| Zurück in die Hölle • fühle mich einsam und müde |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
Gänger Gast
|
Verfasst am: 04.06.2009, 13:37 Titel: Re: Samia's Weg |
|
|
Hallo Samia,
ich kenne diese Träume auch, lasse mich durch sie aber nicht verunsichern. Ich denke es kommt letztendlich darauf an wie man sie interpretiert. Ich persönlich verstehe sie als Warnung, ausgehend von meinem Inneren. Manchmal träume ich monatelang nichts dergleichen, dann kommt es wieder häufiger vor.
Mein Leben hat sich lange Zeit um den Alkohol gedreht, deswegen finde es mittlerweile auch nicht weiter überraschend. Schließlich kommt es häufig vor das man im Traum Dinge verarbeitet, die einem im Alltag begegnen bzw. begegnet sind.
Bei mir geht es sogar so weit das, wenn ich detailiert von einem Rückfall höre, ich diesen Rückfall nach träume. In den Träumen bin ich dann die Person, die den Rückfall erlitt.
VG
Oliver |
|
| Nach oben |
|
| Gänger hat zum Thema: Re: Samia's Weg geschrieben
|
|
 |
Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
|
Verfasst am: 04.06.2009, 15:59 Titel: Re: Samia's Weg |
|
|
Hallo Samia!
Ich heisse Dich auch herzlich willkommen im Forum!
Da ist mir in Deinen Zeilen etwas aufgefallen:
| Zitat: | | Ich weiss, ich sollte es für MICH tun, |
Du kannst es nur für Dich tun!Das ist der weg.
Will heissen,immer wieder zu Dir zurückkehren,Dich selber verstehen und mögen zu lernen.
Es gibt da wichtige Punkte:
Tu Dir jeden Tag etwas Gutes,nur Für Dich!
Beginne auch Dich selber zu mögen,Dir Zeit für Dich zu nehmen.
Das geht mir auch jetzt noch nicht wie am Schnürchen.
Aber das gehört ja zu unserer Trockenheitsarbeit.
Liebe Grüsse
Yvonne |
|
| Nach oben |
|
 |
Samia neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2009 Beiträge: 17 Alter: 30
|
Verfasst am: 05.06.2009, 09:05 Titel: Re: Samia's Weg |
|
|
Guten Morgen!
danke für eure antworten. Es ist hilfreich zu wissen, dass man nicht allein ist. Zu den Träumen ist mir plötzlich noch eingefallen, dass ich das auch hatte, als ich mit dem Rauchen aufgehört habe.
Ich mache schon länger Therapie, jetzt seit 2.5 Jahren bei einer Therapeutin, bei der ich mich gut aufgehoben fühle. Nun hat das Thema Alkohol dort auch seinen Platz bekommen. Das ist die Hilfe, die ich von Aussen habe.
Durch die Therapie und die Gründe, aus denen ich die Therapie mache, bin ich schon länger auf dem Weg zu mir selbst, versuche zu verstehen, und verstehe wohl auch immer mehr. Für mich etwas zu tun, das fällt mir trotzdem immer noch sehr sehr schwer. Oft ist es so, dass ich etwas tue, wovon ich denke, ich tue mir damit etwas Gutes, aber es bleibt beim Denken. Ich kann nicht fühlen, ob ich mir wirklich etwas gutes tue und es ist dann mehr so eine Alibiübung. Da steckt ein tief verwurzelter Selbsthass in mir. Ich kann inzwischen verstehen (im Kopf) woher er kommt und ich weiss auch, wohin er eigentlich gehört, der Hass - nur kommt das in meinem Bauch nicht an.
Gestern fiel es mir sehr schwer, auszuhalten ohne mich betäuben zu können. Auch heute wieder. Aber ich kann es, einen Tag nach dem anderen.
Mit lieben grüssen,
samia. |
|
| Nach oben |
|
| Samia hat zum Thema: Re: Samia's Weg geschrieben
|
|
 |
HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 50 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
|
Verfasst am: 05.06.2009, 10:54 Titel: Re: Samia's Weg |
|
|
| Samia hat Folgendes geschrieben: | | Aber ich kann es, einen Tag nach dem anderen. |
Hallo Samia,
das ist eine sehr gute Einstellung, die aber auch viel Kraft kostet. Ich habe mich in dieser Situation in eine stationäre Therapie begeben, praktisch unter eine Schutzglocke, wo auch jederzeit Hilfe zur Verfügung steht. Die Möglichkeit des Zugriffes auf das Suchtmittel ist stark eingeschränkt, so dass ich einem ersten starken Impuls nicht folgen konnte, wie es mir bei meinen unzähligen Versuchen, es selber zu schaffen, immer wieder gegangen ist.
| Samia hat Folgendes geschrieben: | | Nun hat das Thema Alkohol dort auch seinen Platz bekommen. |
Wenn ich süchtig bin, braucht das Thema Alkohol Priorität. Die Trockenheit ist die Basis auf die sich alle weiteren Schritte aufbauen. Wenn das Fundament eines Hauses nicht in Ordnung ist, kann ich mir noch so schöne Tapeten an die Wände kleben. Irgend wann stürzt alles zusammen.
Schönen Tag noch |
|
| Nach oben |
|
| HansHa hat zum Thema: Re: Samia's Weg geschrieben
|
|
 |
Samia neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2009 Beiträge: 17 Alter: 30
|
Verfasst am: 06.06.2009, 10:19 Titel: Re: Samia's Weg |
|
|
Hallo HansHa
Danke für deine Gedankenanstösse.
Ja, es braucht viel Kraft.
Darf ich dich fragen, was bedeutet für dich, dass das Thema Alkohol Priorität hat? Natürlich verstehe ich, dass die Priorität darin liegt, trocken zu bleiben. Meine Frage ist eher, wie sieht das konkret in der Therapie aus?
Meine Therapie ist eine Traumatherapie und Priorität dabei hat, stabil zu werden, zu sein und zu bleiben. Für mich ist genau diese Stabilität die Grundvoraussetzung um trocken zu bleiben. Weil es eben auch darum geht, mich zu kennen, zu lernen, GUTE Strategien zu entwickeln um mit Gefühlen umzugehen, die sonst auf irgendeine ungesunde Weise betäubt werden.
Liebe Grüsse
Samia |
|
| Nach oben |
|
| Samia hat zum Thema: Re: Samia's Weg geschrieben
|
|
 |
HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 50 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
|
Verfasst am: 06.06.2009, 13:39 Titel: Re: Samia's Weg |
|
|
Hallo Samia,
damit meine ich, dass Du nur im trockenen Zustand Fortschritte bei Deinen anderen Problemen erzielen kannst. Natürlich gibt es bei den meisten Leuten Ursachen für die Sucht, die gleichzeitig mit dem Trockenwerden behandelt werden müssen, auch um eine stabile Trockenheit zu erreichen. Trinkst Du wieder, wirft es Dich dahin zurück, wo Du jetzt angefangen hast.
Konkrete Aussagen über Therapie- oder andere Behandlungsformen kann ich nicht machen. Dazu sind die Profis da. Die einzige Erfahrung, die ich selber dazu gemacht habe, dass sich viele Psychiater, Psychologen oder Therapeuten zu wenig mit dem Thema Sucht auskennen. Als ich mir während meiner nassen Zeit Hilfe holen wollte, kam die Auskunft, dass ich überarbeitet bin und ich solle darauf achten weniger zu trinken. Trotzdem ich meine Trinkgewohnheiten und -mengen ehrlich angegeben hatte. Ohne mich auf die Sucht hinzuweisen. Das war natürlich ein Grund noch 2 Jahre weiter zu saufen. In der Therapie habe ich Leute getroffen, die jahrelange Behandlungen hinter sich hatten, ohne dass das Suchtproblem erkannt wurde.
Schönen trockenen Tag noch |
|
| Nach oben |
|
| HansHa hat zum Thema: Re: Samia's Weg geschrieben
|
|
 |