| Rückfällig nach 30 Jahren • Es geht los! |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 26.02.2010, 09:33 Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben |
|
|
Guten Morgen,
heute Morgen geht es mir viel besser. Ich glaube, meinem Körper tut die Ruhe und das Verhätscheltwerden gut
Es sind viele kleine Schritte, die mich voranbringen und Mut machen. Heute Morgen habe ich auch in einer christlich-spirituellen Zeitschrift gelesen, die mir eine ganz weit weg lebende Freundin seit Jahren jedes Jahr zu Weihnachten im Abonnement schenkt. Sie kam gerade zur richtigen Zeit gestern an und es tat gut, von Menschen zu lesen, die schwierige Situationen im Leben durchgestanden haben und deren Leben sich sogar zum Besseren verändert hat.
Ich freue mich auf jeden Fall an dem heutigen Tag! Wenn das Fieber nicht wiederkommt werde ich später mal nach draußen gehen. Mittlerweile sind ja sogar die Vögel überzeugt, dass es Frühling wird. Sie singen auf jeden Fall eifrig.
Einen schönen Tag und liebe Grüße,
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
|
|
 |
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 27.02.2010, 15:52 Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben |
|
|
Hallo zusammen,
mir geht heute viel zum Thema "mein Leben" durch den Kopf.
Immer wieder stosse ich an die Grenze, nicht zu wissen, was an dem, was ich will und was ich entscheide eigentlich meines ist und was von anderen in meinen Kopf gepflanzt wurde.
Mir ist klar geworden, dass ich immer alles aufgenommen habe, was mir andere Menschen erzählt haben, empfohlen haben oder von mir erwartet haben. Ich habe Dutzende von Selbsthilfebüchern gelesen, mit so vielen Menschen gesprochen, einige davon als persönlichen Guru angesehen und doch hat mich das alles nicht weitergebracht.
Sobald ich wieder etwas Neues in Büchern oder im Internet lese, komme ich wieder ins Schwanken und tendiere dazu, dieses Neue als das Allheilmittel anzunehmen.
Ich frage mich, wie kann ich herausfinden, was zu meinem Leben gehört, was meine "Berufung" ist. Gerade eben habe ich wieder einen Bericht im Fernsehen gelesen, wo es um Hofgüter auf dem Land gegangen ist. Das ist etwas, was ich immer mehr spüre, dass es zu mir gehört, der Wunsch mit anderen Menschen auf dem Land zu leben und zu arbeiten.
Trotzdem fällt es mir schwer, einen Anfang zu finden. Sobald ich Begeisterung spüre und anfange, Pläne zu machen, geht meine Energie mit einem Schub nach unten und ich fühle mich total ausgelaugt und schwach. Das ist meine grösste Herausforderung im Moment.
Ich glaube, ich vertraue mir einfach nicht genug, um mich auf das Abenteuer Leben und zwar "mein Leben" einzulassen.
Wie habt ihr herausgefunden, was euch ausmacht und davon zu unterscheiden, was von anderen kommt?
Liebe Grüße,
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
|
|
 |
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 28.02.2010, 08:55 Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben |
|
|
Guten Morgen,
heute ist das Wetter nicht so toll. Grau in Grau draußen. Hmmm. Aber die Vögel singen und das sind die ersten Zeichen für den kommenden Frühling, hoffentlich!
Gestern musste ich mir doch noch Antibiotika holen, weil meine Erkältung nicht wegging und das Fieber wiederkam. Aber heute ist es schon viel besser, nur mein Magen macht nun Probleme. Aber da muss ich wohl durch.
Mein Freund kommt später zu mir. Obwohl ich ihn auf das Ansteckungsrisiko hingewiesen habe, lässt er sich nicht abhalten und das ist ja auch sehr schön
Letzte Nacht konnte ich nicht so gut schlafen und habe in den Wachpausen wieder nachgedacht, was sonst
Ich suche eine Erklärung, warum mein Denken und mein Lebensgefühl derzeit immer noch vorwiegend negativ geprägt ist. Sobald ich einen positiven Gedanken habe, wird der gleich wieder von einer Sorge überdeckt und das schöne Gefühl ist wieder weg. Das belastet mich ziemlich!
Ich habe gestern ja geschrieben, dass ich der Meinung bin, die Unsicherheit, wer ich überhaupt bin, trägt einen grossen Teil dazu bei. Aber ich glaube auch, dass die vielen kleinen "seelischen Verletzungen" von früher so langsam aufgehen und ihren zurückgehaltenen Eiter ablassen. Mir wird so langsam bewusst, das ich durch meine fehlenden Grenzen als Kind und Jugendliche viel erduldet habe, mich nicht gewehrt habe, gar nicht gewusst hätte, wie, was ich heute ganz anders machen würde. Und von zuhause bekam ich den Eindruck, das wäre ok und man hat sich nicht zu wehren.
Lehrer und Chefs seien ja Autoritätspersonen, die immer recht hätten und es wäre besser, am liebsten nicht aufzufallen, damit niemand schlecht über uns redet.
Jahrelang habe ich tonnenweise so viel Ärger, Wut und Angst in mich reingefressen, das das mich erstens von innen aufgefressen hat - deshalb wahrscheinlich auch die vielfältigen Verdauungsprobleme und außerdem kommen diese verdrängten Gefühle jetzt alle zur gleichen Zeit nach oben und ich komme damit einfach nicht zurecht.
Ich kann doch auch fröhlich sein, das habe ich auch oft in meinem Leben erlebt und möchte das wieder erleben. Aber ich stecke im Moment einfach fest und zentriere immer wieder um meine Leid und mein Schicksal. Manchmal gehe ich mir selbst total auf die Nerven. Ich möchte so viel machen, aber ich komme aus diesem Selbstmitleidssumpf einfach nicht raus. Und die letzten Tage, in denen ich krank war und kaum nach draußen konnte, wurde das ganze natürlich noch schlimmer, weil ich kaum mit jemanden am Tag sprach, sondern mit mir allein war.
Das alles hat ja kaum mehr was mit meinem Vater zu tun. Es hat sich irgendwie verselbständigt. Oder ist der Prozess notwendig? Das habe ich auch schon oft gelesen, dass es notwendig ist, die alten Wunden und Gefühle zu spüren und zu verarbeiten, ehe man neu anfangen kann.
Fragen über Fragen
Schönen Sonntag euch allen,
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
|
|
 |
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 28.02.2010, 18:40 Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben |
|
|
Hallo zusammen,
es ist heute ja ein ziemlich stürmischer Tag und es tat gut, ihn zuhause zu verbringen. Ich hoffe, ihr habt den heutigen Tag auch gut überstanden und musstet nicht in dem Sturm unterwegs sein.
Mein Freund kam heute Mittag zu mir und hat mich erstmal bekocht Lecker!!! Nach den Tagen die ich mit der Erkältung allein auf dem Sofa verbracht hatte ist es wunderschön, wieder mit jemandem zu reden und zu lachen.
Wünsche euch einen schönen gemütlichen Abend und einen guten Start in die nächste Woche!
Liebe Grüße,
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
|
|
 |
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 01.03.2010, 21:24 Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben |
|
|
Hallo zusammen,
ich weiß nicht, warum ich immer wieder diese total konfusen und kontroversen Gefühle habe. Es ist wie Dauerachterbahn. Heute morgen war mein Freund noch da und auf der einen Seite freute mich das, auf der anderen Seite wollte ich wieder meine Ruhe und alleine sein. Ich kann mit dem Ganzen echt schlecht umgehen.
Von der Klinik konnte ich heute niemanden erreichen, wann ich denn nun endlich aufgenommen werde.
Ich fühle mich einfach total durcheinander, planlos, hilflos, krank und alleine. Ich möchte mich so gerne wieder hochziehen und freuen, aber das gelingt mir einfach nicht.
Habe vorhin mit einem Freund telefoniert der heute total überschwenglich war und der geredet hat wie ein Wasserfall. Das hat mich total runtergezogen. Ich war fast neidisch, weil es ihm so gut ging und mir geht es so schlecht. Das Leben fliesst so vorbei, ein Tag nach dem anderen und es geht nicht vorwärts.
Jetzt bin ich alleine, sitze auf dem Sofa und schau fern. Eigentlich wollte ich auch meine Hausaufgaben für die Weiterbildung weitermachen, zu der ich wegen dem Fieber und Erkältung nicht gekommen bin, aber das geht zäh von der Hand.
Je mehr ich mich in dem Bild der Co-Abhängigkeit wiederfinde, desto mehr Angst kriege ich, dass ich das nicht in den Griff bekomme und mich nicht mehr erhole. Alleine schaffe ich es nicht und es fällt mir immer noch sehr schwer, Freunde oder die Leute in der SHG anzusprechen, mir weiterzuhelfen.
Ich möchte wieder einen Sinn im Leben finden, nicht jeden Tag so gleichförmig dahinleben. Wieder Pläne machen für die Zukunft, die ich mir im Moment nicht vorstellen kann.
Ja, ich weiß, das ist wahrscheinlich die Depression und geht auch wieder vorbei, aber die Situation macht mir Angst.
Danke fürs Lesen!
Liebe Grüße,
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
|
|
 |
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 01.03.2010, 22:17 Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben |
|
|
Hmmm, irgendwie tut es gut, mal zu weinen. Ich fühle mich leichter als vorhin und werde jetzt mal Schlafen gehen. Habe mir heute zwei heitere Romane gekauft und werde noch ein bisschen lesen.
Morgen ist ein neuer Tag, der es lohnt, gelebt zu werden.
Gute Nacht!
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
|
|
 |
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 06.03.2010, 10:37 Titel: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben |
|
|
Guten Morgen,
ich hätte nie gedacht, dass dieser Weg raus aus der Co-Abhängigkeit und ins Leben so schwer ist und dass ich mich dabei so hilflos, allein und verlassen fühlen würde.
Es scheint mir so, als ob ich keine Kontrolle mehr über mein Leben habe, die Achterbahnfahrt geht täglich weiter.
Jeden Morgen quäle ich mich nach schlechtem Schlaf aus dem Bett und habe es diese Woche auch geschafft, wieder zu Walken oder Spazierenzugehen. Durch Affirmationen habe ich mich bei einem dieser Spaziergänge sogar richtig aufbauen können.
Gestern war ich sogar richtig gut gelaunt, nach einem langen Gespräch mit einer Freundin die weit weg wohnt und weil meine Weiterbildungsarbeit so gut lief. Dann kam wieder der Hammer. Nach einem selbst gekochten Essen am Abend, das ich schon zigmal ohne Probleme gegessen habe, wurde mir übel und ich bekam wieder ganz üblen Durchfall und Bauchschmerzen, der mich die halbe Nacht zum Klo rennen ließ.
Heute Morgen frage ich mich wieder, was das war. War es das Essen oder die Tatsache, dass mein Darm nach der Antibiotikabehandlung der Mandelentzündung schon wieder durcheinander ist oder meine Seelenlage.
Es ist zum Verrücktwerden. Ich kriege es nicht hin, dass es endlich wieder nach oben geht.
Die Klinik vertröstet mich immer noch und ich bin viel zuviel alleine, habe kaum Verabredungen mit Freunden. Alleine fühle ich mich total daneben, fast unreal. Sobald ich mit Leuten zusammen bin und reden kann, geht es besser.
Manchmal habe ich das Gefühl, meine Kraft reicht einfach nicht mehr, um mit den Depressionen und den ganzen körperlichen Geschichten umzugehen. Ich sehne mich danach, dass mir endlich jemand da raushilft, auch wenn das ja schon wieder co-abhängig gedacht ist, aber ich brauche wieder einen Tritt unter den Füßen, um Kraft zu sammen.
Habt ihr das auch erlebt und wie ging es bei euch weiter?
Liebe Grüße,
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Re: Der steinerne Weg zum eigenen Leben geschrieben
|
|
 |
Sonnenstrahl neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.04.2009 Beiträge: 256 Alter: 41
|
Verfasst am: 06.03.2010, 18:30 Titel: Detektivarbeit fürs Leben |
|
|
Hallo nochmal,
habe vorhin beschlossen, dass nur immer Rumjammern echt nichts bringt.
Da mich mein Nachbar total mit Bohren genervt hat , habe ich Mantel und Mütze geschnappt und bin raus in die Schneelandschaft mit sogar ein bisschen Sonne.
Ich habe dann Detektiv gespielt und bin so mal im Geiste bzw. laut (wenn ich alleine war) durchgegangen, was mich so ausmacht und was mir als Kind immer Spaß gemacht hat. Das sind einige Punkte auf meiner Liste:
- Schon als Kind habe ich gerne Sprachen imitiert und darin "fließend" gesprochen. Ich kommuniziere gerne und mag unterschiedliche Menschen.
- Basteln und Malen waren meine Leidenschaft.
- Mein Bruder und ich sind gerne über die Felder getobt und haben dabei Gänge in Getreide- und Maisfelder gelaufen
- Ich habe immer gerne gesungen, wenn ich glücklich war, bin ich singend die Treppe runtergelaufen
- Ich liebe alle Formen von Tanz und Bewegung, egal ob Laufen oder zur Musik bewegen
Ich habe danach auch analysiert, wann es mir immer schlecht ging und ich Schmerzen bekomme/bekam:
- wenn ich etwas machen soll, was ich nicht machen will, aber ich nicht unbequem sein möchte oder die andere Person ärgerlich machen will
- wenn ich etwas sage, worüber ich weiß, dass es nicht der Wahrheit entspricht, die ich rüberbringen will. Aber ich traue mich nicht, die Wahrheit zu sagen bzw. ich weiß gar nicht, was die Wahrheit ist. So geht es mir mit meiner Gefühlswelt derzeit.
- wenn ich mich "unecht" verhalte, d.h. meine Kraft aus einer Quelle schöpfe, die trüb ist und nicht wirklich mich ausmacht
- wenn ich mich als Kind extrem hilflos und ausgeliefert fühle. Diese Situationen, einige, bei denen ich mich in höchster Not befunden habe, habe ich mir in Erinnerung gerufen und sie sind präsent wie eh und je. Da hatte ich als Kind keine Macht, mich zu wehren und meine Eltern haben mir nicht so geholfen, wie ich es gebraucht hätte. Da hat mein Körper sich dann gewehrt, indem er krank wurde und ich habe daraufhin über die Jahre verlernt, meinem Körper zu vertrauen, weil ich ihn immer krank erlebt hatte und erlebe.
Das ist nur ein Ausschnitt meiner Detektivarbeit, auf die ich heute aber echt stolz bin, weil ich heute Morgen ziemlich im Sumpf der Depression gesessen bin und ich mich selber und ohne Hilfe von außen rausgezogen habe.
Ich werde später gleich wieder ein Übungsfeld haben, wenn mein Freund zu mir kommt. Da muss ich mich dann gleich durchsetzen, weil eine Freundin mit mir/uns morgen was machen will, das einen Kompromiß für meinen Freund darstellen wird. Mal sehen, wie ich da üben kann
Liebe Grüße,
Sonnenstrahl |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenstrahl hat zum Thema: Detektivarbeit fürs Leben geschrieben
|
|
 |