| danke an alle • Was soll ich noch tuen... |
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Seepferdchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2008 Beiträge: 12
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Verfasst am: 18.12.2008, 20:29 Titel: Was tun? |
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Hallo zusammen!
Einiges habe ich in diesem Forum heute schon gelesen, was mich sehr bewegt hat. Ich hoffe es ist ok, hier nochmal meine Vorstellung zu posten - wenn jemand etwas dazu sagen möchte, freue ich mich darüber!
Ich bin 30 Jahre alt und weiblich. Das Thema Alkohol beschäftigt mich seit einigen Jahren sehr intensiv. In meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis wurde schon immer viel Alkohol getrunken. Auch ich trinke ab und zu bei Anlässen ganz gerne - und auch manchmal zu viel. Mein Vater trinkt täglich, war vor einem Jahr ein paar Monate lang abstinent (nach Entgiftung im Krankenhaus) und ist danach wieder rückfällig geworden. Wieviel er trinkt kann ich nicht sagen, da er das auch heimlich macht.
Seit eineinhalb Jahren habe/hatte ich einen sehr lieben Freund. Ich bin nach nur einem Monat bei ihm eingezogen und bin total in ihn verliebt. Leider kam mir nach und nach die Einsicht, dass er keinen "normalen" Umgang mit Alkohol hat. Er trank oft allein bis zum Umfallen - am nächsten Tag gabs dann morgens ein Bier, damit es ihm wieder besser ging und oft blieb es dann nicht dabei, sondern der nächste Exzess folgte. Wenn er nach so einem Abend mir zuliebe keinen Alkohol trank, hatte er zittrige Hände, Schweißausbrüche, Kreislaufprobleme und Depressionen. Es ist übrigens auch schon vorgekommen, dass er statt dem Bier am Morgen Schnaps getrunken hat.
Ich habe ihm oft gesagt, dass ich damit nicht umgehen kann und möchte und ein großes Problem damit habe. Er hat immer wieder versprochen sich zu bessern, hat dann wochenlang keinen Alkohol angefasst, bis es wieder zum Eklat kam. Vor zwei Monaten wollte ich ihn verlassen, da die Situation total eskaliert ist. Wir hatten einen wichtigen Termin am Nachmittag und er war, als ich mittags nach Hause kam, bereits sturzbetrunken - dadurch hat er mich in eine echt peinliche und schwierige Situation gebracht. Er bat mich zu bleiben, sagte wie sehr er mich liebt, gelobte Besserung, wollte zum Psychologen gehen etc. Ich gab ihm also eine letzte Chance. Er hat auch wirklich einen Therapeuten zum Erstgespräch aufgesucht und es lief alles super in der Beziehung. Bis vorgestern. Da hatte ich abends einen Kurs. Bevor ich wegfuhr war alles noch super, als ich vier Stunden später heimkam war er so betrunken, dass er mich nichtmal mehr erkannte.
Also packte ich meine Sachen und verließ ihn, weil ich in dem Moment keinen anderen Weg sah. Schließlich musste ich ja glaubhaft bleiben und meine Ankündigung wahr machen...
Gestern entschuldigte sich mehrmals für seinen Fehler aber er könne das ja nicht mehr rückgängig machen. Übermorgen hat er seinen Termin beim Therapeuten und er will daran arbeiten. Er hat sicher auch gestern und heute getrunken...
Ich liebe ihn - und ich habe das Gefühl, ihn im Stich zu lassen und ich habe Angst, dass er sich etwas antut. Schließlich will er sich ja bessern und die Abstände zwischen den Besäufnissen sind auch größer geworden. Am liebsten würde ich zu ihm fahren und ihn in den Arm nehmen und sagen, dass ich ihm helfen werde. Aber mein Gehirn sagt mir, dass das nichts bringen würde. Bis jetzt hat er auch keine Anstalten gemacht, mich zurück zu wollen...
Ich glaube, ich habe überreagiert! Vielleicht sollte ich einfach gelassen darüber hinwegblicken, dass er solche Phasen hat!? Kann mir irgendjemand sagen, was ich tun soll? Mir geht es sehr schlecht, ich kann nicht schlafen, nicht klar denken, weine und bin total verwirrt.
Danke an alle, die das gelesen haben! Sorry, dass es so lang wurde |
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Backmaus Gast
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Verfasst am: 18.12.2008, 21:36 Titel: Re: Was tun? |
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Hallo Seepferdchen
Bis jetzt hast Du alles richtig gemacht!Bleib hart,er ist am Zug.Du hast ihm seine Chancen gegeben.Er muss erstmal eine längere Zeit abstinent sein,nicht nur versprechen sondern auch handeln.Du hast jetzt auch kein Vertrauen mehr.Bist zu oft enttäuscht worden.Lass dich nicht wieder einlullen!Es tut bestimmt weh im Moment aber das tun ständige Enttäuschungen auch.Liebe Grüsse Backmaus |
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| Backmaus hat zum Thema: Re: Was tun? geschrieben
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Seepferdchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2008 Beiträge: 12
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Verfasst am: 18.12.2008, 22:06 Titel: Re: Was tun? |
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Hallo Backmaus,
vielen Dank für Deine Antwort. Im ersten Moment war ich mir auch sicher, was ich zu tun habe. Da meine Worte in der Vergangenheit nichts bewirkt haben, wollte ich Handlungen sprechen lassen und hoffte, dass er dadurch das Problem ernster nimmt.
Aber es ist sehr schwer, hart zu bleiben. Im Rückblick fallen mir so viele positive Dinge unserer Beziehung ein. Naja, nutzt eh nix - da muss ich jetzt durch! Und wenn ich an die Zukunft denke mit Familiengründung oder so, sagt mir mein Verstand, dass es nicht einfacher geworden wäre damit umzugehen.
Liebe Grüsse Seepferdchen |
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Lillith67 Gast
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Verfasst am: 18.12.2008, 22:09 Titel: Re: Was tun? |
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Hallo Seepferdchen,
herzlich Willkommen hier im Forum.
| Zitat: | Ich glaube, ich habe überreagiert! Vielleicht sollte ich einfach gelassen darüber hinwegblicken, dass er solche Phasen hat!? Kann mir irgendjemand sagen, was ich tun soll? Mir geht es sehr schlecht, ich kann nicht schlafen, nicht klar denken, weine und bin total verwirrt.
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DAS kennen wir hier alle zu gut.
Und ich kann Dir aus meiner Sicht nur schreiben, Du hast das zur Zeit einzigst richtige getan, auch wenn es sich grad gar nicht so für Dich anfühlt. Du hast auch vollkommen recht, wenn Du folgendes schreibst:
| Code: | Schließlich musste ich ja glaubhaft bleiben und meine Ankündigung wahr machen...
[quote]
Das stimmt, ein Süchtiger hat sehr schnell raus, das da irgndwann nur noch "heisse Luft" raus kommt. Man wird unglaubwürdig.
Er hat jetzt Zeit sich zu überlegen was er in Zukunft machen soll, entweder er trinkt weiter oder er holt sich Hilfe und das schafft er ganz alleine, schließlich schafft er es auch das Glas oder die Flasche an den Mund zu führen.
Hier geht es jetzt um Dich. Du hast für Dich Sorge zu tragen. Der Austausch mit Gleichgesinnten tut oft gut. Evt. schaffst Du es nur etwas gutes für Dich zu tun, sei es ein heisses Bad, eine heisse Dusche... ein guter Tee, irgend etwas, was Du ganz geziehlt für Dich gutes tun kannst. Ich weiß das es grad unheimlich schwer ist für Dich, ich kenne diesen Zustand aus eigener Erfahrung.
Ich wünsche Dir hier einen regen Austausch.
LG
Lillith[/quote] |
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| Lillith67 hat zum Thema: Re: Was tun? geschrieben
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Lillith67 Gast
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Verfasst am: 18.12.2008, 22:11 Titel: Re: Was tun? |
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Ups.... da lief was schief, lesen kann man es trotzdem...
Lillith |
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| Lillith67 hat zum Thema: Re: Was tun? geschrieben
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Seepferdchen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2008 Beiträge: 12
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Verfasst am: 18.12.2008, 22:29 Titel: Re: Was tun? |
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Hallo Lillith67!
Danke, es tut Bestätigung zu bekommen. Du hast vollkommen recht, es ist seine Entscheidung - die muss er allein treffen. Ich kann nur warten und hoffen...
Derzeit versuche ich mich eher durch Arbeit abzulenken, was aber nicht so ganz klappt. Meine Wohnsituation ist auch nicht gerade die beste, weil ich ja bei ihm gewohnt habe und mich jetzt nur vorübergehend in einem Zimmer einquartiert habe. Aber DAS soll mich nicht in meiner Entscheidung beeinflussen.
Jetzt bin ich wieder entschlossen, stark zu bleiben!
lg Seepferdchen |
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Lillith67 Gast
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Verfasst am: 18.12.2008, 22:48 Titel: Re: Was tun? |
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Ich nochmal
Und ich wünsche Dir ganz viel Kraft dabei.
Und bitte vergesse Dich dabei nicht, das warten und hoffen ist mit einer Erwartungshaltung verbunden und sollte das denn nicht eintreffen zieht es einem wieder den Boden unter den Füssen weg und wir wollen doch das Du mit beiden Füssen sicher auf dem Boden stehen bleibst.
LG
Lillith |
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| Lillith67 hat zum Thema: Re: Was tun? geschrieben
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Backmaus Gast
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Verfasst am: 19.12.2008, 00:00 Titel: Re: Was tun? |
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Hoffe du kannst nach diesen Antworten heute Nacht besser schlafen!
liebe Grüsse von
Backmaus |
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| Backmaus hat zum Thema: Re: Was tun? geschrieben
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