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Alkohol und Trennung oder nicht?

 
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Zwei Schritte vor und einen zurück   •    nicht aufhören wollen  
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lieselsherz
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.02.2009
Beiträge: 3
Alter: 68
Wohnort: bei Berlin

BeitragVerfasst am: 05.03.2009, 02:13    Titel: Alkohol und Trennung oder nicht? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, ich hab mich gerade neu angemeldet und mich etwas eingelesen.

Fast alles Erfahrungsberichte ähneln sich und doch steckt ein anderes Schicksal dahinter. Ich denke auch, dass jeder einen anderen Leidensdruck und eine andere Toleranz hat.

Mein Mann ist 47 Jahre alt und ist EU-Rentner. Wir haben beide das Feiern geliebt, waren oft Kartenspielen bei meinen Eltern oder Freunden.

Sicher, es war schon vor Jahren so: Ich wusste, wann ich genug hatte und ER fand kein Ende. Seit 3 Jahren trinke ich kaum noch und rauche auch seit einem Jahr nicht mehr. Es wurde bei mir Asthma festgestellt und Rheuma.

Seit Jahren gibt es immer wieder Probleme mit dem Alkohol, aber, ich habe keinerlei Konsequenzen gezogen. Drohungen wurden nie eingehalten.

Seit knapp 2 Jahren finde ich seinen Alkoholkonsum schon bedenklich.

Mein Mann trinkt nur abends, dann er sich diesen "verdient". Bringt seine Flaschen zwischendurch in den Keller, weil ich nicht sehen soll, wie viel er so weg pichelt.

Er hält sich abends nur im anderen Zimmer auf, wo unser TV-Zweitgerät steht.

Am Tage ist ihm nicht anzumerken. Er kocht oft Mittag, saugt Staub und ist sehr hilfsbereit.

Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihm seine Sauferei vorhalte und ihn kontrolliere. Frage mich dann, er macht doch alles, warum kannst du ihm nicht seine Bierchen lassen?

Das funktioniert leider nicht, dieser, fast tägliche, eklige Biergestank, das "Immer-das-Gleiche-Quatschen" und seine teilweise agressive Art gefallen mir nicht. Deshalb hab ich auch keine Lust mehr auf gemeinsame Unternehmungen.

Was meint ihr? Sollte ich das tolerieren und so tun als gäbe es MEIN Problem nicht? Sollte ich mit ihm mal ins Kino, Essen usw.? Mein Mann hat auch keine Hobbies.

Er trinkt im Monat so um die 80 Bier, manchmal auch noch Wein oder Likör dazu.

Meistens macht er einen oder auch mal zwei Tage Pause. An den Trinktagen sind es dann zwischen 4 und 6 Bier.

Ist das nun schon bedenklich oder noch im Normbereich? Morgens ist es ihm dann peinlich und er sagt dann jedes Mal, dass er weniger trinken will.

Doch das wird nie was!

Was meint ihr?

Einen lieben Gruß

Liese.
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lieselsherz hat zum Thema: Alkohol und Trennung oder nicht? geschrieben
Ette
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 1661
Alter: 61

BeitragVerfasst am: 05.03.2009, 06:34    Titel: Re: Alkohol und Trennung oder nicht? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Liese,

herzlich willkommen hier im Forum. Wenn du dich hier durch die Geschichten liest, wirst du Vieles finden, was du kennst. Und auch, wie andere Menschen mit einem ähnlich Problem damit umgegangen sind. Du kannst aus den Erfahrungen der Anderen profitieren, wenn du es möchtest.

Du schreibst, dass du mit dem Trinkverhalten deines Mannes ein Problem hast. Ich kann dir keinen Rat geben, wie du mit deinem Mann umgehen sollst, weil ich euch beide nicht kenne. Aber eine Frage habe ich: Was müsste sich verändern, damit dieses Problem für dich aus der Welt ist? Und worin genau, besteht das Problem für dich?

LG
Ette
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Ette hat zum Thema: Re: Alkohol und Trennung oder nicht? geschrieben
Tihaso
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.07.2007
Beiträge: 1169
Alter: 51
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 05.03.2009, 17:03    Titel: Re: Alkohol und Trennung oder nicht? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

lieselsherz hat Folgendes geschrieben:
Hallo, ich hab mich gerade neu angemeldet und mich etwas eingelesen.


Herzlich willkommen schön, dass du hier bist Sehr glücklich

lieselsherz hat Folgendes geschrieben:
Fast alles Erfahrungsberichte ähneln sich und doch steckt ein anderes Schicksal dahinter. Ich denke auch, dass jeder einen anderen Leidensdruck und eine andere Toleranz hat.


Das ist wohl sehr wahr... irgendwie gleich und doch ist jedes Schicksal individuell anders...

lieselsherz hat Folgendes geschrieben:


Sicher, es war schon vor Jahren so: Ich wusste, wann ich genug hatte und ER fand kein Ende. Seit 3 Jahren trinke ich kaum noch und rauche auch seit einem Jahr nicht mehr. Es wurde bei mir Asthma festgestellt und Rheuma.

Ich hab damals auch mit getrunken und fand es nicht so schlimm.. wir waren beide jung und alle tranken...mein Noch fand jedoch kein Ende..Irgendwann begann ich auch darüber zu reden.. was zur Folge hatte, dass er es versuchte zu verstecken.. (genauso wie dein Mann die leeren Flaschen versucht vor ir zu verstecken..damnit du nicht merkst, wie viel er wirklich trinkt.....zeigt dir aber auch gleichzeitig , dass er im tiefsten Inneren genau weiß, dasss sein Konsum bedenklich ist..)


lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Seit Jahren gibt es immer wieder Probleme mit dem Alkohol, aber, ich habe keinerlei Konsequenzen gezogen. Drohungen wurden nie eingehalten.
Ich habe jahrelang gedroht gebttelt und gefleht...Innerhalb der Erzeihung wußte ich,m dass ich nur Konsequenzen androhen sollte, die ich auch durchziehen kann....bei ihm schaffte ich es nicht...ich hielt mit allem an der Beziehung fest...um jeden Preis..ich wollte dass wir eine Familie bleiben.. es folgten für mich Höhen und Tiefen , die ich heut nicht mehr aushalten könnte..ich weiß ehrlich gesagt gar nicht,m wiue ich mein Leben gelebt habe... Von Riesenhass zur tiefen Liebe.. von ekel zu Zuneigung..wirre Fahreten im Gefühlsleben...
lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Seit knapp 2 Jahren finde ich seinen Alkoholkonsum schon bedenklich.

Mein Mann trinkt nur abends, dann er sich diesen "verdient". Bringt seine Flaschen zwischendurch in den Keller, weil ich nicht sehen soll, wie viel er so weg pichelt.


Die Menge ist egal..und auch wenn er nur abends trinkt..es ist regelmäßig und ich denke, sein Konsum ist zumindest als gefährlich zu betrachten...

lieselsherz hat Folgendes geschrieben:


Am Tage ist ihm nicht anzumerken. Er kocht oft Mittag, saugt Staub und ist sehr hilfsbereit.
War meiner auch..immmer hilfsbereit ..machte alles, wenn ich es sagte.....und da sind wir beim nächsten Punkt.. es blieb trotzdem alles an mir hängen...
lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihm seine Sauferei vorhalte und ihn kontrolliere. Frage mich dann, er macht doch alles, warum kannst du ihm nicht seine Bierchen lassen?

Tja, eigentlich sollte die Frage lauten: Warum trinkt er jeden Abend,obwohl ich es nicht mag..mich stört die Fahne,mich ekelt es, doch..aber er trninkt trotzdem... Stattdessen suchst du bei dir nach einem Grund, damit er ungehindert weitersaufen kann....
lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Das funktioniert leider nicht, dieser, fast tägliche, eklige Biergestank, das "Immer-das-Gleiche-Quatschen" und seine teilweise agressive Art gefallen mir nicht. Deshalb hab ich auch keine Lust mehr auf gemeinsame Unternehmungen.
und ihm ist auch nicht daran gelegen???? Was ist das für eine Beziehung..sorry, dass ich dich so ehrlich anspreche... aber diese Frage schießt mir automatisch durch den Kopf...
lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Was meint ihr? Sollte ich das tolerieren und so tun als gäbe es MEIN Problem nicht?

Bist du so unwichtig???? Es belastet dich doch...du wirst überlegen müssen, wie sich dein Leben weitergestalten sollte..was deine Grundstimmung sein soll---wenn du mit dem was so läuft zufrieden bist (was ich nicht aus deinen Zeilen lese), dann tu so als sei nichts gewesen....

[quote="lieselsherz"] Mein Mann hat auch keine Hobbies.[/quoe] hatte meiner auch nicht..außer vor der Glotze liegen und mal Musik hören... is mir zu wenig....aber fairer Weise muss ich sagen, dass Alkohol (und S**...) sein gesamtes Denken und anderes Handeln b lockierten und es wohl nun in Kombination mit drogen immer noch tun werden..
lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Er trinkt im Monat so um die 80 Bier, manchmal auch noch Wein oder Likör dazu.

Meistens macht er einen oder auch mal zwei Tage Pause. An den Trinktagen sind es dann zwischen 4 und 6 Bier.


Ich denke, wenn du es selber liest, ergeben sich selber Antworten.. die Regelmäßigkeit ist mit Sicherheit bedenklich... und wenn er ohne nicht mehr kann, dann ist es um so bedenklicher.. da ich ihn nicht kenne, würde ich wenigstens eine starke Gefährdung sehen....
lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Ist das nun schon bedenklich oder noch im Normbereich?
UNd wenn nuneiner antworten würde, dass es durchaus im Normbereich sei, dann würde es dich nicht mehr stören??? Ich glaube nicht...und was ist denn schon Norm...in Spitzenzeiten aren bei meinem Noch 2 Flaschen Korn die Norm:cry: ...
lieselsherz hat Folgendes geschrieben:
Morgens ist es ihm dann peinlich und er sagt dann jedes Mal, dass er weniger trinken will.


Und diese Katerstimmung läßt tief blicken...tief in ihm drin scheint er es auch nicht gut zu finden.....

lieselsherz hat Folgendes geschrieben:

Doch das wird nie was!
Das weiß man nicht...es wird nichts, wenn er keinen Leidensdruck verspürt, etwas zu ändern...es slbst zu wollen... das wäre sein erster Schritt.. genau wie es dein erster Schritt sein muss, zu erkennen, was du willst..

Vielleicht helfen dir meine Denkanstösse ja ein wenig weiter... lG Tihaso Winken
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Tihaso hat zum Thema: Re: Alkohol und Trennung oder nicht? geschrieben

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