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Meine Geschichte... - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
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Alkoholiker

Meine Geschichte...

 
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Mein Vater ist Alkoholiker   •    Mama trinkt gerne viel  
Autor Nachricht
Angie37
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.12.2008
Beiträge: 7
Alter: 39

BeitragVerfasst am: 18.12.2008, 22:30    Titel: Meine Geschichte... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich bin neu hier und finde es wirklich schade, daß ich diese Forum nicht früher entdeckt habe.
Ich bin 36 aber meine Kindheit ist mir im Moment sehr nahe, da ich mich in den letzten 2 Jahren das erste mal in einer Therapie wirklich mit meiner Sche*** auseinandergesetzt habe, die ich früher mit machen musste.
Ich glaube, die Kurzfassung ist auch schon lang genug Smilie
Meine Mutter hat Phasenweise getrunken, so lange ich denken kann. Mein Vater war nur Arbeiten und wir (mein Bruder und ich) haben ihn kaum gesehen.
Ich war als Kind immer öfter völlig verwirrt, hatte Angst und hab einfach nix verstanden, von dem was da mit meiner Mutter passierte.
Später ... ich war so 7 oder 8 hab ich gemerkt, daß auch mein Vater trank. Erst weniger, dann mehr und dann fing er an meine Mutter zu verprügeln wenn sie getrunken hat (also ziemlich regelmäßig) Ich hatte so viel Angst...
Als ich so 15 war, war meine Mutter auf einmal weg... ausgezogen zu ihrem neuen Freund... ohne was zu sagen.
Erst Schock und dann dachte ich, jetzt wird es besser. Falsch gedacht. Dann fing er an mich zu schlagen.... Da wurde es zu viel und ich war kaum noch zu Hause. Bis auf ein paar Pflichtbesuche an Weihnachten (Der Horror!!!)
Ich hab mir ein halbwegs angenehmes Leben gemacht und verdrängt! Das hatte ich ja so gelernt.
Vor 6 Jahren starb mein Vater und danach ging es mir nur noch schlecht. Angstattacken und ein Nervenzusammenbruch. Ich der Zeit hat mich leider auch mein Mann für bescheuert erklärt und die Beziehung ging kaputt. In dem Zuge hab ich dann auch meine damals beste Freundin verloren. Ich war echt am Boden.
Habe dann eine Therapie gemacht, die mir erstmal aus dieser Kriese heraus geholfen hat. Nachdem ich mich halbwegs erholt hatte, hab ich dann vor 2 Jahren eine weitere Gesprächstherapie begonnen, die nun bald zu Ende ist.
Bin ganz unsicher, weil ich denke, es gibt noch so viel, was irgendwie verarbeitet werden muss. Aber wahrscheinlich wird das auch nie aufhören.

Im Moment frage ich mich gerade, ob ich zu einem Psychater gehen sollte und mir Antidepressiva verschreiben lassen. Meine Therapeutin hatte mir dazu geraten, weil sie meinte, ich werde natürlich auch weiterhin Ängste haben und damit würde es mir besser gehen. Ich mag aber eigendlich nicht so an die Sache heran. Ich finde mich eigentlich nicht depressiv genug dafür.... Smilie ach ich weiß auch nicht... Wie ging es euch nach einer Therapie? Ich denke, daß diese vielen Gespräche und unangenehmen Gedanken über die Vergangenheit sowieso noch eine Weile nachhängen. Und das es halt einfach dauert, bis der Schmerz etwas nachläßt...

Und das nennt sich jetzt Kurzfassung Smilie

Liebe Grüße an alle
Angie
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Angie37 hat zum Thema: Meine Geschichte... geschrieben
Weitsicht
Gast






BeitragVerfasst am: 18.12.2008, 23:42    Titel: Re: Meine Geschichte... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Angie,

herzlich willkommen hier im Kinder-Bereich.

Deine Geschichte hört sich nicht nach liebevoller Kindheit an, genau wie fast alle anderen Berichte hier.

Alkoholkranke Eltern wissen nicht was sie ihren Kindern mit ihrem Verhalten antun.

Du schreibst Du leidest unter Ängsten, ich kann gut nachvollziehen wie es Dir dabei geht. Mich überfielen Ängste nach der Geburt meiner Tochter, die ich seitdem versuche in mein Leben als Wegweiser zu sehen. Denn Ängste möchten uns aufmerksam machen, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.

Auf Seite 2 gibt es einen Thread "Ängste", dieser wurde von Majo geöffnet, vielleicht findest Du hier Anstösse für Dich.

Ich habe es immer abgelehnt Tabletten zu nehmen, da ich bewusst mit meinen Gefühlen umgehen möchte.

Schreibe und lese hier weiter, ich denke, dass Du für Dich hier einiges entdecken kannst, um mit den Folgeschäden unserer Kindheit mit alkoholkranken Eltern, leben zu können.

Alles Liebe Weitsicht
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Weitsicht hat zum Thema: Re: Meine Geschichte... geschrieben
Angie37
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.12.2008
Beiträge: 7
Alter: 39

BeitragVerfasst am: 19.12.2008, 00:02    Titel: Re: Meine Geschichte... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke für den Willkommensgruß.

Ja ich denke auch, daß ich hier gut aufgeoben bin und Antworten auf meine vielen Fragen bekomme. Und es ist schön, daß ich hier merke, daß ich ja doch nicht so anders bin als andere.

Ja über die Sache mit den Medikamenten werde ich mir wohl wirklich noch ne Weile den Kopf zerbrechen. Ist ne wichtige Sache für mich, weil ich es logischerweise noch nie mochte, wenn man sich gefühlsmäßig irgendwie betäubt. Hab früher nicht mal Kopfschmerztabletten genommen ... ach ja hab ich gar nicht erwähnt. Meine Mutter war auch Tablettenabhängig... das macht's auch nicht leichter.

Andererseits auch ein verlockender Gedanke, ein klein wenig "lustiger" durchs Leben zu laufen.... werde mir wohl noch etwas Zeit mit dem Arztbesuch lassen... über die Feiertage is das eh nix...

Jetzt werde ich ersmal auf Seite 2 weiter lesen....

Wünsche allen, die das lesen eine ruhige Nacht!
Angie
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Angie37 hat zum Thema: Re: Meine Geschichte... geschrieben
Maruschka
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.09.2008
Beiträge: 250
Alter: 47

BeitragVerfasst am: 20.12.2008, 16:30    Titel: Re: Meine Geschichte... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Angie,

auch von mir ein herzliches Willkommen.

Wenn es mir eine Zeitlang nicht gut geht, nehme ich Johanniskraut-Präparate. Aber auch nur immer wieder vorübergehend bis ich meine, es geht wieder ohne. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese bei leichten bis mittelschweren Depressionen gut helfen. Es muss jedoch hochdosiert sein. Du kannst dich in der Apotheke beraten lassen oder auch mit deinem Hausarzt darüber sprechen.

Ich habe nur einmal einen Versuch mit Antidepressiva gemacht. Und auch nur mit geringer Dosierung. Es ging mir darum meine Spannungskopfschmerzen zu behandeln und der Neurologe meinte, dass mit dem Wirkstoff gute Erfolge erzielt wurden. Ich habe die Tabletten aber nach kurzer Zeit wegen der Nebenwirkungen abgesetzt.

Ich kämpfe momentan immer wieder mit leichten Ängsten, die aufkommen. Das wird wohl damit zu tun haben, dass ich mich momentan intensiv mit mir und meiner Vergangenheit und wie mich die Kindheitsprägungen heute noch beeinflussen auseinandersetze. Aber ich sehe das auch so wie Weitsicht, dass ich mich mit diesen Gefühlen bewusst auseinandersetzen möchte.
Ich muss auch noch dazu sagen, dass meine Mutter tablettenabhängig ist. Und ich daher auch die Einstellung habe, dass ich Medikamente nur nehme, wenn es nicht anders geht.

Liebe Grüße
Renate
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Maruschka hat zum Thema: Re: Meine Geschichte... geschrieben
Angie37
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.12.2008
Beiträge: 7
Alter: 39

BeitragVerfasst am: 20.12.2008, 23:13    Titel: Re: Meine Geschichte... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi!
Ich bin für mich inzwischen zu dem Entschluss gekommen keine Pillen zu futtern. Ich denke, auch ich werde es merken "wenn es nicht anders geht".
Aber das mit dem Johanniskraut ist natürlich auch ein guter Tip. Hab ich ja auch schon von gehört, aber auf die Idee bin ich jetzt gar nicht gekommen.
Und diese Angst... ich habe gar nicht das Gefühl, daß ich mit ihr kämpfe. Ich denke auch, daß das Gefühle sind, die hochkommen, wenn man sich mit diesen unangnehmen Erfahrungen auseinandersetzt. Ich hab das dann auch oft im Zusammenhang mit Erinnerungen, die aus irgendwelchen Gründen ausgelöst werden. Und deswegen wollte ich auch gerne abwarten, wie sich das so weiter entwickelt, wenn die Therapie zu Ende ist...mal sehen....

Liebe Grüße
Angie
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Angie37 hat zum Thema: Re: Meine Geschichte... geschrieben
marinajako
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 1404
Alter: 37
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 21.12.2008, 16:31    Titel: Re: Meine Geschichte... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Angie,

ich selber halte Johanniskraut für eine interessante Alternative zu Psychopharmaka aber auch Johanniskraut gehört "zu den Medikamenten" und somit in die Hände eines Arztes nicht umsonst sind gewisse Johanniskraut Präparate verschreibungspflichtig außerdem muss du eine gewisse Dosis einnehmen damit sie überhaupt helfen am besten berätst du das mit deinem Hausarzt.

Lieben Gruß
Marina
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marinajako hat zum Thema: Re: Meine Geschichte... geschrieben

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