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Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer

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Santafu
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.01.2009
Beiträge: 2
Alter: 52
Wohnort: HH

BeitragVerfasst am: 06.01.2009, 14:08    Titel: warum es scher ist ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

moin moin
ich bin gerade registiert worden und hoffe, dass ich was beitragen kann.
Da mein Mann seit ungefähr 15 Jahren getrunken hat und Alk. eine Krankheit ist habe ich mir immer wieder gesagt: Er ist krank und würde ich einem anderen Kranken einfach den Rücken kehren?? nein!!
Andere haben gesagt: lass ihn fallen , trenn dich von ihm ...
ich konnte es nicht Traurig.
Jetzt ist es seit November 2008 trocken und ich bin foh ihn nicht alleingelassen zu haben Smilie
Hoffe dass es erstmal ohne Rückfall so bleibt.
Ich war tief unten und weiss wie das ist.
Trotzdem ist die Angst ihn zu verlieren groß. Aber auch allein leben zu müssen.
Hier und im Heute leben dass hat mir geholfen.
Morgen ist auch noch ein heute Smilie

Santafu
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Santafu hat zum Thema: warum es scher ist ... geschrieben
espoir
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.11.2008
Beiträge: 1150
Alter: 44

BeitragVerfasst am: 12.01.2009, 15:31    Titel: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Mandy,

ich habe gerade gesehen, dass du on bist, deshalb krame ich deinen alten Thread hervor.
Wie geht's dir denn mittlerweile?
Ich hab' fei am 05.01. an dich gedacht! Winken
Magst du - vielleicht auch nur ganz kurz - erzählen, wie's dir ergangen ist?

LG
espoir
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espoir hat zum Thema: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 13.01.2009, 03:30    Titel: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Mandy,
Du schreibst, dass Dein Partner nicht coabhänig ist . Vielleicht hat er tatsächlich nie darunter gelitten dass dz alkoholabhängig bist und hat deswegen auch nie in erwägung gezogen, dich zu verlassen.
Weißt du, die Bilder, die erscheinungen des Alkoholikers isnd in den verschiedenen Stadien sehr anders udn dann auhc wieder von Mensch zu Mensch´. So gibt es welche, die fallen garnicht auf, dass sie trinken, Und das über Jahre. Da ist vielelciht nichts, was stört, ausser mal ne Fahne. Andere haben wiederum sehr heftige Erscheinungen, die von Lügen, Betrügen, Gewalt über Wahnvostellungen bis sonstwohin reichen. Viele Geschichten laufen typisch, parallel. Aber es gibt wohl doch auch Ausnahmefälle. Ob die wiederum vielelicht sogar so verlaufen WEIL der Partner garnicht Coabhänig ist und somit auch ganz anders agiert sei auch noch dahingestellt.
Es ist ja kein absolutes Muß den Partner zu verlassen, obwohl es ja oft empfohlen wird. Es ist auch Spekulation, ob es wirklich das Leid der Partner verlängert. Denn ein verlassenener Partner hört dann nicht unwillkürlich auf zu trinken. Ein Coabhängiger ist dann auch nicht geheilt udn kann auch schnell wieder in die nächste Coabhängigkeit geraten. Trennung ist kein Allheilmittel. Ein alkoholisierter Partner, der einne ständig irgendwie weh tut und tyrannisiert, das muß man sichnicht antun.
Es gibt viele Dinge, die weh tun, an die der betrunkenen sich nciht mehr erinnern kann. Wenn so etwas passiert muß man sich selber schützen. Zum beispiel durchTrennung. Wer sich dennoch nicht trennen willkönnte vielelicht in der Tat auch andere Wege finden, um diesen Begleiterscheinung aus dem Wege zu gehen, so dass die ALkoholkrankheit nicht zum Leid des Partners wird. Das Leid des Partners kann man ohnehin niemandem abnehmen.
Wenn man also trotzdem man wirklich leidet sich nciht trennen kann liegt das wohl in erster Linie daran, dass man sich wohl generell nicht trennen will von dem Partner den man liebt. Was ja irgendwo auch Sinn macht. Dann kommt ja noch die gewohnheit, das Loslösen aus dem gewohnten Umfeld, auch die Mühe etwas neues anzufangen, die Angst allein da zu stehen, finazielle Einbußen, Auflösung der Familie dazu.
Das muß man abwägen.
Ich finde es sehr wichitg zu verdeutlichen, dass man sich trennt, weil man sich selber oder auch seine Kinder damit schützt und damit nicht unbedingt den Menschen nciht mehr lieben darf oder jetzt meiden muß.
Auch muß deutlich sein, dass eine Trennung nicht dazu gedacht ist eine Genesung des Alkoholkranken herbei zu zaubern. Denn dann wird der Coabhängige irgendwie mit in die Verantwortung für den Alkoholiker gezogen. Das ist dann noch Coabhängiger. Wenns nciht klappt, dann kommen vielelicht noch Schuldgefühle dazu .
Ich finde es sehr normal dass es in einer Partnerschaft, wo eben noch Gefühle vorhanden sind, es auch viele Gründe gibt , die gegen eine Trennung sprechen. Ich finde es unnormal und ungesund, dass man sich nciht automatisch versucht zu 'schützen', wenn man leidet oder einem böse Dinge, egal ob absichtlich oder nicht, angetan werden.
Daher nicht so ganz verständlich, wenn davon gesprochen wird, dass man einen Kranke nicht alleine lassen soll. Zuerst muß man mal seine eigene Haut retten. Und der Kranke ist dann immer noch da, eventuell mit Abstand zu genießen. Ich halte ohnehin Beziehungen nicht so sehr für positiv, wenn man so stark aneinander klettet. Ich mag es eher, wenn jeder seinen Freiraum in einer Beziehung hat.
Also, ob Trennung oder nciht Trennung sollte man vielelicht im Einzeflla entscheiden.
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Frozen Tears hat zum Thema: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer geschrieben
dicke katze
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.02.2009
Beiträge: 42
Alter: 47

BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 12:50    Titel: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer?

Ich finde das auch eine gute Frage. Ich habe mich für die Trennung entschieden ( na ja ich versuche es, eher bin noch weit entfernt es auch zuschaffen), weil ich es so wie es war nicht mehr ertragen habe. Aber ich nun sehe auch die andere Seite, die Menschen die es geschafft haben bei ihrem Partner zubleibe. Und mein Herz möchte einfach zu ihnen gehören und nicht aufhören zuhoffen auf ein gutes Ende.
Nun ich weiß das, das Blödsinn ist, ich muss nach mir schauen, meine Seele muss „gesund“ werden.
Dennoch kann ich mich im Moment nur fragen warum fällt es mir so schwer, ihm fallen zulassen.

Lg dicke katze
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dicke katze hat zum Thema: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer geschrieben
Chopin
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 316
Alter: 54

BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 13:07    Titel: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
auch ich möchte zu diesem Thema etwas beitragen, fühle ich mich doch zum Einen durch die Fragestellung angesprochen, aber auch ganz besonders durch die bisherigen Beiträge.
Ich habe bereits einige Trennungsversuche von meinem alkoholabhängigen Partner hinter mir, die bisher alle gescheitert sind. Vielleicht einfach deswegen, weil die bisherigen Gründe immer bei ihm in seiner Person lagen, heisst, trennen damit er gesund wird, trennen damit man den Kranken fallen lässt u.s.w.
Dieses Mal ist es so, dass ich krank, ausgelaugt und am Ende bin. Und es nur einen Grund für diese Trennung geben kann, nämlich mich und mein Leben zu schützen. Und ich offenbar so tief fallen musste, um das zu begreifen.
Ich kann das was Frozen Tears schreibt nur unterstreichen. Es geht nicht nur darum, ob man einen Kranken fallen lassen darf, zuallererst muss es darum gehen, sich selbst zu schützen.

Liebe Grüsse
Chopin
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Chopin hat zum Thema: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer geschrieben
espoir
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.11.2008
Beiträge: 1150
Alter: 44

BeitragVerfasst am: 28.02.2009, 21:30    Titel: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Mandy,
wieder mal 'ne Suchanzeige... Winken
Magst du nicht kurz einmal von dir berichten?

LG
espoir
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espoir hat zum Thema: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer geschrieben
Speedy53
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.10.2008
Beiträge: 1370
Wohnort: Hessen

BeitragVerfasst am: 28.02.2009, 21:51    Titel: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

Chopin hat Folgendes geschrieben:
Es geht nicht nur darum, ob man einen Kranken fallen lassen darf, zuallererst muss es darum gehen, sich selbst zu schützen.


das möchte ich einfach mal unterstreichen!

Jeder ist selbst für sich verantwortlich..... egal ob Co. oder Alkoholiker.

Wie heisst es so schön... das Hemd ist mir näher als die Hose?

Also muss ich auf MICH achten!

Jeder Kranke hat die Möglichkeit sich helfen zu lasssen.... wenn ER es denn will!

Lieben Gruß
Speedy
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Speedy53 hat zum Thema: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer geschrieben
Mandy2
Gast






BeitragVerfasst am: 05.05.2009, 16:19    Titel: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

bor nu ist der Thread aber erst mal abgestaubt worden Winken erst vielen lieben Dank, für Euere Sichtweisen und gelebten Erfahrungen.

Ich bin ja für 3 Monate in eine LZT gegangen und dabei ist dann dieser Thread auch eingeschlafen.

Nun ja, ich denke auch das nicht jede Beziehung am Alkoholismus des Partners scheitern muss/sollte. Wenn man die ganze Beziehung ansieht, Unsere Beziehung hatte wohl noch den nötigen Halt und gegenseiteigen Respekt.

Auch habe ich eigentlich noch gut funktioniert, auch mit Alk, nach aussen war die Fassade sogar fast perfekt. Es wurde keine schmutzige Wäsche gewaschen und es gab keine unwürdigen Beschimpfungen oder gar Handgreiflichkeiten.

Klar hat es auch mal gerappelt, aber Streit gibt es in jeder normalen Familie, thats live.

Manche Bekannten waren sogar erstaunt, nur meine engsten Freunde, wussten bescheid.

Beide hatten wir Unser Päckchen wohl brav getragen, wie ich das Heute mit dem nötigen Abstand betrachte. Es geht also, das eine Beziehung Bestand haben kann, wenn man daran hart arbeitet.

In jeder Beziehung ist es aber auch so, es ist ein geben und nehmen, viel Vertrauen und den nötigen Respekt.

Die Liebe, ja auch die Liebe.

Zum Glück, haben die Kinder auch nicht alles mitbekommen und wir haben ein normales intaktes Familienleben, mit allen Höhen und Tiefen.

Manchmal ergibt sich auch ein Gespräch, da sitzen wir alle beisammen und reden über meine Krankheit, jeder hört dem Anderen zu, ohne zu verurteilen. Es bleibt dann stehen und es wird sacken gelassen.

Wir reden aber auch über alles Andere, was so anliegt, ich bin ja nicht der Nabel der Welt.

Hier und da kommt immer mal was hoch, dann hilft reden, nichts beschönigen oder vertuschen. Tut manchmal ganz schön weh, hält aber wach.

Ich betrachte es immer wieder als Geschenk und bin dankbar, das ich die Krise/Zeit, als mich der Alk noch bestimmte überwinden konnte.
Nur aufhören zu trinken das war auch erst der erste Schritt, da hatte ich die Hilfe von meinem Mann. Aber auch das Vertrauen, er hat mich machen lassen und ich hatte bis Heute nie das Gefühl, das er mich kontrolliert.

Vieleicht ist es auch gerade mit ein wichtiger Grund, das Vertrauen. Denn ich musste ja erst selber wieder lernen mir zu vertrauen.

Nochmal danke für die Beiträge von Euch Winken

MLG Mandy
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Mandy2 hat zum Thema: Re: Den Alkoholiker fallen lassen, warum fällt mir das so schwer geschrieben

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