| SHG Betroffene und Angehörige gemeinsam? • Trau mich heute mal dazu, Maus stellt sich vor! |
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Monika Bayern neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.12.2005 Beiträge: 6 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 17.12.2005, 12:37 Titel: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen |
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Hallo, war heute auf der Suche nach weiteren Hilfen für Alkoholmißbrauch und bin auf diese Seite gestoßen. Ich habe in den letzten paar Monaten, mit meinem Alkoholverbrauch immer mehr übertrieben. Es hat sich zum Schluß zu einem regelrechten Frustsaufen entwickelt, auch untertags. Ein Problem oder einen Anlass gab es immer. Ich weiss, daß es meine Familie nicht immer leicht deswegen hatte. Ich bin erst am Anfang und mir fällt es momentan noch verdammt schwer. Bin vor ein paar Wochen in die Suchtambulanz um mir helfen zu lassen, und war jetzt am Donnerstag zum zweitenmal bei der Caritas, was mich aber wieder zurückgeworfen hat, das Gespräch mit der Psychologin war für mich glaub zuviel, mußte mein ganzes Leben schildern und da ich sonst nicht so gesprächig bin(was mein Leben betrifft) hat sie glaub einen wunden Punkt bei mir getroffen. Ich heulte nur noch und das Ende vom Lied war, das ich beim heimfahren an der Tanke mir was holte. Ich weiss, das sie Recht hatte und mich so rausziehen mußte. Früher habe ich aus Geselligkeit getrunken, was sich aber immer mehr in Frustsaufen gewandelt oder um einfach nur gut drauf zu sein. Der Fehler war ich habe meiner Tochter vor ein paar Tagen noch versprochen endlich aufzuhören, klar war sie dann entäuscht als ich dann so heimkam . Ich will endlich aus dem Kreislauf raus!! Mein Mann unterstützt mich wo er nur kann, ich will meine Familie nicht länger enttäuschen. |
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| Monika Bayern hat zum Thema: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen geschrieben
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schorni67 Gast
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Verfasst am: 17.12.2005, 12:52 Titel: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen |
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hallo monika,
herzlich willkommen.
du hast dein problem erkannt und schon ein paar schritte in die richtige richtung getan. es ist ein langer weg in die trockenheit, steinig und uneben.
manchmal fällt der eine oder andere auch mal hin. aber wer ruhig und gleichmäßig weiter geht wird sein ziel erreichen.
wichtig ist für euch das du den weg für DICH gehst, nur du kannst für dich trocken werden. das dein umfeld davon profitiert steht ausser frage.
wir werden so weit wir können dich dabei unterstützen.
viel glück
schorni |
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| schorni67 hat zum Thema: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 17.12.2005, 13:44 Titel: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen |
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Hallo Monika und herzlich willkommen im Forum
Hat das Gespräch mit der Psychologin dich tatsächlich zurückgeworfen? Im selben Atemzug sagst du doch selbst, dass sie Recht hatte. Zuerst musst du doch wissen, was es für Beweggründe sind, die dich immer wieder zum trinken veranlassen. Erst wenn du das weißt, hast du eine Basis, um Änderungen herbeizuführen, um dann auch dauerhaft trocken zu bleiben. Insofern kannst du doch das Ergebnis des Gesprächs eher als Fortschritt für dich betrachten, denn als Rückschritt.
Und nicht für die Familie tust du das, sondern für dich, weil es dir dann besser geht und du dich dann wohl fühlst.
Wünsche dir viel Erfolg
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen geschrieben
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Monika Bayern neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.12.2005 Beiträge: 6 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 17.12.2005, 13:56 Titel: Hallo schorni 67 |
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| Vielen Dank, für Deine aufbauenden Worte. Ich hoffe es so, daß ich endlich da rauskomm, obwohl ich heute bei meiner schlechten Laune sonst wieder zur Flasche gegriffen hätte. Die schlechte Laune hab i au nur deswegen, weil mich die Sache von letzter Woche immer noch wurmt. Selbstmitleid, Gefühlschaos, oder einfach nur das schlechte Gewissen, weil ich mich wieder so gehen lassen habe, keine Ahnung. Mein Mann versucht mich aus dem Loch herauszuholen, was ich aber irgendwie heut nicht so zulasse. Ich weiss es ist für ihn auch nicht immer leicht, aber er will jetzt zu einer Selbsthilfegruppe für Angehörige gehen. Vielleicht wird es dann für ihn leichter. Ich wünsche mir so sehr, daß das bald mal ein Ende hat |
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Robert aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 07.03.2005 Beiträge: 557 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 17.12.2005, 14:06 Titel: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen |
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Hallo Monika,
du bist auf dem richtigen Weg, geh ihn weiter und wenn auch mal ein Stein imselben liegt, geh nicht dran vorbei, sonder steige über ihn!
Wünsche dir und deinem Mann alles gute,
gruß Robert |
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| Robert hat zum Thema: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen geschrieben
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Monika Bayern neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.12.2005 Beiträge: 6 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 17.12.2005, 14:08 Titel: Hallo henri |
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| Ich glaub es war für mich bei der Psychologin so schwierig, weil ich so viel privates erzählen musste, insgeheim weiss ich das es so richtig war. Vielleicht war es auch nur das ich soviel Blöse zeigen musste. Sagt sogar meine Mutter, das ich da schon immer ein Problem hatte, irgendwas zu erzählen. Ich muss noch viel lernen, um offener damit umzugehen. Vielleicht war es auch nur das "Gewohnte" um danach an die Tanke zu fahren, ich kann es selber nicht genau sagen. Ich weiss nur, das ich es so nicht mehr will. |
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Monika Bayern neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 17.12.2005 Beiträge: 6 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 17.12.2005, 14:10 Titel: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen |
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| Hallo Robert, vielen Dank, ich hoffe das beste |
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| Monika Bayern hat zum Thema: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen geschrieben
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Teufelchen Gast
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Verfasst am: 17.12.2005, 16:17 Titel: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen |
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Hallo bayerische Monika,
schön, dass Du hier bist.
An dem Tag als ich endlich, verzweifelt und voller Angst, zum Arzt ging, konnte ich gar nicht schnell genug aus seiner Praxis raus, um mir was zu trinken zu kaufen. Der sagte mir auf den Kopf zu, dass ich Alkoholikerin bin. Wie sollte ich die Diagnose denn aushalten ohne Alkohol? Und dann diese vielen Scham- und Schuldgefühle, die die Überzeugung so stark machten eine Versagerin zu sein.
Heute 5 Monate später, fang ich langsam an die Krankheit zu begreifen. Dieses Begreifen ist gar nicht so leicht. Ich habe soviel gelesen über die Suchterkrankung Alkoholismus. Ganz viele Gespräche habe ich mit anderen Alkoholikern geführt und viele Vorträge von Ärzten über meine Erkrankung. Doch bis ich fühlen konnte, wie heimtückisch und gefährlich sie für meinen Geist und meinen Körper ist, dauerte noch lange und ich bin damit noch nicht fertig.
Du bist noch ganz am Anfang. Freu Dich darüber, dass ist schon ganz schön weit.
Heute kann ich rückblickend ganz gelassen bei der Erinnerung an meinen ersten Arztbesuch schmunzeln. Inzwischen weiß ich, dass ich krank bin, und dass das nicht meine Schuld ist.
Die Auseinandersetzung mit meiner Vergangenheit war unbedingte Voraussetzung für diese Erkenntnis. Was habe ich diese Fragen der Ärzte und Therapeuten gehaßt! Wie verzweifelt war ich manchmal darüber, was dadurch alles an die Oberfläche kam, was ich doch schon so tief vergraben hatte. Ich wollte mich nicht damit auseinandersetzen. Mußte aber. Und das war gut so!
Liebe Monika, einfach ist das alles nicht. Es gehört auch viel Mut dazu. Aber es ist zu schaffen. Soviele haben es geschafft und leben heute zufrieden ohne Alkohol zu trinken. Sie haben vor dem Alkohol kapituliert, aber nicht vor der Krankeit. Es gibt überhaupt keinen Grund, warum Du das nicht auch schaffen solltes. Schieb die Zweifel daran weg. Die Zweifel gehören zur Krankheit und sind nicht echt.
lg
Teufelchen |
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| Teufelchen hat zum Thema: Re: Hallo, bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen geschrieben
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