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Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie

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Mel_odie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2009
Beiträge: 6
Alter: 33
Wohnort: Ostseeküste :o)

BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 10:04    Titel: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ich möchte mich kurz einmal vorstellen und anscheiden warum ich eigentlich hier bin.

Ich bin die Jüngeste (30j.) von insgesamt 6 Kindern.... ich habe 4 Schwestern und einen Bruder. meine Eltern sind nun 40 jahre Verheiratet. Hört sich doch soweit gut an oder ?!

Leider ist das Thema Alkehol bei uns in der Familie ein grosses Problem geworden. Ich habe meinen Vater nie (!) besoffen erlebt , denoch musste sein Feierabendbier und ein Schnaps immer sein. Meine Mutter war Kettenrauerin bis sie eunen schweren Herzinfakt bekam. Da war ich eta 9 jahre.

Wir sind Christlich und sehr streng gross geworden, auch ist meinem Vater des öfteren mal " die Hand ausgerutscht" .. das heisst es gab mit Fieberglas oder nen Teppichklopfer oder aber auch mit dem ende vom Kabel (Steckerteil) einen saftigen A... bis man grün und blau war.

Das war ebend so. Auch das mein bruder komplett blau geschlagen wurde weil er gelogen hatte oder schon mit 12-13 jahren betrunken war ... ja das war ebend so....

Ich bin in der DDR gross geworden und da sprach man nicht darüber und wenn ich darüber nachdenke... ich weiss nicht... es stört mich nicht... es war halt so...

Nur was mir nun wirklich schwer im Magen liegt und warum ich mich entschlossen habe hier zu schreiben.... Mein Bruder säuft... und nimmt Tabletten (er hate einen Gehirntumor der Erfolgreich operiert wurde... nun hat er ne Platte im Kopf und nurch die Narbe im Schädel starke Kopfschmerzen)....

Mein Vater der eine seltene Krankheit hat... nun er ist nie besoffen... aber er trinkt sein Bier schon mal um 11 uhr und die Flasche Schnaps muss leer sein... sonst ist er unruhig.....

Meine Mutter ? Die versucht auch schon mal was weg zu trinken...

Und nun .... ja es kommt noch besser... meine Schwester... um dies es wirklich geht die mir richtig Sorgen macht....

Also... ich hatte gestern bei meinem Schwager angerufen... aber meine Schwester war dran... sie schluchtze und weinte und jammerte.... sie hätte so starke schmerzen in der Schulter (sie hatt da angeblich vor ein paar Wochen einen Nerv eingeklemmt sie war 7 wochen Krankgeschrieben)....sie lallte und konnte kaum sprechen... Ich war sofort hellhörig...klar... ist ja meine grosse Schwester ...

Ich meinte ich komme mit meinem Bruder und wir fahren sofort zum Notarzt, aber sie wigelte gleich ab, Ihr Mann würde das nie zulassen und er würde dann schimpfen.. ich sagte so ein blödsinn...

Jedenfalls ging das Gespräch über 30min... zum Schluss gab es eine "spontan Heilung" und sie versuchte mit klaren Worten mir lachend zu sagen alles ist okay....

Ich wusste da ich kann nix tun sie blockt mal wieder wie so oft schon ab....

Ich sprach dann mit Ihrem Mann... er war sehr ruhig und sprach immer wieder mit meiner Schwester die ich nun im Hintergrund wieder elendig jammern hörte....

Sie sagte mir zuvor sie hätte an die 30 tabletten gegen Schmerzen genommen... Man will die sich umbringen ????????????

Meine Schwester meinte auch indem Gespräch sie WÄRE Alkeholikerin gewesen... man eh man ist immer einer ...!!!!

Also sie Trinkt heimlich, nimmt Tabletten und hat auch Bulemie... was geht noch ??????

Sie hat Fasen da ist alles gut... supi normal... und dann stürzt alles ab...und sie erzählt allen der Mann flippt aus und wird gewaltätig... und die Kinder ??? Sie hat zwei Buben... ja die denken der Vater ist ein Monster der der armen Mama schaden will.....

Ich habe heute mit meinem Schwager das erste mal offen geredet und gefragt was mit einer Zwangseinweisung ist...denn sie ist gestern mit den Kindern in dem Zustand Auto gefahren !!!!!!

Auch bricht sie bewusstlos zusammen ...auch wenn die Kinder und sie allein sind. Aber er meinte das geht nicht wenn sie nicht will. Klar.. ich habe nu hier auch viel gelesen. Ich möchte aber was tun !
Sinst habe ich mich umgedreht und weggesehn..mal geschimpft hinter der Hand ja aber mehr nicht. Heute kann ich nicht mehr! Ich könnte heulen!!!!!

Das ganze elend hat sich in 10 jahren gesteigert (und das nur weil sie unglücklich in der Beziehung ist)....

Nun ich möchte, wenn sie nichts tun will.. dem Mann und den Kindern helfen..aber am liebsten auch Ihr !

Ich habe mit meiner anderen Schwester geredet, wir machen uns schlau bei Jugendamt und Therapeuten wollen am WE das erste offene Gespräch mit Ihr und Mann führen... was denkt Ihr ????

Ich bin wirklich fertig! Mein Vater, Mein Bruder, Meine Schwester ... ja und meine andere Schwetser ??? Die fängt nu mit Wein an... liegt das in den genen ?????

Ich habe mit dem Rauchen aufgehört und trinke nich... ein halbes Glas Sekt und ich singe lieder.... ich komme mir bei denen vor wie ein gesundheitsapostel...! Bitte HILFE!!!!

(Sorry das es soviel ist, aber es brennt unter den Nägeln! Danke)

Ich habe dies hier nochmals veröffentlicht ... ich hoffe das geht in Ordnung..?!
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Mel_odie hat zum Thema: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben
skybird
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.01.2008
Beiträge: 4106

BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 10:51    Titel: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Melodie, herzlich willkommen hier im Forum!

Wenn es brennt unter den Nägeln, dann schreib, schreib, schreib - Deinen Tagesablauf, Deine Gedanken, Deine Gefühle. Es liest Dich immer jemand, Du bist hier nicht alleine.

Du machst Dir sehr viel Sorgen um andere. Wie geht es denn Dir, Dir ganz alleine? Vielleicht magst Du ja mal diesen Link lesen und u.U. erkennst du Dich in einigen Sachen wieder?

http://www.forum-alkoholiker.de/grundbausteine-coabhaenigkeit.php

LG skybird
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skybird hat zum Thema: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben
beano
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.06.2009
Beiträge: 41
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 11:51    Titel: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo mel odie,
erstaml ein freundliches HALLO auch wenn es Dir zur Zeit wohl nicht ganz gut geht. ich kann dir auch keinen schlauen ratschlag geben, aber vielleicht etwas von meiner familie bzw. "großen schwester" erzählen.

meine gr. schwester ist m.E. eine alkoholikerin, den kontakt zu ihr habe ich leider schon vor ca. 10 jahren abbrechen müssen.
weshalb?
weil sie die schuld für ihre lebenssituation schon immer bei anderen gesucht hat. jegliche hilfe hat sie abgelehnt, dann wieder gefordert - letztendlich war sie aber nciht bereit irgendetwas (auch an sich) zu ändern. dennoch hat sie nächtelang angerufen, egal um wieviel uhr - hat auch an meiner arbeitsstelle angerufen, hat mcih in so mnache "peinloche" situation gebracht.
natürlich habe ich mir immer heftig sorgen um sie gemacht, hätte ihr so gerne geholfen, habe auch schwer darunter gelitten, dass sie gelitten hat - aber "hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner" sie hat ihr gesamtes leben lang immer nur die schuld bei jemand anderem gesucht. bei unserer mutter, bei uns geschwistern, bei ihren ehemännern oder vätern ihrer kinder und und und.
vor einigen jahren hatte sie mich doch wieder angerufen - nachts und betrunken - und jämmerlich um hilfe gebeten. am nächsten tag sind meine jüngste schwester und ich zu ihr gefahren, haben sie in einer völlig heruntergekommenen wohnung in einem noch schlimmeren desolaten zustand vorgefunden. ihr sohn (damals 13 j.) war nur noch ein häuflein elend und mir ist fast das herz gebrochen!!! wir haben dann mit ihr geredet, sie war auch sehr zugänglich und hilfreich und haben zusammen mit ihr lösungen besprochen. zunächst hausarzt, entgiftung und dann LZT. alles war gut und wir waren alle voller hoffnung.
bis - ja bis mich einge tage später eine langjährige freundin der familie anrief und mir mitteilte, meine schwester wolle nichts mehr mit uns zu tun haben, denn wir würden sie ja nur für verrückt erklären wollen und meinten es schlecht mit ihr!!
das war ein schock!!
seither hatten wir keinen kontakt mehr.
da ich aber im sozialen bereich der stadt arbeite, in der meine schwester wohnt, habe ich im vergangenen jahr erfahren, dass ihr der sohn weggenommen und er nun in einer pflegefamilie lebt. meine schwester ist nun über 50 jahre, beide kinder hat sie verloren und wenn ich an sie denke, blutet mir das herz so schlimm .... deshalb denke ich auch so wenig wie mir möglich nciht an sie.

warum ich dir das schreibe!?!?!
wenn es deiner schwester schlecht genug gehen würde, msstest nicht du dir lösungen überlegen, sondern sie würde es tun, und dich höchstens um deine unterstützung bitten. aber scheinbar ist der leidensdruck noch nciht hoch genug. manche menschen, so hart sich das anhört, wollen da auch gar nciht raus - sie wollen nur bemitleidet werden und aufmerksamkeit erhalten.

in gedanken (auch an meine schwester)
beano
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beano hat zum Thema: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben
Mel_odie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2009
Beiträge: 6
Alter: 33
Wohnort: Ostseeküste :o)

BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 21:30    Titel: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

Ersteinmal danke für die nette Aufnahme in diesem Forum und ich hoffe doch den ein oder anderen Rat zu bekommen und auch das ich diesen annehmen kann.

Ich habe den Vorgeschlagen Text (Theard) gelesen und nun ja ..das ein oder andere mag stimmen.. aber vieles auch gar nicht.

Ich muss zu meiner Person sagen das ich schon als kleines Kind (ca. 3 jahre) die gefährlichsten Tiere angefasst habe... auch später hat dies nie nachgelassen.. alle meinten das dieser eine Hund alles und jeden beisst ... ich bin einfach hin und es war gut...

Ich habe alles mit nach hause geschleppt an tieren was elend aussah... Mäusebabys..Möven mit gebrochenen Flügel... Katzen... alles! ich habe sogar Entenkücken in meinem bett gehant weil ich der Meinung war das sie einen Mama brauchen... Mir wurde dann gesagt das cih ebend sehr sehr Tierlieb bin und eine gewissen beruhigende Wirkung auf Tiere habe...

Das ist bis heute so... ich habe nie gesund Tiere gekauft ... meist kranke... Und es ist ja auch nich bei Tieren geblieben. Ich bin immer die erste die einer Person hilft wenn sie Stürtzt... ob nu wegen dem Alter oder weil Alkehol im Spiel ist... letzten Sommer habe ich aus dem fenster geschaut und eine Frau beobachtet... sie war schwer alkeholisiert und versuchte die Tür aufzu machen... Sie schaffte es nicht und brach zusammen.. es war 11 uhr abends.... Ich zog mich an (gegen den willen von meinem Freund der von zu Hause aus nen Arzt rufen wollte) und lief über die Strassen und sprach sie an.. sie war voll weggetretten... ich nahm sie etwas hoch..ich habe gewartet bis der Arzt kam....

So ist es imer ... ich denke aber wir leben in einer Ellenbogen gesellschaft wo sowas wie ich nicht "normal" ist.... Ich finde.. wenn alle schon wegsehn... wer hilft dann????

meine Schwester wohnt ca. 30min Autofahrt entfernt... ich vermeide es zu Telefonieren... nur zum geburtstag ist alles schön.... dann wird bei Ihr gegrillt alle sitzen im garten und lachen....

Aber immer wieder bricht sie ebend zusammen ... ich habe es lange vor mich hergeschoben was zu tun.. habe auch immer weggesehn.. wie diese 3 Affen...Ihr versteht? Nix hören , nix sagen, nix sehen.... So will ich nicht sein und so bin ich nicht !!!!!!

Ich bin trotzallem in einer schönen familie aufgewachsen wo jeder jeden auffängt.... Ich kann ihr vieleicht nicht direkt helfen... aber den rest der Familie die Augen öffenen , das Tabu brechen!

Meine Schwester... ich muss schmunzeln.... sie ist eigentlich noch ein Kind... sie wartet das Ihr traumprinz kommt und sie rettet... echt wahr!

Sie ist so Herzensgut! Zu gut! Sie hat immer ein offenes Ohr.... hat mich nach der Trennung vom Lebendsgefährten ohne was bei sich aufgenommen! So sind wir.. wie tragen das Schicksal des anderen....

Nur sie traut sich nicht... sie hat Angst das Ihr die Kinder genommen werden wenn sie geht, das sie es nicht schafft,... mit den Kindern, der Schule.... das ist ihre allergrösste Sorge! Seit 10 jahren!!!!!!

Wir haben Ihr versucht klar zu machen das sie keine Angst haben braucht... sie nicht allein ist auf dem Weg..das die Kinder bleiben... aber sie traut der Sache nicht.... Ihr Mann und deren Familie hat einfluss... hört sich doof an ist aber so....

Wie kann ich Ihr quasi schwarz auf Weiss zeigen das es klappen kann?

Ich denke sie will gehn .. aber sie will nicht mit Kinder allein da stehn.... Ich habe wirklich Angst um Sie um meinen Bruder der nun aggressiv wird... was ist nur los bei uns ? Alles verdrängte Kindheitserinnerungen die sich nun so äusseren ? Ich mag nicht alles daruf schieben.... Mit den Augen rollen

Ich jedenfalls denke ich bin "normal" wenn ich anderen Helfen möchte... was wären sonst die Sozialarbeiter? Oder die Mitarbeiter vom Jugendamt? Masochisten???

Nun noch einen angenehmen abend.. ich stöber hier noch ein wenig...
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Mel_odie hat zum Thema: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 21:54    Titel: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Mel odie,
ich war auch mal in jungen Jahren so ein Wesen, welches meinte helfen zu müssen ....

Mittlerweile sehe ich es anders: Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn ein Mensch unglücklich stürzt helfe ich, bei einem Alkoholiker, der im Suff ist würde ich es nicht tun. Sorry, er hat sich das selber angetan.... Arzt oder Krankenwagen holen ist o.k., aber nicht unauffällig die Auswirkungen eines unsachgemässen Handels überdecken.

Tiere sind schutzlos, die können sich nicht selber helfen. Aber Menschen sehr wohl. Wenn diese nämlich beginnen, sich selber zu helfen, dann können Fachleute oder Mitmenschen die Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Gut, herzensgut, ausgenützt werden und selber ohne Kraft dastehen, wenn man/frau sie braucht ist wenig sinnvoll, oder?

Nur wenn ich stark bin kann ich denjenigen helfen, die sich selber helfen wollen und ihnen "mit"helfen.

LIeben Gruß von Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben
Mel_odie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2009
Beiträge: 6
Alter: 33
Wohnort: Ostseeküste :o)

BeitragVerfasst am: 13.06.2009, 22:32    Titel: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nunja,... mir ist es ehrlich gesagt egal warum ein Mensch zusammenbricht,... und woher soll man das auch manchmal wissen ? Ein Zuckerkranker der einen Zuckerschock hat schaut genausso aus wie einer der zu viel Alk getrunken hat...

Nein ich überlege da nicht...ich handele...

Mein Freund fasst sich deswegen immer an den Kopf, er sit so ganz anders und kümmert sich eher um sich... was ich wiederrum nicht verstehn kann.

Ich habe ja das Verhalten meiner Familie einfach so hingenommen... "wer nicht will der hat schon" ... aber nun bin ich an einem Punkt, wo ich Ihnen einen Ausweg zumindest zeigen möchte!

Natürlich weiss man das man fix zum Arzt gehen kann.. aber die Scham ist da doch recht gross.. ich möchte die helfende Hand sein die dann zu Ihnen steht.... wenn diese es wollen !!!!

Ich habe hier gelesen das wenn man beim Arzt sich outet... das dann alles "gut" wird...

Also ich finde das nicht... Mein Vater sagt er ist Alkeholiker, redet darüber... egal vor wem... und trinkt ein Bier... Toll... Weinen

Auch sagt er zu meinem Bruder er ist ein Alki... und trinkt mit ihm.. dann schimpft er das er ebend zu viel trinkt... (mein bruder)

Meine Schwester wird immer ganz leise und sagt sie WAR Alkeholikerin... vermeidet es in der öffentlichkeit zu trinken..(letzt jahr hat sie ab und an mal ein Schluck Bier getrunken)

Ich denke nicht das das bekennen und aussprechen etwas beweirkt...
leider

Und ich habe die leise Idee das man die leute doch die Augen öffenen kann....

So habe ich gedacht und denke es noch.... das wenn meine Schwester wieder so einen schlimmen Tag hat... man sie für eine Nacht einliefern lässt.. sie meint ja sie trinkt einen tee der sie so lallen lässt... bei uns hat der tee nie was bewirkt.. Ich will das sie im nüchternen Zustand auf nem Blatt Papier vom Arzt sieht das sie lügt!

Das sie dann zu sich kommt....
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Mel_odie hat zum Thema: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben
Mel_odie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.06.2009
Beiträge: 6
Alter: 33
Wohnort: Ostseeküste :o)

BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 10:11    Titel: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

das WE rückt näher in dem ich offen mit meiner Schwester reden wollte und mit Ihrem Mann... abermir kommen ehrlich gesagt zweifel...oder bekomm ich nur "kalte Füsse" ?!

Gestern war Ihr MAnn hier um was zu reparieren... ich habe das Thema nochmal aufgegriffen..er war diesmal nicht ganz so spontan und offen... Ich sagte das cih sie ansprechen werde (wann und wo nicht) .... Er meinte nur ich solle es lieber ganz vorsichtig machen,..ich kenne ja meine Schwester die macht sonst wieder dicht...

Für mich hörte es sich eher so an als wenn ich es lieber sein lassen solle..da sie sonst zusammenbricht oder ähnliches.... Ich denke er will sie "schützen"... Meine Schwester hat ja auch keinen festen Arzt...nur eine HNO Ärztin die sie immer bei allem Besucht....

So das man da auch nix machen kann...

Nun meine Frage... Was denkt Ihr ? Soll ich noch mit Ihr sprechen ??? Oder nicht? Oder einen offenen Brief? Der bewirkt ja manchmal mehr als Tausendworte...

Ich brauche wirklich Euren Rat!!!!

Weinen
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Mel_odie hat zum Thema: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben
Eric
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 22.09.2006
Beiträge: 470
Wohnort: Trocken seit Januar 2007

BeitragVerfasst am: 16.06.2009, 11:30    Titel: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Melodie,

ich möchte dir mal als trockener Alkoholiker antworten. Auch ich kann leider nur davon abraten, zu große Erwartungen in das Gespräch zu setzen. Der alkoholkranke Mensch muss von sich aus wollen, nie mehr Alkohol zu trinken. Wenn es noch nicht soweit ist, prallt alles an ihr ab. Und wenn doch etwas zu ihr durchdringt, ist der Alkohol viel, viel mächtiger.

Es spricht nichts dagegen, dass Du ihr deine Besorgnis mitteilst, aber bewirken wird es wohl leider nicht viel.

Das Abwenden geliebter Menschen kann (muss aber nicht) dazu beitragen, dass der Alkoholkranke seinen Tiefpunkt erreicht und aus diesem heraus selbständig erste Schritte in Richtung Trockenheit einleitet.

Du solltest dir hier noch einige Geschichten durchlesen. Es ist geradezu schockierend, wie sich die Verhaltensweisen ähneln. Der Alkohol macht uns Alkoholkranke nämlich ziemlich gleich.

Und Sucht hat nichts mit Verstand zu tun.
Du als Nicht-Alkoholkranke denkst "Sie muss es doch irgendwann einfach kapieren." Für den Alkoholkranken stellt sich das anders da. Da steht der Alkohol unangefochten an oberster Stelle und alles andere wird drumherum gebogen. Deine Realität ist einfach nicht ihre Realität.

Dir alles Liebe
Eric
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Eric hat zum Thema: Re: Meine Geschichte mit Alkeholikern in der Familie geschrieben

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