| Hallo zusammen • Schluss gemacht und diesmal für immer! |
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lobanshee Gast
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Verfasst am: 11.03.2009, 10:10 Titel: Trinkpause oder Rückfall? |
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Während ich in einem Thread schrieb, dachte ich über das Wort "Rückfall" nach. Bisher hatte ich noch keinen, reflektierte ich so für mich. Wer mich hier kennt, weiß, dass es gerade das ist, weshalb ich so tierischen Respekt vor meiner Krankheit habe, nämlich dass es auch mir passieren kann.
Ist das wirklich so, dachte ich, hatte ich wirklich bisher keinen Rückfall? Dass ich Alkoholikerin bin, weiss ich ja schon sehr sehr lange, etliche Jahre vor meiner Entgiftung. Und eine Zeit lang war ich auch diszipliniert und konnte mit Krampf und noch vorhandener Vernunft ohne auskommen. Dieses wird als Trinkpause bezeichnet, oder? Habe ich jedenfalls hier bei Euch gelernt.
Macht auch alles Sinn irgendwie! Aber kann man das mal irgendwie in Worte fassen und zu Papier bringen, den Unterschied zwischen Trinkpause und Rückfall?
Hoffe auf rege Beteiligung!
Lobanshee |
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| lobanshee hat zum Thema: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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Tumi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.03.2009 Beiträge: 27 Alter: 40
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Verfasst am: 11.03.2009, 11:14 Titel: Re: Trinkpause oder Rückfall? |
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Hallo Lobanshee,
spontan würde ich mal sagen, bei einer Trinkpause ist man sich von vornherein bewusst, dass man nochmal/wieder trinken möchte.
Bei einem Rückfall gab es dieses Vorhaben nicht, der Wille, nicht zu trinken war da, aber das "Fleisch" war schwach.
Das wären meine Gedanken zu dem Thema
Lieber Gruss
Tumi |
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| Tumi hat zum Thema: Re: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32801 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 11.03.2009, 11:39 Titel: Re: Trinkpause oder Rückfall? |
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Hallo Lobanshee,
diese Frage ist sehr sensibel, weil jeder wohl, der erkannt hat, dass er oder sie alkoholkrank ist, diese Krankheit zum Stillstand bringen möchte.
Ich hatte früher mehrere Versuche zum Leben ohne Alkohol unternommen, wobei vier davon sogar jeweils über 1 Jahr gingen.
Aus heutiger Sicht würde ich sagen, es waren von vornerein nur gewollte Trinkpausen, weil ich nur die schlechte Lebensweise, die schlechten Nebenerscheinungen, die durch das Trinken entstanden sind, beseitigen wollte, aber sonst eigentlich so weiter leben wollte. Ich hatte noch nicht wirklich begriffen, was es bedeutet alkoholkrank als Krankheit zu sehen.
Um einen Rückfall haben zu können, gehört ja erstmal die Trockenheit dazu. Nicht jeder, der keinen Alkohol trinkt, ist trocken. Für mich bedeutet trocken oder Nüchternheit ein trockenes Leben in Handlungen und Denkweisen.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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thomas73 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.05.2007 Beiträge: 24 Wohnort: Erfurt
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Verfasst am: 11.03.2009, 11:54 Titel: Re: Trinkpause oder Rückfall? |
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Guten Morgen Lobanshee!
Mir geht es da so ähnlich, wie Dir. Ich hatte noch keinen Rückfall und kann über diesen Bereich der Krankheit nur spekulieren. Ohne sagen zu wollen, dass man einen Rückfall gehabt haben muss, um die Krankheit zu kennen (ich will ja keinen Rückfall!), hab ich aber immer das Gefühl, das mir ein Teil der Einsicht (oder wie auch immer man das bezeichnen will) fehlt. Das verwirrt mich zu weilen und macht auch Angst.
Ist schon alles kompliziert!
Was die Frage betrifft, verstehe ich das so ähnlich wie Tumi:
Bei einer Trinkpause verzichtet man zwar auf Alkohol, allerdings nicht aus einer wirklichen Krankheitseinsicht heraus, sondern wegen vielerlei anderer Gründe (Führerschein, Beziehung, Beruf usw..). Sobald diese Gründe nicht mehr vorliegen, dürfte es schwierig sein weiterhin abstinent zu bleiben (warum auch, ist man doch nicht davon überzeugt Alki zu sein).
Ich denke von einem Rückfall kann man tatsächlich nur dann reden, wenn man sich im Grunde darüber im klaren ist, dass man nicht kontrolliert trinken kann, weil man alkoholkrank ist. Wie Tumi schon sagte: Der Wille ist stark.....
Zudem wurde mir mal gesagt, dass man auch nur dann von einem Rückfall sprechen kann, wenn man tatsächlich in alte Verhaltensmuster "zurück fällt". Aus welchem Grund auch immer zur Flasche gegriffen wird, bleibt die Einsicht erhalten, dass man schnellst möglich Hilfe braucht und sich dann auch diese Hilfe sucht, um vom Alk wieder wegzukommen, war es zwar eine schmerzliche Erfahrung, aber kein Rückfall.... Fällt man aber in die alten Erklärungsmuster zurück ("Ich schaff das auch allein", "so schlimm ist das doch alles nicht" usw.) kann man von einem Rückfall sprechen.
Aber viell. ist das auch nur Haarspalterei. Da bin ich mir auch nicht so sicher....  |
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| thomas73 hat zum Thema: Re: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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zerfreila sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2009 Beiträge: 10354 Wohnort: trocken seit: 07-06-2008
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Verfasst am: 11.03.2009, 12:07 Titel: Re: Trinkpause oder Rückfall? |
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Hallo Lobanshee,
gute Frage.
Ich betrachte und zerlege mir das Wort "Rückfall". Zurückfallen, in etwas zurückfallen, sich in etwas zurückfallen lassen.
Worein? - In alte Muster, in alte Verhaltensmuster, gelöste Konditionierungen wieder bilden, sich alte Verknüpfungen wieder bilden und ausprägen lassen...
Wenn Du vorher gute und intensive Trockenheitsarbeit geleistet hast, stellt dies ein gewisses Rüstzeug dar. Bei einem Rückfall fällst Du wieder zurück und musst zunächst die mit der Trockenheitsarbeit verbundenen Lernprozesse ignorieren und über Bord werfen und die ursprünglichen Konditionierungsmuster aus Trinkzeiten wieder aktiv aufnehmen, was allerdings sehr schnell passieren kann.
Bei einer Trinkpause, sei sie auch noch so lang, hat eine wirkliche Trockenheitsarbeit gar nicht oder nur ganz oberflächlich stattgefunden.
Das ist meine Meinung zu Deiner Frage.
Liebe Grüße
zerfreila |
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| zerfreila hat zum Thema: Re: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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Paolo sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.12.2006 Beiträge: 2849
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Verfasst am: 11.03.2009, 19:43 Titel: Re: Trinkpause oder Rückfall? |
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Ich denke, das ich mir zu Beginn meiner Trinkpausen von vornherein
die Möglichkeit wieder trinken zu können/wollen, offen hielt.
Bewußt oder unbewußt. Daher sehe ich dieses gewollte Zurückkehren
zum Alkohol auch nicht als Rückfall an, sondern als Beendigung
einer vorübergehnden Phase.
Paolo |
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| Paolo hat zum Thema: Re: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7466 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 11.03.2009, 22:15 Titel: Re: Trinkpause oder Rückfall? |
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hallo lobanshee
ich bin nun fast 7 1/2 jahre trocken ohne rückfall, obwohl bei mir alle geunkt haben das sowas nicht geht, gut ob ich trocken bleibe weiß ich, oder besser meine hinterbliebenen erst, wenn sie mir die kiste zunageln. für mich liegt der unterschied in einem einzigen wort das ich für mich verinnerlicht habe. am anfang sagte ich mir ich darf nicht trinken, da war ich aus meiner sicht noch nicht trocken, irgend wann wurde mir klar, ich will nicht trinken. das ist für mich ein großer unterschied. denn mal ehrlich wenn ich trinken will, wer bitte will mich daran hindern, die tricks und lügen kennen wir alle. nein, erst als ich diesen kleinen unterschied gemacht habe, zwischen wollen und dürfen, da war ich trocken. probleme habe ich immer noch im leben, wie jeder andere auch, nur habe ich für mich entschieden die nicht mehr zu ersäufen zu versuchen sondern sie zu lösen, weil ich nicht mehr trinken will. für mich liegt eben auch hier der unterschied zwischen trinkpause und rückfall.
doro |
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| dorothea hat zum Thema: Re: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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mustasch neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.03.2009 Beiträge: 58 Alter: 57 Wohnort: edmonton
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Verfasst am: 11.03.2009, 22:42 Titel: Re: Trinkpause oder Rückfall? |
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hi there,
Der Mensch kann was er will,er kann aber nicht wollen was er will!!
Gruss |
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| mustasch hat zum Thema: Re: Trinkpause oder Rückfall? geschrieben
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