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Abschied von meinem Seelentröster..

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ich möchte es schaffen...   •    Neid  
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Xenica
Gast






BeitragVerfasst am: 31.05.2009, 18:52    Titel: Abschied von meinem Seelentröster.. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

mein Mann ist Alkoholiker, der vor kurzem einen Rückfall hatte.
Ich habe bei seinen Entzugserscheinungen mitgelitten (Tremor etc)
Das zu sehen hat mich erschreckt..

Ich bin Frusttrinkerin, ich habe heimlich getrunken. Und dachte,
wenn ich so weitermache, wird es mir auch so gehen. Bisher
fühlte ich mich sicher, weil ich zeitweise Trinkpausen einlegen
konnte, ohne Entzugserscheinungen zu haben

Wenn ich arbeiten mußte, oder fahren mußte habe ich niemals
was getrunken

Mein Mann hat sich entschieden eine ambulante Therapie zu machen
Die Wohnung ist eine alkohlfreie Zone und wird es auch bleiben!

Ich bin trocken, aber ich habe erkannt, daß ich psychisch ziemlich
abhängig bin. Ich denke den ganzen Tag daran, wie sehr mir
mein Seelentröster, der Alkohol fehlt.
Ich habe öfters aus innerer Langeweile heraus getrunken

Gibt es hier einige unter Euch, denen es anfangs auch so ging?
Wenn ich traurig war, oder gestresst war, habe ich getrunken
und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich stattdessen machen
soll, wenn ich wieder durchhänge, mich geärgert habe, oder
mich alleine fühle..

Ich beschäftige mich, lenke mich ab, aber denke doch dauernd
an meinen Rotwein ..
Traurig

Aber ich will nicht mehr trinken. Es ist aus. Es muß doch noch
was anderes geben, außer saufen, weil man gestresst ist oder
Probleme hat ...
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Xenica hat zum Thema: Abschied von meinem Seelentröster.. geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3354
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 31.05.2009, 19:45    Titel: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Xenica! Herzlich Willkommen hier!

Als mein Mann vor 19 Monaten trocken wurde, war es für mich selbstverständlich auch nichts mehr zu trinken.
Nach der ersten Euphorie - mein Mann hatte die ganzen 24 Jahre zuvor getrunken - kam für mich auch manchmal so etwas wie "Schade gefühl" auf.
Die letzten Jahre seiner Sucht habe ich ihn auch beim Trinken begleitet.
Manchmal dachte ich, wenn ich mittrinke, dann sind die Flaschen schneller leer. Oder wie du schreibst: als Seelentröster! benutzt. Um Stress zu betäuben, und, und und.
Nach den ersten Monaten, vor allem durch das Austauschen hier im Forum, habe ich dann für mich eine Therapie begonnen, die mir unheimlich geholfen hat. Dort habe ich meine Schwächen erkannt und zu bearbeiten angefangen.
Es war ein schweres, aber ein gutes Jahr.
Zuletzt habe ich auch noch eine Kur bekommen (nebenbei auch Orthopäd. Belastungen), in der ich einen sehr guten Arzt fand, der das richtige an Behandlungen verschrieb.
Jetzt geht es mir so richtig gut. Ich habe zu einer gemütlichen Gelassenheit gefunden. Und wenn mich Stress, Ärger überfällt, lasse ich einfach ein wenig Zeit verstreichen. Dann ist alles schon viel leichter.
Manchmal setze ich mich aber auch durch. Lasse nicht mehr alles mit mir machen.
Für den Rücken und die Seele tut mir das Training im Fitnessstudio oder Entspannungsübungen nach Jakobsson gut. Oder ich gehe Walken.
Davon dreimal in der Woche - und ich bin rücken-und gefühlsstark.
Ich wünsche dir hier alles Gute, reichlichen Austausch und viel Hilfe für Dich, liebe Grüße, Gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. geschrieben
Tina
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 9247
Alter: 43
Wohnort: NRW + seit 17.05.08 auch bei mir

BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 09:51    Titel: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Xenica und herzlich willkommen nun auch hier im offenen Bereich !

Wie geht es Dir heute ?

Gruß
Biene
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Tina hat zum Thema: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. geschrieben
Gänger
Gast






BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 10:21    Titel: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Xenica,

herzlich willkommen im Forum.

Ich habe aus den selben Gründen getrunken wie du...und aus jedem anderen Grund, weil ich Alkoholiker bin.
Du schreibst das du psychisch ziemlich abhängig bist. Ich weiß nicht genau wie ich das verstehen kann.
Bist du abhängig, oder nicht?

Ich wünsch dir noch einen schönen Pfingsttag,

VG
Oliver
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Gänger hat zum Thema: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. geschrieben
Xenica
Gast






BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 14:32    Titel: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Oliver

So gut kenne ich mich nicht mit Abhängigkeiten aus.
Mein Mann hatte ziemliche Entzugserscheinungen,
nachdem er den Stoff weggelassen hatte. Ich habe
immer wieder mal längere Phasen gehabt, wo ich nichts
getrunken hatte. Entzugserscheinungen hatte ich keine.
Zählst Du eine psychische Abhängigkeit nicht zur
Abhängigkeit?

Ich wünsche auch Dir noch ein tolles Fest
Xen.
Nach oben
Xenica hat zum Thema: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. geschrieben
Xenica
Gast






BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 17:34    Titel: Selbstgespräch Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

liebe Forenteilnehmer, entschuldigt bitte mein Verhalten..
mein zusammenhangloses Drauflostexten.. meine Beiträge,
die wie Selbstgespräche sind. Ich bin jemand, der es
gewohnt ist, sehr diszipliniert zu sein und weder Schwäche
noch unperfektes Verhalten an sich selbst zu dulden.

Deswegen habe ich fast 20 Jahre getrunken und dabei
noch "funktioniert". Mit meinen Trinkpausen habe ich mich
selbst belogen und dieses Bild von jemanden der sich
immer im Griff hat, alles unter Kontrolle hat und niemals
versagen darf, weiterhin gefestigt. Es hat lange gedauert,
bis ich merkte, nicht ich habe es im Griff, sondern es hat
mich im Griff.. nach meinen Trinkpausen war ich doch wieder
da, wo ich vorher war.. bei 1-2 Flaschen Wein am Tag
Und da will ich nicht mehr hin

Meine Gefühle mir gegenüber sind ambivalent. Sich einzugestehen
alles hat nichts genützt, der schlimmste Alptraum ist wahr geworden
Ich habe die Kontrolle verloren!.. war zuerst demütigend,
doch vollkommen ehrlich und auch befreiend

Das Leben geht weiter, meine kleine Welt ist nicht zerbrochen
ich habe noch nichts verloren, was man nicht wieder heil machen
kann- es kann nur besser werden- ohne Alkohol

Ich habe angst, zu versagen, fühle mich labil, weil ich dauernd
an Alkohol denke, und doch fühle ich eine Kraft in mir.
Die Hoffnung auf eine Veränderung, die Hoffnung auf ein neues
Leben. Ich will anders werden
Ich will meine Schwierigkeiten nüchtern durchleben und dann
doch feststellen- Es geht!

Ich liebe meinen Mann, doch mich selbst nicht.
ich habe immer auf andere geachtet, und mich selbst nicht
beachtet. Jetzt muß ich darauf achten, was ich tue, was ich
esse, was ich trinken werde, mit wem ich zusammen bin,
wo ich hingehe. Das macht mir angst ..

Ich muß herausfinden, was mich interessiert, wie ich meine
"freie" Zeit verbringe, die Zeit in der ich mich betrunken hatte
um meine innere Einsamkeit und Langeweile zu betäuben
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Xenica hat zum Thema: Selbstgespräch geschrieben
Tina
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 9247
Alter: 43
Wohnort: NRW + seit 17.05.08 auch bei mir

BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 17:54    Titel: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Xenica,
ich finde es toll, dass Du schreibst. Entschuldigen mußt Du Dich hier nicht dafür !!!
Schreib Dir alles von der Seele. Mir hilft es auch immer meine Gedanken erstmal zu sortieren.

Lieben Gruß
Biene
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Tina hat zum Thema: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. geschrieben
Gänger
Gast






BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 18:04    Titel: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Xenica,

Zu Beginn erstmal : Du brauchst dich für absolut nichts zu entschuldigen!

Auch sind Deine Texte nicht zusammenhanglos, sondern sehr gut verständlich.

Nun zu Deiner Frage:

Zitat:
Zählst Du eine psychische Abhängigkeit nicht zur
Abhängigkeit?


Doch, die psychische Abhängigkeit ist die, die wir alle hier bearbeiten. Die köperliche Entgiftung ist ja nach 7-10 Tagen vorüber.

Was mich bei dem vorletzten Beitrag stutzig machte, war das Wort "ziemlich" was du eingeschoben hast.

Zitat:
...,daß ich psychisch ziemlich
abhängig bin.


Eine ziemliche Abhängigkeit gibt es nämlich nicht. Entweder du bist es, oder eben nicht.

Deinen letzten Beitrag verstehe ich besser, denn darin bekennst du dich ja zur Abhängigkeit.

Nun hast du die Möglichkeit, hier im Forum und/oder an anderen Stellen, damit leben zulernen.

VG
Oliver
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Gänger hat zum Thema: Re: Abschied von meinem Seelentröster.. geschrieben

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