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Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich...

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Neeonie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.12.2008
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 30.12.2008, 22:59    Titel: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Der Titel sagt eigentlich alles, die eine Seite will, die andere nicht... im Moment weiß ich nicht mal, ob ich mehr Co bin oder einfach nur typisch für ein Erwachsenes Kind von Alkoholikern. Ich beschäftige mich erst seit kurzer Zeit damit und befürchte, ich verstricke mich schneller darin als mich daraus zu lösen.

Aufgewachsen bin ich in einer Familie mit einer Co-Abhängigen Mutter. Mein Vater war Alkoholiker, aber sie haben sich scheiden lassen als ich 4 Jahre alt war. Der nächste Mann war ein Alkoholiker, ein extrem klassischer Pegeltrinker, den ich in 10 Jahren nur sehr selten mal betrunken erlebt habe. Er wirkte immer nüchtern bis auf das Mal, wo meine Mutter auch von ihm geschlagen wurde. Der nächste Mann war schon mittags vollbesoffen, falls er früh genug dafür aus dem Bett gekommen bin. Mir war schon klar, daß sie alkoholkrank waren, gleichzeitig war mir wiederum gar nicht bewußt, daß ich aus einer alkoholkranken Familie kam - das hab ich immer abgestritten ohne mir dabei bewußt zu sein, daß ich damit lüge. Schon komisch, da mir als gelernte Erzieherin natürlich bewußt war, wie Jugendliche aus solchen Familien Schaden nehmen. Da komme ich mir heute noch sehr verrückt bei vor.
Bis vor 3,5 Jahren habe ich in 2 längeren Beziehungen mit suchtkranken Männern gelebt ( kein alk ), obwohl die letzte Beziehung mit ebenfalls einem EKA war, der halt wie sein Vater war... eigentlich war er mehr suchtgefährdert als wirklich abhängig. Seit 3 Jahren ist er ziemlich frei davon, dafür lebt er mit 30 wieder bei Mama und läßt sich dort den Hintern sauberutzen. Diese Beziehung würde ich gerne nochmal neu reflektieren, denn in dieser bin ich derbe abgestürzt. Da habe ich alles verloren, meine beiden Pferde, meine restliche Gesundheit, alle damaligen Freunde und Bekannte und mich weit über 50.000 € verschuldet.
Vor 3,5 Jahren bin ich aus dieser Beziehung in die nächste geflüchtet, mittlerweile sind wir verheiratet. Hier ist alles supi, nur ich komme mir trotz aller Liebe immer noch fremd vor. Mir fehlt was, weil ich eigentlich alles habe. Da hab ich doch glatt meine Abhängigkeit zu diversen Suchtmitteln ( solange es bloß nie Alk ist ) aufgegeben und ganz seltsamerweise ist natürlich glatt wieder meine erhebliche Eßstörung hochgekommen. Ich müßte hier glücklich sein, bin es auch teilweise. Das eine Herz liebt und das andere ist "tot". Ich weiß es nicht besser zu beschreiben.
Nun hab ich in der Jugend einen wirklich schweren Unfall gehabt und müßte mich dringend um meine Gesundheit kümmern, um Gutachten, um Aufarbeitungen der Traumas ( man glaubt nicht wie grausam Ärzte mit Kindern umgehen können )... und ich kann es einfach nicht. Ich fange an ..und höre wieder auf. Aktuell lenkt mich halt die Familiensituation auch extrem ab. Meine Mutter war in den letzten 3,5 Jahren bei jeglichem Besuch ( so 10 Tage im Jahr immer ) jedesmal betrunken, kein Tag ohne Alk. Ihr besoffener EXmann, der immer noch dort mehr wohnt als bei sich natürlich neben an. Und meine Oma wurde von einem Krankenhausaufenthalt ins Altersheim verfrachtet. Meine Mutter schafft es nicht, sie mit nach Hause zu nehmen. Sie schafft es nicht mal mit mir darüber zu reden, ob ich nicht wieder hinziehen sollte, damit wir es gemeinsam mit Oma packen. Vermutlich schafft sie es aber mit Omas Ersparnissen sich dumm zu saufen, so wie sie auch mein Schmerzensgeld in die Hinterteile ihrer Alkis gepustet hat. Vielleicht ist es auch gut, daß Oma nicht mehr zu Hause ist und dort innerhalb der "Familie" vereinsamt. Schlimm genug, daß sie den Verfall ihres Hauses solange mit angucken mußte und den ihrer Tochter. Ich finde in dieser Situation nur meine eigene Verantwortlichkeit nicht.. mal sehen Mit den Augen rollen

Momentan will ich eigentlich nichts mehr mit meiner Vergangenheit zu tun haben, andererseits verfolgt sie mich in jeder meiner Handlung. Und da muß ich raus. Ich meine, ich bin echt so bescheuert mich mit Schmerzmitteln vollzupumpen ( xxx, keine xxx ) nur damit ich meinem Mann die Hemden bügeln kann. Dabei würde er die ohne mit der Wimper zu zucken auch in die Reinigung geben. Nur ich werde dann fuchsteufelswild. Ich opfer, wo ich nicht opfern muß ^^

Gleichzeitig habe ich aber auch lange Phasen in denen ich mich sehr gut um mich kümmere und da landen auch die Hemden wieder in der Reinigung. Bis dann halt meine Mutter anruft, ich dahin fahre oder einen anderen Trigger finde. Dann bin ich sofort wieder ganz unten und brauche lange dafür, wieder auf die Beine zu kommen.

Ich wünsche mir sehr, daß ich meine Vergangenheit erkennen, aber ruhen lassen kann. Gleichzeitg, daß ich akzeptiere, daß mich der Unfall auf immer einschränken wird und ich mich deswegen neu orientieren kann und darf. Ich kann mich ausprobieren und das ist was wunderschönes. Wenn da nicht dieses andere Herz noch in meiner Brust schlagen würde und das ruft zur Arbeit auf.. da bin ich gerade doch sehr froh, daß mir jemand dieses Forum ans Herz gelegt hat und ich sehen kann, daß es andere gibt. Die auch kämpfen, mal hinfallen, sich wieder aufrappeln und mir die Möglichkeit geben, daß ich mich reflektieren kann, wenn ich mich in andere Situationen reinversetzten darf, reinfühlen darf und immer wieder sehe, daß es möglich ist, nicht nur die Perspektiven zu ändern sondern auch das Leben.

Deswegen lese ich mal weiter bei Euch..danke dafür schon mal Winken

edit summerdream: bitte keine medikamentennamen und wirkstoffe nennen - thx
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Neeonie hat zum Thema: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... geschrieben
Neeonie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.12.2008
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 31.12.2008, 10:30    Titel: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Eigentlich wollte ich den Kontakt zu meiner Mutter ja erstmal abbrechen, andererseits wollte ich schon, daß sie weiß, WARUM ich das tue. Also habe ich n Brief geschrieben und bin hin und her geeiert, ob ich ihn nun abschicke oder nicht. Gestern wollte ich ihn lossschicken. Aber Zufälle gibt es. Erst geht mein Laptop kaputt und dann wird Muttern auch noch hellsichtig und ruft an Mit den Augen rollen Also hab ich ihr glatt gesagt, um was es ging...puh, es waren einfach sehr viele Vorwürfe. Ich hab ihr klar gesagt, wie beschi***n es ist, mit Alkoholikern aufzuwachsen, wie verantwortungslos mich nach dem Unfall doch glatt bei Woendbesuchen aus dem Krankenhaus von ihren an-und betrunkenen Mann abholen zu lassen. Ich komme heute damit überhaupt nicht klar. Ich hatte n Unfall mit Beckentrümmerbruch, weil ich unter einem LKW gekommen bin ( nicht meine Schuld ) und sie setzt mich ohne mit der Wimper zu zucken in ein Auto eines Mannes, der schon ne Drittel Flasche Hochprozentiges weghatte? Verstehe es nicht. Dass sie selbst jedes Auto in den letzten Jahren im Suff kaputtgefahren hat, inklusive Menschen macht mich heute noch sauer und sie hat auch das zu hören bekommen. Auch, daß ich mit 15 meine Unfallangelegenheiten bei Ärzten selbst regeln mußte und sie auch jetzt bei Oma mal wieder versagt. Das war das einzige, was sie nicht auf sich sitzen gelassen hat. Bei allem anderen sagte sie ja und Amen ( um ihre Ruhe zu haben ). Natürlich hab ich sie auch wegen dem Alk an sich angesprochen. Mann, sie hängt nur noch mit den Dorftrotteln in den dortigen Kneipen rum, hat dort auch gearbeitet ( hätte sie gar nicht nötig eigentlich )..alle alten Freunde sind weg. Aber sie meint, sie trinkt nicht mehr und dorthin geht sie ja auch nicht. Außer morgen, aber da ist ja auch Sylvester ^^ Irgendwie wollte sie einfach nur ihre Ruhe haben und keinen Streit mehr mit mir. Vielleicht hat sie auch langsam doch Angst, daß sie im Alter ebenfalls ins Heim verfrachtet wird - die Drohung steht im Raum. Meine Oma ist mein ein und alles und wenn Mutter sie im Heim versauern läßt, werde ich mich mit Garantie nicht um sie kümmern.

Mir ging es erst nach dem Gespräch recht gut..weil ich einfach viele alte sachen losgeworden bin und ihr ja sowieso nicht geglaubt habe. Aber die Zweifel und meine eigene Wut kamen doch schnell. Wenn sie besänftigend ist, bleibe ich nicht hart. ZB in der Konsequenz des Kontaktabbruchs. Und dass sie so lügt, kommt mir dann doch sauer hoch und ich stürze dann doch wieder ab. Mir schlägt so was klassisch psychosomatisch auf den Magen, mir wird schlecht und ich häng dann übern WC Mit den Augen rollen

Also für mich: Ich bin mal wieder rückfällig geworden was meine Mutter betrifft Traurig
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Neeonie hat zum Thema: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5964

BeitragVerfasst am: 31.12.2008, 10:55    Titel: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo neeonie!

herzlich willkommen hier bei uns kindern!

ja,es gibt viel zu tun,lächel..ich finds gut das du hier her gefunden hast...

nimm dir zeit und lies dich durch die vielen threads von uns...du wirst sehen das du NICHT ALLEIN mit diesem familienleben und den daraus resultierenden problemen bist...

ich wünsche dir einen hilfreichen austausch hier...

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... geschrieben
Neeonie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.12.2008
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 31.12.2008, 15:16    Titel: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Dank Dir Caro für die liebe Begrüssung *s*

Hier ist auch echt viel zu lesen und auch wenn ich sehe, daß es doch so ziemlich allen ähnlich oder auch schlimmer ergeht, werde ich diese innere Peinlichkeit nicht los... ist wohl schlicht eine Anfangsproblematik, wenn es über Jahrzehnte verschwiegen wurde. Aber ein komisches Gefühl trotzdem... Ich hoffe, das vergeht hier schnell...ich bin so ungern gehemmt Geschockt

Mal gucken, wo ich Dich finde...

Dir einen guten Rutsch!
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Neeonie hat zum Thema: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... geschrieben
Neeonie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.12.2008
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 31.12.2008, 15:17    Titel: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

oh, Du bist gar nicht zu übersehen, aber hast glatt über 300 Seiten schon Geschockt
Du wirst meine Gute-Nacht-Lektüre *g*
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Neeonie hat zum Thema: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5964

BeitragVerfasst am: 31.12.2008, 15:23    Titel: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

huhu neeonie!

hey weisst du was das gute dran ist...hier kannst DU die anonymität des www geniessen,lächel...wenn es dir noch zu öffentlich sein sollte...kannst du auch den erweiterten zugang in den geschlossenen bereich beantragen,lächel...

DU HAST HIER ALLE MÖGLICHKEITEN!

diese peinlichkeit gehört auch zu unserer familienkrankheit welche sich alkoholismus nennt...taste dich vertrauensvoll an unsere krankheit,so wirst DU dir mehr helfen können als du es HEUT erahnen kannst...versprochen...

ich wünsche DIR einen guten rutsch ins NEUE jahr...

wir werden uns ganz bestimmt noch oft lesen...

hier bist DU sehr gut aufgehoben...das allein sein ist nun zuende(wenn du es möchtest)helfen wir dir wenn wir es können...

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... geschrieben
Roa
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beiträge: 614

BeitragVerfasst am: 31.12.2008, 15:26    Titel: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Neeonie,

auch von mir Herzlich Willkommen hier im Forum!

Neeonie hat Folgendes geschrieben:
ich sehen kann, daß es andere gibt. Die auch kämpfen, mal hinfallen, sich wieder aufrappeln und mir die Möglichkeit geben, daß ich mich reflektieren kann, wenn ich mich in andere Situationen reinversetzten darf, reinfühlen darf und immer wieder sehe, daß es möglich ist, nicht nur die Perspektiven zu ändern sondern auch das Leben.


genau das könnte auch ich über dieses Forum schreiben und ich hoffe, dass es dir ebenfalls helfen kann.

Ich wünsch dir schon einmal einen guten Start ins neue Jahr, Roa
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Roa hat zum Thema: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich geschrieben
Neeonie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.12.2008
Beiträge: 80

BeitragVerfasst am: 01.01.2009, 19:32    Titel: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke ihr Zwei Smilie
Ich hoffe, ihr seid beide gut ins neue Jahr gekommen.
Bei mir und meinem Mann war es eher ruhig, ne Grippe hat uns noch fest in der Hand ^^

Ich hab hier so ein bischen rumgelesen, auch ein bischen mehr, aber noch erscheint es mir recht weitläufig.. trotzdem bleibe ich bei einem immer hängen.
Dass Alkoholiker sich ihre Krankheit nicht ausgesucht haben. Damit komme ich gerade überhaupt nicht klar. Vielleicht weil ich durch meinen Unfall weiß, was unverschuldetes Leiden ist. Vielleicht weil ich noch so viel Wut in mir trage. Bei meinen Suchtstrukturen bin ich bisher davon ausgegangen, daß ich mich jeden Tag auf Neues dafür entscheide...oder halt auch dagegen. Damit meine ich nicht die CO, sondern alles was mit Suchtmitteln von Außen zu tun hat. Ich bin ja nicht passiv, wenn ich mich an einen Tag für zB Medikamentenmißbrauch entscheide und am nächsten dagegen. Ich muß auch dafür die Verantwortung übernehmen. Auch wenn die Entscheidungen in kurzer Zeit gefällt werden. Dagegen steht natürlich die schleichende Abhängigkeit, die einem vielleicht nicht am Anfang bewußt ist, die Körperchemie, usw. Aber ich hab das ziemlich schnell gemerkt, wenn ich irgendwo reinrutschte. Hm. Jetzt halt auch. Damals im Krankenhaus nach dem Unfall wurde ich mit einem Narkosemittel im Koma gehalten und wurde mit 13 auch dort nach dem Koma auf kalten Entzug gesetzt ( war ziemlich verantwortungslos ). Bei späteren OPS hab ich im Aufwachraum sofort nach mehr gebrüllt, sobald ich nur halb bei Bewußtsein war - egal, ob Schmerz vorhanden war oder nicht - auch vor wenigen Jahren waren 15 Jahre Vergangenheit nix, ich war da sofort wieder drauf. Habe ich aber nicht gecheckt. Bis vor einigen Wochen bekam ich genau dieses Narkosemittel als Pflaster gegen die Schmerzen. Am Anfang wirkte es gut, dann wurden die Schmerzen immer schlimmer und ich war versucht mehr zu kleben bzw mit dem klassisch größten/stärksten Schmerzmittel Mißbrauch zu betreiben, zumal die Schmerzen auch immer stärker wurden je mehr ich davon genommen habe. Ich hab es wieder abgesetzt, trotz Schmerzen, weil es nicht geht und ich bin auch froh über jeden Tag, an dem ich keinen Mißbrauch betreibe. Hier könnte ich ohne Probleme den Ärzten die Schuld geben bzw sagen, daß ich unschuldig bin, ich hab mich ja mit 13 nicht selbst an den Tropf gehängt. Ich schätze mich da nicht mal als weniger grundlegend abhängig ein als Alkoholkranke, aber ich trage und entscheide da mittlerweile trotzdem selbst. Wo ist denn da der Unterschied?
Vielleicht bin ich da auch komisch, weil ich mir für jede Krankehit die Schuld gebe...zumindestens bin ich nicht unbeteiligt dran oder es hat bei mir mit sogenannten Charakterschwächen zu tun. Bei mir halt.
Bei anderen Menschen sehe ich das eigentlich anders, ich neige sonst ja mehr dazu jedem die Verantwortlichkeit abzusprechen, keiner hat "Schuld". Sei es aus dem Grund der vermutlich unglücklichen Kindheit oder unglückliche Zufälle. Ich hab doch immer für alles und jeden Verständnis.
Keine Ahnung, welcher Teufel mich gerade reitet, daß ich meine Alkis sind doch selbst Schuld..viell echt nur die Wut Traurig
Und komischerweise ist mir das mit dem Narkosemittel nie so bewußt gewesen wie heute.
Merkwürdiger Tag, der erste des neuen Jahres...hm
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Neeonie hat zum Thema: Re: Zwei Herzen schlagen in meiner Brust ....oder so ähnlich... geschrieben

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