Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Tag 31 - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
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Alkoholiker

Tag 31

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Und nun schaffe ich es   •    @ Oliver  
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misselli
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.12.2008
Beiträge: 59
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 11:11    Titel: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ich bin neu hier und wollte mich hier auch nochmal vorstellen.
Ich bin 43 und bin jetzt durch meine Therapie (keine Suchttherapie, sondern allgemein Psychotherapie) soweit gekommen, dass ich jetzt den 31 tag ohne alk bin.
Mir geht es seitdem in vielem viel besser, aber ich habe Angst vor den Momenten, wo es wieder schwer wird.
Deswegen war ich gestern bei einer Suchtberatungsstelle und habe erfahren, dass ich dort ab Ende Januar eine Gruppe besuchen kann und an April eine ambulanteTherapie anfangen kann. Ich denke das Leben muß sich ja ändern, sonst wird das Trockensein nich von Dauer sein.
mein Leben hat sich auch schon geändert, ich lese jetzt abnds mal wieder ein Buch, ich bin auch abends noch in der Lage etwas zu tun (aufräumen, mich um die Tiere3 kümmern u.sw.)
Ich stehe morgens mit klarem Kopf auch und brauche viel weniger Zeit, bis ich mit allem fertig bin. als vorher.
Ich muß nicht mehr diese Berge Flaschen entsorgen.
Ich habe mir mal ausgerechnet, dass ich diesen letzten 31 Tagen normalerweise 105 Bierflaschen angeschleppt, getrunken und wieder entsorgen hätte müssen, ist doch wahnsinnig viel, kam mir nie soviel vor.
Ich hoffe sehr ich schaffe es diesmal, habe es mir ja schon so oft vorgenommen aufzuhören.
Den Anlass hat diesmal auch gegeben, dass ich einige taube Fußzehen habe, also der Beginn von Polyneuropathie und das hat mir echt Angst gemacht.

Soweit erstmal von mir, ich freue mich auf den Austausch mit euch.

Viele Grüße

Elli
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misselli hat zum Thema: Tag 31 geschrieben
Fünf-vor-Zwölf
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.12.2008
Beiträge: 38
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 13:14    Titel: Re: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Elli,

wir sind in einer ganz ähnlichen Situation: auch ich bin erst kurze Zeit nüchtern, plane SHG und ambulante Terapie, fühle mich am 12.Tag schon viel besser als vorher.

Was ich aber nicht verstehe: warum kannst du erst Ende des Monats die SHG besuchen?
Es gibt sicher noch andere Angebote, die du dir gleich in der kommenden Woche anschauen kannst: AA zum Beispiel, Guttempler, Blaues Kreuz...Telefonnummern findest du im Internet, im Telefonbuch oder bei Suchtberatungsstellen.
Bleib dran, schau dir verschiedene an und entscheide erst dann, in welcher Gruppe du dich wohl fühlst.

Liebe Grüße
Antonia
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Fünf-vor-Zwölf hat zum Thema: Re: Tag 31 geschrieben
misselli
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.12.2008
Beiträge: 59
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 13:27    Titel: Re: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Antonia,
zur Zeit läuft meine aktuelle Therapie noch, so dass ich noch Hilfe habe, allerdings ist die Therapie in 4 Wochen beendet und die Gruppe, die ich dann besuche ist speziell zur Vorbereitung aus die ambulante Therapie, es gibt wohl auch Gruppen in der Beratungsstelle, die man so besuchen kann, da muß ich mich noch mal erkundigen.
Aber wie gesagt, zur Zeit bin ich ja noch in Therapie.
Wie ist es bei Dir? Ich habe schon inzwischen das Gefühl ziemlich weit weg zu sein, aber manchmal ist es doch sehr schwierig, ich habe allerdings der Familie ( Familie von meinem Mann, wo wir oft zu Besuch sind) noch nichts gesagt, so dass bei Besuchen, jetzt z.b. zu Weihnachten mir immer noch Alkohol angeboten wird, aber ich wollte da nichts sagen, weil sie nichts von meinem Problem wisse und ich nicht will, dass sie schlecht über mich denken, ist vielleicht quatsch, aber zur Zeit mache ich das fast nur mit mir alleine aus und rede wenig darüber, nur mit meiner Schwester, die mir aber keine Hilfe ist, weil sie selbst trinkt und mit einem Bekannten, der allerdings auch trinkt, wahrscheinlich ist das nicht gut, aber ich muß mir selbst erstmal klar werden und ich bin zur zeit sowieso sehr in mich zurück gezogen.
Das wichtigste jeden Tag ist für mich nicht zu trinken und dem ordne ich alles unter.
Deswegen will ich ja auch in Therapie, weil ich denke alleine ist es schwer.
Und für Austausch und schwache Momente, habe ich dann vielleicht ja euch noch.

Viele Grüße

Elli
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misselli hat zum Thema: Re: Tag 31 geschrieben
Spanijoggel
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 8589
Alter: 70
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 13:51    Titel: Re: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Elli!

Herzlich willkommen im Forum!

Gratuliere zu Deinen 31 Tagen Nüchternheit.

Du kannst gut bei uns weiter lernen,alle unsere Erfahrungen sind da für Dich.

Wir arbeiten nach den sogenannten Grundbausteinen.Du findest sie beim Button Informationen.
Die sollen uns helfen ein glückliches,neues,nüchternes Leben zu beginnen.

Schreib weiter und erzähle wie es Dir geht!

Herzliche Grüsse
Yvonne
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Spanijoggel hat zum Thema: Re: Tag 31 geschrieben
chaosimleben
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.10.2007
Beiträge: 223
Alter: 50

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 15:18    Titel: Re: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Herzlich Willkommen Elli,
schön das du hier her gefunden hast.
Du schreibst:

misselli hat Folgendes geschrieben:
aber manchmal ist es doch sehr schwierig, ich habe allerdings der Familie ( Familie von meinem Mann, wo wir oft zu Besuch sind) noch nichts gesagt, so dass bei Besuchen, jetzt z.b. zu Weihnachten mir immer noch Alkohol angeboten wird, aber ich wollte da nichts sagen, weil sie nichts von meinem Problem wisse und ich nicht will, dass sie schlecht über mich denken, ist vielleicht quatsch, aber zur Zeit mache ich das fast nur mit mir alleine aus und rede wenig darüber, nur mit meiner Schwester, die mir aber keine Hilfe ist, weil sie selbst trinkt und mit einem Bekannten, der allerdings auch trinkt, wahrscheinlich ist das nicht gut, aber ich muß mir selbst erstmal klar werden und ich bin zur zeit sowieso sehr in mich zurück gezogen.

Elli


Wenn du trocken bleiben willst, reicht es nicht nur zu dir selbst ehrlich zu sein. Ich weiss es ist schwierig mit der Wahrheit raus zu rücken, aber es ist zu deinem eigenen Schutz. Du hast ja schon gemerkt, das dir immer wieder Alk angeboten wird, weil dein Umfeld nichts von deinem Problem weiss.
Viele werden anfangs nicht verstehen was mit dir los ist. Wenn du aber ganz klar die Karten auf den Tisch legst und darum bittest dich in deinem Vorhaben zu unterstützen, wirst du schnell rausfinden, welcher Umgang für dich gut ist und welcher nicht.

Das du erst mal mit dir ins Reine kommen musst ist klar, mir ist es nicht anders gegangen. Aber du bist ja auf dem besten Weg.

Liebe Grüße
Cora
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chaosimleben hat zum Thema: Re: Tag 31 geschrieben
misselli
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.12.2008
Beiträge: 59
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 15:27    Titel: Re: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke für Eure Antworten
@ Yvonne, die Grundbausteine habe ich mir angesehen, Besuch beim Arzt wird im rahmen der Beantragung der Therapie erfolgen, davor habe ich etwas Angst, weil ich Angst habe dann zu erfahren, welche Schäden der Alk schon bei mir angerichtet hat.

@ Cora ja ich habe ja schon gelesen, dass es wichtig ist mit offenen Karten zu spielen, ich hoffe, dass mir dabei die Therapie und auch die Gruppe hilft, zur Zeit habe ich bislang noch nicht mal mit meinem Mann darüber gesprochen.
Ich finde wenn man zum Beispiel aufhört zu rauchen ist das einfacher, weil Raucher zwar genauso süchtig sind, aber Raucher werden nicht so schlecht angesehen.
Saufen ist doch immer gleich asozial, wobei ich wie viele andere auch ja immer meiner Arbeit nachgegangen bin und sicherlich viele nichts von meinem Problem ahnen.

Viele Grüße

Elli
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misselli hat zum Thema: Re: Tag 31 geschrieben
Fünf-vor-Zwölf
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.12.2008
Beiträge: 38
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 16:17    Titel: Re: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Elli,

wie ist es bei mir, fragst du.
Ich entschloss mich einige Tage vor Weihnachten zu dem Schritt, von dem ich glaubte, er sei furchtbar schwer. Hürde Nr.1, die allerschwerste!
Am nächsten Tag ging ich zum Arzt, ich war ehrlich und er verständnisvoll, Hürde Nr.2 war geschafft.
An Heiligabend rief in der Klinik an, wann ich antanzen darf zur Entgiftung, und bekam gleich in den Tagen nach Weihnachten einen Termin. Das war Hürde Nr.3...nun tat sich mir auch die Frage auf, sag ich`s? Wem? Wann? (mein Mann wusste von Anfang an alles, sowas wollte ich nicht vor ihm verheimlichen!)
Ich überlegte und kam zu dem Schluss, dass meine engsten Verwandten und Freunde es wissen sollten, allein schon, um mich in Zukunft nicht unabsichtlich in Gefahr zu bringen, indem sie mir Alkohol anbieten oder schenken.
Die Feiertage waren eine gute Gelegenheit, mir die Familienmitglieder einzeln vorzuknöpfen und ihnen von meinem Vorhaben zu berichten. Die Reaktionen waren durchwegs positiv.
Auch hatte ich mir damit ein bissel einen feigen Rückzieher verbaut!
Meine Freunde reagierten ebenfalls sehr positiv, hätten sie das nicht getan, wären es keine echten Freunde!

Deine Nüchternheit wird (hoffentlich) ein ganz wichtiger Bestandteil deines Lebens und deiner Persönlichkeit sein, und mit Verheimlichung setzt du dich unnötig unter Druck (du kennst diesen Druck wohl durch die Verheimlichung der Krankheit, warum also vom Regen in die Traufe?)
Dadurch und durch das oben genannte gefährdest du deinen Weg in ein trockenes Leben.

Kommst du doch mal in die blöde Situation, dass dir ein "Irgendjemand" Alkohol anbietet, kannst du dich ja mit Magenproblemen oder Auto dabei rausreden . Manche geht`s einfach nix an finde ich.

Redest du mit deinem Mann? Wie steht er dazu?
Was glaubst du wie die Familienmitglieder deines Mannes reagieren würden?
Und wie sieht es mit Freunden/Freundinnen aus?

Ganz liebe Grüße
Antonia
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Fünf-vor-Zwölf hat zum Thema: Re: Tag 31 geschrieben
misselli
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.12.2008
Beiträge: 59
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 09.01.2009, 16:26    Titel: Re: Tag 31 Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Antonia,

ich habe am 10 Dezember ohne klinische Entgiftung zu Hause aufgehört, was ich hatte war ein grippeähnliches gefühl, das habe ich hier im Forum von anderen auch schon gelesen und Müdigkeit,
Das fand ich aber sehr angenehm ich flüchte mich abends immer noch gerne früh mit einem Buch ins Bett, ich habe tagsüber nie getrunken immer abends mein Bier, deswegen ist der Abend immer kritisch.
Mit meinem Mann hab eich darüber noch nie gesprochen, aber wir sprechen sowieso wenig über Probelme und Gefühle, er kann es nicht und da fällt es mir auch nicht leicht.
Meine Freundin weiß es, wir trinken jetzt immer grünen Tee wenn wir uns treffen früher war es Sekt.
Für sie ist das ok, sie unterstützt mich.
Dann habe ich noch mit einem Bekannten und mit meiner Schwester darüber geredet, der Bekannte trinkt allerdings sellbst sehr viel und nimmt das nicht ganz ernt, so nach dem Motto "ach die paar Bier, die Du am Tag getrunken hast", meine Schwester trinkt auch und ist schon sehr krank dadurch geworden, sie unterstützt mich aber und findet es gut, wenn ich es schaffe icht mehr zu trinken.


Liebe Grüße

elli
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misselli hat zum Thema: Re: Tag 31 geschrieben

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