| Suchtpersönlichkeit • Unterschiede im Erfahrungsaustausch |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14423 Alter: 46
|
Verfasst am: 07.04.2009, 11:46 Titel: Re: "Hochbegabung" |
|
|
Hallo,
der IQ gehört finde ich zur Grundausstattung eines Menschen, so wie die Haarfarbe, Augenfarbe, Körperstatur und was wir sonst noch alles mitbekommen haben. Das bekommt man, einfach so, das kann man sich nicht aussuchen.
Melanie hat etwas Interessantes über Hochbegabte geschrieben: | Zitat: | | diese kinder, menschen haben eher ein extrem schwieriges leben, wenn sie nicht ihren weg finden damit umzugehen, lernen mit sich klarzukommen, ihre intelligenz sinnvoll nutzen und auch ausleben können. |
Hochbegabte sind ganz normale Menschen, nur ist es bei ihnen so, daß ihre Antennen feiner sind. Sie fühlen mehr, sie denken mehr, sie nehmen mehr wahr. Was sie mit der Flut der aufgenommenen Informationen machen, das ist ganz individuell. Manche nehmen sie und machen was draus, z. B. beruflich. Andere hingegen ertrinken in der Flut, im wahrsten Sinne des Wortes.
Wenn ein hochbegabtes Kind in einem fördernden, liebevollen, warmen, unterstützenden, verständnisvollen Umfeld aufwächst, dann kann es in sich ankommen und sich langsam entfalten. Wird ein hochbegabtes Kind jedoch in eine destruktive Situation hineingeboren, dann leidet dieses Kind sehr, sehr intensiv. Manche finden höchst individuelle Überlebensstategien in einem chaotischen Umfeld und kommen mit Verspätung, aber immerhin, dann irgendwann als Erwachsene in sich selber an. Und entfalten sich dann.
Die Gefahr, zu Suchtmitteln zu greifen hängt wie ich finde davon ab, in welchem Umfeld man aufwächst. Wenn Suchtstruktur vorgelebt wird, dann wird Suchtstruktur erfahren, erlernt und angewandt, völlig gleich, ob man hochbegabt ist oder nicht. EQ und IQ mögen dabei helfen, den Weg aus der Suchtstruktur herauszufinden. Aber warum es letztlich eine/r schafft, suchtfrei zu werden und jemand anders nicht, da gibt es wohl 1000 weitere Faktoren, die damit nichts zu tun haben.
Gruß, Linde |
|
| Nach oben |
|
| Linde66 hat zum Thema: Re: "Hochbegabung" geschrieben
|
|
 |
Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
|
Verfasst am: 08.04.2009, 10:20 Titel: Re: "Hochbegabung" |
|
|
| Linde66 hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
der IQ gehört finde ich zur Grundausstattung eines Menschen, so wie die Haarfarbe, Augenfarbe, Körperstatur und was wir sonst noch alles mitbekommen haben. Das bekommt man, einfach so, das kann man sich nicht aussucht. |
man kann sich solche dinge nicht aussuchen, man wird gebohren, so wie man ist, mit den genen die uns vater und mutter vererbt haben. wir können uns nicht aussuchen. manche sprechen von gott gegeben, andere machen dies an wissenschaftlichen fakten fest. was sich daraus entwickelt, hängt von dem ab wo wir gebohren worden sind. in welche strukturen. elterlich,gesellschaftlich. gerade dafon hängt es ab, wie wir uns weiterentwickeln können.
| Linde66 hat Folgendes geschrieben: |
Hochbegabte sind ganz normale Menschen, nur ist es bei ihnen so, daß ihre Antennen feiner sind. Sie fühlen mehr, sie denken mehr, sie nehmen mehr wahr. Was sie mit der Flut der aufgenommenen Informationen machen, das ist ganz individuell. Manche nehmen sie und machen was draus, z. B. beruflich. Andere hingegen ertrinken in der Flut, im wahrsten Sinne des Wortes. |
reizüberflutung nennt sich das. wer zu viel reize von aussen bekommt wird wahnsinnig.manch künstler hat sich selbst umgebracht, weil er mit seiner hochbegabung nicht klar gekommen ist.
daher ist es wichtig zu lernen mit der masse an reizen umzugehen, sortieren zu können. manche menschen können das überhaupt nicht. entweder ist hirnorganisch der stoffwechsel gestört, oder es wurde nie trainiert.
babys z.b., die nur weisse bettchen, weisse wände gesehen haben sterben eher am kindstot als babys die farbenfrohe bettchen und wände gesehen haben.
babys die nur im bettchen liegen gelassen wurden haben eher probleme mit ihrer körperlichen wahrnehmung, als die die getragen und berührt wurden.da heisst es z.b. schaukeln fördert sie entwicklung.
so entwickelt sich das immer weiter. förderung die nicht am menschen orientiert, individuell erfahren wird, kann zu stagnation und überforderung führen. gerade bei hochbegabten kindern. wer dies nicht erkennt, es nicht fördert, wird feststellen, das unterforderung diese kinder zu leistungsschwachen menschen macht. leider ist das so. erst wenn erkannt wurde und gefördert, konnte dem kind geholfen werden. individuell, ganz klar orientiert an dem, wo dieser mensch steht, da kann er abgeholt werden und sich weiterentwickeln.dazu passt das hier was du linde geschrieben hast:
| Linde66 hat Folgendes geschrieben: |
Wenn ein hochbegabtes Kind in einem fördernden, liebevollen, warmen, unterstützenden, verständnisvollen Umfeld aufwächst, dann kann es in sich ankommen und sich langsam entfalten. Wird ein hochbegabtes Kind jedoch in eine destruktive Situation hineingeboren, dann leidet dieses Kind sehr, sehr intensiv. Manche finden höchst individuelle Überlebensstategien in einem chaotischen Umfeld und kommen mit Verspätung, aber immerhin, dann irgendwann als Erwachsene in sich selber an. Und entfalten sich dann. |
| Linde66 hat Folgendes geschrieben: |
Die Gefahr, zu Suchtmitteln zu greifen hängt wie ich finde davon ab, in welchem Umfeld man aufwächst. Wenn Suchtstruktur vorgelebt wird, dann wird Suchtstruktur erfahren, erlernt und angewandt, völlig gleich, ob man hochbegabt ist oder nicht. EQ und IQ mögen dabei helfen, den Weg aus der Suchtstruktur herauszufinden. Aber warum es letztlich eine/r schafft, suchtfrei zu werden und jemand anders nicht, da gibt es wohl 1000 weitere Faktoren, die damit nichts zu tun haben. |
da stimme ich dir zu. es wird sogar gemunkelt, es gäbe ein gen, das dafür verantwortlich ist, ob man suchtgefärdet ist oder nicht. also sind es vielerlei faktoren, die dazu führen können.umfeld, genetik, eltern, sich selbst wahrnehmen usw. total komplex.wenn die wissenschaftler, forscher, psychologer u.s.w.herausgefunden hätten, was tatsächlich den menschen dazu bringt, dann gäbe es sicher möglichkeiten, präventiv zu arbeiten. leider ist all das zu komplex , zu individuell, das es hierzu keinerlei patentrezepte gibt.
wichtig ist letztendlich wieder raus zu finden, sich wieder zu fangen, aufzuhören, ein neues suchtfreies leben zu führen. das kann denk ich jeder lernen der den willen dazu hat.der sich selbst nicht aufgeben möchte.wenn ich etwas wirklich erreichen will dann hab ich auch die kraft es zu schaffen.
lieben gruß melanie |
|
| Nach oben |
|
| Melinak hat zum Thema: Re: "Hochbegabung" geschrieben
|
|
 |
Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14423 Alter: 46
|
Verfasst am: 08.04.2009, 16:58 Titel: Re: "Hochbegabung" |
|
|
Hallo Melanie,
danke für die Vertiefung des Themas.
Interessant finde ich das, was du über die Säuglinge geschrieben hast. Wenn Säuglinge in völlig reizarmer, weißer Umgebung aufwachsen, daß ihnen dadurch die Möglichkeit genommen wird, den Umgang mit Außenreizen zu erlernen. Das gilt sicherlich für alle Kinder, aber um so mehr für die hellwachen, aufnahmefähigen Hochbegabten.
Wie früh die Weichen gestellt werden....
Also Farbe, Gerüche und Geräusche ins Kinderzimmer, nicht zu viel, nicht zu wenig.
Der Schwerpunkt der Forschung liegt heute eindeutig auf hochbegabten Kindern, was an sich ja gut ist, da gibt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Was, wie ich finde, aber viel zu wenig Beachtung bekommt, sind die hochbegabten Erwachsenen, deren Begabung erst als Erwachsene festgestellt wurde. Da gibt es so viele gescheiterte Biographien, du hast ja als Beispiel von den Künstlern gesprochen, die sich umbringen...
Gruß, Linde |
|
| Nach oben |
|
| Linde66 hat zum Thema: Re: "Hochbegabung" geschrieben
|
|
 |
Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
|
Verfasst am: 09.04.2009, 10:26 Titel: Re: "Hochbegabung" |
|
|
liebe linde,
ja das leben ist vielfältig, so individuell wie jeder mensch es als einzelner ist. darum find ich sowas wie schubladendenken sehr oberflächig.nicht jedes kind mit einem hohen IQ wird im gymnasium sein und abi machen. dazu spielen so viel andere faktoren mit, so komplex ist der mensch einfach in seiner struktur.
ich habe schon sehr viel gehört, von hochbegabung. wie damit umgehen? schwer finde ich das. mein grosser hatte eine rassante entwicklung als baby/ kleinkind gemacht, was mich sehr erschreckte. ich bin dem jungen in dem was er forderte kaum nachgekommen.ich weiss er kann viel mehr als er von sich selbst bringt. leider hat er bisher noch nicht erkannt, wie hoch sein iq ist. ich weiss auch leider nicht, wie ich ihm da helfen kann, habe ihn immer gefördert, wo es ging. leider stehen da gewisse andere anteile im weg, die es im moment nicht möglich machen, alles was in ihm steckt rauszulassen. ich vertraue auf seine entwicklung und hoffe für ihn, das er sich irgendwann selbst entdeckt. darin förder ich ihn, glaube an ihn, gebe ihm die gewissheit, das er ein toller junge ist.ich finde es so schwierig.doch warscheinlich wird er erst als erwachsener erkennen wieviel pottentioal in ihm steckt. mehr konnt ich nicht für ihn tun., als das was ich an förderungsmassnahmen gegeben habe. er hat später seine chance das beste daraus zu machen.so ist das bei uns.
die erwachsenen hochbegabten haben es zunehmend schwerer, weil sie als kind kaum förderung bekommen haben. dadurch ist ein glauben an die eigenen fähigkeiten oftmals irgendwo versteckt. wer es dann nicht schafft, seine begabung für sich zu entdecken, dem wid diese wohl kaum zugute kommen. meisst wissen diese menschen nicht was in ihnen steckt. sie merken wohl sie sind anders, wissen oftmals nicht warum.
der IQ wird oftmals an solchen dingen wie mathematik, deutsh, englich gemessen. es gibt so viele andere bereiche, wie allgemeinwissen. fähigkeiten die der mensch hat, kann meiner meinung nach nicht gemessen werden nur erahnt. wir denken ein hoher IQ ist etwas tolles. doch wie schon geschrieben kann dies auch etwas schreckliches sein.
ist sehr interessant dieses thema, schön das du dich dafür interessierst und dich mit mir austauschen möchtest.
alles liebe melanie |
|
| Nach oben |
|
| Melinak hat zum Thema: Re: "Hochbegabung" geschrieben
|
|
 |