Moni12 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.05.2009 Beiträge: 64 Alter: 40 Wohnort: Leipzig
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Verfasst am: 29.05.2009, 19:45 Titel: Hallo Ratsuchender, |
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ich bin auch noch lange hier im Forum und obwohl Du männlich bist, ähnelt Dein Problem ganz stark dem meinen. Und obwohl ich der letzte bin, der Dir Ratschläge geben kann, weil ich an der selben Stelle bin wie Du, will ich Dir halt nochmal schreiben, wie es bei mir ist. Mein Mann trinkt auch, hat voriges Jahr eine Entgiftung und dieses Jahr Entgiftung mit anschließender Langzeit. Voriges Jahr nach der Entgiftung hat er 3 Tage später wieder angefangen mit Trinken. Dieses Jahr hatte ich bei der Langzeit dann einen guten Eindruck und hatte gehofft, daß mein Mann endlich aufhören will. Jetzt, vor 2 Wochen auf Heimbesuch hat er das erste mal angefangen mit trinken. Aber gleich volles Programm. Am nächsten Tag hat er mir gesagt, daß er nie aufhören wollte mit trinken, nur das seine Gesundheit besser wird. Jetzt 2 Wochen später das selbe Programm. Nur daß er diesmal nicht wieder hoch in die Klinik fahren konnte, weil er jetzt 5 Tage nur gesoffen hat. Und nun ist er rausgeflogen. Ich weiß jetzt, daß mein Mann immer wieder trinken wird. Er braucht einfach nur ein Alibi. Einer, der die Miete bezahlt, der die Wohnung sauber macht, der ihn vor anderen Leuten entschuldigt, wenn er mal wieder nicht wohin gehen konnte. Ich weiß jetzt (zumindest sagt das mein Verstand), daß ich mich trennen muß. Aber es ist schwer. Und wie Du sucht man immer nach dem Strohhalm. Und hofft, daß derjenige aufhört. Das geht schon los, wenn der andere nur einen Tag nüchtern ist und man einfach normal mit ihm umgehen kann. Aber solange Du nicht hunderprozentig davon überzeugt bist, wirst Du es nicht schaffen. Ich habe schon oft gehört und weiß jetzt, daß es bei meinem Mann auch so ist: Die meisten Alkoholiker begreifen das erst, wenn sie ganz unten sind. Und als mein Mann dieses Jahr zur Entgiftung war, haben sie im Krankenhaus gesagt: Der ist noch nicht ganz unten.
Vielleicht habe ich Dir mit meinen Zeilen bißchen helfen können.
Ich wünsche Dir, daß Du es schaffst, eine Entscheidung zu fällen. Aber ich weiß auch, wie schwer es ist, sie durchzuziehen. Der Verstand sagt oft was anderes, als man selbst will.
Tschüß Moni |
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