hope65 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2008 Beiträge: 119 Alter: 47 Wohnort: Mannheim
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Verfasst am: 25.12.2008, 00:18 Titel: Re: Weihnachten |
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Mein Noch-Ehemann hat mir heute eine liebe SMS geschickt, meine Mutter angerufen und mich vorhin nochmal angerufen (habe nicht abgenommen). Meiner Mum und einer gemeinsamen Freundin hat er vorgejammert, dass er den heutigen Tag ganz alleine verbringt (habe auf eine Kontaktpause bestanden).
Da ich seit der Trennung noch nie soviel geweint habe wie gestern und heute, habe ich ihm darauf hin in einer Community indirekt geantwortet, obwohl er da gar nicht drin ist. Aber so bin ich meine Gedanken los geworden.. Kopiere meine Antwort hier rein - denke, dass es vielen von Euch genauso geht, wie mir:
Du bist alleine an Weihnachten?
Du denkst, ich hab Dich im Stich gelassen?
Wieso fragst Du Dich nicht, was passieren musste,
um mich so weit zu treiben?
Ich sitze hier - alleine, nach 11 Jahren - ohne Dich!
Du fehlst mir, unsere Rituale fehlen mir....
und Du behauptest, ich sei kalt, egoistisch.
Ich bin wütend auf Dich, weil Du mir das zumutest,
weil Du nichts unternimmst, um mir zu beweisen,
dass Du bereit bist, für uns genauso viel zu tun,
wie ich. Weil Du mich zwingst, so hart zu sein.
Ich reisse Dich mit Gewalt aus meinem Herzen,
weil ich sonst mit Dir untergehe.
Und Du wälzt Dich im Selbstmitleid, ohne etwas
an Deinem Problem zu ändern.
Es klingt so einfach, und ich weiß - für Dich ist es so
schwer:
Lass die Finger vom Teufel Alkohol,
kämpfe um Dich, um mich, um uns.
Aber Du hast Dich längst entschieden,
für den einfachen Weg,
den Weg der Schuldzuweisung und des Selbstmitleids.
Ich weiß - letztendlich bin ich viel stärker als Du
und
das Leben ohne Dich ist viel besser für mich.
Aber unser Leben fehlt mir, Du fehlst mir.
Trotzdem gehe ich meinen Weg weiter - ohne Dich.
Denn dies ist mein Leben. Ich kann Deins nicht für Dich
leben.
Ich wünsche Dir alles Gute - von Herzen.
Ich lieben Dich - und will doch nie wieder mit Dir
zusammen sein.
Möchte Dir eine gute Freundin sein - aber selbst das
zerstört
Deine Sucht.
Ich wünsche Dir alles Gute - aber bitte, lass mich in
Ruhe.
Lass mich zur Ruhe kommen, mein Herz und meine Seele
heilen.
Ich habe alles gegeben - und gegen den Alkohol
verloren.
Kämpfe Deinen Kampf alleine. Ich habe keine Kraft mehr
für uns beide. |
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