| Das Innere Kind • Wer hat ähnliche Probleme |
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Evvi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2009 Beiträge: 9 Alter: 22 Wohnort: Wunstorf
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Verfasst am: 22.06.2009, 19:50 Titel: Was bin ich? |
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Ist nicht einfach alles in Worte zu fassen aber ich habe ein Problem und ich hoffe hier die Lösung zu finden. Das ist meine lezte Hoffung.
Zu meinem Problem:
Ich bin 20 Jahre alt und seit ich lebe und denken kann war mein Vater Alkoholiker. Und bei uns in der Familie gabs immer Streit weil er immer mehr Geld gebraucht hat für Alkohol (Drogen also Haschisch auch). Und ich habe das 18 Jahre meines Lebens mit angeguckt. Und immer wenn Menschen in meiner Nähe (Menschlich gesehen) anfangen Alkohol zu trinken bricht für mich eine Welt zusammen. Ich habe deswegen gewaltige Probleme da ich keine Freundschaften und Bezihungen knüpfen kann da es mich viel zu sehr zerreisst im Innere. Ich habe lange dagegen gekämpft nur wenige Freunde gehabt, teilweise alle verloren weil ich versuchte es ihnen auszureden und dass artete immer im Streit aus und so habe ich eigentlich 99% meiner Freunde verloren. Mit Mädchen kann ich mich nicht treffen den ich befürchte den Suizid. Es gab mal ein Mädchen dem ich mein Problem anvertraute und sie zeigte sich anfangs einsichtig und so ging ich mit ihr auf eine Feier. Sie betrank sich stark und rauchte auch dazu noch und ich verlor die Kontrolle über mich selbst. Ich hatte in diesem Moment fast mein leben beendet. Suizidgedanken plagen mich Jahrelang und keiner versteht das. Ich kam damit eines Tages zu meiner Mutter; weinend erzählte ich ihr was mich so zerfrisst und sie versprach mir auch GARNICHTS mehr zu trinken aber sie hatte sich nicht daran gehalten (sie trinkt kaum was aber das reicht schon um mich total unterzukriegen). Nun leben ich und meine Mutter alleine weil ich Ihm gesagt habe Entwedder deine Drogen und Alkohol oder wir deine Familie.... Seine Antwort war:" Ich werde nicht aufhören". Und da meine Mutter sehr an mir hängt habe ich ihr gesagt entweder du schmeisst ihn raus oder ich verpiss mich für immer. Und so verließ sie ihn. Und ich weiss kein Ausweg mehr. In meinem Alter will kein Mensch mehr Feiern ohne alkohol. Ich bin eigentlich ein starker Mensch aber das kann ich einfach nicht mehr. Ich habe Angst davor mir im Wahn selber etwas anzutun und so sehe ich für meine Zukunft nur zwei Wege.... Ich lerne es irgentwie oder mein Leben wird in einem Suizid enden. Auch wenn ich es nicht will aber es passiert unterbewusst. Ich finde das im Kopf nicht schlimm wenn ein Mädchen zb etwas trinkt aber innerlich sterbe ich vor schmerz... Ich weiss kein Rat mehr. Was kann ich den noch tun. Ich habe immer anderen Mesnchen geholfen weil ich froh wahr Lösungen zu finde und dachte das ich auch hier eine Lösung finde, aber ich sehe kein Ausweg mehr...
Kennst jemand dieses Problem oder sogar ein Tipp; Hilfe etc?
MfG
Evvi |
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| Evvi hat zum Thema: Was bin ich? geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 22.06.2009, 20:13 Titel: Re: Was bin ich? |
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hallo evvi!
herzlich willkommen hier bei uns kindern!
bleib nicht allein mit deinen problemen die einzig und allein aus der familienkrankheit alkoholismus resultieren...
suizidgedanken sind mehr wie alarmierend!!!!ich weiss wovon DU sprichst...wollt jahrelang lieber tot sein oder auch mir selbst etwas antun,als das ich SCHAUEN WOLLTE wo der ursprung ist...
hast du schonmal mit deinem arzt drüber gesprochen?bei dem thema suizid würde ich keinen moment zögern und MIR HILFE HOLEN/NEHMEN...
lies dich hier in aller ruhe ein und mach dich vertraut mit der familienkrankheit alkoholismus,das mitteilen hier ist ein sehr hilfreicher anfang,auf dem weg zu DIR...
wir sind gern für DICH da und begleiten DICH auf deinem weg
liebe grüsse caro  |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Was bin ich? geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14423 Alter: 46
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Verfasst am: 22.06.2009, 20:49 Titel: Re: Was bin ich? |
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Hallo liebe Evvi,
auch von mir herzlich Willkommen hier bei uns Erwachsenen Kindern!
Ich bin 43 Jahre alt und meine Mutter trinkt solange ich denken kann. Da war und ist von meiner Seite her nix, aber auch gar nix zu machen... das ist leider so.
Mich hat das Thema auch sehr geprägt. Meine Mutter trinkt, der Vater ist Co., mein Bruder auch... Das war ganz schön schwer, da MEINEN Weg zu finden.
Scheue dich nicht, dir jegliche Hilfe mit ins Boot zu holen die dich jetzt unterstützen kann.
Wie geht's dir heute abend?
Liebe Grüße, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Was bin ich? geschrieben
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Evvi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2009 Beiträge: 9 Alter: 22 Wohnort: Wunstorf
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Verfasst am: 22.06.2009, 20:52 Titel: Re: Was bin ich? |
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| Solange ich zuhause bin, mich von allem Apkaspel gehts mir nicht so schlecht. Aber ich habe nun eine Fast-Freundin und sie war Mittwoch auf einem Schützenfest.... und naja ich war richtig fertig mit der welt |
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| Evvi hat zum Thema: Re: Was bin ich? geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14423 Alter: 46
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Verfasst am: 22.06.2009, 22:10 Titel: Re: Was bin ich? |
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Hallo Evvi,
was mir auffällt ist, wie sehr du deine Gefühle davon abhängig machst, wie sich die anderen Menschen um dich herum verhalten. Wenn sie trinken geht es dir schlecht, wenn sie nicht trinken geht es dir gut.
Und um kein Risiko einzugehen, ziehst du dich weitgehend zurück.
Ich bin ja auch lieber allein auf Achse, als mit Trinkenden zusammenzusein, da bin ich sehr konsequent. Und es gibt Veranstaltungen, wo eben nicht getrunken wird. Da lernt man auch entsprechend die passenden Menschen kennen. Im Schwimmbad, bei Ausstellungen, auf dem Flohmarkt... gibt sooo viel.
Könntest du dir vorstellen, das bissel auseinanderzudröseln? Den anderen ihrs bei denen lassen und DEINS für dich sein? Du bist doch ein ganz eigener Mensch!
Lieber Gruß, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Was bin ich? geschrieben
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Skye neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2009 Beiträge: 293 Alter: 42
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Verfasst am: 22.06.2009, 22:18 Titel: Re: Was bin ich? |
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Hallo Evvi,
herzlich willkommen hier im Forum. Ich habe solange ich denken kann immer ein alkoholabhängiges Elternteil gehabt. Es ist schwer mit anzusehen, wie diese Droge Leben zerstört. Ich kenne das Gefühl, wenn einem vollkommen egal ist, ob man lebt oder stirbt. Mein Weg daraus war eine Verhaltenstherapie, der Besuch einer SHG für Angehörige und das lesen und schreiben hier im Forum.
Doch egal wie sehr wir unter den Auswirkungen gelitten haben, Alkohol und Menschen die Alkohol trinken wird es immer auf dieser Welt geben. Auch wenn es möglich ist, sich einen Bekanntenkreis aufzubauen indem nicht getrunken wird, wird man dem Alkohol nicht gänzlich ausweichen können. Er ist in dieser Welt und er wird es auch bleiben. Ebenso wie es weiter Schützenfeste und andere organisierte Massenbesäufnisse geben wird, wie z. B. Karneval oder Polterabende. Außerdem ist nicht jeder Mensch der Alkohol trinkt unfähig mit ihm umzugehen. Nicht jeder der ihn trinkt, wird abhängig.
Ein Mensch braucht keinen Alkohol zum leben, aber er braucht andere Menschen, er ist ein Herdentier. Sich zu Hause einzugraben, lässt zwar die Welt und den Alkohol draußen, es lässt aber auch die Menschen und menschliche Kontakte die es zum leben braucht draußen. Das kann auf Dauer keine Lösung sein.
Du möchtest ein Tipp, wie Du Dir helfen kannst? Ein Anfang wäre hier zu lesen, im gesamten Forum. Nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Angehörigen und bei den Alkoholikern. Vielleicht hast Du dann weitere Blickwinkel auf ein und dieselbe Krankheit. Eine weitere Möglichkeit wäre, eine SHG für Kinder von alkoholabhängigen Eltern aufzusuchen. Du bist nicht allein mit Deinen Problemen und könntest Dich da mit Kindern austauschen, denen es ebenso geht wie Dir. Was ich aber sehr wichtig fände, ist dass Du mit Deinem Hausarzt redest und mit ihm über Deine Probleme sprichst.
Du kannst Dir helfen, nicht von heute auf morgen, aber es gibt Hilfe für Dich.
Gruß
Skye |
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| Skye hat zum Thema: Re: Was bin ich? geschrieben
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Evvi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.06.2009 Beiträge: 9 Alter: 22 Wohnort: Wunstorf
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Verfasst am: 22.06.2009, 22:55 Titel: Re: Was bin ich? |
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Danke euch das ihr das schonmal durchgelesen hab und ich eure meinung lesen durfte.
Ich glaube die Erkenntnis zu machen das der Alkohol da ist und immer da sein wird habe ich gemacht. Aber dies zu Akzeptieren fällt mir unmöglich. Es geht nicht in mein Kopf das es wirklich so ist. Ich habe oft versucht mir freundeskreise aufzubauen mit Menschen die nicht trinken doch leider auch wenn ich im Schwimmbad eine kennelerne und ich sie toll finde werde ich früher oder später wieder damit konfrontiert das sie was trinken will.... Ich verstehe mich selbst nicht. Wenn ich rein Äusserlich an den Gedanken gehe und ich denke das ein Mädchen ein bisschen alk trinkt ist das ok weil ich ihr vertraue. Wenn sie dann abr wirklich kurz davor ist ist es nicht der Kopf der weh tut sonder etwas anderes. Also wenn ich jetzt darüber nachdenke find ich das wirklich nicht so schlimm aber der Prozess das es weh tut findet immernoch statt |
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| Evvi hat zum Thema: Re: Was bin ich? geschrieben
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kata 2012 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.06.2009 Beiträge: 76 Alter: 31
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Verfasst am: 23.06.2009, 11:04 Titel: Re: Was bin ich? |
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hallo evvi,
jeder geht anders damit um. ich habe in meiner teenie zeit selbst gerne getrunken auf parties und mit freunden, da ich dann mal aus mir rausgehen konnte und alle anderen auch gerne getrunken haben, aber ich habe dann irgendwann angst bekommen, so wie mein vater zu werden und trinke nun so gut wie nie. auch mir fällt es schwer zu akzeptieren, dass menschen mit dem thema normal umgehen können ohne alkoholiker zu werden und wenn mein freund etwas trinkt, ist das auch wie ein stich im magen und herzen. aber er weiß bescheid über meine familie und was ich alles erlebt habe und so kann er besser darauf rücksicht nehmen und ich übe mich darin, es besser zu akzeptieren, was natürlich nicht von heute auf morgen geht, aber ich versuche es. wenn es dir so schlecht geht, dass du selber nciht mehr leben willst, solltest du wirklich jmd zum reden haben, sei es ein bekannter oder jmd anderes dem du vertraust. ich habe den schritt auch gewagt, da ich auch beklemmungen und eine störung habe und mit mir selbst ins reine kommen will und habe mir einen termin bei einem therapeuten machen lassen, nächste woche gehts los. dieser schritt hat jahre gedauert, aber diese forum hat mir gezeigt, dass ich net schlecht bin, auch wenn ich mich selbst oft als schlechter mensch fühle, sondern dass die familienkrankheit viel dazu beigetragen hat, dass ich nun so bin. |
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| kata 2012 hat zum Thema: Re: Was bin ich? geschrieben
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