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Noch ganz am Anfang...   •    will trocken bleiben !  
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claro
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 4940
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 10:11    Titel: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, ich bin seid Ostern trocken und meine erste Euphorie hat sich gelegt.
Da ich im Ausland lebe, kann ich keinerlei fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Die Freude, morgends klar und frisch und munter aus dem Bett zu steigen, wird mittlerweile durch meine staendige Gereiztheit ueberschattet. Ich weiss nicht, was ich machen soll, wahrscheinlich kommt jetzt mein wahres Ich so langsam zutage und ich bin peinlich ueberrascht.
Wem geht es aehnlich?
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claro hat zum Thema: Nach 4 Wochen geschrieben
Tina
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.05.2008
Beiträge: 11432
Alter: 45
Wohnort: NRW + seit 17.05.08 auch bei mir

BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 10:24    Titel: Re: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Claro und herzlich willkommen hier im offenen Bereich des Forums !

Gefühlsschwankungen zu Beginn des neuen Lebens hatte ich auch. Teilweise sehr extrem. Ich denke daher nicht, dass nun "Dein wahres Ich" zutage kommt. Es ist eher völlig normal und ändert sich zum Glück auch wieder. Da braucht es ein wenig Geduld. Es dauerte nicht lange, da konnte ich dieses Wort nicht mehr hören, aber da ist wirklich was dran Mit den Augen rollen.

Mir hat es sehr geholfen, mich hier intensiv und oft auszutauschen. Ich habe gerade zu Beginn gesehen, dass ich nicht alleine bin mit meiner Krankheit und habe hier sehr viel Unterstützung erfahren dürfen. So ist es auch heute nach knapp 12 Monaten noch.

Schreib einfach was das Zeug hält, es befreit den Kopf und sortiert viele Gedanken. So ist es zumindest bei mir. Wenn ich etwas formuliert habe, hat es schon einen Teil des Schreckens verloren und ist ein wenig geordneter.

Lieben Gruß
Biene
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Tina hat zum Thema: Re: Nach 4 Wochen geschrieben
claro
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 4940
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 10:57    Titel: Re: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich will nicht wahrhaben, dass ich eine lebenslaengliche Krankheit habe Ich weiss auch nicht, wie ich mir dass staendig vor Augen fuehren soll. mir ist peinlich, mich zu outen.
Ich habe mir vorgenommen, 1 jahr nicht zu trinken. In solchen Zielen bin ich sehr konsequent und will mir damit einen Rahmen abstecken, um meinem Bierdurst nach Feierabend im Keim zu ersticken.
Ich habe ein Vorbild, dass ist mein grosser Bruder, er ist seid 8 jahren trocken.
Er hat schon regiestriert, dass ich nichts mehr trinke, aber mit ihm darueber reden?
Er ist das schwarze Schaf der Familie und hat aber ueberhaupt kein Problem damit, jedem zu sagen, der es noch nicht weiss, dass er Alkoholiker ist.
Ich schaeme mich schon bei jedem Gedanken daran.
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claro hat zum Thema: Re: Nach 4 Wochen geschrieben
Gänger
Gast






BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 11:38    Titel: Re: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Claro,

herzlich willkommen im Forum,

Zitat:
Ich habe mir vorgenommen, 1 jahr nicht zu trinken.


Wozu soll das gut sein? Ist das ein Versuch Dir zu beweisen nicht abhängig zu sein?

VG
Oliver
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Gänger hat zum Thema: Re: Nach 4 Wochen geschrieben
Mandy2
Gast






BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 11:39    Titel: Re: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Claro,

erst mal ein liebes Hallo und herzlich Willkommen Winken

Letztendlich kannst und wirst nur Du wissen, was mit Dir los ist, es ist nicht leicht sich selber einzugestehen das man krank ist.

Aber es ist ebend so, erst wenn ich mir selber eingestehe wie es um mich steht, kann ich auch an mir arbeiten. Wenn man krank ist braucht man sich nicht zu schämen, wichtig ist etwas für die Gesundung zu unternehmen.

Der Weg zur Einsicht beinhaltet oft auch Umwege und diese sind auch schmerzhaft, da spreche ich aus Eigenerfahrung. Dein Bruder, auch wenn er nun das schwarze Schaf der Familie sein sollte, lebt ja mit seiner Krankheit offen, deshalb ist es doch eigendlich von Vorteil für Dich, Dir auch dort Rat zu holen.

Entscheiden wo Du stehst, kannst Du immer noch Winken auch hier hast Du viele Möglichkeiten Dir einBild dieser Krankheit zu machen.

Nur zu, einen guten Anfang hast Du schon gemacht in dem Du Dich selber hinterfragst Winken

MIT lieben Gruss Mandy, wieder fast 16 Monate zufrieden Trocken Winken
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Mandy2 hat zum Thema: Re: Nach 4 Wochen geschrieben
espoir
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.11.2008
Beiträge: 1150
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 11:50    Titel: Re: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo claro,
auch ich will dich erst einmal herzlich willkommen heißen hier im Forum!
Schön, dass du hergefunden hast! Sehr glücklich

Ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen, denn auch ich konnte anfangs nicht so gut mit dem Gedanken umgehen, dass ich eine lebenslange Krankheit habe, die mich im schlimmsten Falle sogar umbringen kann. Das ist ja auch zunächst einmal furchtbar erschreckend. Vielleicht ist es besser, wenn du deine Zukunftsperspektiven erst einmal nicht so als großen Brocken anschaust, sondern sie dir in mundgerechte Häppchen zerlegst.
Das fängt ja bei dem Gedanken "Nie wieder mal was trinken?" schon an. Mich hat dieses nie wieder maßlos eingeschüchtert und eine Mischung aus Mutlosigkeit und Trotz hervorgerufen. Denn für mich als Alkoholikerin lag die Betonung stets auf diesem verharmlosenden "mal was", das klingt ja recht überschaubar. In Wahrheit geht es bei mir aber nicht um "mal was", denn ich kann eben nicht "mal was" trinken. Wenn ich einmal anfange, finde ich kein Ende. Von daher hat es mir geholfen, mich nicht auf die Zeitspanne zu konzentrieren, sondern auf die Tatsache, dass ich kein Ende finde - und das war nun einmal eine Tatsache, die ich anerkennen musste/konnte, denn immerhin bin ich ja zum Entgiften in die Klinik gegangen, und das tut niemand, der tatsächlich nur "mal was" trinkt.
Wenn es dir also hilft, dein Vorhaben zunächst auf ein Jahr zu beschränken, einfach nur, um das als "erledigt" im Hinterkopf zu deponieren, finde ich das völlig ok. Lass dir auch nicht einreden, du würdest dir ein Hintertürchen offen halten - bis das Jahr wirklich rum ist, hast du so sehr viele Chancen, aus deinem neuen alkoholfreien Leben etwas zu machen, wer weiß, ob du nicht nach einem Jahr so völlig anders lebst, dass der Gedanke daran, wieder etwas zu trinken, einfach nur absurd erscheint. Und bedenke - die AAs z.B. nehmen sich stets nur die nächsten 24 Std. vor, denen hat auch noch niemand vorgeworfen, sie würden sich ein Hintertürchen aufhalten. Winken

Das nächste Problem ist die Sache mit dem Outen.
Da gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Lager, nämlich diejenigen, die es bedingungslos jedem auf die Nase binden, ob derjenige es nun hören möchte oder nicht. Das finde ich dann sinnvoll, wenn jemand schlicht und ergreifend den Druck von außen braucht, um seinen Hintern in Schwung zu bringen. Wenn es jeder weiß, werde ich mich hoffentlich hüten, wieder was zu trinken. Manche Menschen sind so.
Es gibt aber auch die andere Variante, bei der ich mir sehr wohl überlege, bei wem ich wieviel erzähle. Das hat schlicht und ergreifend damit zu tun, dass es Trinker gibt (wie ich z.B.), die ihr Leben noch nicht völlig geschrottet haben, die um berufliche Nachteile fürchten oder einfach in einem Kontext leben, in dem es oftmals gar nicht notwendig ist, mit der vollen Wahrheit herauszurücken. Ich habe z.B. alleine zu Hause gesoffen und war in der Öffentlichkeit auch nicht dauerbreit, also fällt es heutzutage kaum auf, dass ich wie selbstverständlich Kaffee oder Schorle bestelle.
Ich möchte dir aber auch ausdrücklich sagen, dass ich mich heute noch (nach 10 Monaten Abstinenz) von typischen Trinksituationen fernhalte, mit aller Konsequenz! Wenn ich auch nur den leisesten Verdacht habe, dass ich in heikle Situationen kommen könnte, gehe ich da eben nicht hin. Da bin ich ebenso unerbittlich wie der Trinker, der es überall herumposaunt. Das ist eben die Kehrseite der Medaille.
Du siehst, es wird einem nichts geschenkt. Der Weg in die zufriedene Trockenheit will hart erarbeitet sein, das ist kein Kindergeburtstag, da solltest du dir keine Illusionen machen. Aber das Ergebnis ist von unschätzbarem Wert. Ich kann, wenn ich das wirklich will, meine Krankheit stoppen und gewinne darüber hinaus eine Lebensqualität, wie ich sie nie zuvor kannte.

Und zum Schluss noch ein Wort zu deinem Bruder.
Ich finde es klasse, dass du "so jemanden" in deiner Familie hast. Jaja, das ewige Geschwätz vom schwarzen Schaf, ich weiß. Sachau dir doch einfach mal an, wer so etwas sagt. Das sind doch bestimmt Leute in deiner Familie, die selber "Dreck am Stecken" haben, oder? Sind die frei von Fehlern? Wohl nicht. Aber wenn sie eines können, dann mit dem Finger auf andere zeigen. Glaube mir, ich weiß wovon ich spreche, mein Vater war auch ein Hardcore-Säufer, also meinen jetzt alle zu wissen, von wem ich's hab'. In meiner Familie spricht man nicht miteinander, sondern übereinander. Du kannst dir nicht vorstellen, wie weh das tut. Oder vielleicht doch?
Na jedenfalls bin ich irgendwann an den Punkt gekommen, an dem es mir egal war, wie die sich hinter meinem Rücken das Maul zerreißen. Ich hatte ja auch nichts mehr zu verlieren. Vorher haben die gelästert, weil ich getrunken habe, jetzt lästern sie über mich, weil ich eben nichts mehr trinke. Sie projezieren alle ihre Ängste auf mich, ich könnte ein Klugscheißer werden, ich könnte eventuell heimlich mitzählen, wie viel sie selber trinken und und und. Ist mir egal. Was stört's die deutsche Eiche, wenn sich die Wildschweine dran schubbern?
Weißt du, claro, hauptsache ich weiß, dass ich das Richtige tue! Und für die richtige Sache sind andere Leute schon ans Kreuz geschlagen worden... Geschockt

Kurz und gut - sprich mit deinem Bruder!
Schlage Profit für dich aus seinen Ehrfahrungen! Setz' dich mit ihm zusammen und lass' dir erzählen, was er durchmachen musste. Nicht nur auf dem Höhepunkt seiner Trinkerkarriere, sondern eben besonders in der ersten Zeit danach. Ich bin mir sicher, er wird das gut finden, dass du jetzt auch aufhörst. Sollte euer Verhältnis wegen irgendwelcher Dinge von früher gespannt sein, besteht zumindest die Möglichkeit, dass ihr euch bei der Gelegenheit auch wieder als Geschwister näher kommt.

Ich wünsche dir für dein Vorhaben alles Gute und den nötigen Biss!
LG
espoir
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espoir hat zum Thema: Re: Nach 4 Wochen geschrieben
claro
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 4940
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 17:12    Titel: Re: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, danke fuer eure Rueckmeldungen.
Das mit meinem Zeitlimit 1 Jahr hat eine Erklaerung.
Vor ca. 2 jahren habe ich fuer etwa 3 Monate auf Alkohol verzichtet. ich fuehlte mich in super, hatte wieder ein paar Stunden Freizeit. Habe mich dann wieder mt einer halben Flasche Rotwein belohnt und landete nach einiger Zeit wieder bei meinem Ausgangspunkt.
Stimmt nicht, heute stehe ich schlimmer da, als vor 2 jahren. Ich glaube aber, nach ein paar Monaten Abstinenz geht es mir wieder so gut, dass ich meine, gesund zu sein. Genaus diesen Irrtum will ich mit einer Zeitspanne 1 Jahr vermeiden.
Ich werde, wenn ich meinen Bruder wieder sehe, mit ihm reden. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie er das fuer sich alles hingekriegt hat.
Einen schoenen Sonntag wuenscht claro.
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claro hat zum Thema: Re: Nach 4 Wochen geschrieben
Nofear
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 27.04.2009
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 10.05.2009, 18:01    Titel: Re: Nach 4 Wochen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Claro und herzlich willkommen.

Ich selbst habe jetzt 22 Tage hinter mir bin selbst sehr nervös und kann immer noch nicht richtig schlafen, ich hatte auch mal gedacht nix trinken auf Zeit das geht, geht aber nicht es wird ständig mehr wo der Körper verlangt um sein Level zu bekommen, mittlerweile wissen die wichtigsten Menschen um mich herum das ich krank bin, es hat mich viel überwindung gekostet es auszusprechen, bin aber froh es gemacht zu haben, es gibt keine Belohnung fürs zeitliche nichttrinken was Alkohol enthält, damit muß ich mich täglich beschäftigen zur Zeit, ich wünsche dir alles erdenkliche das du für immer nichts mehr trinken mußt, anders geht es nicht, musste das selber auch begreifen, hat sehr lange gedauert aber es muß wohl so sein.
Liebe Grüße
Andi
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Nofear hat zum Thema: Re: Nach 4 Wochen geschrieben

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