| Was haltet ihr davon? • Kind beschützen ? |
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butterweich neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.11.2008 Beiträge: 29
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Verfasst am: 07.04.2009, 21:37 Titel: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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Hallo
Gestern habe ich einen Schritt getan, den ich nicht mehr rückgängig machen werde - auch wenn ich gebeutelt bin vor Schuldgefühlen (altbekannten) und sich nicht wirklich DIE Wut halten lässt, die ich gestern noch hatte.
Heute bin ich nur total geschafft und furchtbar traurig und voller Angst, was mir die Zukunft bringt.
Als ich gestern nach Hause kam, sass mein Lebensgefährte da und trank SCHON WIEDER - und das, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt: Er brauche es jetzt.
Diesmal konnte ich nicht an mich halten und ich sprach ihn an auf seine mangelnde Fairness, wie sehr ich mich verletzt fühle und alleine gelassen - kurz auf alles, was mir spontan zu dem Thema durch den Kopf ging. Wie immer blieb es nicht dabei; er erklärte mir, neue Wege gehen zu wollen und dass er das mit mir nicht könne usw. Irgendwann kamen dann seine üblichen verbalen Attacken wie immer vom Feinsten (Du A......) und ich habe dann die fruchtlose Diskussion beendet. Meinen Schlußsatz konnte ich mir nicht verkneifen: Dass ich selten jemanden gekannt habe, der so voller Selbsthass steckt - und das war dann zuviel. Ich wurde gewürgt, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, umgeworfen, und er haute meinen Kopf immer wieder auf die Küchenfliesen... Erst als ich schrie hörte er auf, und ich wollte nur noch weg...packte in Windeseile das Nötigste und da wollte er mich nicht gehen lassen...Da rief ich die Polizei und die haben ihn auf die Straße gesetzt.
Man erklärte mir, er habe jetzt Hausverbot für 10 Tage und ich könne es über einen Anwalt nochmals verlängern lassen. Morgen habe ich einen Termin mit einer anwältin, die sich mit "Frauensachen" gut auskennt. Aber was dann? Ich suche jetzt schon im Internet nach Wohnungen, die ich vielleicht noch gerade so bezahlen könnte, in dieser Wohnung tobt ein Mietstreit mit dem Vermieter, und irgendwie sehe ich noch kein Land.
Und ich sehe noch einiges an Auseinandersetzungen mit meinem frischgebackenen "EX" auf mich zukommen. Heute rief er an, wollte keinen Streit, wollte, daß wir alles ganz vernünftig kären, will aber hin und wieder in die Wohnung, um zu arbeiten... was ich nicht erlauben kann und will. Wenn er das erst mal wirklich begreift, geht`s dann wohl zur Sache... und davor habe ich Angst.
Ach Leute, ich stecke so voller Furcht und dabei bräuchte ich Wut, Mut, und Zuversicht! Kleine Kinder fühlen sich so... wo bleibt die Frau, die ich auch bin? Trotzdem weiss ich, ich gebe das bißchen Boden, das ich jetzt habe, nicht mehr auf.
Traurige Grüße
butterweich  |
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| butterweich hat zum Thema: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2520 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 07.04.2009, 21:48 Titel: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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Hallo butterweich,
erstmal solidarische Grüße.
Anfang Januar kam bei uns auch die Polizei, allerdings ist er mir da noch nicht ans Hemd gegangen, sondern hat nur Dinge rumgeschmissen und gedroht, mir hats aber auch gereicht.
Bloß dass ich ihn dann doch sehr schnell zurückgelassen habe, aber bei dir wars ja wirklich heftig!
Dass du verstört bist, ist doch erstmal klar.
Gut, dass du dir Hilfe holst!
Gut, dass du entschlossen bist.
Das mit der nachlassenden Wut kenne ich leider auch nur zu gut. Auch das mit den Schuldgefühlen.
Wenn man es bei einer anderen liest, klingt es wie ein Treppenwitz.
Du wurdest körperlich misshandelt und du bist diejenige, die jetzt noch Schuldgefühle hat. Es ist absurd!
Lass dich nicht kirre machen, du hast das einzig Richtige getan und es ist das einzig Richtige, jetzt die räumliche Trennung durchzuhalten und zu manifestieren.
Ganz liebe Grüße
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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Karotte sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2007 Beiträge: 2830 Alter: 36
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Verfasst am: 07.04.2009, 22:14 Titel: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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Hallo Butterweich....es ist gut das er Hausverbot hat. Sonst wäre es vielleicht noch zu schlimmeren Sachen gekommen. Es ist auch gut das die Wut nicht die ganze Zeit anhält, denn Sie macht es im Grunde genommen nicht besser für Dich. Du brauchst, denke ich Zeit, um alles zu verarbeiten. Eine neue Wohnung ist ein tolles Projekt! Da kannst Du es Dir so richtig schön machen, so wie Du es möchtest und es ist nur für Dich.... das wird Dich aufbauen und gut tun... damit kannst Du Dich gleich mal um Dich selber kümmern. Beim packen dann noch fleißig ausmisten und der Balast wird weniger werden. Wenn Du zu tun hast kommst Du auch nicht so dolle ins Grübeln oder Zweifeln. Wichtig ist das Du bei Dir bleibst und Dich selber liebst so wie Du bist...lerne Dich kennen, nutze die Zeit für schöne Dinge und laß es Dir mal so richtig gut gehen.
Liebe Grüße
Karotte |
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| Karotte hat zum Thema: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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Pandora aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.08.2008 Beiträge: 927 Alter: 42
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Verfasst am: 07.04.2009, 23:04 Titel: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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liebe butterweich,
du bist hier richtig,
solltest du ernsthaft eine wohnung suchen scau bei den kleineren vermietern nach,da gibt es meist günstigere angebote.hatte da auch glück.
ich wünsch dir ganz viel kraft.
glg kathrin |
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| Pandora hat zum Thema: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 08.04.2009, 06:39 Titel: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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Hallo butterweich,
vielleicht ist dies nun dein ganz persönlicher Tiefpunkt, der dich dazu motiviert etwas zu tun. So gesehen ist vielleicht der tätliche Angriff deines Partners auch zu etwas gut, obwohl es natürlich schlimm ist, was passierte. Allerdings ist das eben die Gefahr, wenn man Grundsatzgespräche führt, wenn der Andere betrunken ist. Ein denkbar ungünstiger Moment für solche Gespräche. Im günstigsten Fall hat er am nächsten Tag den Inhalt des Gespräches vergessen. In deinem Fall ist er ausgetillt. Wirklich nicht schön, aber das ist das Risiko, das du eingegangen bist, als du in betrunken zur Rede gestellt hast.
Was hast du denn seit November für DICH getan? Du schreibst, dass dies schon deine zweite Sucht-Beziehung ist. Was hast du aus der ersten gelernt? Was nimmst du aus deiner therapeutischen Behandlung mit? Was ist dein eigener Anteil daran, dass euer System Alki-Co weiter Bestand hat? Sorry, aber ich kann mich den Chor meiner Vorschreiberinnen nicht einreihen, denn ich lese auch, dass du Angst hast – vor dem Alleinsein und deshalb lieber einen trinkenden Partner in Kauf nimmst, als gar keinen zu haben. Dass diese Partnerschaft nun eskalierte – ein Risiko, das besteht, wenn jemand trinkt. Niemand weiß, was das für Auswirkungen auf das Wesen eines Menschen haben kann. Aber um nicht alleine zu sein, nimmst du es auf dich.
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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butterweich neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.11.2008 Beiträge: 29
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Verfasst am: 09.04.2009, 00:05 Titel: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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Hallo,
nach einem super-stressigen Tag komme ich jetzt endkich dazu, Euch zu antworten.
Danke für Euren zuspruch. Es macht mir Mut, zu lesen, daß ich auf dem richtigen Weg bin.-
Heute habe ich Schritte unternommen, um die Trennung offiziell zu manifestieren - ich war bei einer Rechtsanwältin, die stellt jetzt erstmal einen Antrag auf Einstweilige Verfügung, damit mir die Wohnung zugesprochen wird.
Aber hier bleiben will ich trotzdem nicht, denn 1. kann ich sie mir alleine gar nicht leisten, 2. fühle ich mich hier nicht sicher, und 3. tobt hier ein Mietstreit, und der Vermieter ist auch nicht ohne... aber das ist ein anderes Thema, was meinen Stand hier sehr erschwert.
Mein Ex hat sich nicht an das polizeiliche Verbot gehalten, hier nicht aufzutauchen und war heute 3x da, um ins Haus zu kommen-sturzbetrunken. Beim ersten Mal war ich Gott sei Dank nicht da, und der Vermieter hat die Polizei gerufen, als er anfing, die Nachbarn unten zu belästigen, weil er rein wollte.
Die beiden anderen Male habe dann ich die Polizei rufen müssen.
Gestern rief er mich an, war wieder relativ nüchtern und bat mich, wenigstens in die Wohnung zu dürfen, wenn ich nicht da bin, um zu arbeiten. Ich habe ihm gesagt, dass ich das nicht will, ihm aber gerne seine Sachen herausgebe, damit er arbeiten kann, wenn sie von jemandem abgeholt würden. Da war er noch in einem Hotel, wie er sagte, aber wo er jetzt hin soll, weiss er wohl nicht...
Aber ich kann es nicht ändern, es gehört nicht in meine Verantwortung, und wenn er weitersäuft und noch weiter absackt, ist das seine Entscheidung. Kliniken zum Entgiften gibt es hier, und da könnte er hin.
Ich muß es mir immer wieder sagen, das ihn keiner zwingt, weiterzutrinken und daß es NUR SEINE Sache ist, was aus ihm wird.
Das ist manchmal verdammt schwer, und ich muss meine Gedanken davon fernhalten, in Mitleid abzurutschen - das ist alt, das kenne ich, ich muß lernen, an mich zu denken und das ich jetzt alles tun muss, damit es mir einmal wieder besser geht. Ich habe inzwischen, im Laufe der Jahre, jedes Gefühl verloren, was eine gesunde Belastbarkeit sein kann und wo es anfängt, mich zu kränken.
Darüber hinaus sehe ich inzwischen die Sache so: Ich stehle ihm mit meiner Helferei nicht mehr die Beine - jetzt kann er, wenn er will, anfangen, laufen zu lernen und das ist das Beste und Einzige, was ich noch für ihn tun kann.
Und ich werde vielleicht lernen, was Freiheit sein kann.
Genug für heute. Ich bin total geschafft, meine Gedanken sind ein Sturzbach und ich möchte versuchen, irgendwie zur Ruhe zu kommen, um Morgen wieder die kraft zu haben
- zur Polizei zu gehen und meine Aussage zu machen
- eine verlängerte Frist zu erwirken, bis die Einstweilige Verfügung greift (sonst darf er in 7 tagen hier wieder rein)
- mir die erste Wohnung anzusehen
- und...und...
ich sehne mich so nach Ruhe und einem Ende der Horror-Story. Dabei bin ich noch ganz am Anfang. Aber ich konzentriere mich auf mein Ziel.
Gute Nacht
butterweich |
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| butterweich hat zum Thema: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 09.04.2009, 08:39 Titel: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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Hallo Butterweich,
ich hoffe Du konntest heute Nacht etwas erholsamen Schlaf bekommen.
| butterweich hat Folgendes geschrieben: | | Ich wurde gewürgt, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, umgeworfen, und er haute meinen Kopf immer wieder auf die Küchenfliesen... Erst als ich schrie hörte er auf, und ich wollte nur noch weg... |
Um himmels Willen Das hat mich echt geschock das zu lesen.
Warst Du bei Arzt nach dieser heftigen Attacke? Wenn nicht, würde ich Dich fast gerne bitten, dies noch nachzuholen. So eine massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf kann wirklich auch Spätfolgen haben.
Das ist wirklich ein erschreckendes Maß an körperliche Gewalt, mit Menschen die einem sowas antun, muss man meiner Meinung nach kein Mitleid mehr haben.
Für mich bedeutet jede Form von körperlicher Gewalt automatisch das ende der Beziehung zu diesem Menschen (außer das sowas findet unter fairen sportlichen Bedingungen statt).
Ich meine alle was möglichst viel räumliche und geistige Distanz zwischen Dich und Deinen Ex bringt ist der richtige Weg.
Liebe Grüße
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2520 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 09.04.2009, 08:45 Titel: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! |
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Hallo Butterweich,
kurzer Gruß von mir.
Ich finde es wirklich super, dass du jetzt so entschlossen handelst!
Viel Kraft wünscht dir
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: Schmerzvoller Einschnitt - und jetzt weiter! geschrieben
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