| Vorstellung euw1966 • Verbrannt und wieder auferstanden wie Phönix aus der Asche |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
Boerni Gast
|
Verfasst am: 18.02.2009, 10:35 Titel: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause |
|
|
Hey Manfred
Ich Lese da ist ein Manfred der es packen will. Ich wünsche Dir viel Kraft und Besinnung für die verbleibenden Tage in deiner LZT.
In meiner letzten LZT rasten mir ähnliche Gedanken im Kopf herum wie Dir. " Wie sag ich´s Mutter, wie sag ich`s Kind". Gerade ich der immer bestrebt war, dafür zusorgen, daß es den anderen gut geht und ich selbst blieb auf der Strecke. Und daran war nur ich selbst schuld und sonst niemand. Also mußte ich eine gehörige Portzion EGOISMUS entwickeln um einen ALKfreien Haushalt durch zusetzen.
Um meinen Willen letztendlich durch zusetzen habe ich die Hilfe meines Therapeuten in allen Zügen beansprucht. Meine Lebensgefährtin wurde daraufhin für ein Wochenende eingeladen( PAAR-EINZEL-gespräch ). In diesen gesprächen wurden alle Steine aus dem Weg gerollt um einen ALKfreien Haushalt führen zudürfen.
Ich weis nun nicht op Ihr schon Paar gepräche hattet,
sonst wäre das ein Vorschlag von mir.
also manfred- soweit erstmal- wie gesagt, alles erdenklich gute in DEINER lzt.
lass mal wieder von Dir hören.
gruß Bernd |
|
| Nach oben |
|
| Boerni hat zum Thema: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause geschrieben
|
|
 |
Feuervogel aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.03.2008 Beiträge: 618 Alter: 54 Wohnort: Norddeutschland
|
Verfasst am: 20.02.2009, 20:01 Titel: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause |
|
|
Hallo Manfred,
ich schreibe dir einfach mal meine Erfahrungen und Gedanken als Co:
Seit ich hier im Forum bin, bist du wahrhaftig nicht der Erste, der sich darüber Gedanken macht (was mich immer wieder von Neuem verblüfft), wie man als (trockener) Alkoholiker die „Frechheit“ haben kann, seinem Partner das Alkoholtrinken zu verbieten (ich schreibe das mal so überspitzt, der Verständlichkeit halber).
Ich kann mich dann immer des Eindrucks nicht erwehren, daß es offenbar für einen Alkoholiker wie ein RIESENverlust, oder -verzicht erscheinen muß, keinen Alkohol zu trinken.
Soll ich dir mal etwas verraten? Für jemanden, der nicht süchtig ist, ist das weder ein Verlust noch ein nennenwerter Verzicht. Gut, es mag Menschen geben, die nicht süchtig sind und mehr trinken, als ich es je getan habe – die, obzwar nicht süchtig, aber Gewohnheitstrinker sind.
Nun, für mich ist Alkohol nicht nur schon immer unwichtig gewesen, und jetzt, nachdem ich das Ausmaß dieser Krankheit nicht nur bei meinem Ex-Freund erlebt habe, wird er mir sogar immer widerwärtiger. Jemandem, der hingegen aus Gewohnheit trinkt, wird es vielleicht schwerer fallen als mir, keinen Alkohol mehr zu trinken, aber eine Gewohnheit kann man sich auch abgewöhnen - wenn man denn nicht süchtig ist
Und, ganz ehrlich, ich (an eurer Stelle) würde von meinem Partner erwarten, daß er sich eine (schlechte) Gewohnheit mir zuliebe abgewöhnt. Ja, so viel Liebe und darum Entgegenkommen würde ich – bei einer tödlich verlaufenden Krankheit! – von meinem Partner erwarten!
Zusammenfassend will mir scheinen, daß das Ganze auf einem Verständnisproblem beruht, resp. der Unmöglichkeit, sich in den Anderen hineinversetzen zu können.
Was ich damit sagen will: wir Cos können uns noch so viel Wissen über die Alkoholkrankheit aneignen – wirklich hineinversetzen kann sich nur in einen Süchtigen, der selber süchtig ist/war. Und umgekehrt habe ich den Eindruck, daß sich ein Süchtiger einfach nicht vorstellen kann, daß es für einen nicht-süchtigen Menschen völlig nebensächlich ist, ob Alkohol getrunken wird oder eben nicht. Oder ob in China ein Sack Reis umfällt, salopp gesagt.
Kannst du verstehen, was ich meine?
Vielleicht kannst du jetzt akzeptieren, daß deine Frau dir zuliebe keinen Alkohol mehr trinkt – oder wenn sie nicht darauf „verzichten“ mag, möglicherweise selbst ein Problem hat…
Dann stellt sich, wie Karsten völlig richtig sagte, in der Tat die Frage, was dir wohl wichtiger ist: deine Frau/Beziehung, oder dein LEBEN
LG
Feuervogel |
|
| Nach oben |
|
| Feuervogel hat zum Thema: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause geschrieben
|
|
 |
Sandmann neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.07.2008 Beiträge: 43 Alter: 53 Wohnort: An der Lahn
|
Verfasst am: 25.02.2009, 21:38 Titel: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause |
|
|
Hallo Feuervogel,
ich hab das jetzt alles gelesen und denke, auch gemerkt zu haben dass dieses Thema ein weites Feld ist.
Prinzipiell bin ich ja mit den meisten Gedanken einverstanden wenn da nicht immer diese Ungenauigkeit (meist nicht gewollt oder beachtet) von DU_SOLLST, DU_MUßT wäre. Statt zu schreiben ES_HILFT_DIR, ES_WÄRE_BESSER oder VERSUCHE_ES_MAL_MIT...
Verstehst du was ich meine?
Gruß Manfred |
|
| Nach oben |
|
| Sandmann hat zum Thema: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause geschrieben
|
|
 |
Andi Gast
|
Verfasst am: 25.02.2009, 21:57 Titel: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause |
|
|
Hallo Manfred,
ich kann dir nicht sagen was Du sollst oder musst, liegt mir auch völlig fern aber Ich kann dir sagen wie ich meinen Weg gehe,und dir von meinen Erfahrungen erzählen mehr kann ich nicht tun,was Du hierbei für dich als brauchbar erachtest das kannst Du dir annehmen oder es eben lassen.
Auch kann ich dir nicht schreiben es wäre besser,es hilft dir,denn mein Weg ist genauso individuell wie eines jeden hier und das was für mich passt,muss nicht zwingend auch für dich gut sein!
Hierbei geht es ja um die Hilfe zur Selbsthilfe!
Wer will,kann sich aus den unzähligen Erfahrungsberichten vieler Forenteilnehmer hier das brauchbare für sich selbst herausziehen aber es wird keinem hier sein Leben auferlegt,denn dieses will selbst gelebt werden
Du entscheidest für dich,was Du brauchst,was Du willst,und welchem Weg Du gehen willst,niemand anderes sonst!!
Bei Dir fängt es an,und dort hört es auch auf!!!
Lieben Gruß,Andi |
|
| Nach oben |
|
| Andi hat zum Thema: Re: Betrachtung über Alkohol zu Hause geschrieben
|
|
 |