| Beziehung beenden aber wann und wie ?? • Die liebe Liebe |
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butterweich neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.11.2008 Beiträge: 29
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Verfasst am: 13.04.2009, 22:48 Titel: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst |
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Hallo zusammen,
Der Beitrag von Ette hat mich sehr überzeugt. Ich glaube auch, daß da Strukturen wach werden, die so alt sind, daß es erst einmal fleissiger Erinnerungsarbeit bedarf, um da wieder dran zu kommen.
Ich mache das zur Zeit mit meiner Therapeutin und blicke immer wieder auf das Kind, das ich mal war, und von der erwachsenen Frau praktisch "überwuchert " wurde, aber tief drinnen immer noch sitzt mit allen seinen Sehnsüchten, Ängsten, Über-Lebensstrategien, Bedürftigkeiten, die nie gestillt wurden und das nur eine Orientierung kannte: Wie kann ich überleben? Was muß ich tun, um so zu sein, daß ich für andere gut genug bin, um Überleben zu können?
Und dann versuche ich mir klarzumachen, was ich seitdem gelernt habe und inwieweit ich in der Lage bin, diesem Kind zu helfen, für es da zu sein, ihm zu zeigen, was es auf der Welt gibt, das es nie lernen durfte und es an die Hand zu nehmen... und es beschütze.
Manchmal werde ich unendlich traurig dabei, wenn ich sehe und spüre, wie dieses Kind leidet, weil es nie etwas anderes kennen durfte, also nie sehen konnte, wie es sein könnte und sollte.
Und so sucht an dann sein ganzes Leben lang immer wieder Menschen, wo man zeigen kann: He, ich bin doch für Dich da, siehst Du nicht, was ich alles tue, wie gut ich bin, ich habe es doch verdient, daß Du mich lieb hast, gib mir doch ein bißchen Liebe und kümmere Dich um mich.... Ich will doch alles machen, damit es Dir gut geht, nur sei doch für mich da....
Weil wir nie das bekommen haben, was wir brauchten, als wir noch klein und hilflos waren. Und da setzt, glaube ich, das Suchtgedächtnis ein: Wir kennen unseren Wert noch nicht wirklich, ein Wert, der nicht bewiesen werden muß, sondern einfach davon lebt, daß wir hier auf der Welt sind.
Solidarische Grüße
butterweich |
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| butterweich hat zum Thema: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst geschrieben
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Weitsicht Gast
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Verfasst am: 14.04.2009, 13:09 Titel: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst |
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| Zitat: |
Ich mache das zur Zeit mit meiner Therapeutin und blicke immer wieder auf das Kind, das ich mal war, und von der erwachsenen Frau praktisch "überwuchert " wurde, aber tief drinnen immer noch sitzt mit allen seinen Sehnsüchten, Ängsten, Über-Lebensstrategien, Bedürftigkeiten, die nie gestillt wurden und das nur eine Orientierung kannte: Wie kann ich überleben? Was muß ich tun, um so zu sein, daß ich für andere gut genug bin, um Überleben zu können?
Und dann versuche ich mir klarzumachen, was ich seitdem gelernt habe und inwieweit ich in der Lage bin, diesem Kind zu helfen, für es da zu sein, ihm zu zeigen, was es auf der Welt gibt, das es nie lernen durfte und es an die Hand zu nehmen... und es beschütze.
Manchmal werde ich unendlich traurig dabei, wenn ich sehe und spüre, wie dieses Kind leidet, weil es nie etwas anderes kennen durfte, also nie sehen konnte, wie es sein könnte und sollte.
Und so sucht an dann sein ganzes Leben lang immer wieder Menschen, wo man zeigen kann: He, ich bin doch für Dich da, siehst Du nicht, was ich alles tue, wie gut ich bin, ich habe es doch verdient, daß Du mich lieb hast, gib mir doch ein bißchen Liebe und kümmere Dich um mich.... Ich will doch alles machen, damit es Dir gut geht, nur sei doch für mich da....
Weil wir nie das bekommen haben, was wir brauchten, als wir noch klein und hilflos waren. Und da setzt, glaube ich, das Suchtgedächtnis ein: Wir kennen unseren Wert noch nicht wirklich, ein Wert, der nicht bewiesen werden muß, sondern einfach davon lebt, daß wir hier auf der Welt sind.
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Danke Butterweich für diesen Beitrag, er hat mich sehr bewegt, er drückt aus, was kleinen Kindern Tag für Tag in Familien geschieht. Nicht aus Boswilligkeit heraus, sondern weil Erwachsene, bewusst oder unbewusst an ihre Kinder weitergeben, was ihnen selbst geschah.
Aufklärung und liebevolle Erfahrungen wären hierzu sehr sinnvoll und nötig, denn abhängig erzogene Menschen erkennen leider ihren Wert, ohne einen sie liebenden Menschen zu spüren, leider selten.
Selbstliebe ist Voraussetzung um lieben zu können, Therapien können uns dazu verhelfen, denn uns Menschen ist Liebesfähigkeit angeboren, das finde ich, ist tröstlich.
Alles Liebe Weitsicht |
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| Weitsicht hat zum Thema: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst geschrieben
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Susanne Gast
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Verfasst am: 14.04.2009, 15:33 Titel: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst |
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Liebe Weitsicht, liebe butterweich,
ich danke Euch für diese tiefen Einblicke in die tieferen Ebenen des Suchtgedächtnisses.
Vielleicht könnte ja einer von Euch dazu mal einen eigenen Thread, entweder hier oder im EKA-Bereich eröffnen, inwiefern dieses innere Kind ein Spiegel unserer Suche nach unserem Selbst, dem Wert,ist, und wir ständig eine Bestätigung benötigen.
Was meint Ihr? Wäre das mal ein Thema? Es sind so tiefe Gedanken, die diesen Rahmen in diesem Thread sprengen würden.
Ich ahtte schon mal einen ähnlichen Therad im Geschützten eröffnet, wie es möglich ist, Eigenliebe zu entwickeln, wenn die Reize von Außen fehl(-t)en.
Ich danke Euch für für diese wertvollen Gedanken, die ausbaufähig sind.
Lieben Gruß
S.Käferchen |
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| Susanne hat zum Thema: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 14.04.2009, 16:25 Titel: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst |
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Ein super treffender Beitrag von Butterweich über das, was wir suchten - nicht fanden - und doch "endlich" unserer selbst geliebt werden wollen.
Ich stelle fest, dass was mir Menschen "verwehrt" haben, geben wir andere Menschen. So bin ich derzeit in der Lage ein paar meiner Mankos wieder aufzuarbeiten. Ohne, dass diese Menschen etwas wissen von dem, was sich hinter mir verbirgt.
Alles das, was war tat grenzenlos weh - hat uns eventuell in Situationen bugsiert, die unser Leben in Gefahr brachten. Aber es ermöglicht uns eine andere Sichtweise: eine die in vollem Bewußtsein registrieren lässt wenn wir geschätzt werden (allerdings ist wohl auch das noch ein Weg, der zuweilen erlernt werden muss).
Ich habe "saubere" Traumatas im letzten Jahr mitbekommen (auch vom werten Arbeitgeber, der Kündigungsmobbing betrieb weil er sich nicht mehr finanzieren konnte). Wie schön ist es aber, gegen diese negativen Emotionen anzugehen und zu spüren: es gibt auch ganz andere Menschen, nicht nur solche, die "ausnutzen".
Mensch Leute, ein schiefer Blick von einem Menschen brachte mich früher gleich in die Position: "Was habe ich getan?". Mittlerweile weiß ich dass Menschen sich manchmal begegnen und das Timing nicht passt - das aber hat nichts mit mir zu tun. Wenn sich dann Blicke treffen im Sinne von "hier stimmt gerade etwas nicht". Dann ist es für mich schön zu beobachten dass ich damit nun ganz anders umgehen kann.
Die Kerben sind tief der Co-Abhängigkeit; was eine Beziehung betrifft, so hätte ich noch Angst davor. Berechtigterweise: denn ich war mir zu Ostern nicht sicher wie gut oder schlecht ich diese Tage herum bekomme, weil da einfach vor einem Jahr das Drama begann.
Es ist noch etwas zurück geblieben. Es gibt noch so manches zu verarbeiten, aber es gibt Menschen (die ich sehen will und jetzt auch kann) die mir - ohne es zu wissen - auf diesem Wege helfen.
Ich muss nur eines lernen: Vertrauen ...
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst geschrieben
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Susanne Gast
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Verfasst am: 14.04.2009, 16:51 Titel: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst |
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Halllo Ihr Lieben,
ich habe dies mal vom Thema Suchtgedächtnis abgetrennt, denn die wertvollen Gedanken sollten doch seperat weiterentwickelt werden, damit sie nicht untergehen.
Ich danke Euch bis hierhin für die tollen Gedanken
Lieben Gruß
S.Käferchen |
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| Susanne hat zum Thema: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst geschrieben
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Emilie_AllEin sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 1257 Alter: 31
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Verfasst am: 14.04.2009, 17:13 Titel: Danke für dieses Thema |
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Ich denke und fühle weiter: Vertrauen lernen.
Ich habe einst einer Hypnosesitzung beigewohnt, in der ich in einem wunderschönen Spiegel in einem wunderschönen Garten mein Inneres Kind kennen lernen durfte. Vor mir stand ein kleiner Junge mit zerzaustem Haar und abgefransten kurzen Hosen. Er schaute mich böse an und schnotterte mich an: Wo warst du so lange?
Ich nahm diesen kleinen zähen Jungen mit den dünnen Beinchen in meine Arme und sagte nur: Jetzt bin ich ja da ... da standen wir, Arm in Arm und die Tränen flossen.. (ich könnte schon wieder weinen darum)
Die restliche Sitzung haben wir im Garten gespielt, rumgetollt, Purzelbäume geschlagen, geschaukelt und viel zusammen gelacht...
Ab diesem Moment war ich niemals mehr allein! Ich hatte ein kleines Stück zu mir gefunden. Ich wusste, wen es zu beschützen galt. Mich! Ich wusste, wen es zu lieben galt. Mich! Ich wusste, wem ich vertrauen kann. Mir!
Ein lieber Gruß, danke für dieses Thema!
kk. |
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Laurina5 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 08.06.2005 Beiträge: 303 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 14.04.2009, 17:19 Titel: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst |
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Hallo,
möchte mich auch gerne an diesem Thema beteiligen.
Vertrauen muss ich vorerst zu mir selbst finden, zu meinen Gefühlen und Entscheidungen stehen, sie nicht abhängig von Anderen machen, bzw. sie dadurch anzuzweifeln.
Ich wollte mein Leben lang gemocht werden und konnte es kaum ertragen, wenn Jemand mich ablehnte. Heute kann ich besser damit umgehen, weil ich anfange mich zu mögen und mir auch nicht Jeder symphatisch ist.
Ich habe meinen Vater noch nicht richtig losgelassen, ihn habe ich als Kind bewundert und verteidigt, erhielt im Gegenzug aber keine Bewunderung und das Gefühl in Ordnung zu sein, was habe ich mich bemüht, um überhaupt mal gesehen zu werden. Alle meine Männer hatten ähnliche Verhaltensstrukturen.
Lieben Gruß Laurina  |
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| Laurina5 hat zum Thema: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst geschrieben
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Emilie_AllEin sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 1257 Alter: 31
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Verfasst am: 14.04.2009, 17:49 Titel: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst |
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Vertrauen zu sich selbst. Wahrscheinlich eines der Schlüsselthemen überhaupt neben der Selbstliebe. Selbstvertrauen als Voraussetzung für Selbstliebe?!
Vertrauen, dass nicht nur mein inneres Kind zu mir Mensch haben dürfen sollte, sondern auch meine innere Frau.
Mir selbst vertrauen können und wissen, dass ich meine Entscheidungen auch als Frau mit bestem Wissen und Gewissen mir selbst gegenüber (bewusst und unbewusst) vertreten kann.
Wissen (nicht nur hoffen, es zu wissen), dass ich meinen Gefühlen - auch für oder gegen einen Mann - Raum gebe und sie auslebe, um weiter zu gehen oder mich zu stoppen - je nach Bedarf.
Ich habe meinen Vater - unbewusst - gehasst, weil er meine Mutter und somit mich verlassen hat. Gegangen ist oder gegangen worden ist - ich weiß es nicht. So habe ich immer verlassen - unbewusst Rache an meinem Vater ausgeübt!?! Meine Mutter habe ich - bewusst - gehasst, weil sie so übel kranke Männer nach meinem Vater hatte. Genau solche Männer suchte auch ich mir dann. Ode an meine Mutter???
Ich werd mal drüber nachdenken. Irgendwann mit etwa 13/14 - ich kann mich erinnern, ich saß bei einem Arzt, dachte ich schon einmal darüber nach, muss mich nur erinnern, was ich da dachte und warum.
Liebe Grüße
kk. |
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| Emilie_AllEin hat zum Thema: Re: Das Innere Kind und die Suche nach sich Selbst geschrieben
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