| Fragen zum Suchen und Finden des ICH • Die Diskrepanz zwischen Herz und Verstand! |
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pensamentos neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2009 Beiträge: 20 Alter: 37
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Verfasst am: 22.03.2009, 13:00 Titel: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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Hallo, ich hatte ja bereits diesen Text im "Vorstellungsbereich" geschrieben, denke aber, dass ich eventuell hier mehr Resonanz bekommen werde:
Hallo zusammen,
ja, wo soll ich anfangen. ..Nachdem ich bereits mit zwei sucht-kranken Menschen eine Beziehung geführt habe, die mir unterm Strich nicht gerade gut getan haben, frage ich mich langsam, woran das liegt. Da man mit mir sehr schlecht streiten kann, weil ich sehr impulsiv und manchmal auch verbal aggressiv um mich schlage, sind die Streitgespräche in meinen Partnerschaften unter Alkohol oder Drogeneinfluss meiner Partner immer total eskaliert. Ich rede hier von körperlichen Übergriffen. Nach meiner ersten Beziehung dachte ich, dass würde mir nie mehr passieren.
Da ich schon sehr lange mit mir selbst Probleme hatte und noch habe, war ich auch schon mehrmals in psychiatrischer Behandlung und bin aus diesen Erfahrungen auch meist gestärkt heraus gekommen, sodass ich relativ schnell wieder am „normalen“ Leben teilnehmen konnte, das heißt, integriert war. In den Momenten, in denen ich wieder einigermaßen stabil im Leben stehe, fühle ich mich meist von Männern angezogen, die labil sind und einen Haufen von Problemen mit sich schleppen.
So war es auch bei der nächsten Beziehung. Ich verliebte mich Hals über Kopf in einen sehr liebenswerten, aber kranken Alkoholiker. Vor lauter rosaroter Brille unterschätzte ich natürlich, wie sehr krank er war. Natürlich wollte ich ihm helfen, aber wie? Dieses Thema war total neu für mich. Das Schreckliche war, dass ich den ganzen Tag arbeiten war und er arbeitslos mit seinen Kumpels saufen war..nicht lange..und ich gab meine Arbeit auf..ich wollte ihm helfen..das war ein großer Fehler, das weiß ich heute! Nach ein paar Monaten zogen wir zusammen und er hörte mit dem Trinken auf. (das war auch meine Bedingung für das Zusammenziehen). Er ging wieder arbeiten, alles schien gut. Das hielt leider nicht lange an. Wir stritten immer häufiger, über jeden banalen Mist. Meine Stimmungsschwankungen wurden indes auch wieder schlimmer und ich war sehr leicht reizbar. Es eskalierte wieder, wie bei meiner ersten Beziehung, in einem schlimmen Streit , der erste unter Alkoholeinfluss, der zweite und dritte nüchtern, so dachte ich zumindest. Denn wenn er Bier trank, dann nur alkoholfreies. Es folgte ein rascher Auszug aus der gemeinsamen Wohnung meinerseits und erstmal kein Kontakt. Es verging einige Zeit, bis wir uns wieder etwas annäherten. Ich ging davon aus, dass er noch immer trocken ist. Oft kamen mir seine Verhaltensweisen merkwürdig vor, oft hörte er mir nicht richtig zu oder vergaß das eine oder andere, manchmal kam er mir so vor, als hätte er zwei Gesichter!Manchmal war es echt unheimlich.
So, nun kam vor kurzer Zeit die Wahrheit ans Licht! Er hatte die Abstinenz nur kurze Zeit durchgestanden und trank seitdem wieder. Auch, als wir noch zusammen wohnten. Mir fielen die Augen fast aus dem Gesicht, vieles Ungereimtes ergab auf einmal ein Puzzle. Der Alkohol soll zwar keine Entschuldigung sein für sein Verhalten, aber doch eine Erklärung. Als der Leidensdruck so schlimm war und ich auch nicht mehr, wie vorher, ihm Hilfe angeboten habe , sondern ihm Klipp und Klar gesagt hatte, wenn er sich selbst keine Hilfe sucht, dann könne ich auch nichts für ihn tun, ging er in die Klinik. Seitdem er da ist und auch Therapien besucht etc.. ist er wie ausgewechselt. Er ist plötzlich ganz zuversichtlich, will sein ganzes Leben umkrempeln, seinen Bekanntenkreis ändern etc...auch natürlich, um MICH nicht noch einmal zu verlieren!!! Ich finde das einerseits natürlich toll, dass er so zuversichtlich ist, andererseits bin ich natürlich auch ängstlich, da ja Rückfälle bekanntermaßen bei einem Alkoholiker dazugehören.. er ist zuweilen so euphorisch, dass er denkt,er schaffe es beim ersten Mal, zumal er all die Alkoholleichen in der Klinik sieht und da einfach nicht enden will.
Mein Problem ist jetzt einfach, dass ich Probleme habe damit, ihm wieder zu vertrauen . Meint er das wirklich ernst und sind seine Ziele überhaupt realistisch? Durch die vielen Lügen, die er mir ständig im Zusammenhang mit dem Alkoholismus unterbreitet hat, habe ich natürlich auch ein sogenanntes Grundvertrauen in ihn verloren. Mal ganz abgesehen von den Streitereien und den Eskalationen. Ich weiß, dass diese Lügengeschichten zum Krankheitsbild eines Alkoholikers dazu gehören, trotzdem ist es so.
Ich wäre nun sehr, sehr dankbar, wenn mir erfahrene trockene A. etwas dazu schreiben könnten. Wie es Euch ergangen ist und ob ihr den plötzlichen Enthusiasmus meines Freundes nachvollziehen könnt und seine gesteckten Ziele durchaus realisierbar sein können. Vielleicht können mir auch Angehörige helfen , in dem ihr mir schreibt, wir ihr mit dieser Situation umgehen würdet oder umgegangen seid. Ich bin dankbar für jeden Rat und hoffe, dass ich hier in diesem Forum viel wertvolles mitnehmen werde. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit. |
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| pensamentos hat zum Thema: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 22.03.2009, 13:37 Titel: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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Hallo pensamentos,
als erfahren trocken Alkoholiker würde ich mich jetzt nicht direkt bezeichnen. Allerdings weis ich aus einger Erfahrung und von Erzählungen anderer, das es nach einigen Wochen ohne Alkohol zu etwas übertriebenen euphrorischen Phasen kommen kann.
Ich weis ehrlich gesagt nicht warum das so ist, vielleicht ist das einfach nur normale Lebensfreude, die von einem Alkoholiker einfach so fremd geworden ist, das er sie als Euphorie empfindet.
Diese Phase ist auch nicht ganz unkritisch, weil hier manche einen Rückfall bekommen, weil man hats ja geschafft mit dem trinken aufzuhören, ist doch alles garnicht so schlimm und weils mir soo gut geht belohne ich mich erstmal mit einem Bier/Wein etc. .
Ich bin auch noch mit meiner Freundin zusammen, mit der ich auch als nasser Alkoholiker zusammen war und das Vertrauen wächst so ganz langsam wieder wie eine zarte Pflanze zwischen uns. Das ist ein Prozess der jetzt schon ein Jahr andauert und bei weiten noch nicht abgeschlossen ist.
Das ist es nicht einfach wenn ein trockender Alkoholiker und eine trockende Co wieder eine Beziehung aufbauen wollen. Zumindest empfinde ich das als nicht leicht. Da muss man sich dann entscheiden ob einem der Mensch das Wert.
Liebe Grüße
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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pensamentos neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2009 Beiträge: 20 Alter: 37
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Verfasst am: 22.03.2009, 13:54 Titel: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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Lieber Erdling.
Danke für Deine Antwort! Wie hast Du es denn geschafft vom Alkohol wegzukommen? Hattet ihr Euch zwischendurch auch mal getrennt oder habt ihr gar nicht erst zusammen gewohnt?
Das mit der euphorischen Frage, macht mir echt Angst..Zumal er demnächst entlassen wird und dann wieder in seinen alten Bekanntenkreis zurückkehrt, die saufen alle! Er meinte zwar, er würde die Kontakte alle abbrechen, aber ich glaube nicht, dass er so stark ist. Wie war es bei Dir damals? Hast Du auch Dein GANZES LEBEN umgekrempelt???
LG, pensamentos |
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| pensamentos hat zum Thema: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 22.03.2009, 13:58 Titel: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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Hallo pensamentos,
herzlich willkommen hier im Forum. Es ist gut, dass du dir Hilfe suchst in deiner Situation. Du fragst, wie man wieder Vertrauen aufbauen kann. Mir fällt noch eine andere Frage ein. Warum gehst du zum dritten Mal eine Beziehung mit einem suchtkranken Menschen ein? Wenn du selbst in psychotherapeutischer Behandlung warst, kam das dann nicht zur Sprache? Ich habe ebenfalls nicht nur eine Beziehung mit einem abhängig trinkenden Mann gehabt, stellte sich in der Rückschau heraus. Nur war ich so blauäugig, das nicht wirklich zu realisieren. Inzwischen habe ich jedoch durch eine eigene Therapie schon die Augen geöffnet bekommen, um mich soweit zu verstehen, warum ich solche Beziehungen einging. Denn es hat immer in erster Linie mit uns selbst zu tun, wenn wir uns auf abhängige Beziehungen einlassen.
Für mich selbst sieht die Frage nach dem Vertrauen deshalb anders aus. Nämlich: Wie kann ich zu mir selbst genug Vertrauen entwickeln, um eine GESUNDE Beziehung einzugehen?
LG
Ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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Eric neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.09.2006 Beiträge: 470 Wohnort: Trocken seit Januar 2007
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Verfasst am: 22.03.2009, 13:59 Titel: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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Hallo pensamentos und herzlich willkommen!
Ich bin auch trockener Alkoholiker. Ob dein Freund es packt, vermag wohl niemand zu sagen. Entscheidend ist sein Wille. Damit mein ich nicht unbedingt seine Willenskraft, sondern der unbedingte Wunsch, nie mehr Alkohol trinken zu müssen. Auch alkoholfreies Bier ist tabu, da dadurch das Suchtgedächtnis wieder anspringen kann und der Griff zum "richtigen" Bier nicht mehr weit ist.
Die anfängliche Euphorie kenne ich auch, die ist nach wenigen Wochen vorbei. Dann fangen die Lebensumstrukturierungen an.
Du solltest sich darauf einstellen, dass Du es mit einem anderen Menschen zu tun hast, sollte er denn wirklich trocken werden. Ich für meinen Teil kann über mich sagen, dass ich nun ein anderer Mensch bin als noch vor einigen Jahren, als ich noch trank. Mit anderer Denkweise und anderen Ansichten und Verhaltensweisen.
So richtig viel tun kannst Du eigentlich nicht für ihn. Entweder er will es aus tiefstem Herzen und schafft es, oder aber er wird rückfällig. Ja, Rückfälle können passieren. Aber wenn er wirklich ernsthaft trocken werden will und alles dafür tut, sollte kein Rückfall passieren.
Es ist wichtig, dass auch Du an dir arbeitest und dir z.B. klar darüber wirst, warum Du dich zu suchtkranken Menschen hingezogen fühlst. Nur wenn beide Partner sich verändern, könnt ihr aus eurem kranken Verhältnis ausbrechen. Aber dazu können dir die Cos hier mehr erzählen als ich.
Alles Gute
Eric |
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| Eric hat zum Thema: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 22.03.2009, 14:47 Titel: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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Hallo pensamentos,
nein wir haben nicht zusammen gewohnt und wir führen auch seit 2 Jahren eine Fernbeziehung, da sie in einer anderen Stadt als ich studiert. Sind zwar nur 100km aber das ist doch etwas zuviel um die jeden Tag zu fahren
Zumal war sie von einem anderen Familienmitglied einen stärkeren Konsum gewöhnt als von mir. Und dadurch das wir uns nur 1-2 mal in der Woche gesehen hatten, hat sie den vollen Umfamg meiner Sucht ganricht mitbekommen. Zumal ich, wenn wir zusammen waren, auch nur wenig getrunken habe und zusätzlich noch Medikamente genommen hatte, um die 24 Stunden nur mit ein paar Bieren unterstehn zu können.
Mit dem trinken aufhören wollte ich schon recht lang aber da ich Spiegeltrinker war haben mich die körperlichen Entzugserscheinungen wieder zum trinken gezwungen. Ich hatte Entzugserscheinungen in Form von Angst und Panikanfällen und irgendwann wars dann soweit das der Alkohol diese Funktion mir die ganzen negativen Gefühle zu nehmen, nicht mehr wirklich erfüllen konnte. Bzw. nur für ein paar Stunden und sobald ich wieder unter meinen Pegel gefallen bin, musste ich wieder nachtanken und das rund um die Uhr. Obwohl ich vor dem schlafen oft noch zusätzlich Medikamente eingenommen hatte, bin ich nach 2-3 Stunden Schlaf wach geworden und musste wieder trinken.
Diesen Zustand habe ich etwa ein Jahr lang durchgehalten und dann wars der Tiefpunkt erreicht, körperlich sowie geistig und gabs nur noch zwei Möglichkeiten entweder Schluss machen oder trocken werden.
Ich denke der Umkrempelungsvorgang ist immer noch im vollen Gange, ich bin ja auch immer noch in therapeutischer Behandlung.
Obwohl viel Leben zum umkrempeln gabs eigentlich garicht mehr, mein ganzer Tag bestand ja nur aus trinken und schlafen.
Ich habe mich von stark trinkenden "Freunden" getrennt, das kam auch ganz automatisch weil außer dem Alkohol keine anderen Gemeinsamen Interessen bestanden. Gott sei dank waren das nicht allzu viele. Viele meiner Freunde hatten dem Alkohol schon lange vor mir auf Wiedersehen gesagt oder tranken nicht in meiner Gegenwart, weil meine Sauferei auf sie sehr abschrenkend gewirkt hat.
Ansonsten wars es dann erstmal wichtig wieder Struktur in meinen Tagesablauf zu bekommen und keine Leerlaufzeiten zu haben (eine Stunde bewusste Erholung sehe ich nicht als Leerlauf). Mit dem gereglten Tagesablauf und mit arbeiten an meinen Baustellen, kamen dann auch wieder erste Erflogserlebnisse und auch mal wieder positive Gefühle.
Und damit wurde auch der Wunch nach einem alkoholfreien Leben immer beständiger.
Liebe Grüße
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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pensamentos neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.03.2009 Beiträge: 20 Alter: 37
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Verfasst am: 22.03.2009, 15:11 Titel: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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Vielen Dank für Eure Antworten.
Ja, sicher hab ich mich in Zuge meiner thereapeutischen Behandlung gefragt, wieso ich immer an suchtkranke Männer komme. Ich hatte sicher sowas wie ein Helfersyndrom. Aber inzwischen habe ich MEIN EIGENES Leben wieder UNABHÄNGIG von ihm wieder ganz gut im Griff. Ich hatte auch einpaar Monate keinen Kontakt mehr zu ihm und dadruch, dass ich immer davon ausgegangen bin, dass er immer noch trocken ist , musste ich ja auch keinen Anstand machen, ihm zu helfen. Als er mich vor einem Monat damit konfrontierte.., habe ich , wie ich finde, eigentlich ganz cool reagiert. Ich meinte, der einzige, der ihm helfen könne, sei er selbst...und als der Leidensdruck dann so schlimm war, er sich vor Schmerzen gekrümmt hatte, weil seine Bauchspeicheldrüse mittlerweile schon angegriffen war, hat er ENDLICH Krankheitseinsicht und rief ALLENE die Feuerwehr, die ihn ins Krankenhaus brachte. Übrigens 4, 1 Promille! Ganz schön heftig, oder?
Wißt ihr, es ist einfach umheimlich schwer, sich KEINE Gedanken zu machen. Ich weiss, er darf nicht mehr Angelpunkt meines Lebens werden, da ich sonst wieder in die Co- Abhängigkeit falle, aber es ist doch auch normal, dass man sich Gedanken darüber macht, wie es dem Partner geht, oder? Was ich nur schade finde, dass halt das Vertrauen so angeknackst ist und die Angst so groß davor, wie wird es weiter gehen...Wenn man wirklich miteinander leben will, dann gehört es doch auch dazu, finde ich, wieder zusammen zu wohnen. Das ist aber unter diesen Umständen einfach derzeit unvorstellbar. Naja, vielleicht bin ich mit meinen Gedanken einfach schon zu weit...,
Da ich diese Helfertendenz habe, werde ich mich stets dabei beobachten,ob mein Verhalten wieder destruktiv wird..aber ich bin jetzt auch sowas von froh, dass es Euch gibt..,.,.Jetzt fühle ich mich nicht mehr so allein...könnte die ganze Zeit heulen, das Thema nimmt mich so mit..,,.Ganz liebe Grüße
Ach, eine Frage noch: gibt es hier auch einen kostenlosen Chat??
Eure pensamentos |
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| pensamentos hat zum Thema: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 22.03.2009, 15:14 Titel: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? |
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hi,
ja den gibt es Monatgs von 20-22Uhr
Grüße |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Wie gewinne ich wieder Vertrauen nach all den Lügen? geschrieben
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