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Hoffentlich schaff ich es dieses Mal

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Autor Nachricht
Comet
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.06.2009
Beiträge: 13
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 23.06.2009, 10:54    Titel: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

einige von euch kennen mich vielleicht noch, da ich vor 3 Jahren schon einmal unter einem anderen Benutzernamen hier geschrieben habe. Damals stand ich kurz vor der Trennung von meinem Mann, der seit 13 Jahren Alkoholiker ist. Ich habe es damals leider nicht geschafft, mich von der Sucht meines Mannes zu befreien, bin also sozusagen "rückfällig" geworden. Leider hab ich dadurch meine Leidenszeit nur unnötig verlängert. Heute bin ich nun wieder soweit, daß ich mich vom Alkohol, der auch mich vergiftet, befreien will. Da mein Mann natürlich nicht ausziehen will und ich mit den Kindern nicht kann, war ich gestern beim Anwalt, um entsprechende Schritte einzuleiten. Das war sicherlich ein wichtiger Schritt in Richtung "Erlösung". Aber trotz meiner Überzeugung lauf ich den halben Tag rum und frag mich, ob es richtig ist, was ich mache. So viele Fragen beschäftigen mich. Ich spring hier ins kalte Wasser und hab keine Ahnung, was auf mich zukommen wird. Werde ich es mit den Kindern alleine schaffen? Halte ich die zukünftige Einsamkeit aus? Hab ich die Kraft die Steine aus dem Weg zu räumen, die er mir zwischen die Füße werfen wird? Was ist mit meiner Liebe, die ich trotz allem immer noch für ihn empfinde?.......

Heute morgen kam mir dann die Idee, mich wieder in dieses Forum hier einzuloggen Ihr ward vor 3 Jahren immer für mich da und ich weiß, ihr werdet es auch jetzt wieder sein. Ich bin nun wirklich froh, hier wieder mit dabei zu sein.

Grüßle Comet
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Comet hat zum Thema: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben
kaltblut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.06.2006
Beiträge: 4741
Alter: 53
Wohnort: beiM

BeitragVerfasst am: 23.06.2009, 14:26    Titel: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Comet,

herzlich willkommen im Forum. Ich würde mich freuen, wenn Du eine von denen bist, die mich mal in den Hintern getreten haben oder auch nicht.

Ich wünsche Dir einen guten Austausch und beglückwünsche Dich zu Deiner weisen Entscheidung.

LG Kaltblut
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kaltblut hat zum Thema: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben
Samsara
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 28.07.2008
Beiträge: 12823
Alter: 51
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 24.06.2009, 00:23    Titel: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Comet,

Schön, dass Du wieder hier bist und Dich dazu entschlossen hast, Dich im Forum auszutauschen!

Zitat:
Hab ich die Kraft die Steine aus dem Weg zu räumen, die er mir zwischen die Füße werfen wird?


Du hast ganz sicher die Kraft, die Steine Schritt für Schritt aus dem Weg zu räumen. Wenn Du es nicht alleine schaffst, kannst Du Dir professionelle Hilfe dazunehmen und wirst auch hier moralisch unterstützt.

Denk daran, aus den Steinen, die Dein Mann Dir möglicherweise in den Weg legt, kannst Du Dir etwas Schönes aufbauen: Deine Zukunft.

Du bist nicht alleine - viele haben den Schritt in ein selbstbestimmtes Leben geschafft. Ich bin eine davon - nach 15 Jahren Ehe mit einem gewalttätigen Alkoholiker aus einem anderen Kulturkreis konnte ich mich erst trennen, als ich selbst Alkoholabhängig und am Ende war.
Lass es nicht soweit kommen, denn Du hast etwas besseres verdient, als das, was Du gerade noch ertragen kannst!

Ich wünsche Dir alles Gute,
RoteLampe
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Samsara hat zum Thema: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben
Comet
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.06.2009
Beiträge: 13
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 25.06.2009, 08:40    Titel: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo rote Lampe,

danke für deine Aufmunterung. Ich muß gestehen, du hast mit deinem Satz
["Lass es nicht soweit kommen, denn du hast etwas besseres verdient, als das, was du gerade noch ertragen kannst!"]

einen wunden Punkt bei mir getroffen, der mich mächtig beschäftigt.

Ich denke, wir haben die letzten 13 Jahre so ziemlich alles mitgemacht, was man im Zusammenleben mit einem Alkoholiker durchmacht. Da war körperliche Gewalt, 2 Freundinnen, die er so nebenher hatte, 2 Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Erniedrigungen, nächtlicher Terror, ständiger Streit, Respektlosigkeit und der tägliche Anblick eines Betrunkenen, der nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Ich habe nächtelang geweint, hab psychosomatische Beschwerden gekriegt und wäre fast an der Sache zugrunde gegangen, weil ich einfach nicht wußte, wie ich mich von all dem befreien soll. Die Kinder waren noch klein, ich ging nicht arbeiten und ich hatte niemand, der hinter mir stand.

Mittlerweile hat sich aber vieles geändert. Er geht zwar weiter seiner Sucht nach, wir haben es aber geschafft, etwas ruhiger damit zu leben. Körperliche Gewalt gibt es schon lange nicht mehr. Wir streiten uns kaum noch, weil ich aufgehört habe, zu rebellieren. Ich hab mich mit all dem arrangiert und führe heutzutage mein eigenes Leben. Ich bin kaum zu Hause, wenn er da ist. Abends und am Wochenende muß ich oft arbeiten und kann ihm dadurch aus dem Weg gehen. Seinen Job macht er wie und jeh super und ein Außenstehender würde nie vermuten, was bei uns los ist. Geweint habe ich schon lange nicht mehr und Streit gibt es auch kaum noch. Dadurch, daß ich vieles toleriere, vor vielem die Augen zu mache und für mich eine Überlebensstratgie entwickelt habe, funktioniert es im Moment ganz gut. Trotzdem sind natürlich Kinder da, die seinem Anblick und den ständigen Erniedrigungen immer noch täglich ausgesetzt sind.

Ich frage mich einfach, ist es richtig, daß ich j e t z t diesen Weg der Trennung gehe. Ich habe so viele Momente in der Vergangenheit verpaßt, wo ich es wirklich hätte tun m ü s s e n. Heute können wir die Situation viel besser aushalten. Ständig schwirrt in meinem Kopf herum: Was ist schlimmer? Mit 4 Kindern alleine zu leben, mit all den Problemen, die dann auf uns zukommen? Oder bei ihm zu bleiben und daran zu arbeiten, das Leben mit ihm so gut wie möglich erträglich zu machen?

Auch wenn diese Gedanken da sind, arbeite ich immer noch feste an der Trennung. Ich war ja am Montag bei einer Rechtsanwältin, da er nicht ausziehen möchte. Sie wird ihm nun einen freundlichen Brief schreiben und ihn bitten, zu gehen. Sollte er darauf nicht reagieren, wird sie bei Gericht eine Wohnungszuweisung beantragen. Hat jemand eine Ahnung, wie lange dieses Verfahren dauert? Sie sprach so von 3 Monaten. Könnte mir gut vorstellen, daß sich das auch länger hinziehen kann. Hab keine Ahnung, ob ich das aushalte, dann so lange weiter mit ihm unter einem Dach zu wohnen. Denn seit er weiß, daß ich diese Schritte eingeleitet habe, beginnt unser "Arrangement" wieder ziemlich zu bröckeln. Am liebsten wäre es mir, er wüde einfach sofort gehen. Ich habe ihm alle Hilfen angeboten, die ihm diesen Schritt erleichtern würden. Mein Bruder zieht die nächsten Tage aus einer 1-Zimmer-Wohnung aus, die er sofort übernehmen könnte. Die ist super billig. Eine Gelegenheit, die er so schnell nicht mehr kriegt. Aber er lehnt natürlich alles ab.

Ich habe einfach Angst, daß ich wieder "rückfällig" werde, wenn sich dieser Auszug noch so lange hinzieht.

Liebe Grüße
Comet
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Comet hat zum Thema: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 25.06.2009, 18:27    Titel: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Comet,

ich begrüße Dich ganz herzlich hier zurück.

Du fragst Dich, ob Du es aushalten kannst, wenn sich der Auszug länger hinzieht.
Dazu möchte ich Dich fragen, warum Du schreibst, daß du mit den Kindern nicht gehen kannst?

Ich frage deshalb, weil ich dies auch jahrelang als Argument brachte, noch einige andere schlagkräftige Begründungen, warum ich mit den Kindern nicht selbst ausziehen konnte.
Bis es irgendwann nicht mehr auszuhalten war, ich alles hinter mir ließ und ging.

Da es ja schon lange her ist, da Du hier geschriebn ahst, möchte ich Dir auf jeden Fall mal die Grundbausteine empfehlen. Vielleicht können diese Dir eine neue Richtung geben, Dich von den Steinen auf Deinem Weg zu befreien.

Liebe Grüße
S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben
Comet
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.06.2009
Beiträge: 13
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 12:38    Titel: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Käferchen,

gute Frage, warum ich mit den Kindern nicht gehen kann. Fakt ist, daß ich 4 Kinder habe, 2 Labradore, kein geregeltes Einkommen (ich arbeite zwar, aber überall nur als freiberuflicher Mitarbeiter. Ich habe keinen Lohnzettel in dem Sinn und weiß nie, was ich nächsten Monat verdienen werde. Das ist für mich o.k., ich komm damit zurecht, weil mir die Arbeit Spaß macht, aber einem Vermieter reicht das halt nicht) und unter all diesen Umständen bin ich zukünftig auch noch alleinerziehend. Mal davon abgesehen, daß ich die Miete für so ne große Wohnung garnicht leisten könnte, würde mich ein Vermieter unter diesen Umständen garnicht nehmen. Alles schon probiert. Es geht garnicht anders, mein Mann muß einfach ausziehen. Was laut Rechtsanwältin auch kein Thema ist. Es dauert halt.

Hab heute Nacht drüber nachgedacht, daß meine Situation im Moment vielleicht doch nicht so schlecht ist. Vielleilcht geht er ja schon die nächsten Tage, wenn er merkt, daß er keine Chance mehr hat, mich umzustimmen und das Ganze schon in Richtung Gericht unterwegs ist. Sollte er das Ganze ausreizen bis zum Schluß, dann werde ich die Zeit nutzen, mein zukünftiges Leben schon mal zu organisieren. Ich werde alles nur noch alleine managen und keine Hilfe mehr von ihm in Anspruch nehmen. Alle Arbeiten, die er in der Vergangenheit übernommen hat, werde ich alleine machen, so wie wenn er nicht da wäre. Werde nichts mehr mit ihm reden und ihn einfach nur dulden. Wenn ich mich so langsam auf das Ganze vorbereite, hilft es mir vielleicht, nach seinem Auszug nicht zu sehr überfordert zu sein.

Die letzten Monate hatten wir ja eigentlich kaum noch Streit. Wir haben uns irgendwie arrangiert und sind uns so gut es ging aus dem Weg gegangen. Im Moment geht es aufgrund meiner Trennungsabsichten aber wieder heftig zwischen uns her. Darüber bin ich aber auch froh, denn ich denke, das macht es mir leichter, diesen Weg weiter zu gehen. Ich muß mit allen Mitteln versuchen, mich von ihm emotional zu lösen, damit ich später nicht "rückfällig" werde. Sein derzeitges Benehmen hilft mir dabei.

Unterm Strich muß vielleicht alles so sein. Ich werde an meinem Wunsch festhalten und den Alkohol endlich aus meinem Leben entfernen. Gestern Abend hab ich alte Tagebuchaufzeichnungen von mir gelesen. Es war schlimm zu sehen, wie lange das schon so geht, wieviele Nächte ich durchgeweint habe und nur verzweifelt war. Natürlich weiß ich, daß die Sucht schon 13 Jahre lang andauert, aber das nochmal schwarz auf weis zu lesen, hat mich ziemlich erschreckt. Auf den Tagebuchseiten vor 13 Jahren standen teilweise haargenau die gleichen Sätze wie heute. Der Wunsch nach Trennung war immer da, ich war nur immer zu feige, etwas zu ändern.

Nachdem ich die Tagebücher gelesen habe, konnte ich nicht schlafen. Die ganze Nacht lag ich wach und hab mir vorgestellt, was ich zukünftig so alles mit den Kindern unternehmen kann. Wie ich das Haus verändern werde, wenn er weg ist. Was ich alles für mich tun kann und wie es sein wird, nach Hause zu kommen und einfach nur einen angenehmen und ruhigen Abend verbringen können.

Das war richtig schön. Ich freu mich drauf. Das bißchen "ihn aushalten" steh ich auch noch durch. Es ist ja nur noch für einen überschaubaren Zeitraum.

Liebe Grüße
Comet
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Comet hat zum Thema: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben
wurzelchen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.05.2009
Beiträge: 77
Alter: 55
Wohnort: Sachsen

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 13:21    Titel: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Comet,

die Wohnungszuweisung hat bei mir ganze 10 Tage gedauert. Die Zuweisung gilt bei mir erst einmal für 3 Monate. Ich hoffe, dass er sich bis dahin eine Wohnung gesucht hat, denn bis jetzt wohnt er in unserem Garten.

Lass Dich von Deinem Weg nicht abbringen, denn auch Du hast die Kraft dazu.

LG wurzelchen
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wurzelchen hat zum Thema: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben
Comet
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.06.2009
Beiträge: 13
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 26.06.2009, 22:00    Titel: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Wurzelchen,

daß die Wohnungszuweisung bei dir nur 10 Tage gedauert hat, gibt mir echt ein wenig Hoffnung. Lag bei dir irgendwie ein besonderer Härtefall vor, z.B. körperliche Gewalt oder sowas? Meine Rechtsanwältin meinte nämlich, daß es normalerweise so 3 Monate dauert, da das Gericht dem Ausgewiesenen die Möglichkeit geben muß, eine Wohnung zu finden.

Vielleicht zieht mein Mann ja aber doch noch freiwillig aus. Heute Abend kam er total wütend nach Hause und hat sich zum ersten Mal zu dem Auszug geäußert. Es kamen solche Sätze wie: "Ich brauch dann Geld für ne Wohnungseinrichtung." oder "Daß du es gleich weißt, für die 2 Kleinen werd ich zukünftig noch alles machen, aber für dich und die 2 Großen mach ich keinen Handschlag mehr.".......Es gab zwar unheimlichen Streit, aber es war schön zu hören, daß er sich zumindest mal mit dem Auszug beschäftigt. Die ganze Zeit hat er sich ja nur wie ein kleines Kind hingesetzt, hat Augen und Ohren zugemacht und wollte die ganze Sache aussitzen. So nach dem Motto: Die Alte wird sich schon wieder irgendwann abregen. Das geht vorbei.

Vom Kopf her bin ich immer noch sicher, daß ich diesen Schritt machen muß. Dieser Alkohol muß endlich aus meinem und dem Leben der Kinder raus. Daß es in meinem Herzen anders aussieht, muß ich euch wohl nicht erzählen. Im Moment funktioniere ich nur noch, versuche meine Zukunft zu regeln und bin dadurch abgelenkt, großartig über meine Gefühle nachzudenken. Ich denke, ich werde aber in der Zukunft sicherlich noch in ein großes Loch fallen, wenn erst mal alles geregelt ist und mir so richtig bewußt wird, daß ich fortan alleine sein werde.

Etwas anderes macht mir auch noch Sorgen. Trotz meiner Trennungsabsichten stelle ich fest, daß ich immer noch dabei bin, alles in seinem Leben zu regeln. Jetzt hab ich schon wieder eine Wohnung für ihn besorgt (keine Ahnung, ob er sie nimmt) und mach ihm Vorschläge, wie er sein zukünftiges Leben gestalten soll. Ich mache mir mehr Sorgen über ihn, ob er es schaffen wird, als um mich und die Kinder. Wahrscheinlich werde ich zukünftig ständig hinter ihm her telefonieren und mich fragen, ob er schon wieder betrunken ist oder mit ner anderen Frau im Bett liegt. Hört das eigentlich irgendwann auf? Kann man dieses Verhalten wirklich ablegen oder ist das ein Teil unserer Persönlichkeit, der ganz tief in uns verankert ist?

Ich denke, ich werde dieses Forum hier sicherlich noch sehr lange brauchen. Ich befürchte, daß ich nach seinem Auszug anfangen werde, nur noch die guten Seiten an ihm zu sehen und die Schlimmen zu vergessen. Ich will eigentlich nicht anfangen dem nachzutrauern, was ich verloren habe. Ich weiß, daß es nur noch besser werden kann. Ich hoffe, beim Lesen in diesem Forum wird mir immer wieder vor Augen geführt, daß ich das Richtige getan habe.

Liebe Grüße
Comet
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Comet hat zum Thema: Re: Hoffentlich schaff ich es dieses Mal geschrieben

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