espoir sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.11.2008 Beiträge: 1150 Alter: 44
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Verfasst am: 27.06.2009, 10:51 Titel: Re: Alkoholabhängig? |
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Liebe Mieken,
| Mieken hat Folgendes geschrieben: | | Was tut an dieser Erkenntnis so weh? |
Ich glaube, dass das, was mich am meisten verzweifeln ließ, der Gedanke war, dass es sich um eine Flüssigkeit handelt. Um eine Flüssigkeit, die ich trinken musste, um überhaupt zu funktionieren, sei es, dass ich mir einbildete, meine Gefühlslage so besser manipulieren zu können, oder aber schlicht und ergreifend das Händeflattern zu beherrschen.
Eine Flüssigkeit.
Das durfte doch einfach nicht wahr sein! Herz- oder Blutdruckmedikamente, Insulin, Cortison, ja klar, das sind natürlich Dinge, die "normal" sind, das ist doch verständlich, dass manche Menschen die brauchen, um weiterleben zu können. Aber Alkohol? Alles das, was mich ausmacht, meine Gedanken, Gefühle, Handlungen - das kann nur noch mit Alkohol funktionieren? Eine Flüssigkeit, die man trinken kann... oder auch nicht. Und bei mir sollte es tatsächlich so sein, dass ich diese freie Entscheidung nicht mehr habe?
Ja, da ist es mir angst und bange geworden, da habe ich zum ersten Mal geahnt, was da eigentlich auf mich zukommt. Dann, Anfang 2005, der erste Termin bei der Suchtberatung. Gleich wieder Angst gehabt. Es sollten noch zwei elende Jahre folgen, ehe ich endlich 2007 in die Entgiftung ging. Immer die Angst im Nacken. Einen tödlichen Tumor hätte ich vermutlich "gefasster" weggesteckt. Eine Flüssigkeit! Ein dummes Glas Wein entscheidet über Sein oder Nichtsein! Unfassbar!
Es war dieser Teufelskreis aus Angst und Gegen-die-Angst-antrinken, den ich bis heute nicht vergessen habe, und den ich auch möglichst nicht vergessen möchte. Erst, als die Angst vor meinem Leben mit Alkohol größer war als die Angst vor einem Leben ohne Alkohol, konnte ich reagieren.
LG
espoir |
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isbeau neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.01.2010 Beiträge: 295 Alter: 49
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Verfasst am: 30.01.2010, 22:06 Titel: Re: Alkoholabhängig? |
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was für ein satz: meine angst vor dem leben mit alkohol war größer als meine angst vor einem leben ohne alkohol.
dem kann ich nichts hinzufügen, das ist eine feststellung, die ich zu 100% teile, jedoch nicht so schnörkellos auf den punkt bringen konnte!
respekt |
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