| Alkoholiker Light? • Neuanfang |
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angstlos neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 10
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Verfasst am: 20.03.2009, 18:32 Titel: saufdruck, was tun? |
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hallo liebe forengemeinde,
ich bin seit heute angemeldet und habe ein paar fragen.
ich bin erst seit 14 tagen trocken, war bei einer sb u. diese haben in zusammenarbeit mit einem arzt einen antrag auf eine gesprächstherapie gestellt, momentan besuche ich eine offene gruppe, leider ist dieses treffen nur 1x pro woche, einen entzug in einer klinik habe ich nicht gemacht da ich keine körperlichen entzugserscheinungen hatte.
mir gehts zwar körperlich besser, aber ich muss schon sagen, dass ich den alkohol einfach vermisse, ich bin den ganzen tag schon wie benebelt u. könnte echt ein gläschen vertragen...
ich glaube das nennt man saufdruck was ich da grade habe, ist das normal u. wird das mit der zeit weniger? oder schwankt sowas? ein ziemlich ekelhaftes gefühl.
ich wollte mir ein buch kaufen um das thema besser zu verstehen, aber ich werd nicht so recht fündig, es gibt einfach zu viele, habt ihr da ne empfehlung für mich?
irgendwie fühle ich mich total alleine u. meine stimmung schwankt extrem, trotzdem bin ich froh von alleine den schritt in die sb geschafft zu haben.
lg |
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| angstlos hat zum Thema: saufdruck, was tun? geschrieben
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lobanshee Gast
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Verfasst am: 20.03.2009, 18:54 Titel: Re: saufdruck, was tun? |
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Hallo angstlos,
herzlich willkommen im Forum!
Als erste Hilfe gegen den Suchtdruck solltest Du Unmengen von Wasser trinken, am besten: Häng Dich unter den Wasserhahn!
Wie sieht es mit Laufen oder spazierengehen aus? Kannst Du mit jemandem sprechen? Lenke Dich irgendwie ab und vermeide Situationen, wo Du gerne getrunken hast.
Ansonsten am besten das Forum durchsuchen und viel lesen. Auch hier findest Du viel Hilfe zum Thema Suchtdruck. Nutze die Suchmöglichkeit und schreibe viel, was Dir momentan durch den Kopf geht.
Vielleicht solltest Du versuchen, noch heute ärztliche Hilfe zu bekommen, wenn es zu schlimm wird. 14 Tage hast du schon geschafft, wirf nicht das Handtuch.
Es gibt nichts besseres, als den Alkohol aus dem Körper zu lassen. Morgen früh wirst Du froh sein, wenn Du durchgehalten hast! Das ist so!
Alo, los an den Wasserhahn!
Lobanshee |
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Maria sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.10.2007 Beiträge: 5582
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Verfasst am: 20.03.2009, 19:15 Titel: Re: saufdruck, was tun? |
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Hallo angstlos,
herzlich willkommen im Forum.
Viel trinken rate ich dir auch. Mir hat in der Anfangszeit die sportliche Betätigung oder einfach nur spazieren gehen sehr geholfen.
Diese fiesen Stimmungsschwankungen vergehen mit der Zeit, aber leider nicht von heute auf morgen.
Das braucht ein bisschen. Ich kann dir sagen, halte durch, der Anfang ist nicht leicht, aber es wird besser und es lohnt sich !!!
Wenn du grad unter Suchtdruck leidest, wäre es nicht so gut, wenn du zuviel in Büchern liest. Versuche herauszufinden, was dir jetzt grad gut tut und dir Druck nehmen könnte. Bei mir waren es die Badezimmerfliesen, die dran glauben mussten. Sie wurden blitzeblank geschrubbt
14 Tage und Besuch bei der Suchtberatung ist schon ein guter Anfang, und nun langsam weiter
LG Mieken |
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angstlos neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 10
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Verfasst am: 20.03.2009, 19:31 Titel: Re: saufdruck, was tun? |
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hallo ihr beiden u. vielen dank für die unterstützenden antworten!
ich hab mich erstmal mit putzen abgelenkt, junge junge, so sauber war meine wohung noch nie... netter nebeneffekt...
ich kann leider mit meinen sog. freunden gar nicht über dieses thema reden, denn die nehmen mich nicht ernst, die finden das normal wenn man täglich "ein bisschen was" trinkt u. schliesslich sehe ich ja auch nicht aus wie ein alkoholiker.
ich denke nicht daran was zu trinken, ich war gestern nochmal bei dem arzt der sb, er meinte meine blutwerte sind wieder ok, die leberwerte ware erhöht u. ich hab zum ersten mal seit langer zeit wieder normal hohen blutdruck.
ich dachte halt, mensch, so nach 14 tagen müsste das gröbste doch geschafft sein, aber es fängt wohl alles erst an.
aber ich bin dennnoch froh mein problem erkannt zu haben u. es anzugehen.
lg |
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| angstlos hat zum Thema: Re: saufdruck, was tun? geschrieben
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Maria sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.10.2007 Beiträge: 5582
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Verfasst am: 20.03.2009, 19:43 Titel: Re: saufdruck, was tun? |
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Hallo nochmal,
so ging es mir anfangs auch, daß ich mit niemanden drüber reden konnte. Ich verstehe dich, daß du dich deswegen einsam fühlst.
Und hier gibt es ´ne Menge Leute mehr, die verstehen wovon du schreibst.
Leider ist das einzige was ich dir dazu sagen kann, hab Geduld. Du kannst stolz auf dich sein, daß du jetzt aktiv wirst. Leider lösen sich dadurch nicht alle Probleme in Luft auf, wäre ja auch ein schöner Nebeneffekt (wie beim Putzen der Wohnung wo man unmittelbar das Resultat sieht). Das Resultat sieht man, aber leider nicht ganz so unmittelbar.
Bei mir war´s so, daß mir auch nicht "geglaubt" wurde. Das macht die Sache nicht leichter, aber nochmals halte durch und nach und nach wird es besser gehen. Das was zählt ist, daß du weisst, daß es so nicht weiter gehen kann.
Ich hätte von mir selbst vor ein paar Monaten auch nicht gedacht, daß ich an Geduld und Langsamkeit glaube, doch heute tue ich es.
LG |
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| Maria hat zum Thema: Re: saufdruck, was tun? geschrieben
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ClaudiA sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2007 Beiträge: 2583 Alter: 40 Wohnort: in meinem Nestchen in Bayern
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Verfasst am: 20.03.2009, 19:45 Titel: Re: saufdruck, was tun? |
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Servus angstlos,
und auch noch ein herzliches Willkommen von mir hier ;O)
| Zitat: | | ich dachte halt, mensch, so nach 14 tagen müsste das gröbste doch geschafft sein, aber es fängt wohl alles erst an. |
Dein Körper ist nun entgiftet.. ansonsten - yep - jetzt fängt es erst richtig an. Jetzt ist die Kopfarbeit dran. Und die ist ungleich "schwerer". Wobei ich aber auch sagen darf, daß es sich absolut lohnt. Ich lebe nun seit vielen Monaten ohne Alkohol, und mir gefällt mein Leben sooo viel besser .
Aber auch ich "arbeite" nach wie vor an mir und meiner Krankheit... in unseren Köpfen ist wohl vieles auf immer und ewig abgespeichert aus unserer nassen Zeit. Ergo werden wir uns auch in unserer trockenen Zeit immer mit unserer Krankheit beschäftigen "müssen".
Darf ich Dich fragen, wie Du Deine Zukunft in puncto Deiner "sog. Freunde" siehst? Glaubst Du da noch an eine weitere Zukunft???
Liebe Grüße Dir
ClaudiA |
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| ClaudiA hat zum Thema: Re: saufdruck, was tun? geschrieben
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Blizzard aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2007 Beiträge: 649 Alter: 32 Wohnort: München
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Verfasst am: 20.03.2009, 23:33 Titel: Re: saufdruck, was tun? |
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Hallo angstlos,
den vielleicht besten Tipp, den ich deinem derzeitigen Stadium für dich habe, ist, hier möglichst intensiv zu lesen. Du wirst dabei eine Menge lesen. Es gibt zwar auch eine Menge gute Bücher zu dem Thema, aber einen richtig umfangreichen Querschnitt bekommst du schon hier geboten, v.a. in den Threads von länger Trockenen.
Du hast es schon richtig erkannt: Das Schwierigste steht dir in den kommenden Monaten noch bevor - du musst dir EIGENSTÄNDIG ein abstinentes Leben aufbauen, inklusive abstinentes Umfeld.
Nur "nichts mehr zu trinken" reicht nicht - die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.
Viel Erfolg dabei.
Herzlichst,
Blizzard |
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| Blizzard hat zum Thema: Re: saufdruck, was tun? geschrieben
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Starfish neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.02.2009 Beiträge: 118 Alter: 49 Wohnort: Westküste
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Verfasst am: 21.03.2009, 01:39 Titel: Re: saufdruck, was tun? |
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Hallo angstlos -
Ich habe auch jahrelang abends Wein getrunken und nach dem Aufhören fiel es mir sehr schwer, nicht jedesmal abends an das Weintrinken (zum Entspannen?) zu denken. Deswegen habe ich meine Routine etwas geändert, was auch nur begrenzt ging, da ich eine Familie habe. Vielleicht hast Du da mehr Freiraum.
Wenn Du immer abends getrunken hast, dann würde ich zB nach der Arbeit zum Sport/Yoga o.ä. gehen, um abends einfach weniger Leerlauf und Zeit zu haben. Langeweile ist gefährlich.
Ich trinke nun abends immer einen leckeren Tee und freue mich auch darauf, neue Tees zu entdecken. Mittlerweile - nach 7 Wochen meldet sich das Suchtgedächtnis viel seltener. Wenn die Routine ganz anders ist - bei Geschäftsreisen von meinem Mann - macht mein Kopf die besten Fortschritte.
Verzichtgedanken hab ich auch dann und wann. Aber hab auch schon öfter gedacht: Gott sei Dank brauchst Du das Gift nicht mehr! Das hört sich widersprüchlich an, aber zeigt eben, dass ich eben noch am Anfang bin.
Deine Stimmungsschwankungen sind normal, ist doch logisch, denn Dein Körper wurde jahrelang mit Alkohol betäubt.
Bleib am Ball!
Starfish |
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| Starfish hat zum Thema: Re: saufdruck, was tun? geschrieben
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