| Co-Knöpfe: worauf springen wir an? • Dampf ablassen ohne Alkohol und Nikotin |
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 14.04.2009, 17:33 Titel: Freund in Thera... |
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Hallo alle zusammen,
heute ist der erste Tag. Der erste Tag der Therapie von meinem Freund.
Nach dem letzten Absturz, hat er gehandelt und sich um ein Platz gekümmert.
Er ist jetzt für drei Wochen in einer Einrichtung wo er schon mal vor zehn Jahren war.
Die letzte Woche war sehr angespannt für uns beide.
Wir haben uns gegenseitig angegiftelt. Warum?
Ich habe angefangen eine Mauer aufzubauen.
Sicher...ich freue mich das endlcih was passiert. Aber ich habe auch gleichzeitig Schiß das wenn er zurückkommt, das er wieder rückfällig wird.
Ich kann einfach nicht vertrauen...da ist mein urvertrauen bereits zerstört ( Vater).
Was ich eigentlcih loswerden wollte. Warum fühle ich mich so..wie soll ich beschreiben. Eigentlcih fühl ich gar nichts...weder Trauer, noch Freude, noch Glück...ich fühöle mich irgendwie leblos.
Als ich Ihn an den bahnhof gefahren habe, wußte ich nicht was ich sagen sollte. Ich konnte nichts sagen. Ich hätte sagen können:" Wünsche dir jede menge Kraft!" "Sei Stark", "Ich werde dich vermißen" " Ich liebe Dich" usw. und sofort. Aber ich fühlte nichts.
Und als ich dann wieder Heimfuhr...ich wollte irgendetwas fühlen..habe Rosenstolz laufen lassen und da habe ich einfach angefangen zu schluchtzen. Wollte schreien...wollte weinen...aber außer schluchzen ging gar nichts.
Drei Wochen sehen und hören wir nichts mehr voneinander (Briefekontakt).
Und was ist danach? Was soll ich tun? Wie soll ich mich verhalten? Was kann ich für mich tun? Die drei Wochen weden auch für mihc gut sein ich weiß.
Wer kann mir sagen...vorausgesetzt er packt es..hinterher..wie kann ich mich Verhalten? Wie kann ich vertrauen?
Und wie schaffe ich es die Mauer um mich herum zu überwinden...meine Gefühle zulassen...mich fühlen..
ach...ich bin echt down.
Brauche Trost...brauche eine Hilfestellung...
Möchte nicht an Ihn denken..möchte an mich denken. Ich...die letzen sieben Monate drehten sich um Ihn...ich war einfach nur da...aber die Sucht hat sich immer dazwischen gedrängt.
Ich bin einfach nur enttäuscht. Ich war im siebten Himmel...ich habe gedacht er wäre Perfekt..und was ist?
Jemand hat hier im Forum mal geschrieben...wenn der Co denn Alki nicht hat ist das das gleiche wie der Alki ohne Alk...oder so ähnlich.
Nein ich habe keine Entzugserscheinungen...nach meinem Alki..
Ich bin einfach nur leer...kraftlos.
Alles was gefühlt habe ist irgendwo im Nirvana...
Schreib nur Stuß...trotzdem...falls mi jemand einen Rat geben kann.
Alles liebe Nat. |
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| nat27 hat zum Thema: Freund in Thera... geschrieben
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skybird sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.01.2008 Beiträge: 4106
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Verfasst am: 14.04.2009, 17:53 Titel: Re: Freund in Thera... |
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Hi Nat, herzlich willkommen hier...
Ja, ja, das Tal der Tränen ohne Gründe und 1000 übriggebliebene Warum's!
Kenn ich auch noch. Denn vor über einem Jahr bin ich auch so hier gestrandet.
Du stellst gute Fragen. Berechtigte Fragen. Nur beantworten wird die hier keine/r können. Dazu sind wir hier. Um auf gleiche Probleme individuelle Antworten zu finden.
Ich habe einmal das von Dir erwähnte geschrieben im Zusammenhang mit Sucht. Da gleichen sich die Symptome, wenn der Alki keinen Alk und die Co keinen Alki mehr hat. Sind beide auf Entzug.
Was danach ist, das lass rankommen. Er ist jetzt in seinem Prozess, der sich nicht voraussagen lassen kann. Du bist in Deinem. Ein guter Ansatz, den Du selbst ja auch möchtest, ist, dass Du Dich nun in der kommenden Zeit in den Vordergrund stellst. Warum nicht eine Angehörigengruppe besuchen, die sich mit der Coabhängigkeit beschäftigt. Oder einen Termin bei der Suchtberatung machen. Auch dort haben sie fähige Leute...
Vllt. hast Du ja auch schon selbst einen Thera...
Vertrauen ist nicht etwas, dass ich durch Regeln oder Ratschläge lernen kann. Vertrauen braucht Kontakt, braucht Mut, sich einzulassen - Vertrauen wird gespürt, nicht gelernt.
Fang Du für Dich mit kleinen Schritten an. Frage Dich mindestens einmal täglich, was Du Dir selbst Gutes tun kannst. Und nimm das erstbeste was kommt - ein warmes Bad, das Gesicht zur Sonne drehen, die Wärme spüren, Dich spüren, bewusst atmen...und spüren...
Du schreibst keinen Stuss. Viele von uns haben selbst erlebt, was Du jetzt gerade durchmachst. Du wolltest einen Ratschlag. Kurz zusammengefasst rate ich Dir:
Tu Dir selbst mindesten einmal täglich etwas Gutes.
LG Skybird |
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| skybird hat zum Thema: Re: Freund in Thera... geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 14.04.2009, 17:54 Titel: Re: Freund in Thera... |
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hallo nat!
es tut mir leid das es dir heut so mies geht...kann es nachvollziehen...deine "aufgabe"is nun weg...
er kommt an seinem "nächsten punkt"an...
was wirst DU tun?
abwarten und solang überlegen WIE DU DICH "DANACH"verhalten sollst!?
hm,wie wäre es wenn du die nächste zeit versuchst BEI DIR "ANZUKOMMEN"..
damit deine eigenen gefühle,empfindungen ect.wieder ZU DIR GEHÖREN?
sich selbst nicht mehr spüren können,bedarf jeder menge selbstliebe
und geduld um wieder mit SICH selbst ins reine zu kommen..
mach DIR gedanken um DICH!wie,wo,was,wann,warum...es DIR geht wie es DIR HEUT geht
und dann beginne...
FÜR DICH...
schick DIR nen kraftpaket und liebe grüsse caro  |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Freund in Thera... geschrieben
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 14.04.2009, 18:35 Titel: Re: Freund in Thera... |
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Hi Skybird, hi Caro...
ich danke euch für euere Lieben Worte.
Ja ich werde jeden Tag versuchen was für mich zu tun. Das Problem bei dem ganzen ist...das was man für sich tut auch genießen zu können...aber denke spätestens in drei Tagen gehts wieder Bergauf...
muß das ganze erst realisieren.
Aufjedenfall weiß ich...das ich das ohne SHG oder Suchtberatungsstelle nicht schaffe...mich wieder zu fühlen. Ich dreh mich nur im Kreis...
Bin zwar bei einem Therapeuten..aber brauche jemand der sich mit Co-Abhänigen auskennt.
Habe im Moment das Gefühl, ihm einen Brief zu schreiben und dann denke ich wieder...ich sollte abwarten. Bis ich wieder einigermaßen angekommen bin...würde eh nur rumsülzen.
Kann er nicht gebrauchen...ich auch nicht.
Ja ihr habt recht...warum sich überlegen...wie ich mich verhalten soll...habe schließlich mir ein Ultimatum gesetzt...wenn er wieder rückfällig wird mach ich die düse.
Vielleicht macht mir dies Angst?? Das ich mich nicht ran halten kann oder das ich mich dran halten muß?
Sonst bin ich verloren. Gehe ein...
Also gut!
Jeden Tag was für mich tun!
Werde dies hier hoch und heillig festhalten!
Danke!  |
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| nat27 hat zum Thema: Re: Freund in Thera... geschrieben
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picanha neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.03.2006 Beiträge: 62
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Verfasst am: 14.04.2009, 19:09 Titel: Re: Freund in Thera... |
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hallo nat,
lass ihn jetzt erstmal in ruhe,ich denke, du hast das doch auch alles richtig erkannt und auch für dich festgestellt, dass du beim abschied reserviert warst, warum wohl?
was kommt, wirst du sehen, warte ab und versuche in der zwischenzeit, dir was gutes zu tun, stark zu werden.
du hast deinen vorsatz getroffen, wenn er es nicht schafft, dann wirst du dich trennen, halte daran fest, sonst bist du wieder in den alten strukturen, kenne das von mir selber...
alles andere braucht zeit, er ist jetzt immerhin diesen schritt gegangen, das hätte ich meinem ex-freund auch gewünscht, aber da war kein wille.
mache nur bitte nicht den fehler, wenn er rückfällig wird, dass du bei ihm bleibst, es wird dich ´nur runterziehen.
liebe grüße
picanha |
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| picanha hat zum Thema: Re: Freund in Thera... geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 14.04.2009, 19:58 Titel: Re: Freund in Thera... |
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Hallo nat27,
hast du deinen Therapeuten schon einmal auf Co- bzw. Beziehungsabhängigkeit angesprochen? In der Regel kennen sich Therapeuten schon damit aus. Und wenn nicht, hat er sicherlichen eine/n Kollegen/In, die da besser im Thema ist.
Im übrigen denke ich, dass eine dreiwöchige "Therapie" lediglich eine qualifizierte Entgiftung sein kann. LZTs dauern in der Regel länger. Für mich war damals die LZT-Zeit sehr hilfreich. Ich "musste" mir keine Gedanken um ihn machen und hatte jede Menge Zeit, mich mir selbst auseinander zu setzen, was ich als sehr hilfreich empfand.
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Freund in Thera... geschrieben
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 14.04.2009, 21:37 Titel: Re: Freund in Thera... |
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Hi Pikantha,
danke für deine Worte, ich will stark werden.
Ja Reserviert war wohl die richtige Wortwahl...wenn man die ganze Zeit hört danach wird alles gut...und toll und super. Komisch..das ich da dran einfach im Moment nicht glauben kann. Weil ich es schon öfters gehört habe? Weil ich sonst einfach blauäugig wäre und wieder mein Herz öffne...um wieder einen Messerstich einzufahren!
Da werde ich einfach reserviert, resiegniert um nicht verletzt zu werden.
Hi Ette,
habe am Don.Thera. werde meinen Psychologen mal darauf ansprechen. Wie wir...wie ich handeln kann und muß um nicht völlig durchzudrehen.
Ja habe auch gesagt, am liebsten wäre mir drei Wochen länger...zur Sicherheit:)
Er ist nach zehn Jahren Rückfällig geworden...das Problem ist, das er Tabletten nimmt (Psychopharmaka) und die nicht einfach absetzten kann darf. Er hat sich für diesen Weg entschieden.
Ich hoffe das ihm die drei Wochen reichen um...moralisch seelisch für die Zukunft an sich zu arbeiten.
Er sagt, er weiß was auf Ihn zukommt...ich hoffe es.
Was ich mir schon wieder alles wünsche für Ihn...verdammt.
Mir gehts mindestens genau so Sche***! Ich will einfach nicht mehr leiden, hoffen, sich sorgen machen...
Wünsche euch eine Gute Nacht!! |
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| nat27 hat zum Thema: Re: Freund in Thera... geschrieben
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 14.04.2009, 21:47 Titel: Re: Freund in Thera... |
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Hallo Caro,
wollte Dich fragen...was meinst du mit "deine Aufgabe" ist jetzt weg??? Meinst du das ich nicht mehr die Helferin in der NOt bin??
Ich habe nichts für Ihn getan...weil ich nicht wollte. Ich wollte Ihn nicht aus dem Dreck ziehen und das habe ich Ihm auch gesagt. Das ich nicht für Ihn verantwortlcih bin...und nicht wollte.
Wir wohnen nicht zusammen..jeder hat sein Ding. Wehere mich gerade gegen das Gefühl Co zu sein.
Das einzigste was ich getan habe...ich war zu sehr auf Ihn fixiert...mein Gefühlleben hat sich seinem angepasst...immer mehr. Habe mir mein Freiraum nicht gegönnt...  |
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| nat27 hat zum Thema: Re: Freund in Thera... geschrieben
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