| Suchtdruck • @Vaan |
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ohnealk Gast
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Verfasst am: 26.02.2005, 09:59 Titel: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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| ich habe im moment so zimlich alles verloren - was ich mir aufgebaut hatte in 20 jahren : ich hatte ein haus - 2 autos - 2 kinder - ne frau und und... - wieso können wir nicht wie andere menschen nur ein glas wein od3er ein bier pro tag trinken : geht das wirklich nicht ?? - wenn ja , wieso nicht - alkohol ist doch eigentlich genuss und nicht ne krankheit - wenn ich saufe , fühle ich mich wohl , 2 stunden und der kater geht dann 2 tage und der frust dazu 3 tage |
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| ohnealk hat zum Thema: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32801 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 26.02.2005, 10:09 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Guten Morgen,
es ist bestimmt nicht schön, alles verloren zu haben, aber akzeptiere es als jetzigen realen Zustand. Wenn Du Dir das in vielen Jahren aufgebaut hast, ist einige Zeit davon sicher von Alkohol gekennzeichnet.
Alle materiellen Dinge nützen aber nichts. Nüchternheit läßt sich nicht erkaufen.
Fange von Neuem an und das ohne Alkohol. Ein kontrolliertes Trinken gibt es nixht. Oft vergehen Jahre, bis man dies eingesehen hat, aber umso früher, um so mehr Lebenszeit bleibt dir, um ein glückliches Leben zu führen.
Das Leben ohne Alkohol zu erlernen, ist sicherlich zielführender, als ständig diesen Versuchen zu unterliegen und immer wieder von vorne beginnen zu müssen.
Deine Zeilen zeigen mir aber auch, das Du mit dem Alkohol noch nicht abgeschlossen hast. Viele suchen nach der Hoffnung auf ein kontrolliertes Trinken oder wollen weniger Trinken, weil sie sich ihre Schwäche, den Kampf gegen den Alkohol verloren zu haben, nicht eingestehen wollen und können.
Einerseits trauerst Du den verlorenen materielen und sozialen Dingen nach und auf der anderen Seite suchst Du nach Möglichkeiten, Deinen Alkoholkonsum weiter nachzugehen.
Du solltest Dich entscheiden.
Gruß
Karsten
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weitere Themen:
Trinkmenge
Feierabendbier |
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| Karsten hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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ohnealk Gast
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Verfasst am: 26.02.2005, 10:31 Titel: wieso geht das nicht ein glas im tag |
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| wer hat es geschafft - der solle mir schreiben - mit alkohol aufzuhören und dann normal zu leben mit einem glas im tag - aufhören ja - pause und dann ein glas wer kann das - der soll mir erzählen - danke auch dir karsten für deine guten mails - weg vom alkohol muss ich , das ist mir klar , |
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| ohnealk hat zum Thema: wieso geht das nicht ein glas im tag geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32801 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 26.02.2005, 10:55 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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| Zitat: | | wer hat es geschafft - der solle mir schreiben - mit alkohol aufzuhören und dann normal zu leben mit einem glas im tag - aufhören ja - pause und dann ein glas wer kann das - der soll mir erzählen |
solche Menschen gibt es nicht. Ich schreibe bewußt, gibt es nicht.
Ich habe letztens von einem Buchautor gelesen, der glaubt, Suchtkranke können das kontrollierte Trinken wieder erlernen.
Meiner Meinung spielt er mit der Hoffnung und der Unsicherheit von trockenen Alkoholikern und treibt die noch nicht so gefestigten wieder in den Rückfall, nur um sein Buch zu verkaufen.
Wer süchtig ist, kann mit dem jeweiligen Suchtmittel nicht umgehen. Andernfalls war er nie süchtig, sondern hat "nur" Missbrauch betrieben.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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Charly Gast
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Verfasst am: 26.02.2005, 12:25 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hallo ohnealk,
ich schließe mich Karstens Meinung an und sage da gibts bei uns in der Gruppe den Spruch: " Schwanger oder nicht Schwanger denn ein bisschen Schwanger geht nicht" das bedeutet das es nicht geht als Suchtkranker kontrolliert Alk zu trinken.
PS: Ich habs auch versucht aber es war der größte Reinfall den ich je Erlebt habe.
Gruß Charly  |
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| Charly hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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ohnealk Gast
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Verfasst am: 26.02.2005, 13:32 Titel: hoi charly & Karsten |
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| mein problem ist einfach : am einfachsten also ganz ohne alkohol - ich habe auch schon mit weniger versucht - war immer ein reinfall, das gebe ich auch leider zu : nur : ES GIBT AUCH ESSSèCHTIGE und SCHOKOLADE süchtige ..... |
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| ohnealk hat zum Thema: hoi charly & Karsten geschrieben
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vanillivi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.02.2005 Beiträge: 188 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 26.02.2005, 13:56 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hallo ohnealk!
Ja es gibt auch Eßsüchtige, doch die schaden ihrem sozialen Umfeld nicht.
Höchstens sich selbst. Schokolade macht auch nicht körperlich abhängig und ich meine "beduseln" tut sie auch nicht.
Ich glaube auch nicht, daß bei Alkoholkern ein kontrolliertes Trinken möglich ist.
Ich habe es nie versucht, und denke im Traum nicht daran es auszuprobieren. Warum sollte ich auch, es geht mir ohne Alk viel besser!!  |
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| vanillivi hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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det Gast
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Verfasst am: 26.02.2005, 23:15 Titel: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können |
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Hi alle,
zu dem, was Karsten geschrieben hat:
"Ich habe letztens von einem Buchautor gelesen, der glaubt, Suchtkranke können das kontrollierte Trinken wieder erlernen. "
ich vermute, es handelt sich um Koerkel? Das Koerkel-Programm ist nicht für Alkoholiker, sondern für Menschen geschrieben, die zuviel trinken, ohne abhängig zu sein. Früher, nach der alten Jellinek-Definition, waren das die alpha- und beta-Alkis. Die haben die Chance, durch eine Verhaltenstherapie ihren Alkoholkonsum wieder in Ordnung zu bringen. Heute benutzt man für sie aber nicht mehr die Bezeichnung Alkoholiker, sondern Mißbrauchs-Trinker - in Gegensatz zu Süchtigen. Das Koerkel-Programm stellt eine Verhaltenstherapie in Eigenarbeit bzw. gemeinsam mit einem Therapeuten dar.
Manchmal dreht Koerkel ein bißchen durch und drückt sich dann sehr mißverständlich aus. Dann kann man den Eindruck gewinnen, er glaube, er könne alle Alkoholiker heilen. Wenn man aber sein Programm durchliest, dann wird ganz schnell klar, daß er sich ausschließlich an die Mißbrauchs-Trinker wendet, die nicht abhängig sind. Er stellt sogar die Frage, ob man nicht lieber abstinent leben wolle, wenn man eh schon bei der Frage um die Trinkmenge angekommen sei.
Koerkel wird in der Selbsthilfe-Szene fürchterlich verteufelt. Aber fast niemand von denen, die ihn verurteilen, hat sein Programm auch gelesen. Das will ich jetzt nicht kommentieren, das spricht eigentlich für sich.
Ich habe mich mit diesem Thema befaßt, weil ich eine Seminararbeit darüber geschrieben habe und ich habe ein paar interessante Informationen zu solchen Programmen gefunden. Aber das würde hier jetzt zu weit führen.
und dann zu "ohnealk":
Eßsucht und Alkoholismus sind überhaupt nicht vergleichbar. Eßsucht ist eine therapierbare Verhaltensstörung, bei der es keine körperliche Suchtkomponente gibt. Alkoholismus ist nicht nur eine Verhaltensstörung, sondern hat auch eine körperlich Suchtkomponente. Dieser Vorgang der köperlichen Abhängigkeit ist nicht veränderbar. Einmal süchtig - immer süchtig. Die einzige Lösung heißt abolute Abstinenz.
Grüße det |
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| det hat zum Thema: Re: wieso saufen wir - anstatt nur ein glas trinken zu können geschrieben
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