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Alkoholiker

WARUM gebe ich MICH auf?

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caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 21:03    Titel: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo zusammen!

auf dem stand auf dem ich HEUT bin WEISS ich das ICH vieles FALSCH gemacht habe...

heut weiss ich das es nicht "so" kommen muss...

wenn ICH gegenlenke.

nur mal so als denkansatz:eine mutter-kind,vater-kindbeziehung darf innig sein.doch darf sie nicht bishin zur selbstaufgabe führen..

wenn ich mir mal klar und deutlich vor augen halte was ICH freiwillig an gedanken an den trinkenden elternteil gehabt habe!mehr, als gedanken die ich mir um mich machte!!

das ist definitiv KRANK!

was hindert mich daran EINZUSEHEN/ZU ERKENNEN/ZU AKZEPTIEREN das NICHT nur der trinkende...sondern AUCH ICH als angehöriger HILFE brauche?

HEUT ist es mir sooooooo DEUTLICH,das "das"nicht gesund funktionieren/enden KANN...

hm,vielleicht habt ihr ne meinung dazu?

wie ist/war es bei euch?

liebe grüsse caro Winken
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caro1969 hat zum Thema: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben
Enidan
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 27
Alter: 33

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 21:41    Titel: Re: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hm,
habe deinen Text jetzt mehfach gelesen und lange drüber nachgedacht.

Ich würde von mir behaupten, das ich bewusst nicht viel freiwillig nachgedacht habe. Da war einfach sehr viel Verdrängung. Aber das Kopfkino lief wie verrückt. Und dann habe ich nur noch intensiver versucht zu verdrängen.

Und das Abchecken, Planen und Ausloten wie meine Mutter drauf ist..... , war eigentlich völlig automatisch. Das war so, seit ich denken kann, ist zu meiner Persönlichkeit geworden.
Das ich das gemacht habe, ist mir erst klar geworden, als ich es nicht mehr musste.
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Enidan hat zum Thema: Re: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben
KB
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 03.04.2007
Beiträge: 2247
Alter: 45
Wohnort: Halle

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 21:45    Titel: Re: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Caro,

interessantes Thema und gar nicht so leicht zu beantworten!

Wie Du schon sagst, eine Mutter/Vater-Kindbeziehung darf innig sein, darf aber nicht zur Selbstaufgabe werden. Ist dies nicht der Grund warum wir hier sind?! Wir versuchen uns immer mehr zu distanzieren und es gelingt mal besser und mal eben nicht...eben immer Schritt für Schritt, was für manchen sicher nicht so einfach ist!

Als Beispiel kann ich da nur mich nennen. Allerdings gehe ich mehr oder weniger nur noch zu ihm um nachzusehen, ob er noch lebt. Der Gedanke, ihn irgendwann mal in seiner Wohnung regungslos vorzufinden schnührt mir immer noch die Kehle zu. Das ich an seinem Alk-konsum was ändern kann, na den Gedanken hab ich schon sehr lange aufgegeben.

Ich bewundere jeden, der einen kompletten Kontaktabbruch hinbekommen hat und irgendwann kann ich das vielleicht auch mal!

GLG von Katrin
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KB hat zum Thema: Re: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14423
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 21:49    Titel: Re: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
was hindert mich daran EINZUSEHEN/ZU ERKENNEN/ZU AKZEPTIEREN das NICHT nur der trinkende...sondern AUCH ICH als angehöriger HILFE brauche?


Hallo Caro!

Da wurde mir mein ICH schon mit 4 oder 5 rausgeprügelt, weggefegt, übergangen, ignoriert, vereinnahmt, und das hörte ja nicht auf, wurde immer perfider, jahrelang.

So ein winziger Kern von meinem ICH blieb irgendwo in meinem malträtierten Körper versteckt, jahrelang, klein, hart wie eine schwarze Eisenkugel, scheinbar tot.

Aber der Kern war nicht tot. Er hat überlebt.

Und er brauchte JAHRE, sehr viele Jahre um zu wachsen und lebendig zu werden. Bis ich ICH sein konnte vergingen Jahre.

Hilferufe jeglicher Art verhallten ungehört. Irgendwann rief ich nicht mehr, sondern nahm mein bissel Energie zum Überleben, einfach nur überleben.



Wie kann ICH einsehen, daß ich Hilfe brauche, wenn da jahrelang gar kein handlungsfähiges ICH war???

Wie kann ICH etwas erkennen, wenn mein Hirn auf survival-Modus eingestellt ist?

Wie kann ICH mir Hilfe holen, wenn meine Füße und Hände nicht frei agieren können, sondern wie bei einer Marionette an den Strippen der Erwachsenen hängen, jahrelang?

Wir sind da reingewachsen, manipuliert worden von klein auf.

Es braucht Jahre, bis ein handlungsfähiges ICH sich entwickelt, das GERNE leben will, sein eigenes lebendiges Leben leben will.


Gruß und Danke für den Thread.

Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben
loreen1
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 3161
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 21:57    Titel: Re: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

huhu liebe caro,

auch ich finde ein sehr interesantes thema, schwer zu beantworten,
ich kann aus meiner sicht schreiben, das ich gar nicht gemerkt habe wie seltsam ich ticke, es war einfach nur normal für mich, nur für andere da zu sein, seis für den dad, für den mann, für die kinder oder für freunde. genauso wars auch mit der arbeit.
erst der besuch bei der dame vom ja hat mir gezeigt, das irgendwas bei mir nicht so ist, wie es sein sollte. und erst ab da hab ich angefangen nach meinen eigenen bedürfnissen zu suchen. was ich sehr interesant und hilfreich fand, war als mir skybird mal schrieb, das man lernen muß mitzufühlen und nicht mitzuleiden. diese worte hätten mich aber vor einem jahr gar nicht erreichen können, weil ich da keinen unterschied hät erkennen können.

ich werd mir noch weiter gedanken machen über dieses sehr tiefgehende thema.

lg loreen
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loreen1 hat zum Thema: Re: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben
summerdream
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 6712

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 23:15    Titel: Re: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi caro

kurze antwort erlaubt?

es war normal
und das is mit eins der sachen wo am schlimmsten sind an dem ganzen mist

woher wissen das was falsch läuft wenn wir's net anders kennen?

zusätzlich fällt mir noch ein das leichter is zu "akzeptieren" das der alkoholiker krank is... also is er/sie auch die person wo was gegen tun muss Geschockt
aber als kind? ich trink ja nicht, warum sollte ich dann hilfe suchen?
für mich wars u.a. auch net leicht zu akzeptieren das die sucht ne familienkrankheit is - jeder is betroffen.

meine spontanen gedanken zu deinem thread

lg -Dani- Smilie
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summerdream hat zum Thema: Re: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 30.04.2009, 09:32    Titel: Re: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo enidan!

ja du hast recht!bei mir war es auch so das ich jahrzehnte NICHT BEWUSST FREIWILLIG nachgedacht habe Weinen
es war ja "normal"in meiner kleinen alkoholikerfamilie "so"zu leben...
verdrängung?und NOCH INTENSIVER versucht zu verdrängen?

AB WANN wusstest DU es auf einmal das DU "verdrängen"musst/willst?

bei mir fehlt das...ich glaub ich habe nie versucht zu verdrängen.es war mein krankes leben und ich habs einfach mal "so"gelebt...

hm,es ist zu DEINER persönlichkeit geworden...

wie und wodurch IST DIR KLAR geworden?

und

seid wann musst DU es nicht mehr?

viele fragen,jedoch interessiert es mich Mit den Augen rollen

versuche mich und meine vergangenheit etwas besser zu durchleuchten und will mich kennenlernen...auch das was ICH mal WAR

liebe grüsse caro Winken
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caro1969 hat zum Thema: Re: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 30.04.2009, 09:42    Titel: Re: WARUM gebe ich MICH auf? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

huhu katrin!

ja also bei mir ist DAS mit der grund WARUM ich hierbin...ich hab mich irgendwann aufgegeben...

ich stolper manchmal beim lesen hier und denke:mensch caro!bist du echt son harter brocken?son krasser fall?

denk dann:warum hab ich das und das denn nicht gemerkt.viele user hier sind mir um einiges in ihrer anfangszeit "vorraus"...haben bemerkt,sich irgendwie zum teil geschützt ect.

das interessiert mich...

zu deiner bewunderung..ich krieg es nicht in meinen kopp WIE es angehörige schaffen MIT dem trinkenden elternteil weiter kontakt zu HABEN Mit den Augen rollen

mir ist es nicht möglich...es hätte mich nicht gesunden lassen!

meine bewunderung liegt dann also bei denen die es "schaffen" Cool weil es mir unerreichbar bleibt.aus eigenschutz

liebe grüsse caro Winken
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caro1969 hat zum Thema: Re: WARUM gebe ich MICH auf? geschrieben

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