| Wenn mich was anpieckst..... • mein partner ist alkoholiker u ich erwarte ein kind von ihm |
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amor neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 7 Alter: 47
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Verfasst am: 09.12.2008, 16:56 Titel: auf und ab |
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Auf und Ab
ich habe mich schon vor einigen wochen im vorstellungsbereich vorgestellt und seitdem viel hier gelesen. ich bin auch co abhängig. meinen mann habe ich 2007 kennengelernt. am anfang habe ich seinen alkoholkonsum nicht so wirklich gecheckt, denn viele menschen trinken gern mal ein paar bier. es wurde dann ganz schnell von beiden seiten die große liebe, und wir sind nach 3 monaten zusammengezogen. er hat weiter getrunken, aber die menge war mir gar nicht bewusst. er wird aber nie ausfallend oder ist betrunken, ein pegeltrinker eben.ich kann immer nur sagen, ich hab den liebsten mann der welt, aber das er seine gesundheit kaputtmacht, damit komme ich nicht klar. ich habe ihn jedenfalls im sommer 2008 geheiratet und es auch nicht bereut. allerdings habe ich dann gemerkt, er trinkt schon morgens seine 3 bier, dann fahren wir arbeiten, und nachmittags gehts weiter mit dem trinken, bis zu 18 flaschen teilweise. letzte woche ist mir dann der kragen geplatzt und wir haben geredet. er hat letztes jahr im februar schon mal einen kalten entzug versucht, das ging aber gar nicht, und ich fand das ganz schrecklich ihn so leiden zu sehen. auf jeden fall trinkt er seit letzter woche nur noch ca. 10 bis 12 bier. morgens überhaupt nicht mehr. ich hoffe nun es wird noch weniger. ich habe ihm klar gesagt, das ich nicht weiss, was aus unserer ehe werden soll, wenn er weiterhin so viel trinkt. allerdings sieht er nicht ein, das er alkoholiker ist. er meint,er hätte es in der letzten zeit einfach übertrieben, wegen seiner probleme. ich würde gern eure meinung hören, ob so etwas klappen kann, immer weiter runterreduzieren, oder ist< das nur selbstbetrug. ich möchte nochmal betonen, ich habe nichts auszustehen, keine gewlttätigkeiten oder sonstiges, im gegenteil, lieb und aufmerksam. liebe grüße
amor |
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Laurina5 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 08.06.2005 Beiträge: 303 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09.12.2008, 17:23 Titel: Re: auf und ab |
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Hallo amor,
sei willkommen hier im Forum.
Ich denke, dass Du Dich schon ein wenig durchgelesen hast und berechtigte Gründe Dich hier her führten. Lt. Erfahrungswerten klappt es mit dem eigenen runter reduzieren nicht, bei dem nächsten Konflikt werden es dann wieder mehr Biere. Nur 10 - 12 Biere täglich, das liegt weit über dem normalen Schnitt, damit würde ein normaler Mensch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Folglich ist Dein Mann alkoholabhängig und krank. Diese Krankheit schreitet voran, bis der Leidensdruck auf der einen oder anderen Seite groß genug wird, um etwas ändern zu wollen/müssen. Nicht jeder Alkoholiker wird böse oder aggressiv, ich kenne auch einige, die ganz lieb und anhänglich wurden und anschließend einschliefen. Für Dich stellt sich die Frage, ob Du weiterhin so leben möchtest und Dein Leben auf seine Trinkgewohnheiten einstellen oder ob Du Dein Leben selbst in eigener Verantwortung in die Hand nehmen möchtest. Neben diesem Forum sind alle Fragen übrigens gut in einer Angehörigengruppe zu klären.
Lieben Gruß Laurina  |
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skybird sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.01.2008 Beiträge: 4106
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Verfasst am: 10.12.2008, 08:54 Titel: Re: auf und ab |
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Guten Morgen amor,
herzlich willkommen hier im Forum auch von mir. Schön, dass Du ihn liebst und ihm auch helfen willst. Er - jedoch - kann sich nur selbst helfen. Das hast Du , glaube ich, sicher schon in vielen Beiträgen hier im Forum gelesen. Du fragst nach dem runtertrinken. Ich bin der gleichen Meinung wie Laurina - das funktioniert nicht.
Wir haben es hier mit einer Sucht zu tun, die einen körperlichen Entzug braucht - eine Entgiftung des Körpers. Die wenigsten schaffen dies alleine und wenn, dann wird es höchstens eine Trinkpause. Nur nicht trinken reicht eben nicht um trocken zu werden.
Und ob das mit den momentan 10-12 Bier stimmt - kann auch falsch sein. Es werden clevere Strategien entwickelt um ungestört vom Partner heimlich weitersaufen und seinen Pegel halten zu können. Ein Teil des Suchtverhaltens.
Gut für Dich ist sicher der Austausch mit anderen - hier und evtl. in einer realen SHG? Es gibt sicher Beratungsstellen in Deiner Stadt bezüglich Alkoholabhängigkeit und dort bekommst Du dann auch entsprechende Adressen für Angehörige.
Wenn er nichts für sich tut, dann ist es umso wichtiger, dass Du etwas für Dich tust, sonst gerätst Du in eine Spirale, die Dich kontinuierlich nach unten ziehen wird.
Pass auf Dich auf!
Liebe Grüsse
Skybird |
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amor neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 7 Alter: 47
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Verfasst am: 16.12.2008, 19:37 Titel: Re: auf und ab |
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hallo
ich danke euch für eure antworten
im moment geht es mir wieder besser, ich versuche mich von der situation abzugrenzen und habe wieder das tägliche walken für mich entdeckt, dabei kann ich abschalten und in ruhe überlegen. mein mann trinkt seit unserem gespräch ab 16.00 uhr oder später sein bier. der konsum hat sich immerhin auf 9 bis 11 reduziert. am sonntag waren wir im harz zum skifahren, hat super spass gemacht und er hat den ganzen tag nicht getrunken. allerdings so gegen 18.00 uhr hat er sich ein bier an einer tanke geholt, da gings wohl nicht anders. ab da bin ich dann auch den restweg gefahren. ich frage mich manchmal, wenn er doch relativ viele stunden ohne aushölt, warum geht es dann nicht ganz ohne. er hat auch keine entzugserscheinungen, aber er wird schon ein bischen unruhig, wenn es spätnachmittag wird. aber unser zusammenleben ist positiver geworden, wir verbringen den tag zusammen, ohne das er ständig müde ist. morgens wird zusammen gefrühstückt, was sonst nicht möglich war und er hat auch wieder mehr appetit. allerdings habe ich angst davor, das sich der konsum wieder erhöht, so richtig vertrauen kann ich nicht. er hat aber zugegeben, dass er sich jetzt wesentlich besser fühlt. ich habe vorhin den satz gelesen: es ist, wie es ist. da steckt eine menge wahrheit drin, ich kann den partner nicht ändern, aber ich kann mich ändern und sehen, das es mir gutgeht.und das werde ich versuchen.
ich wünsche euch allen einen schönen abend und viel kraft und mut
lieben gruß
amor |
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| amor hat zum Thema: Re: auf und ab geschrieben
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skybird sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.01.2008 Beiträge: 4106
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Verfasst am: 24.12.2008, 12:40 Titel: Re: auf und ab |
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Na, amor, den Mut und die Kraft wirst Du auch brauchen. Die Kraft, es an der Seite eines nassen Alkoholikers weiterhin auszuhalten und den Mut die Dinge zu ändern, die Du für Dich ändern kannst.
In diesem Sinne ein entspanntes und trockenes Weihnachten!
LG Skybird |
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| skybird hat zum Thema: Re: auf und ab geschrieben
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Julchen148 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.12.2008 Beiträge: 2962
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Verfasst am: 24.12.2008, 14:10 Titel: Re: auf und ab |
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Hallo amor
ich weiß, wovon du redest, bei mir war es ähnlich.
Ich habe das 10 Jahre mitgemacht, dann hat mein Mann einen Entzug gemacht und war 11 Jahre trocken. Vor 2 Jahren hatte er einen Rückfall und seitdem kämpfen wir wieder . Ich bin co-abhängig und bin ziemlich am Ende.
Ich wünsche dir viel Kraft und frohe Weihnachten
julchen148 |
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| Julchen148 hat zum Thema: Re: auf und ab geschrieben
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Ette sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2007 Beiträge: 1660 Alter: 55
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Verfasst am: 19.05.2009, 21:05 Titel: Re: auf und ab |
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hallo amor,
wie ist denn die "ausschleicherei" deines mannes aus dem alkohol weitergegangen? schließlich ist es ja nun schon eine weile her, dass du hier geschrieben hast. wie geht es denn bei euch inzwischen?
lg
ette |
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| Ette hat zum Thema: Re: auf und ab geschrieben
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