 9999emely hat zum Thema: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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Weißbär neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2009 Beiträge: 297 Alter: 60 Wohnort: Region Hannover
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Verfasst am: 13.07.2009, 15:38 Titel: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Hallo Kopfmensch,
du stellst für dich gerade fest, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich verstehe nicht warum erst Ex und weg und dann Thera. Warum nicht beides Parallel?
Im Allgemeinen bin ich auch dafür nicht alles auf einmal aber in diesem Fall könnte dir die Therapie doch eine gute Unterstützung in deinem Vorhaben sein. Willst du mit der Thera warten bis du hundertprozentig von dem Ex lassen kannst, so was kann Erfahrungsgemäß dauern. Kann es sein, dass du die Worte deines Therapeuten falsch interpretiert hast?
Liebe Grüße
Weißbär |
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| Weißbär hat zum Thema: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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Kopfmensch neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.07.2008 Beiträge: 78 Alter: 41 Wohnort: Ostsee
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Verfasst am: 13.07.2009, 16:52 Titel: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Hallo Linde,
ich danke dir für dein Feedback. Vor allem für den Satz, dass ich mit der Konsequenz ab sofort beginnen kann. Ich blockiere mich nämlich nur selbst, wenn ich mir sage, dass ich es nicht geschafft habe. Mein Realitätsverlust bezieht sich auch darauf, dass ich das wenige Gute überbewertet habe und das nicht missen wollte. Dass im Zusammensein mit meinem Ex aber das Schwere (Aggression gegenüber anderen, Wutausbrüche, Ungehaltenheit, Frauenfeindlichkeit etc.) überwog, habe ich teilweise ausgeblendet. Jetzt bin ich wieder dabei, es einzublenden.
@ Emily: Das Stück-für-Stück mitrunterziehen hat sich teilweise schon bemerkbar gemacht. Ich bin selbständig und hatte, wenn ich bei ihm war, teilweise keine Lust zu arbeiten – ich fühlte mich so leer und ermattet. Gottseidank konnte ich mir das zwischendurch leisten. Ich wohne auch nicht bei ihm, worauf er immer hingearbeitet hat – auch beim letzten Mal. „Ich will mit dir leben und, dass du immer für mich da bist.“
Du sagst, du bist fast in der gleichen Situation – wie hast du die Trennung geschafft?
@ Weißbär: Das Boot mit Löchern ist nur ein Bild. Natürlich gibt es hier verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Die Therapie beginnt, bedingt durch Urlaub des Thera. erst Ende August, sonst hätte das natürlich parallel laufen können. Wäre mir auch lieber gewesen, weil ich so die nächsten Wochen erstmal ohne Therapiegespräche überbrücken muss. Ich habe, insbesondere jetzt nach der Trennung, das starke Bedürfnis zu reden. Einige meiner Freundinnen dauert diese kranke Beziehung inkl. Abnabelungsprozess schon zu lange. Ich kriege öfter die Frage gestellt: Na, geht es dir jetzt besser? Was wirklich mit mir los ist, weiß nur eine Freundin. Sie kennt auch meine Kindheitsgeschichte. Ich merke aber immer wieder, dass das Alkoholismus-Thema doch auch starker Tobak ist für Menschen, denen das nicht passiert ist. Deshalb freue ich mich über dieses Forum und den Austausch mit Betroffenen.
Liebe Grüße Kopfmensch |
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| Kopfmensch hat zum Thema: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14423 Alter: 46
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Verfasst am: 13.07.2009, 17:02 Titel: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Hi Kopfmensch,
mir hat in schwierigen Phasen geholfen, wenn ich mir klarmachte, daß das, was vor einer Minute war Vergangenheit ist.
Und JETZT ist jetzt, und genau jetzt kann ich es anders machen als vorher.
Wenn ich meinen Fokus auf genau Jetzt lege, dann kann ich ja meine Kraft auf's hier und heute bündeln. Dann geht auch was!
Nicht aber, wenn ich mich mit "hätte dies oder jenes..", "warum hab ich nicht..." usw. befasse. Das war gestern.
Jetzt bist du hier, kannst dich reflektieren und austauschen.
Grüße, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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Frozen Tears neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.11.2006 Beiträge: 465
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Verfasst am: 14.07.2009, 00:47 Titel: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Ich denke, ob Du nun mit der Therapie Ende Augsut beginnst oder jetzt wird keinen wesentlichen Unterschied machen. Wichitg ist doch, dass Du Dich erstmal für diesen ersten Schritt entschieden hast. ich denke, dass bei uns Kindern von Alkoholikern vieles sehr tief sitzt und wir lange mit diesem Thema zu tun haben. In eienr Partnerschaft, wo der Partner Alkoholiker ist mag man auch in eine Coabhängigkeit 'reingerutscht' sein. Aber als Kind mit dem Thema Alkoholismus aufzuwachsen prägt einen Menschen ja von Anfang an. Da ist dann auch viel mehr zu tun. Bei mir habe ich mittlerweile den Eindruck ich muß immer am Ball bleiben. Daher lese ich hier auch immer wieder und es kommen immer wieder neu zu überdenkende Gesichtspunkte auf mich zu.
Als Kind finde ich es auch wichtig, die Elternteile zu verstehen. und letzlich das, was sich aus dieser Konstellation Coabhängige / Alkoholabhänger bei sich selbst entwickelt hat. Als Kind habe ich es nie verstanden, warum meine Mutter das alles hat über sich ergehen lassen. Erst jetzt beim Lesen im Coabhängigenbereich kann ich es nachvollziehen.
Das selbe gilt für meinen Vater, der in meiner kindlichen Sicht , doch einfach nur aufhören müßte zu trinken. Was Sucht bedeutet wußte ich damals nicht.
Den Vergleich mit dem durchlöchernden Boot finde ich gut.
Das Verlassen Deines Partners ist ein Schritt. Aber für Dich ist die Einsicht, dass Du an Dir arbeiten mußt ein noch viel wichitgerer. Es gibt ja Paare, die sich nicht trennen und beide an sich arbeiten und noch immer zusammen sind ( jetzt beide trocken).
Eine Trennung ist also keine Lösung des Problems an sich. Zu schnell trifft man wieder den nächsten Partner und der gleiche Film läuft ab.
Das 'Auf sich selbst schauen' halte ich für viel wichtiger und das kansnt Du ja auch hier im Forum starten. Dazu bist Du ja sicher auch hier.
Vielleicht bringt es Dir ja auch ergänzend zu Deiner Therapie etwas hier zu lesen und Dich hier immer wieder neu wieder zu entdecken. |
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| Frozen Tears hat zum Thema: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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9999emely neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.06.2009 Beiträge: 21
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Verfasst am: 14.07.2009, 08:44 Titel: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust |
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Hallo Kopfmensch
Lies einfach mal auf meiner Seite 9999emely.Ich habe die Trennung noch nicht geschafft ,stehe gerade am Anfang nach fast 25 Ehejahren und ich hoffe nur das ich es schaffen werde. Denn ich habe für mich erkannt das er sich für die Familie nicht ändern wird.So lange er sich nicht selbst eingesteht das er ein Problem mit dem Alkohol hatdenn er ist der meinung er ist kein Alkoholiker und ich solle ihm doch mal erklären wo Alkoholismus anfängt.Seiner Meinung nach müsste man dann alle Menschen als Alkis bezeichnen die auf einer Feier mal einen über den Durst trinken.
Und noch mal zu dem was Frozen dir geschrieben hat.
Vielleicht ist eine Trennung nicht die Lösung aber ich denke auch nur dann wenn sich der Partner helfen lassen will und seine Sucht für sich erkannt hat,ansonsten denke ich wird er dir (und sich selbst) nur weiter was vorlügen und wir Cos werden das glauben wenn wir unseren Partner noch lieben und das ist dann ein ewiger Kreislauf .Nach dem was du schreibst hat er es für sich noch nicht eingesehen und ich würde an deiner Stelle standhaft bleiben und abwarten was passiert.Ich glaube daran das Menschen sich ändern können und das hilft mir bei meiner jetzigen Entscheidung denn ich liebe meinen Mann sehr und nur aus dem Grund verlasse ich ihn jetzt .Ich weiss auch das er es nicht verstehen wird und er wird mir (wenn der Brief vom Anwalt kommt) bestimmt auch sehr viele Vorwürfe machen und mal wieder die Schuld an allem geben aber mal ehrlich ,damit haben wir doch gelernt in den letzten Jahren zu leben .Wie heißt es so schön
"DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT"
Gruß 9999emely |
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| 9999emely hat zum Thema: Re: Mein zeitweiser Realitätsverlust geschrieben
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