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Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut...

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jule1
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.10.2008
Beiträge: 83
Alter: 47

BeitragVerfasst am: 03.05.2009, 14:01    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ayki79 hat Folgendes geschrieben:
Ich versuche auch mit den Kindern kurz und knapp aber offen über die Dinge zu reden... ich unterstütze den Kontakt zu ihrem Vater in jeder Hinsicht und versuche, den Wünschen der Kinder entgegenzukommen und auch z. B. an Feiertagen Termine zu finden, damit die Kinder Zeit mit ihm verbringen können... das funktioniert leider fast nie! Aber es liegt nicht an mir... ER sagt ständig ab, und er hat nie Zeit! Tut immer so, als sei dies arbeitstechnisch nicht möglich, aber im Grunde genommen ist ihm alles einfach nur zu lästig...


LIebe Ayki,
so schwierig das ist, ich denke, der Weg führt dahin, dass Du Dich komplett aus der Vater-Kind-Beziehung heraus nimmst. Hör auf, Dinge möglich machen zu wollen, die er vielleicht gar nicht will! Vielleicht will er keine zusätzlichen Umgangstage, vielleicht wollte er keinen gemeinsamen Geburtstag...

So schwer das für die Kinder ist, ihr seid geschieden, er ist Alkoholiker und er macht das, was ER möchte, leider nicht das, was DU für richtig hälst und was die Kinder sich wünschen.

Wenn Du Dich hier raus nimmst, werden die Kinder und ihr Vater nach einigen Enttäuschungen vielleicht einen Weg finden, der irgendwo ok ist. Dann gibt es vielleicht keine leeren Versprechungen mehr, sondern weniger Kontakt, dafür aber von beiden Seiten gewollten Kontakt.

Du und ich und viele andere hier sind getrennte Eltern und es obliegt nicht mehr unserer Macht, die Dinge hier alleine im Wohle der Kinder zu regeln. Da ziehen 2 Parteien am Ende der Seile und da ist es auch mal wichtig, das Seil loszulassen, damit man die Kinder nicht zerreißt!

Ich wünschte mir auch oft geregelten Vaterkontakt für meine Töchter, ist aber leider nicht. Damit muß ich mich abfinden. Und die Kinder leider auch.

Wenn Du aufhörst, Dich in diese Dinge einzumischen, bist Du vielleicht auch irgendwann nicht mehr der "Mülleimer" für Deinen Sohn, der ihm vielleicht Hoffnung gemacht hat, eine Illusion aufrecht erhalten hat, die sich aber mit einem Telefonanruf des Vaters in Luft auflöst?

Einmischen dürfen wir uns meines Erachtens hier nur, wenn Gefahr besteht. Wenn er die Kinder schlecht behandelt oder auf ihrem Rücken Kämpfe austrägt. Ansonsten haben wir hier die große Aufgabe loszulassen, damit die Kinder lernen können, mit ihrem Alkoholiker-Papa irgendwie klar zu kommen. Sie haben diesen Vater, leider.

LG Jule
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jule1 hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben
ayki79
Gast






BeitragVerfasst am: 03.05.2009, 14:15    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Jule,
Zitat:
Vielleicht will er keine zusätzlichen Umgangstage, vielleicht wollte er keinen gemeinsamen Geburtstag...

Doch, das wollte er - er redet immer davon, dass er mehr Zeit mit den Kindern verbringen möchte! Tut aber im Grunde genommen nichts dafür und handelt im genauen Gegenteil...

Er hat im Januar einen riesen Aufstand beim Jugendamt gemacht - nachdem die dort schon Monate vorher von mir bescheid wußten, dass er sich nicht an Absprachen hält usw. - um seine Kinder öfter zu sehen. Wir haben uns zusätzliche Zeiten überlegt und hin und hergetüftelt, weil die Kinder ja auch noch andere Termine in der Woche haben. OK, wir haben Termine gefunden... und... die nächsten 6 Wochen verlief alles gut, danach sagte er diese zusätzlichen Termine wieder ab, und auch der Freitag alles zwei Wochen an den Vater-Kind-WE wurde dann lieber auf Sa verschoben. Alles halt so einfach wie möglich... große Klappe und nichts dahinter... zu Hause habe ich ihn nun im Telefon nicht mehr unter seinem Namen, sondern unter "Daddy cool" eingespeichert Winken Naja, ein bißchen Spaß muss ja auch mir an der Sache bleiben, denn sein Verhalten kann man doch nicht ernst nehmen...

Dann kam der Geburtstag. Natürlich wollte meine Tochter ihren Vater einladen, das kam nicht von mir aus... meinetwegen könnte er zum Mond fliegen, dann hätten wir alle Ruhe. In einer stillen Minute habe ich mir sogar schon mal gewünscht, er wäre tot (hört sich vielleicht schlimm an, mir würde ein Stein vom Herzen fallen), denn er belastet mit seinem Problem einfach alle und zieht ständig irgend jemanden mit in den ganzen Mist hinein...

Im Grunde genommen habe ich mich auch komplett aus diesen Dingen rausgezogen, weil ich weiß, dass es nichts bringt. Aber da mein Sohn unbedingt zu seinem Vater wollte, habe ich versucht, den 1. Mai zu organisieren, musste ja dann - nach langer Zeit - auch wieder feststellen, dass es einfach nichts bringt, ihm zusätzliche Termine vorzuschlagen... OK, die Wut meines Sohnes hab ich gestern Abend diesbezüglich jetzt wieder abbekommen... ich würde es verbieten, dass er zum Papa geht etc., aber heute morgen war die Welt auch schon wieder halbwegs in Ordnung... vielleicht hat er über das kurze aber ehrlichge Gespräch gestern Abend nachgedacht... ich weiß es nicht...

Lg, Ayki.
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ayki79 hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben
ayki79
Gast






BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 12:58    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Heute ist bei uns Kindergeburtstag angesagt. Eigentlich ein Tag, auf den man sich freut (und meine Tochter freut sich auch wahnsinnig), aber es war bisher ein Tag, der gar nicht schön begann. Seitdem der Vater meiner Kinder nicht auf dem Geburtstag meiner Tochter erschienen ist, geht es meinem Sohn gar nicht gut. Er hat von morgens bis abends schlechte Laune, meckert rum, schreit mich an, und immer zwischendurch kommt dann mal wieder der Satz: "Ich will zum Papa". Seine ganze Enttäuschung und Traurigkeit drückt er mit Wut aus, und ich bekomme im Moment die komplette Ladung ab. Es fängt schon morgens an, er zieht sich nicht an, möchte sich seine Sachen selbst aussuchen. Wenn ich es ihm dann erlaube, kann er sich nicht entscheiden und fängt wieder an zu Motzen - alles ist falsch. Er ist völlig unzufrieden mit sich selbst und kommt nicht mit der Situation zurecht. Wie auch, ich kann ihn ja verstehen... Gott sei Dank haben wir am Freitag die nächste Sitzung bei der Familientherapie, denn es ist für mich auch nicht leicht, hier immer die Nerven zu behalten und für ihn da zu sein.

Ich bin wahnsinnig wütend auf den Vater, weil er sich nicht die Bohne Gedanken darüber macht, was er mit seinem Verhalten bei den Kindern anrichtet! Er kümmert sich einen Dreck darum... ihm geht's ja auch so gut, warum sollte er sich kümmern...

So verlaufen dann in letzter Zeit so unsere Tage, es ist sehr sehr nervenaufreibend für mich, und ich fühle mich schlapp und ausgelaugt. An manchen Tagen komme ich gut damit zurecht, heute nervt es mich besonders, weil ich gerne auch mal einen Tag hätte, an dem ich nicht hören würde: "Ich will zum Papa", denn ich kann schließlich nichts dran ändern und hab das alles nicht in der Hand...

Ich sage mir dann immer, es ist zwar anstrengend, aber alles ist besser, als würde der Vater noch mit uns zusammen wohnen, und das hält mich dann irgendwie aufrecht! Natürlich war die Trennung/Scheidung die richtige Entscheidung, aber irgendwie ist es ungerecht und deprimierend, nach 2,5 Jahren immer noch keine Ruhe und auch keine Aussicht auf Ruhe vor diesem leidigen Thema "Papa" zu haben... Ich rate allen, die hier lesen: Setzt NIEMALS Kinder mit einem Alkoholiker in die Welt!!!

LG, Ayki.
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ayki79 hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben
Chanell
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.03.2009
Beiträge: 130
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 13:30    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ayki!
Hab gerade mal hier bei dir rein geschaut.
Das mit den Kindern und den papa als Alkoholiker, ist für mich auch zur bitteren Wahrheit geworden!
Hauptsächlich bin ich auf MICH aber sauer, das ich damals so naiv war und ich nicht auf MICH aufgepasst habe, und dann schwanger wurde.
Jetzt ist unser Sohn 2 Jahre alt, ich habe mich vor 4 Monaten getrennt. Er auf Entgiftung. Aber noch hat sich bei Ihm gar nichts verändert (sein Verhalten)
Das was du schreibst mit deinem Sohn, kann ich gut verstehen. Meiner ist zwar erst 2, aber als er einen Tag bei mseinem Vater war, hatte ich am Anfang erst mal probleme mich auf ihn zu konzentrieren und einzugehen. Er hatte einen richtigen Wut anfall, ich hab ihn dann gelassen, dann gings auch gleich vorbei. Habs auch nicht persönlich genommen, aber es scheinte mir so als ob er mir sagen wollte das er auf mich wütend ist, das der Papa nicht bei uns sein darf (kann), und als ob ich Schuld daran habe.
Ich fühlte mich auch als Blitzableiter seiner Wut. Und das hat mich doch ziemlich geschockt.
Was ich aber überhaupt nicht mache, ist irgend welche dinge oder Termine für IHN sozusagen zu organisieren. Wenn er meint er will ihn sehen, dann muss ER sich auch darum kümmern! Da bin ich einfach knallhart und lass mich nicht aus der Ruhe bringen.
Ich denke das geht nur wenn man seinen inneren Abstand zu IHM gefunden hat!
Wünsch ich Dir auch!
Ach ja, und wenn mein Ex noch trinken würde, oder wiedre anfangen sollte zu trinken, gebe ich ihm auf gar keinen Fall unseren Sohn mit!
So mach ich das.
Ist zwar hart, aber am Ende für uns alle das beste, und dann kann jeder für SICH Verantwortung übernehmen. Und ich muss mich nicht grün und blau ärgern.

Mach mir auch selbst schon genug Vorwürfe das ich von einem Alkoholkranken ein Kind hab, aber jetzt ist es halt so, und kann nur schaun, wenigstens jetzt die richtige Verantwortung zu übernehmen!

Alles Liebe und viel innere RUHE wünsch ich dir!

Chanell
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Chanell hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben
Chanell
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.03.2009
Beiträge: 130
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 13:59    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ach ja...
und mit jetzt die richtige Verantwortung übernehmen meine ich, das loslassen, für MICH und unseren Sohn da sein, mich nicht ver-rückt machen lassen von Ihm und abhängig von seinem Tun unh Handeln zu sein, und bloss nicht heile Welt unseren Sohn vorspielen, denn mein Sohn vergöttert seine Vater auch total, und freut sich immer soooo sehr Ihn zu sehen. Wo mir nur einfällt, "wer sich rar macht, wird am meisten geliebt"!
Ich hab auch mal zu meinem Ex gesagt das er diese Aufmerksamleit gar nicht verdient hat. Und sie basiert auch nicht der Realität entsprechend.

Ich hab mir schon oft überlegt, wieviel Ich dazu beitrage, das mein Sohn Ihn so vergöttert... Mit den Augen rollen
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Chanell hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben
kaltblut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.06.2006
Beiträge: 4741
Alter: 53
Wohnort: beiM

BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 14:13    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ayki,

danke, daß ich Dich wieder lesen darf und daß Du hier ein Beispiel dafür bist, wie sich die Familienkrankheiten generationsübertragend Fortpflanzen können.

Dann kannst Du ja jetzt da weiter machen, wo Du damals aufhörtest. Dann darf ich Dir heute einmal Dein beflügelndes kurzes "das sehe ich anders" zurück geben.

LG Kaltblut
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kaltblut hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5771
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 15:58    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ayki,

zu deinem Thema kann ich leider nichts direkt beitragen, meine Kinder waren bei der Trennung ja schon groß.

Aber ich sage dir mal hier "Guten Tag", da biste ja wieder Sehr glücklich . Ich hab oft an dich gedacht, denn während meiner ersten Zeit hier hast du mich im offenen Bereich ja begleitet und so manchen Anstoß gegeben.

Ich wünsche dir, dass du einen guten Austausch haben kannst und Klarheit bekommen kannst, um für deine Kinder und dich zu einer akzeptablen Lösung zu kommen.

Liebe Grüße
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 17:10    Titel: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ayki,

auch ich kenne dieses Ausgelaugt sein, wenn es um die Kinder und den Vater geht. 10 Jahre lang habe ich nicht gewußt, wie ich für mich und die Kinder das Beste aus der Situation machen kann, wie wir alle wieder etwas gelassener damit umgehe können, endlich die IAS-Stimmung nachläßt.

Und genau das lese ich bei Dir, Du reibst Dich weiterhin auf, schreibst, daß Du ausgelaugt bist, aber was tust Du jetzt für Dich? Du liest Dich sehr verbittert. Glaubst Du, dies wird Dir und den Kindern helfen, endlich den nötigen Abstand zu bekommen? Bist du verbittert?

Was brauchst Du, außer natürlich, daß es aufhört, für Dich, damit Du gelassener werden kannst?

Lieben Gruß

S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: Mein Weg - Trennung, Scheidung, aber ständig diese Wut... geschrieben

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