| Wie dumm und unbeholfen • Meine mutter ist alkoholabhängig |
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Malone Gast
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Verfasst am: 10.12.2008, 23:48 Titel: Trennung durchhalten?? |
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Hallo ihr!
Bin froh jetzt mal jemand zu haben, der "Ahnung" hat!
Ich hab mich vor paar Wochen zum x-ten Mal von meinem abhängigen Freund getrennt (wir waren 5 Jahre zusammen,mit Unterbrechungen). Diesmal ist es aber irgendwie anders.. Ich bin mir so sicher, was ich will. Fühle mich aber grade deswegen so schuldig und frage mich dann, worher ich mir das Recht nehme jetzt einfach so weiter zu leben, als ob nichts gewesen wäre und er?? Stürzt ab, weiß nicht mehr weiter (hat er mir ja auch oft genug unter die Nase gerieben! "wen hab ich denn noch wenn du weg bist? DU hast ja deine Familie und Freunde!")
Obwohl ich weiß, dass ich meinen Weg gehen muss, fällt es mir so schwer von ihm loszulassen. Sicherlich, er hinterlässt eine riesige Lücke. Auch, weil ich ihn sehr geliebt habe. Weil ich seine "andere Seite" kenne.
Er ist nie aggressiv gewesen. Im Gegenteil, eher so der Jammerlappen. Psychischer Druck auf ne mitleidserregende Art und Weise.
Jeder sagt mir, ich soll froh sein ihn los zu sein. Bin ich einerseits ja auch. Aber die haben alle leicht reden! Schick mal den Mann weg, den du liebst, weil dir klar wird, dass er es nicht schafft! Da sag ich nicht einfach "Ciao" und geh weiter! Nö, da denk ich trotzdem jede verdammte Minute an ihn, wie´s ihm geht, was er macht... ist doch eigentlich egal! Sollte nach mir schauen...
Ist aber nach so langer Zeit Mami spielen nicht so leicht.
Wie schafft man das, alles zu vergessen? Oder soll man´s überhaupt vergessen? Ich war nie so der "Verarbeiter". Eher Verdrängungskünstlerin. Hilft aber nicht mehr...
Also, wie verarbeite ich das alles? Und vor allem, wie komme ich von ihm weg? Denn eins ist sicher.. der Teufelskreis sitzt so tief, dass wir nie wieder ein Paar werden könnten. Ich hab ihm nie helfen können und werd ich nie. Die Erkenntnis ist hart! |
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| Malone hat zum Thema: Trennung durchhalten?? geschrieben
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Amai Gast
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Verfasst am: 11.12.2008, 00:20 Titel: Hallo, Malone, |
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herzlich Willkommen, hier im Forum. Um`s Vergessen geht es, glaube ich, gar nicht, sondern darum, dass wir nicht zurück in die Vergangenheit, sondern nach Vorne, Richtung EIGENER Zukunft schauen und das Ganze im Hier und Jetzt.
| Zitat: | | Ich hab ihm nie helfen können und werd ich nie. Die Erkenntnis ist hart! |
Diese, Deine Erkenntnis, die ist super. Er braucht nämlich seinen absoluten Tiefpunkt, dass er für SICH selbst etwas macht, dass er, aus freien Stücken, für sich und sein Leben, ernsthaft trocken bleiben will und dafür auch in die Gänge kommt und alles Mögliche unternimmt.
Du bist auf gar keinen Fall für sein Leben verantwortlich und Schuldgefühle brauchst Du schon gar nicht haben. Er entscheidet, ob er trinkt oder nicht. Er entscheidet, ob er abstürzt oder nicht. Er entscheidet, ob er Alkohol oder Freunde haben möchte, ...
Ganz wichtig wäre, dass Du Dich jetzt zum Mittelpunkt Deines Lebens machst....dass Du Dir ganz wichtig wirst. Und das Schritt für Schritt ... Rom ist ja auch nicht an einem Tag gebaut worden....
Von Herzen alles Liebe,
Ingrid  |
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| Amai hat zum Thema: Hallo, Malone, geschrieben
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Malone Gast
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Verfasst am: 11.12.2008, 00:35 Titel: Re: Trennung durchhalten?? |
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Hallo Ingrid,
siehst du, das mein ich.. ich les deine Antwort und die Tränen laufen nur so runter.
Das ist es wovor ich Angst hab, dass er seinen "Tiefpunkt" erreicht. Was heißt das? Er ist erst 29! Was kann ihm passieren? Alle haben sich schon von ihm abgewendet. Schulden hat er bis über beide Ohren. Er hätte alles haben können!
Was ist der Alkohol nur für ein Teufelszeug, das alles kaputt macht??!! |
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| Malone hat zum Thema: Re: Trennung durchhalten?? geschrieben
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Amai Gast
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Verfasst am: 11.12.2008, 00:57 Titel: Liebe Malone, |
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dieser sogenannte Tiefpunkt, der ist wichtig: Solange er alles hat, also Dich, Versorgung, Wärme, Liebe, .... ist ihm gar nicht bewusst oder kann es ihm gar nicht bewusst werden, was der Alkohol mit ihm macht. Er braucht ihn, den Alkohol, um scheinbar leben zu können. Da ist ihm alles andere nicht wichtig....sondern nur Alkohol, Alkohol, Alkohol, ....
Es hört sich paradox an, aber wenn er seinen Tiefpunkt erreicht hat, aber ordentlich, dann wird er sich entscheiden. Aber er muss es machen und wollen, für sich und für sein Leben.
Hier könnten Dir unsere trockenen Alkoholiker viel besser Auskunft geben, .... wo sind sie nur????
Wieso weinst Du für ihn? Er muss es sich eingestehen, dass er krank ist, er trinkt ja nicht, weil er jemanden ärgern, kränken, verletzen möchte, ... es ist eine Suchterkrankung, bei der man Hilfe braucht. Aber man muss selbst darum bitten und es auch wollen.
Klar hätte er alles haben können und jung ist er auch ... er hat sich aber derzeit für ein anderes Leben entschieden und das kann nur er wieder ändern.
Viele liebe Grüße,
Ingrid |
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| Amai hat zum Thema: Liebe Malone, geschrieben
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Frozen Tears neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.11.2006 Beiträge: 465
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Verfasst am: 11.12.2008, 01:01 Titel: Re: Trennung durchhalten?? |
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Liebe Malone,
das hört sich erstmal bitter an mit dem Tiefpunkt, weil man klar erstmal Angst hat um einen Menschen, den man liebt udn ihn instinktiv beschützen möchte.
Aber dieser Tiefpunkt ist seine und auch eure einzige Chance.
Und niemand kann dir sagen, wann es soweit ist. So hart es sich anhört, aber je mehr er in der Sch**** steckt, also schulden hat usw , desto besser ist es. desto schneller mag es gehen. wenn erst der körperliche tiefpunkt , also die schweren krankheitsfolgen erreicht werden müssen ist vielleicht noch schlimmer. Leider ist ja seien vernunft nicht mehr ansprechbar. du mußt ebenso härte zeigen, wei du es von ihm verlangen würdest. Ob du das an seiner seite leben kannst ist eben fraglich.
Es bedeutet ja nicht, dass du nun mit ihm nichts mehr zu tun haben mußt. aber du darfst ihn nciht noch bemitleiden und bemuttern. GAnz im Gegenteil. Forder ihn doch einfach mal.
Geh deinen weg, such dir eine wohung und frag ihn ob er für dich renoviert. auch wenn er nciht mehr die kraft hat, keine zeit usw. Allein dass du ihm solche dinge anbietest kann ihn schon ein bißchen zum nachdenken über sich selbst bringen. Vielleicht findet er dann auch allmählich wieder einen sinn für den es sich zu kämpfen lohnt, statt sich gehen zu lassen.
Mein freund zum Beispiel ist manchmal auch absolut pleite. ich hatte auch zunächst mitleid mit ihm, mir seine selbstmitleidsgeschcihten angehört. dann als es zu bunt wurde und ermal wieder um 5 euro schnorte fragte ich ihm, ob er nciht noch irgendwas habe, was er zum pfandleihhaus bringen könne. Und tatsächlich, als es um die eigene wurst ging gings plötzlich. Tatsächlich verpfändete er was von seinem schmuck udn war seitdem nie wieder pleite. Kann sein, dass er auch seitdem woanders schnort, aber bei mir schämt er sich wohl zumindest. Und wenn er von seinen problemen erzählt, frage ich ihn immer wieder, was Er wohl meint, wie das nur kommen kann, so als ob ich nicht drauf kommen würde, dass der Alkoholkonsum an allem schuld ist. Mitleid bekommt er nicht. Sondern nur ein scheinheiliges: Ach wirklich? Wie kann das denn angehen.
irgendetwas muß einen Alkoholiker ja letzlich drauf stoßen, dass er abhängig ist. Gibt denn dein freund zumindest zu, dass er ALkoholiker ist? |
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| Frozen Tears hat zum Thema: Re: Trennung durchhalten?? geschrieben
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Karotte sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.12.2007 Beiträge: 2830 Alter: 36
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Verfasst am: 11.12.2008, 01:19 Titel: Re: Trennung durchhalten?? |
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| Malone hat Folgendes geschrieben: |
Bin froh jetzt mal jemand zu haben, der "Ahnung" hat! |
Wirst Du hier nicht wirklich finden...denn Du weißt am allerbesten was Sache ist....
Du bist nicht verantwortlich für Ihn und sein Leben.
Loslassen...ist ja auch ein sein lassen...ich verstehe das auch als akzeptanz von dem was ist...ohne Gewalt - geistig, seelisch, körperlich
| Zitat: | | Ist aber nach so langer Zeit Mami spielen nicht so leicht. |
Mami: Das ist eine Rolle die Du übernommen hast...und hast Du auch deine weibliche Seite ausgelebt? Mir geht es so das mir dieses mütterliche irgendwie leichter fällt, aber es kotzt mich manchmal auch an...Frau sein das is die andere und in meinen Augen bessere Seite, da gehört sicher auch das kümmern mit dazu, aber eben nur dazu...Diese Rolle hast Du eingenommen. Du allein. Du hast Dich dafür entschieden gehabt. Was ist dein Bedürfniss dahinter? Warum wolltest Du diese Mutterrolle spielen/sein?
Verdrängen is ganz schlecht macht krank...mir hilft das malen und schreiben Sachen zu verarbeiten und das laufen da kann ich gut denken und nochmal ananlysieren....was los is...
Denk an Dich...Liebe Dich...kümmere Dich um Dich....das wird schon. Gib Dir Zeit und Geduld....Lass es laufen....
LG KArotte |
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| Karotte hat zum Thema: Re: Trennung durchhalten?? geschrieben
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Malone Gast
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Verfasst am: 11.12.2008, 04:42 Titel: Hallo FrozenTears |
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[quote="Frozen Tears"]
| Zitat: | | Es bedeutet ja nicht, dass du nun mit ihm nichts mehr zu tun haben mußt. |
Doch, es bedeutet leider, dass ich nichts mehr mit ihm zu tun haben darf! Sonst schaffe ich es nicht von ihm weg zu kommen. Und das möchte ich.
Ich hab eingesehen, dass wir keine Zukunft mehr zusammen haben. Es ist soviel passiert und mein ganzes Umfeld weiß darüber bescheid. Ich könnte nicht mehr in den Spiegel sehen, würde ich ihn noch einmal zurück nehmen.
Das Schlimme ist, er WEISS seit sehr langer Zeit, dass er ein Problem mit dem Alkohol (und wenn nicht grade Alkohol dann Kiffen) hat. Wir haben immer ehrlich geredet. Er hat zwei KZT gemacht, mehrere Entgiftungen. Und immer wieder fing alles von Vorne an. Für mich macht es keinen Sinn mehr.
Ich frag mich nur, wie ich das alles verkraften soll??
| Zitat: | | Mein freund zum Beispiel ist manchmal auch absolut pleite. |
Wie ist das denn bei dir? Trinkt dein FReund? Ist er in Behandlung? Akzeptierst du, dass er trinkt?
Liebe Grüsse
Malone |
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| Malone hat zum Thema: Hallo FrozenTears geschrieben
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Malone Gast
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Verfasst am: 11.12.2008, 04:59 Titel: Re: Liebe Malone, |
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Hallo Ingrid,
| Zitat: | | Wieso weinst Du für ihn? Er muss es sich eingestehen, dass er krank ist, er trinkt ja nicht, weil er jemanden ärgern, kränken, verletzen möchte, . | ..
Das ist, was denke ich so schwer zu kapieren ist! Ich mein, bei jeder anderen Krankheit würde man seinem Partner zur Seite stehen. Würde mit ihm durch Höhen und Tiefen gehen. Und in dem Fall muss ich ihn in seine Tiefen stürzen lassen um ihm zu helfen?
Ich habe das mit meinem Verstand schon lange kapiert... aber ich will es jetzt auch schaffen das umzusetzen. Auch ihm zu Liebe. Denn wenn ich ihm weiter "helfe" verlängert sich ja alles nur. Ich muss ihn gehen lassen. Äusserlich habe ich das ja schon getan. Ich lebe in einer anderen Stadt. Ich habe seine Nummer gelöscht. Ich gehe nicht ans Telefon wenn er anruft. Auch um mich selbst zu schützen, denn nur zu leicht werde ich wieder schwach wenn er nüchtern und reumütig ist.
Nur innerlich, da sieht´s ganz anders aus. Da vermisse ich ihn und mach mir Sorgen und fühle ich mich einsam ohne ihn.
Naja, da muss ich wohl jetzt durch, was?!
Darf ich dich fragen, was deine Geschichte ist? Bist du mit jemandem zusammen, der abhängig ist/war?
Liebe Grüße
Malone |
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| Malone hat zum Thema: Re: Liebe Malone, geschrieben
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