| Alkoholkrank oder selbst schuld? • trübe Zeit = Risikozeit |
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Hoffender neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 85 Alter: 49
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Verfasst am: 22.03.2009, 12:04 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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Danke Bernd
Deine Worte tun mir gut, ich weis auch das ich es nicht ohne Hilfe von aussen schaffe. Gerade hat mich meine Frau angerufen sie war sehr lieb fuehle mich gerade besser, nur bloed ist das ich wieder von unseren Problemen gesprochen habe und ich ihre Hilfe brauche, wieso tue ich das ich weis doch das sie auch Abstand braucht, was erwarte ich? Das sie sagt es ist alles gut? Versteh mich selber ned, vor ein paar Tagen waere der naechste Vollrausch faellig gewesen aber ich tus nicht.
LG
Hoffender |
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Boerni Gast
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Verfasst am: 22.03.2009, 12:41 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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@ Hoffender
Ich fühle ganz eindeutig mit Dir ( Ich kenn das).
Du möchtest wahrscheinlich alles so schnell wie möglich wieder gut machen--ja,ja das Gewissen plagt.
Was ich über Jahre hinweg verbockt habe kann ich über Jahre Hinweg nicht wieder gut machen.
was ich gemacht habe war ein cutt
was ich gemacht habe war Kapitulieren.
was ich geschafft habe war ein ALKfreies Zuhause
was ich noch schaffen werde-- mein Umfeld ändern
was ich noch schaffen werde-- ist ein neuer Lebensabschnitt.
Es gibt noch sooooviel was ich will---aber das kann ich nicht in 5minuten erreichen.
Gib deiner Frau den nötigen Abstand ich glaube sie hat es verdient.
Vielleicht kannst du ja mal ein bisschen bei unseren "Co´s" hier im Forum lesen vielleicht nützt es Dir Deine FRAU noch besser zu verstehen.
Hoffender wir brauchen:
Gedulg,Geduld,Geduld
Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen
Mut, Mut, Mut
Lass den Kopf nicht Hängen und Beweise DIR was DU schaffen Kannst
Dann hat DEINE Frau allen Grund stolz auf Dich zu sein.
Lass bitte Die Finger vom ALK wenn es Dir Sch...e geht, suche Ärztliche Hilfe oder melde Dich bei uns.
Es würde mich sehr beruhigen wenn Du einen Weg finden würdest nicht KALT ZU ENTZIEHEN.
Mein Großer melde dich wieder
LG
Bernd |
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 22.03.2009, 13:10 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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Hallo Hoffender,
ich möchte Dir zu Deinen alkoholfreien Tagen gratulieren und zu Deinem Entschluss dem Alkohol den Kampf anzusagen.
Ich kann mich noch sehr gut an meine ersten alkoholfreien Tage vor ziemlich genau einem Jahr erinnern(ist also auch noch garnicht so lang her ). Alles war irgendwie so neu und fühlte sich anders an und in meiner unmittelbaren Umwelt habe ich lauter Sachen wargenommen, die ich Jahrelang übersehen hab. Gefühlsmäßig waren die Tage auch eine Achterbahnfahrt.
Für diese Gefühlsachterbahn gibt es (wie ich hier im forum inzwischen gelesen habe) aber eine medizinische Erklärung. Mir persönlich hilft das immer, wenn ich weis warum etwas passiert.
Ich versuche das nochmal zusammen zufassen : Durch den Alkohol arbeiten die Nerven im Hirn langsamer, weil der Alkohol Botenstoffe hemmt, welche für die Informationsübertragung von Nervenzelle zu Nervenzelle verantwortlich sind. Das Hirn regiert darauf in dem es mehr von diesen Botenstoffen produziert, damit die grauen Zellen weiterhin arbeiten können.
Lässt man nun den Alkohol weg, hast man zuviele von diesen für Informationsaustausch verantwortlichen Botenstoffe im Kopf. Was dazu führt das viel zu viel Nervenaktivität vorhanden ist und dadurch Sinneseindrücke, Danken oder auch Gefühle unnatürlich verstärkt werden.
Und das dauert dann einige Tage bis sich das wieder auf einem normalen Level einpendelt.
Das ist das gute an einem stationären Entzug, das man erstmal für ein paar Tage unter eine Käseglocke kommt und erstmal zur Ruhe kommen kann.
Mein Tip an dich wäre, neben dem eine Suchtberatung aufzusuchen, das Du Dir in den nächsten Tagen noch soviel Ruhe gönnst wie es Deine Situation zulässt. Das wichtigste ist erstmal das DU gesund wirst.
Ich mache zur Zeit noch eine ambulante Therapie mit Gruppen und Einzehlgesprächen und das ist mir schon eine Hilfe. Der Zeitliche Aufwand beträgt etwa 3-4 Stunden pro Woche, also noch nicht mal nen halben Tag Bei den Suchtberatungstellen kennt man sich meist auch mit Finanziellen sorgen aus, viele haben externe Mitarbeiter die auch bei Finaznöten beraten können, weil Finazsorgen für viele Alkoholiker ein Problem ist.
Ich wünsch Dir einen schönen alkoholfreien Sonntag
Liebe Grüße
Erdling |
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Hoffender neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 85 Alter: 49
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Verfasst am: 22.03.2009, 13:59 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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Hallo
vielen Dank fuer eure Ratschlaege
@ Bernd Es ist mir klar das ich in 5 min oder 5Tagen da nichts wieder gutmachen kann aber zwischen verstehen und akzeptieren liegen Welten. Hab ja auch Jahre gebraucht um alles so kaputtzumachen wo ich haette noch was aendern koennen aber sich zu betaeuben war einfacher als sich der Wahrheit zu stellen obwohl alle in meinem Umfeld mir helfen wollten. Bei Versuchen mit mir zu reden habe ich mich verschlossen brauchte ja keine hilfe ( und ueberhaupt was wisst ihr schon von meinen Sorgen lasst mich in Ruhe) ja und dann ab an den Kuehlschrank.
@Erdling Glueckwunsch zu Deinem Jahr ohne Alk, du hast vollkommen recht mit den Gefuehlen es ist so als ob ich ueberlaufe, aber mit der Ruhe goennen glaube ich nicht das das so gut ist ich habe lange genug alles schleifen lassen. Ich meine es ist besser wenn ich mich nun dazu stelle und meine anderen Ziele festlege, oder nicht?
Allen einen wunderschoenen alkfreien Sonntag
Hoffender |
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Eric neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 22.09.2006 Beiträge: 470 Wohnort: Trocken seit Januar 2007
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Verfasst am: 22.03.2009, 14:17 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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Hallo Hoffender!
| Hoffender hat Folgendes geschrieben: | | Der Arzt haette mich auch gerne sofort zur stationaeren Entgiftung geschickt aber dadurch das noch soviel ansteht naechste Woche kann ich das nicht. |
Der Arzt wird schon wissen, warum er das vorgechlagen hat. Ist dir bekannt, dass der Kalte Entzug tödlich enden kann?
Du, ich seh das so: Du hast nur eine Chance, vom Alkohol loszukommen, wenn dir deine Trockenheit das wichtigste im Leben ist. ALLES andere muss sich dem unterordnen.
Ich möchte dir dringend empfehlen, von Anfang an den geraden Weg zu gehen und keine Kompromisse einzugehen. Die können wir Alkoholkranken uns nämlich nicht leisten. Die Alkoholkrankheit ist schwerwiegend und heimtückisch und reißt dich wieder zurück in den Suff, sobald Du ihr Angriffsfläche bietest.
Nur DU bist jetzt wichtig und die Überwindung deiner Alkoholkrankheit. Alles andere kommt später.
Ich wünsche dir alles Gute
Eric |
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Hoffender neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 85 Alter: 49
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Verfasst am: 22.03.2009, 15:20 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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Hallo Eric
Ja Eric du hast da vollkommen recht: Nur ich darf mir nun wichtig sein, aber kann ich das schon zu dem Zeitpunkt? Sollte mit mir was sein ruft mein Bruder sofort das KH an ist nicht weit von hier. Noch bin ich auf dem Standpunkt das ich mir sehr wichtig bin und trockensein mein Ziel ist , aber ich sehe auch die Verpflichtung anderen Menschen gegenueber, wir haben auch Mitarbeiter die dann arbeitslos waeren. Vielleicht gelingt es mir morgen meiner Frau insoweit die sache zu uebergeben das ich sofort nach Andernach kann, ist aber eher gering. Gesundheitlich geht es mir heute eigentlich ganz gut, ich vermisse den Alk noch nicht bis jetzt aber Kopfkino laeuft ohne Ende.
LG
Hoffender |
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| Hoffender hat zum Thema: Re: So gehts nicht weiter geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 22.03.2009, 18:25 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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Hallo Hoffender!
Eines ist sicher: Bei deiner Frau läuft sicher auch so ein Kopfkino ab!
Bei mir war es jedenfalls so, als sich mein Mann entschlossen hat, trocken zu werden.
Da dachte ich auch, jetzt wird sofort alles gut. Ganz einfach so.
Und als ich nach vier Trockenmonaten hier im Forum angekommen bin, stand ich doch immer noch: "Ganz am Anfang und doch mittendrin!"
Wir beide haben noch viel zeit gebraucht, uns zu verändern, umzudenken, wieder miteinander ins Reine zu kommen. Und es war auch sehr schwer, wieder Vertrauen aufzubauen.
Deiner Frau geht es sicher ähnlich.
Also, ihr braucht jetzt erst mal beide gaaaaaaanz viel Zeit und GEDULD.
Aber eines ist sicher!: mit klarem Kopf schaffst du alles leichter.
Ich wünsche dir alles was nötig ist dranzubleiben und stark zu werden für die nächste Zeit!
LG Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: So gehts nicht weiter geschrieben
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Hoffender neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 85 Alter: 49
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Verfasst am: 22.03.2009, 19:32 Titel: Re: So gehts nicht weiter |
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Hallo Gotti
Vielen Dank fuer deine guten Wuensche und ich freue mich das es bei euch beiden geklappt hat. Das meine Frau darunter leidet steht ausser frage, sie hat es sich nicht leichtgemacht diesen Schritt zu gehen ich glaube auch das sie noch was fuer mich empfindet weil sie oefters anruft und wir Morgen nochmal zusammen reden, ich darf ja zu ihr und dem Kleinen kommen. Nur eins ist klar die Zeiten der Versprechen ist vorbei es zaehlen nur noch Taten. Ich weiss das sie einen Rueckfall nicht mehr verkraften wuerde und endgueltig den Schlussstrich zieht. Bin mir sicher das wir die anderen Problem auch loesen werden nur das mit dem Alk das muss ich fuer mich schaffen, waere schoen dabei familiere unterstuetzung zu haben aber es muss auch ohne gehen verlangen kann ich nichts mehr. Ich konnte ja auch alleine jahrelang saufen.
Und was ich noch loswerden wollte Euer Forum ist echt super hilfreich die Erfahrungen der anderen haben mir Mut gemacht , ich glaube noch niemals habe ich soviel ueber mein Leben nachgedacht wie die letzten 3 Tage und dabei kommen wieder Sachen zurueck wofuer ich mich schaeme. Naja und eins noch auch dieser Tag ist fast vorbei ohne Alkohol.
LG
Hoffender |
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| Hoffender hat zum Thema: Re: So gehts nicht weiter geschrieben
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