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9999emely
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 22.06.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 09.07.2009, 11:54    Titel: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ich bin seit 24 jahren verheiratet und mein mann ist alkoholiker.in der letzten zeit hat es mit dem trinken sehr zugenommen .ich habe schon vieles probiert ,ihm mit scheidung gedroht, wonach er in eine beratung gegangen ist ,aber es hat nur kurze zeit angehalten .mittlerweile reden wir siet ostern nicht mehr miteinander.ich hatte die hoffnung wenn ich ihm zeige das ich mich mehr um mich und unsere 9jährige tochter kümmere würde er den weg der unterhaltung suchen aber da liege ich wohl falsch .es scheint ihn nicht wirklich zu interessieren. ich möchte mich eigentlich von ihm trennen aber ich schaffe es nicht. ich glaube ich liebe ihn noch sehr den wenn er nichts trinkt ist er ein sehr lieber mensch ,das kommt nur leider immer weniger vor. ich weiss nicht was ich noch glauben soll ,ich würde ihm so gerne helfen aber er blockt total ab.gibt es da draussen irgend jemand der vielleicht was ähnliches erlebt hat und mir schreibt.ich weiss einfach nicht mehr weiter und ich weiss auch nicht ob eine scheidung all diese probleme lösen würde.
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9999emely hat zum Thema: coabhängig? geschrieben
skybird
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.01.2008
Beiträge: 4106

BeitragVerfasst am: 09.07.2009, 13:36    Titel: Re: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi emely

Herzlich willkommen hier im offenen Angehörigenbereich.

Zitat:
mittlerweile reden wir siet ostern nicht mehr miteinander.

Wie lebt Ihr denn dann miteinander ohne zu reden?
Ist das nicht furchtbar anstrengend?

Zitat:
ich möchte mich eigentlich von ihm trennen aber ich schaffe es nicht.

Was genau hält Dich an ihm?

LG skybird
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skybird hat zum Thema: Re: coabhängig? geschrieben
rönade
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.07.2009
Beiträge: 19
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 09.07.2009, 13:58    Titel: Re: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe emely,

bei mir ist es genau umgekehrt: ICH kann nicht mehr reden. Ich kann meinen Mann nicht ansprechen und bin einfach nur froh, wenn er auch nichts sagt.
Er leidet furchbar darunter. Ich ehrlich gesagt auch, auch wenn ich grad im moment schrieb, daß ich froh bin, wenn er auch nichts sagt.
Habe lang überlegt, warum ich mich so verhalte. Evtl. aus Angst, daß man sich wieder versöhnt, der nächste Streit einen wieder genau an diesen Zustand bringt, dann wieder versöhnt, usw. Immer Salz in alte Wunden gestreut wird.
Meist denk ich aber, ich tick einfach nicht mehr richtig. Bin ein garstiges Weib - schließlich bemüht er sich ja.

Dass Du ihn liebst, ja, dieses Gefühl kenn ich zu gut. Mir wurde hier auch schon erklärt, daß man damit bei weitem nicht alleine steht.
Und dennoch fühlt man sich als Verräter. Hab mir sogar schon gewünscht, ihn hassen zu können, damit Entscheidungemn leichter fallen würden.

Bei mir ist auch eine Trennung im Kopf. Aber das Herz .... es sagt einfach immer wieder: Er bzw. wir schaffen das auch ohne Trennung.
Hoffe für mich, daß mich das Gespräch bei der Eheberatung morgen weiter bringen wird.

Darf ich Dich fragen, wie sich Dein Kind verhält?

Bei meinen zwei weiß ich nämlich überhaupt nichts mehr, drum renn ich nur noch mit Bauchweh rum.

Grüßle rönade
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rönade hat zum Thema: Re: coabhängig? geschrieben
Doro
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.01.2009
Beiträge: 2521
Alter: 41
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 09.07.2009, 14:34    Titel: Re: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Emily,

ich hab einen alkoholkranken Mann, von dem ich mich vor einem halben Jahr getrennt hab (oder er von mir? - schwer zu sagen).

Jedenfalls war für mich eigentlich nie so sehr die Frage: Liebe ich ihn noch oder nicht?
Eher: Kann ich so leben? Kann ich das meinen Kindern zumuten? Bin ich nicht glücklicher ohne ihn (und jetzt kann ich sagen: JAAA!!!).

Ich muss allerdings sagen, bei uns wars echt heftig. Er hat mich sehr schlecht behandelt, wenn er betrunken war. Also war der Leidensdruck einfach sehr hoch.

Was man erstmal als Partnerin kapieren muss, ist: Man kann den anderen nicht dazu bringen, aufzuhören mit dem Trinken. Entweder er will es selbst oder eben nicht.
Eine drohende Trennung kann bei manchen zwar ein Anlass sein, aber muss es nicht. Am Anfang dachte ich immer: Wenn er mich genug lieben würde, würde er aufhören. Und war verletzt.
Jetzt kann ich das akzeptieren, dass das gar nichts mit mir zu tun hat, sondern mit seiner Krankheit, wie sie bei ihm funktioniert. Bei ihm ist der Tiefpunkt eben ganz woanders, er hört nicht auf, "nur" weil er seine Familie verliert, er muss erst tiefer sinken.
Das kann bei deinem Mann wieder anders sein. Vielleicht hört er auf, wenn du ernst machst mit der Trennung, vielleicht nicht.

Liebe Grüße
Doro
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Doro hat zum Thema: Re: coabhängig? geschrieben
9999emely
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 22.06.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 10.07.2009, 10:51    Titel: Re: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ersteinmal vielen dank das sich überhaupt jemand gemeldet hat
hallo skybird zu deiner 1. frage
es ist sehr belastend so zu leben man läuft wie ein geist durchs haus da wir ein haus haben können wir uns aus dem weg gehen mein mann ist tagsüber auf arbeit und ich bin zu hause am späten nachmittag wenn ich weiss das er von der arbeit kommt bin ich oft bei meiner ältesten tochter sie wohnt in der nähe oder bei meiner mutter aber reden kann ich mit beiden nicht wirklich über dieses thema. ja und am abend sitze ich im wohnzimmer und er bewohnt den oberen teil des hauses.ich habe schon mehrere versuche unternommen mit ihm zu reden,habe sogar schon einen brief geschrieben in der hoffnung es fällt ihm leichter zu schreiben als zu reden ,aber auch vergebens. ich bekomme dann zur antwort für dich steht ja sowieso alles schon fest.ich denke einfach das seine angst grösser ist mit dem trinken aufzuhören als die angst seine familie zu verlieren .denn ich habe ihm klar gesagt das er nie wieder einen tropfen trinken darf und diese vorstellung ist glaube ich sehr schrecklich für ihn.

was mich an ihm hält ist das gefühl ihn noch zu lieben und auch die angst es nicht zu schaffen,und die angst das mein kind das alles noch nicht versteht.
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9999emely hat zum Thema: Re: coabhängig? geschrieben
9999emely
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 22.06.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 10.07.2009, 11:04    Titel: Re: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo rönade ja du darfst fragen wie sich mein kind verhält. ich muss dir ehrlich sagen ich weiss es nicht genau ,da er sich eigentlich nie wirklich bei den kindern eingebracht hat glaube ich zu denken das sie nicht sehr viel vermisst.ich hatte in letzter zeit schon von ihr gehört ich soll mich scheiden lassen und einen neuen mann suchen abeer nur einen der mit ihr spielt und nicht so ist wie papa .ich muss sagen es ist ein sehr sensibeles kind und sie spricht nicht viel über diese situation,ich muss auch dazu sagen das ich versuche ihr gegenüber die sache sehr runter zu spielen .ja was soll ich machen in meinem kopf ist eine totale achterbahn von gefühlen wenn er abends getrunken hat bin ich mir sicher ich trenne mich am nächsten morgen sind die zweifel wieder da .ich sitze dann über dem telefon und will mir einen termin beim anwalt geben lassen aber ich schaffe es nicht und so vergeht ein tag nach dem anderen,es ist einfach nur deprimierend und man zweifelt an sich selbst

lg emely
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9999emely hat zum Thema: Re: coabhängig? geschrieben
9999emely
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 22.06.2009
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 10.07.2009, 11:19    Titel: Re: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo doro

erst einmal danke für deine zeilen und glückwunsch das du es geschafft hast.
du schreibst das es bei euch ziemlich heftig war ,ich vermute jetzt mal das er gewalttätig dir gegenüber war,das ist bei uns ja nicht der fall ,ich will es nicht verschönen auf keinen fall aber wenn er trinkt ist er einfach nur besoffen und du kannst mit ihm nichts anfangen meistens schläft er dann.du schreibst das der jenige tiefer sinken muss um es zu begreifen oder auch nicht aber meine angst ist das er sich was antut denn ich habe das gefühl das er depressiv ist und mit dem gedanken kann ich nicht leben schuld an der sache zu sein.und andersrum hat man sich soviel aufgebaut ein haus das schuldenfrei ist ,jeden cent haben wir da reingesteckt ,das sollten die kinder mal bekommen .wir würden alles verlieren.wenn ich mich trennen würde wäre ich ziemlich mittellos und das ist auch mit einer meiner ängste .ich bewundere dich das du es geschafft hast und wünsche dir für die zukunft alles erdenklich gute

viele grüße emely
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9999emely hat zum Thema: Re: coabhängig? geschrieben
marinajako
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 1404
Alter: 37
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 10.07.2009, 13:32    Titel: Re: coabhängig? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Emely,

Jeder ist für sein Leben verantwortlich dein Mann für seines du für deines.

Du bist für das Tun und Handeln deines Mannes nicht verantwortlich.

Aber für dein Leben ..... wieviel Lebensqualität hat dein Leben den mit einem nassen Alkoholiker?

Siehst Du für dich die Möglichkeit zufrieden zu leben wenn sich nichts ändert?

Lieben Gruß
Marina
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marinajako hat zum Thema: Re: coabhängig? geschrieben

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