| Geschwister alkoholkranker Eltern • such gleichgesinnte EKAs |
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Liz neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.02.2009 Beiträge: 6
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Verfasst am: 09.02.2009, 20:01 Titel: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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Hallo zusammen,
ich habe mich ein wenig in diesem Forum umgesehen, mich in vielen Beiträgen wiedergefunden, und werde nun selbst ein paar Zeilen schreiben.
Mein Vater ist vor 6 Jahren im Alter von 56 Jahren an den Folgen seiner Sucht gestorben. Sein Tod hat mich damals sehr mitgenommen, da er überraschend kam (er hatte sich kurz davor zur Entziehungskur einweisen lassen) und ich nicht mehr bei ihm sein konnte. Diese Leerstelle zwischen unserem letzten Telefongespräch und dem Anruf einer Nachtschwester, die mich über das Koma und ein paar Stunden später über seinen Tod am Telefon informierte, verfolgt mich noch immer.
Ich habe mich vor ein paar Wochen für eine Therapie entschieden. Das hat sehr lange gedauert, und ich bin mir immer noch nicht so sicher, ob ich es "verdient" habe, schließlich funktioniere ich gut im Arbeitsleben, und habe es mir ganz komfortabel eingerichtet in meinem Leben. Ein Privatleben gibt es jedoch kaum, ich lebe relativ zurückgezogen, genieße aber diese Ruhe auch. Aber die pure Lebensfreude kommt dabei nicht gerade auf.
Mir fiel es beim Therapeuten sehr schwer, ein Krankheitsbild oder Symptome zu schildern, die eine Therapie rechtfertigen würden. Irgendwie fühlte ich mich fehl am Platze, als würde ich seine wertvolle Zeit stehlen wollen, mir da einen Luxus leisten, den andere wahrscheinlich notwendiger hätten als ich. Dann bemerkte ich, wie schwer es mir fiel über mich selbst zu reden, Worte zu finden, mich nicht wie ein kleines, doofes Kind zu fühlen, peinlich berührt zu sein, angesichts meiner Unsicherheit. Nach 15 Minuten brach ich dann bei der ersten Erwähnung des Todes meines Vaters in Tränen aus.
Ich würde mich sehr freuen, mich mit anderen betroffenen Angehörigen von (verstorbenen) Alkoholikern auszutauschen, wie ihr die Auswirkungen dieser Krankheit auf euer Leben wahrnehmt und beurteilt, wie lange es gedauert hat, bis ihr die Bedeutung einsehen konntet. Und vieles mehr. Ich stehe erst am Anfang, die ganze Geschichte für mich zu klären und den Ballast, den mir meine Eltern aufgestülpt haben, endlich von mir abfallen zu lassen.
Über Rückmeldungen von euch würde ich mich sehr freuen!
Liebe Grüße
Liz |
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| Liz hat zum Thema: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 10.02.2009, 00:37 Titel: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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hallo liz!
herzlich willkommen hier bei uns kindern!
mein vater ist mit 57 vor 6 jahren an leberzirrhose gestorben
dadurch kam MEINE lawine ins rollen
vor 2 jahren wurden schmerzdepressionen bei mir diagnostiziert.ich ging und gehe zur therapie(verhaltenstherapie),kam dradurch drauf das ich das erwachsene kind von alkoholiker eltern bin,co-abhängig was meine auch alkoholsüchtige mutter bin,autoaggressiv...
das war das BESTE was mir passieren konnte,lächel...heut bin ich dankbar und auf dem weg der besserung..
lies dich hier mal durch die verschiedenen threads,mach dich vertraut mit deinem thema und schreib wann immer dir danach ist...dies alles kann dir helfen endlich wirklich zu DIR zu finden...
ich wünsche dir einen hilfreichen erfahrungsaustausch...
schön das DU hier bist...wir verstehen DICH
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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Cari21 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 13.06.2008 Beiträge: 98
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Verfasst am: 10.02.2009, 11:46 Titel: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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Hallo liz!
Willkommen hier im Forum.
Auch mein Vater ist seit fast zehn Jahren abhängig und war letztes Jahr kurz davor zu sterben. Momentan ist er trocken.
Ich habe vor etwas mehr als einem Jahr eine Therapie angefangen und bin sehr froh darüber. Sicher, auch mir ist es anfangs nicht leicht gefallen, über all meine Gefühle zu sprechen und gewissen Dingen ins Auge sehen zu müssen. Als man mit dem Abhängigen zusammen lebte, durfte man ja fast keine Gefühle zulassen, drum fiel es mir auch nicht gerade leicht und es macht natürlich Angst.
Dass man immer psychisch krank sein muss, um in eine Therapie zu gehen, ist ein Irrglaube. Ich denke wir als "Kinder" haben viel durch gemacht und viel für uns selbst wieder gut zu machen. Dabei kann einem oft nicht ein(e) nahestehende/r FreundIn helfen. Das sind so komplexe Vorgänge und Muster und ein Therapeut ist dafür ausgebildet einem zu zuhören. Sicher, man muss erst einmal ein gewisses Vertrauen aufbauen, aber das wird .
Ich denke du wirst es nicht bereue und lass dir vor allem Zeit. Du darfst deine Gefühle alles ausleben!
Alles Gute.
Rina |
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| Cari21 hat zum Thema: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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marinajako sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2008 Beiträge: 1404 Alter: 37 Wohnort: daheim
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Verfasst am: 10.02.2009, 12:04 Titel: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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Hallo Liz,
ich bin erst vor kurzem mit einer Therapie angefangen und kann jetzt schon sagen es ist das Beste was mir passieren konnte es tut gut auch wenn es nicht immer einfach ist.
Mach die Therapie sie wird dir helfen.
Lieben Gruß
und herzlich Wilkommen
Marina |
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| marinajako hat zum Thema: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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Liz neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.02.2009 Beiträge: 6
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Verfasst am: 10.02.2009, 22:20 Titel: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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Hallo,
vielen Dank für eure freundlichen Willkommensgrüße und Wünsche!
@caro1969: Ich habe jetzt schon so oft gelesen, dass viele Alkoholiker etwa Mitte 50 sterben, so wie es bei deinem und bei meinem Vater der Fall gewesen ist. Schmerzdepressionen? Den Begriff habe ich vorher noch nicht gehört und weiß im Moment nicht, was er bedeutet. Mich interessiert sehr, wie andere Betroffene gemerkt haben, dass ihre Kindheit und ihre Eltern nicht das waren, was ihnen jahrelang eingeredet wurde.
Meine Mutter betont heutzutage immer noch, dass nur aufgrund ihrer Anstrengungen aus ihren Kindern etwas werden konnte. Wenn es nach ihrem Alkoholiker-Mann gegangen wäre, dann wären wir wohl in der Gosse aufgewachsen. Ich bin also mit der Meinung groß geworden, dass ja alles noch in normalen Bahnen bei uns lief. Nur mein Vater war halt der kranke Versager. Diese Einstellung meiner Mutter (nachc dem Motto: "seid mir ja dankbar für alles!") macht mich zur Zeit sehr ärgerlich, so dass ich den Kontakt erst einmal abgebrochen habe. Ich will sie jetzt nicht in meinem Leben haben. Jeden Tag spricht sie aufs Neue auf meinen AB und fragt an, warum ich mich denn nicht melde, sie mache sich ja schon Sorgen. Ist das mein Problem, herrje.
@cari21: es tut gut, zu hören, dass man ja nicht psychisch krank sein muss, um ein Recht auf eine Therapie zu haben. Leider kann ich das für mich noch schwer akzeptieren. Fühle mich deshalb beim Therapeuten ein wenig wie bei einem Vorstellungsgespräch, wo ich etwas zu beweisen habe, nämlich meine "Befähigung" zur Therapie. Auch fällt es mir schwer, den richtigen Ton im Gespräch zu finden. Ich fühle mich dann sehr unsicher, als spräche ich als wortkarger Teenager mit einem Lehrer, der eigentlich nicht so viel Zeit für mich hat. Aber vll ist ja auch das schon Teil meiner "Problematik". Bei meinem Therapeuten habe ich eigentlich sofort beim ersten Händedruck ein gutes Gefühl gehabt. Habe aber jetzt auch gelesen, dass EKAs sich dahingehend auch schnell mal irren können??
Es stimmt, mit wem sollte ich denn sonst über meine Gefühle und Erinnerungen reden und wen sollte ich denn sonst bitten, mich auf meinem Weg zur Bewusstwerdung zu begleiten. Das ist ja für jeden Freund/in eine Extra-Belastung. Wie schön, dass ich dieses Forum hier gefunden habe.
@marina: danke für die lieben Grüße. Ich muss sagen, ich freue mich richtig auf die Therapie und genieße die Tage danach, das Auf und Ab der Gefühle, die Veränderungen, die sie herbeiführen, die Erinnerungen. Ich habe zum ersten Mal den Eindruck, dass meine Gefühlswelt endlich Sinn macht und in einem sicheren Rahmen abläuft. Auf der einen Seite genieße ich es sehr, auf der anderen Seite kann ich es für mich noch nicht ganz akzeptieren (s.o.). Vielleicht ist es auch einfach noch sehr ungewohnt für mich, endlich mal über MICH zu reden und MICH in den Mittelpunkt zu stellen.
Mich interessiert schon seit längerem, wie sich andere Familien die Alkoholsucht der Eltern erklären. Da gibt es ja immer Geschichten, Erklärungsmuster, die entschuldigen, rechtfertigen, schönreden sollen. Wie war/ist das bei euch?
Bei uns war es immer die böse Marine, da hätten die Männer halt gesoffen, hatten den ganzen Tag ja nichts anderes zu tun, etc. Manchmal frage ich mich, ob das so zutreffend ist...
Vielen Dank für eure bisherigen Rückmeldungen. Ich freue mich schon auf den weiteren Gedankenaustausch in diesem Forum.
Liebe Grüße
Liz |
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| Liz hat zum Thema: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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marinajako sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.06.2008 Beiträge: 1404 Alter: 37 Wohnort: daheim
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Verfasst am: 11.02.2009, 09:49 Titel: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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Hallo Liz,
| Zitat: | | Mich interessiert sehr, wie andere Betroffene gemerkt haben, dass ihre Kindheit und ihre Eltern nicht das waren, was ihnen jahrelang eingeredet wurde. |
Mir ist das immer klar gewesen aber richtig extrem wurde es als ich selber Kinder bekommen habe und gesehene habe wie Ihr Leben aussieht und dann angefangen bin Ihre Kindheit mit meiner zu vergleichen da ist verdammt viel Hochgekommen und es tat verdammt weh. Vorallem weil ich halt immer Top Ratschläge von meinen Eltern bekommen habe wie du hast immer durchgeschlafen da könnten wir Abends auf Party gehen und immer wenn wir wiederkamen hast du lieb geschlafen oder du hast noch mit 2 lieb den ganzen Tag im Laufstall gesessen.
Durch dieses Forum ist mir aber auch viel klar geworden und ich habe durch das Lesen hier viel verstanden warum gewisse Sachen in meinem Leben so waren.
| Zitat: | | seid mir ja dankbar für alles! |
Diese Verpflichtung zum Dankbarsein kenne ich auch man bekommt gesagt man soll dankbar sein für die tolle Kindheit und für alles was man bekommen hat und selber denkt man HILFE dafür kann ich doch nicht dankbar sein und regt sich auf geht mir zumindest so.
| Zitat: | | @marina: danke für die lieben Grüße. Ich muss sagen, ich freue mich richtig auf die Therapie und genieße die Tage danach, das Auf und Ab der Gefühle, die Veränderungen, die sie herbeiführen, die Erinnerungen. Ich habe zum ersten Mal den Eindruck, dass meine Gefühlswelt endlich Sinn macht und in einem sicheren Rahmen abläuft. Auf der einen Seite genieße ich es sehr, auf der anderen Seite kann ich es für mich noch nicht ganz akzeptieren (s.o.). Vielleicht ist es auch einfach noch sehr ungewohnt für mich, endlich mal über MICH zu reden und MICH in den Mittelpunkt zu stellen. |
Mir tut meine Therapie auch sehr gut wobei mir auch das Forum viel Hilft ich schreibe im geschlossenen Teil Tagebuch "mein Tagebuch" in dem geht es nur um mich und meine Gedanken und das tut mir gut und hilft mir sehr ist aber nicht zu vergleichen mit einer Therapie wo wirklich eine reale Person sitzt.
Lieben Gruß
Marina  |
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| marinajako hat zum Thema: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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Nadinsche neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.04.2006 Beiträge: 28
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Verfasst am: 13.02.2009, 00:16 Titel: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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Interessant, habe meine Mutter auch mit Mitte 50 verloren.
Waren keine Folgeerscheinungen, sondern Unfall im Suff....
Mein Vater, der ein Jahr im Krankenhaus und auch in Koma war, fährt wieder munter Auto - auch gerne alkoholisiert .
Das weiß ich aber nur vom Hören-Sagen.
Ich weiß selbst auch nicht so genau, ob mir ne Therapie helfen würde. Ich habe alles recht gut weggesteckt, evtl. sogar zu gut. Mir kommt vieles jetzt so pipifax vor... Nur eine Therapie, die hier soviel kostet, ist mir s dann doch nicht wert. Keine Ahnung, evtl. wenn ich mein Erbe eingeklagt habe.
Was mir eher zu schaffen macht, ist das jahrelang als schwarzes Schaf gelebte plötzlich alles doch wahr ist. Ich habe das Gefühl, dass ich das noch nicht ganz realisiert habe. Es ist auch irgendwie so unverkraftbar, dass der Tod einer nahen Person so furchtbar weh tut und doch so befreiend sein kann.
Was ich evtl. gerne "therapieren" würde, ist dass ich Probleme habe, mich zu binden und nicht weiß, ob das mit meiner Kindheit zu tun hat. Ich war teilweise Tage mit 8 Jahren alleine zu Hause. Essen stand zwar auf dem Herd, aber um mich herum gab es trotzdem niemanden (meine Mutter arbeitete Schicht oder saß in einer dunklen Ecke und mein Vater im Ausland). Ich fühle mich alleine am wohlsten, finde Menschen oft anstrengend, aber ich bin schon sozialfähig, so isses nicht, nur eben gar nicht beziehungsfähig und zu gerne alleine.
Bin müde und muss ins Bett. Eine innere Mama, die mir sagt, dass ich bald ins Bett muss, musste ich mir damals auch erfinden... |
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| Nadinsche hat zum Thema: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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Nadinsche neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.04.2006 Beiträge: 28
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Verfasst am: 13.02.2009, 00:26 Titel: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen |
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| Zitat: | | Mich interessiert sehr, wie andere Betroffene gemerkt haben, dass ihre Kindheit und ihre Eltern nicht das waren, was ihnen jahrelang eingeredet wurde. |
[/quote]
Ach so, halt: Ich habe es auch recht früh gemerkt, ich denke mit ca. 10, wobei ich danoch überzeugt war, dass es in jeder Familie diese Probleme gibt. Das erste Mal redete ich aber erst mit 16 darüber, die Freundin reagierte hilflos, und ich redete wieder Jahre nicht darüber. Mittlerweile erwähne ich es mal so im Nebensatz. Ich konnte auch nicht so sehr darüber nachdenken, weil mir niemand Recht gab. Ich würde vollkommen übertreiben und sei so empfindlich. Jaja.
Ich wusste es aber klarer, als ich von zu Hause auszog und leider an einen Jungen gerat, der selbst schwach war und ich die Rolle der Besorgten übernahm. Er wurde neben tabletten -in der Beziehung auch drogensüchtig und als er mich beinahe ruinierte, konnte ich noch die Noteine ziehen und informierte mich das erste Mal in meinem Leben auf professioneller Seite. Seitdem sehe ich die Dinge klarer, wollte zwar niemanden mehr überzeugen, konnte aber ruhiger mein eigenes Leben leben. Die anderen hatten einfach verdrängt, wobei jeder seinen eigenen Grund hatte. Mein Bruder z. B. hatte nach einem schrecklichen Erlebnis ab da alles komplett verdrängt. Auch ich hatte schlimme Erlebnisse (mit Mutter alleine, die mit dem Messer betrunken drohte, sich umzubringen, total hysterisch und am nächsten Tag Prüfung in der Schule), aber verdrängt habe ich nie etwas. Es durte nur halt nie darüber geredet werden. |
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| Nadinsche hat zum Thema: Re: Die Auswirkungen auf mein Leben erkennen geschrieben
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