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katrine neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.12.2007 Beiträge: 52 Alter: 50 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 17.10.2008, 14:30 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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| Danke euch für die schnellen Antworten, ich weiß nur, daß mein Mann jeden Tag trinkt (3-4 Bier und freitags und samstags mehr Bier und noch gern Whisky) , was auch vor 1 Jahr zur Trennung führte. Er ist aber bis dahin ( ich kenne ihn 25 Jahre) höchstens 1 x monatlich "abgestürzt". Für mich natürlich unerträglich. (Habe ich im Co-Bereich ausführlicher beschrieben) . Das ist es auch, was seine Eltern nicht verstehen, daß ich mich getrennt habe. "Der Junge trinkt doch nur sein Feierabendbier und eben mal ein paar Whisky´s." Also für mich ist er schon ein Alkoholiker, hat sich ja auch letztes Jahr gegen seine Familie entschieden. Ich will das keinesfalls schön reden. Nur in vielen Köpfen, besonders älteren (in meiner Familie ) bin ich immer noch die, die ihm das nicht gönnt. Tut mir auch weh, weil ich soviel ertragen habe mit ihm, den Schritt der Trennung macht man sich bestimmt nicht leicht. Danke euch für die Erklärungen. Irgendwie, weiß ich aber manchmal immer noch nicht, wo ich meinen Mann einordnen soll. Gibt es doch ein Zwischending ?Süchtiger oder Vieltrinker ? Mein Mann macht seinen Haushalt, kauft ein, arbeitet, alles normal, oder ? Ich warte noch auf den Klick in meinem Kopf. Trotzdem schönes WE und liebe Grüße Katrine |
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| katrine hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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Spedi Gast
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Verfasst am: 17.10.2008, 14:54 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Servus katrine,
wozu die "Einteilung"? Dir geht es nicht gut mit seinem Konsum und Trinkverhalten, und das ist der ausschlaggebende Punkt.
Wenn er nicht süchtig ist und ihm etwas an Dir gelgen ist, dann kann er problemlos aufhören - und alles ist "in Butter".
Ist er jedoch süchtig, hat auch nur er es in der Hand, aufzuhören und sich die notwendige Hilfe zu suchen. Tut er das nicht, ist es seine Entscheidung - für das Trinken, gegen die Partnerschaft mit Dir.
Die Trinkmengen und die Art des Alkohols spielen dabei keine Rolle.
Und ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen: es gibt Alkoholiker, die "funktionieren" nach Aussen hin perfekt - sind aber trotzdem Alkoholiker, mit allem, was diese Krankheit ausmacht...
LG
Spedi |
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| Spedi hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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Mandy2 Gast
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Verfasst am: 17.10.2008, 15:11 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hallo Kathrin,
das ist ja das Fatale, wie Spedi schon schreibt. Manche funktionieren, nach Aussen hin Perfekt, ich habe, so auch ziemlich Lange, vertuschen können.
Aber es gibt kein kontoliertes Trinken, ich bin damit fürchterlich gestrandet.
Es gibt ja auch verschiede Arten von Alkoholismus, ich kenne nicht die genauen Begriffe, wenn ich nicht richtig liege, dann bitte ich, mich zu verbesern.
Es gibt den Pegeltrinkel, der muss sein Level halten, um sich gut zu fühlen, also täglich. Die nach Aussen hin, scheinbar, funktionieren.
Dann gibt es die Quartalssäufer, die schiessen sich regelmässig, ins Nervana, aber nicht Täglich.
Dann gibt es Welche , Denen Alles Egal ist, bis zum Verlusst, des kompletten Umfeldes. Ebend bis zum Verlusst, seines Obdaches, oder Tod.
Dem kompletten Kontrollverlust.
MLG Mandy |
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| Mandy2 hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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katrine neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.12.2007 Beiträge: 52 Alter: 50 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 17.10.2008, 15:11 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hallo Spedi,
genauso sehe ich das auch. Ich habe ein Problem mit seinem Trinkverhalten und mußte für mich was ändern, habe ich ja auch getan. Ich bin auch in der Kreuzbund SHG. Die gibt mir soviel. Aber auch darüber macht mein Mann sich nur lustig. Diese überhebliche Arroganz nervt mich dann auch. Leider schaffe ich es wegen unserer Tochter nicht, mich komplett von ihm zurückzuziehen. Wenn sie älter ist, werde ich es tun und darauf freue ich mich heute schon. Ganz liebe Grüße Katrine |
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| katrine hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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katrine neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.12.2007 Beiträge: 52 Alter: 50 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 17.10.2008, 15:22 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hallo Mandy,
Ich glaube, das mit dem Pegeltrinker kommt ihm sehr nahe, auch der Quartalssäufer trifft ab und zu zu. Ist schon traurig, wenn er hier lesen würde, würde er das natürlich anders sehen. Aber so sind die nassen Alks. wohl. Ich bin sehr froh, mich hier mit den trock. austauschen zu können. Als Co. versteht man oft die Denke der nassen Angehörigen nicht. Danke für all eure guten Erklärungen und Gedanken. GLG Katrine |
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| katrine hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 17.10.2008, 17:14 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hallo Katrine,
ich denke auch, das können wir nicht so ganz verstehen. Außer wir versuchen unsere Sucht nach dem Partner gleich zu setzen mit dessen Sucht nach dem Alk. Währed der Alkoholiker sagt "war doch nur ein Glas" fragte ich mich immer "Ist es wirklich so schlimm, ist er tatsächlich ein Alkoholiker oder tue ich ihm Unrecht?".
Auch mein ExFreund war ein Pegeltrinker der gut funktionierte, ich habe nicht einmal mitbekommen wie sich das Level extrem erhöht hat um dann auch noch neben dem Spiegel weitere Abstürze mit sich zu bringen, also die totalen Blackouts.
Ich lasse mich gerne von den Trockenen korrigieren, aber ich denke Katrine, sie können es dehalb nicht erkennen, weil sie den Freund Alk nicht aufgeben möchten. Würden sie zugeben, sie hätten ein Problem dann wäre Handlungsbedarf. Alles verniedlichen, bagatellisieren oder die Schuld anderen zuschieben ist einfacher weil es den eigenen Handlungsbedarf erspart.
Ich kenne Arroganz, Gewalt und Wut von seitens des Trinkers - alles vielleicht Gesten von Hilflosigkeit. Einer muss schuld sein, gegen den richtet sich Wut und Hass - der Alk ist es nicht, also bitte Partner oder Ex-Partner, die kommen ja wie gerufen.
Alles von der Sucht ausgelöste Veränderungen, die einen Menschen anders werden lassen als wir sie kannten.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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katrine neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.12.2007 Beiträge: 52 Alter: 50 Wohnort: Bochum
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Verfasst am: 17.10.2008, 18:16 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hallo Dagmar,
danke für deine Zeilen. Besonders der Satz mit den von der Sucht ausgelösten Veränderungen hat meine vollste Zustimmung. Diese nassen Partner sind doch nicht die, in die wir uns mal verliebt haben. Es ist so schrecklich, diese Wesensveränderung erleben zu müssen. Und dann die besagte Arroganz. Man will doch helfen, aber sie lassen es nicht zu. Danke und alles Gute auch für dich. Katrine |
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| katrine hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 17.10.2008, 18:47 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Tja Katrine,
ich denke, es gibt Seiten, die durch die Enthemmungen des Alkohols zu Tage treten. Eigenschaften, die schon zuvor da waren, aber einfach unter Kontrolle gehalten wurden.
Ich muss für mich begreifen, dass der liebevolle Mensch den ich gedacht hatte als Partner zu haben, eine imense Wut in sich hat (eventuell schon aufgestaut vor meiner Zeit), mit der er aber nicht konstruktiv umgehen kann. Auch hier lasse ich mich gerne korrigieren, ich kann nur das übermitteln, was ich vermute - wissen kann ich es nicht....
Es ist grausam Katrine. Ich musste diese Woche sogar mit der Polizei drohten - für mich ganz, ganz schlimm dass Jahre, die mit Liebe begannen, so enden.
Fakt ist aber dass zwei Partner sich in einer Beziehung befinden, die beide kränker macht als sie schon sind. Jeder der beiden hat die Chance auszusteigen und sich und sein eigenes Leben neu zu reflektieren. In manchen Fällen gelingt es beiden und sie treffen sich wieder, lernen sich vielleicht neu kennen.
Für mich ist nach heutigem Stand nicht vorstellbar, dass Neuanfang um Neufanfang, die nur auf Worten und Versprechungen basieren, ein konstruktives Ergebnis erzielt wird. Ich bin für mich gerade am Lernen mich selber zu leben - Partnerschaften sind für mich kein Thema. Erst dann, wenn ich mit mir selber eins bin und ich einen Partner nehmen kann wie er ist, dann bin ich gesund.
Die Alkoholmuster sitzen tief und fest - wie auch meine Mechanismen - diese anders umzusetzen bedarf viel, viel Mühen denke ich. Denn ich würde sagen, der Süchtige hat sich nun auch auf eine Weise kennengelernt, die er vielleicht gar nicht an sich sehen will - Arroganz oder ähnliches. Dinge vielleicht, die seinem ursprünglichen Moralbild vielleicht sogar entgegensthehen. Damit heisst es erst eimal fertig zu werden - mit klarem Kopf.
Ach Katrine, sie können sich nur selber helfen und wir uns - sollte es dann noch passen, dann treffen sich die Wege wieder. Aber wir helfen nur wenn wir unseren Fokus vom anderen Menschen nehmen und ihm seine Verantwortung wieder selbst geben. Auch wenn ich beispielsweise nun eben dafür gehasst werde: für die Übergabe der Verantwortung an den Betreffenden.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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