Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen

Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter  
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Erwachsene Kinder von Alkoholikern -> Seite 19
egoistin!?   •    Meine Mutter trinkt immer mehr  
Autor Nachricht
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 07.12.2008, 20:16    Titel: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich lese und schriebe hier schon seit langer Zeit. Anfangs habe ich einfach nur nach ein paar Informationen hier gesucht, doch bin ich auf viel mehr gestoßen als ich erwartet habe. Nämlich auf sehr viele Spiegelbilder meiner selbst. Zunächst gab es nur den Cobereich, wo ich mich nur teilweise wieder fand. Dann wurde der Bereich erwachsene Kinder von Alkoholikern abgetrennt udn plötzlich bekam ich unheimlich viele Aha-erlebnisse. Während für mich der Co-Partnerbereich in seinen Threads sehr ähnelt und viele Parallelen zu sehen sind , viele Geschichten auch ähnlich verlaufen, ( auch wie die meiner Eltern)finde ich im Co-Kinderbereich viel mehr unterschiedliche Facetten von Coabhängigkeit. Als Kind eines Alkoholikers und einer coabhängigen Mutter sehe ich, dass sich die Situation sehr unterschiedlich auf die Kinder auswirken kann. Wie ich schonmal in einem anderen Thread beschrieben habe hat sich die Kindheit bei mir und meinen Geschwistern auch sehr unterschiedlich entwickelt und auch im Austausch mit anderen Kindern hier merke ich dass sich sogar ganz gegensätzliche Tendenzen entwickeln können.
Sogar in mir selber sehe ich viel Widersprüche. So gab es beispielsweise in meinem Leben ganz gesunde Beziehungen. Auch Zeiten , wo ich vor Energie strotze , mich selbst verwirklichte und ich kann auch sagen, dass ich eher ein sehr unabhängier Mensch bin. Ich denke, dass es ein resultat ist , dass ich niemals so werden wollte wie meine Mutter, die es nie geschafft hat sich von meinem Vater zu trennen.
Ich habe mich in meiner Kindheit viel zurückgezogen, aus Selbstschutz, was ich heute immer noch brauche, habe dadurch auch viel Kreaitivtät entwickelt.
Dennoch gibt es auch die andere Seite. Gefühlsmäßige Beziehungsabhängigkeiten mit Kontrolle. Schuldgefühle, wechselnde Selbstwertgefühle, zu viel Verantwortung in der Kindheit.
Ängste. Für ein Kind finde ich es unverantwortlich in einer alkoholkranken Familie aufwachsen zu müssen. Man hat keine Wahl, ist der ganzen Sache vollkommen hilflos ausgeliefert und jeder Co-Partner sollte in erster Linie einmal an die Kinder denken.
Noch dazu habe ich im Moment eine Art Beziehung zu einem Alkoholiker, wenn auch diese etwas auf Entfernung abläuft. Wir wohnen nicht zusammen und jeder trägt Verantwortung für sich selbst. Wir treffen uns sporadisch, nur, wenn wir beide Lust darauf haben, andere würden es vielleicht nicht einmal Beziehung nennen. Warum diese 'Beziehung' überhaupt, frage ich mich selber, nachdem ich hier schon vieles gelesen habe und auch weiß, dass diese keine Zukunft hat und auch vielleicht nicht einmal den Namen verdient. Aber ich habe verstanden, dass ich für meine persönliche Entwicklung dieses Spiegelbild brauche. Wir haben viele Gemeinsamkeiten und schöne Momente , stoßen aber auch an unsere Grenzen. Ich merke, dass mir vieles noch nicht bewußt war und ich an vielem auch schon gearbeitet habe, doch einiges auch noch nie so wahrgenommen habe.
So wie ich hier in den Threads lese und mich weiter entwickle, so betrachte ich auch meine Beziehung und gewinne neue Erkenntnisse über mich und mein Leben. Mein Freund hat seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht, hat aber mittlerweile eingesehn dass er abhängig ist.
Nach drei Jahren hat er zum ersten Mal von sich aus geäußert, dass er Hilfe braucht, eine Therapie braucht. Ich habe ihn noch nie damit unter Druck gesetzt, sehe das mehr als seine eigene Baustelle an. Hin und wieder reden wir darüber, ich halte aber nicht viel davon das ganze ständig zu thematisieren, da ich meine, es muß von ihm kommen. Wenn er Hilfe will, wird er es schon äußern. Wenn dann aber Dinge passieren in seinem Leben , zum Beispiel, dass er ständig wichtige Dinge verliert, dann frag ich ihn schon, was er meint woher das wohl kommt. aber mehr als den Tipp alles wichitge eben zuhause zu lassen kann ich ihm nicht geben. Sein Alkoholproblem muß er selber angehen.
ich habe hier im Forum schnell begriffen, dass es um mich geht. Udn dass ich mcih an Diskussionen beteiligen kann udn Hilfe leisten kann, wo es um Leute geht, die dafür bereit sind.

Also zu mir:
Ich verstehe die beiden Komponenten Alkoholsucht und Coabhängikeit als zwei getrennte Dinge, die ja beide irgendwie auch in mir schlummern und ich hatte sie bisher noch nie so getrennt wahrnehmen können.

Ich spüre, dass es immer noch offene unverarbeitete Wunden gibt.
Ich spüre, dass es Anziehungskräfte und Ablehnung gibt.
Mir wurden die ganzen Mechanismen des Alkohols so klar, wie teuflisch diese Krankheit ist, wie unnütz sie überhaupt keine Probleme löst , sondern im Gegenteil nur neue schafft. Ich sehe aber auch die Macht des Alkohols, wie er den Menschen verändert, wie er ihm das Gefühl gibt so stark zu sein und so frei, Probleme vergessen läßt und neue Wege jenseits von Moral und Schuldvorstellungen eröffnet, die man sich sonst nicht wagt zu gehen udn ebenso scheinbar auch Verantwortung abstreifen läßt, die man normalerweise zu tragen hat. Doch letztlich stellt sich das Ganze nur als eine Illusion heruas. Ebenso die Coabhängigkeit, die versucht einen Menschen nach seinen Vorstellungen verändern zu können. Die Wut, die dabei hochkommt , wenn man bemerkt, dass man doch nur mit dem Kopf gegen die Wand läuft. Alles ein ewiger Schrei nach Liebe. Liebe, die man aber nicht erzwingen kann. Liebe, die etwas freiwilliges ist. Kein Tauschgeschäft. Liebe, die im Alkohol ertränkt wird. Gute als aus schlechte Gefühle werden einfach betäubt, so dass man meint mächtig zu sein und eben gefühlsunabhängig.
Ich habe verstanden, wie diese beiden Komponenten gut funktionierend ineinander greifen können, so dass sich ein perfekt funktionierendes Abhängigkeitspaar bilden kann, oder eben auch verinnerlicht in einer Person das erwachsene Coabhängige Kind.
Coabhängigkeit bei Partnern durchschaue ich schnell, begreife die Mechanismen. Alkohol auch. Aber diese in uns Kindern verinnerlichten Widersprüche machen mir mehr Sorgen. Manchmal kommt es mir vor, wie teufelchen und Engelchen und je nachdem was da gerade überwiegt zeigt es sich nach außen.
So verabscheue ich auf der einen Seite den Alkohol so sehr, finde ihn manchmal ekelig. Doch habe ich mich auch schon dabie erwischt, wie ich diesen sonst so abartigen Geruch manchmal als so etwas mir vertrautes wahrnehme, mich so heimisch fühle. Vater an der Seite rieche und inahlliere wie ein Herrenparfum.
Das ist krank, finde ich. Aber in mir vorhanden.

Ich habe ja auch gelernt , dass ein Alkoholiker auch siene beiden Seiten hat, ein liebenswerter Mensch sein kann und aber auch den Teufel in sich trägt. Ich weiß sehr wohl, dass ich mir daher eine Distanz bewahren muß.
Das finde ich sehr nützlich, das es sich in meiner Kindheit doch so geprägt hat. Menschen ohne Alkoholproblem würde ich viel näher an mich heranlassen und da dann womöglich meine Beziehungsabhängikeit viel stärker leben, weil ich sie vielelicht idealisiere?

Ich weiß, wie schlimm sich die Alkoholsucht entwickelt, welche Gesichter sie mehr und mehr annimmt. Ich weiß, dass da irgendwo Grenzen gesetzt werden MÜSSEN. Doch ebenso ist mir bewußt, dass es besonders bei dem Alkoholkranken Süchtigen ein sehr langer Weg sein kann udn sich sein Bewußtsein auch sehr langsam dahin entwicklen kann, dass man keinen oder nur wenig Einfluß darauf hat.
Ich glaube, man kann jemanden nur ein wenig in die Richtung schubsen.
kleine Impulse geben zum Nachdenken. Aber tun muß er alles selebr, seinen Weg gehen auch.
Wo bleibe ich? Was sind meine ziele. Auch mein Weg ist ein langer. Vieles hat sich bei mir schon wie aus einem vertüdelten Wollknäuel entworren.
Manchmal fehlt mir der Weg, wie ich mit meinen Erkenntnissen umgehen kann. So wird mir mehr und mehr bewußt wie verletzt meine Seele wurde. Wenn es mir bewußt wird, gedanklich, dann spüre ich teilweise auch Schmerzen oder eher ein Druckgefühl.
Ich spüre auch wie sehr sich hinter diesem Gefühl beispielsweise Ängste aus der Kindheit verbergen.
ich versuche Schritt für Schritt an diesen Gefühlen zu arbeiten, merke aber auch, dass ich mir dabei nicht zuviel zutrauen darf.
Eins nach dem anderen.
Keiner kommt hier ins Forum und findet in ein paar Tagen sein Patentrezept. Also auch das muß man lernen : Geduld, nichts überstürzen, sich Zeit nehmen. Auch wenn man anderen Kommentare in die Threads schreibst sollte man das berücksichtigen, meine ich. Veränderungnen kommen nicht von heute auf morgen und schon garnicht mit Druck, sondern mit Einsicht. Wir müssen alle erstmal lernen klare Gedanken und Ziele zu formulieren. Vielleicht eines der schwersten Dinge hier.
Mein Ziel ist es mehr und mehr mein verinnerlichtes Coabhängikeitswirrwarr zu erkennen und zu entwirren. Und ich hoffe dabei weiterhin auf Eure Unterstützung.
Nach oben
Frozen Tears hat zum Thema: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben
simmie
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.09.2007
Beiträge: 1869

BeitragVerfasst am: 07.12.2008, 23:12    Titel: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Frozen Tears hat Folgendes geschrieben:

Warum diese 'Beziehung' überhaupt, frage ich mich selber, nachdem ich hier schon vieles gelesen habe und auch weiß, dass diese keine Zukunft hat und auch vielleicht nicht einmal den Namen verdient. Aber ich habe verstanden, dass ich für meine persönliche Entwicklung dieses Spiegelbild brauche.


hallo Frozen Tears,

ich habe mir mal diese sätze herausgepickt und würde einfach mal behaupten, dass du für deine persönliche entwicklung ein solches spiegelbild nicht brauchst.
leider meinen wir kinder von alkoholikern gerade dies und geraten häufig an solche beziehungen, die keine zukunft haben.
ich kenne solche beziehungen auch. für mich selbst muss ich sagen, dass es augenwischerei ist, an diesen beziehungen festzuhalten.
ein starkes motiv für mich hier im bereich der erwachsenen kinder zu schreiben und mich mit meiner vergangenheit zu beschäftigen, ist auch, mich aus solchen beziehungen zu lösen.
ich habe gelernt, dass ich sehr aufpassen muss, um nicht in solche muster zurückzufallen.

grüße simmie
Nach oben
simmie hat zum Thema: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben
Weitsicht
Gast






BeitragVerfasst am: 08.12.2008, 14:10    Titel: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Frozen Tears,

ich freue mich, dass du hier im EKA-Bereich einen Thread geöffnet hast, ich lese Dich gerne, bist ein guter Spiegel für mich und Dein Thread-Titel sagt viel wahres aus, frau/man findet sich, wenn sie auf Entdeckungsreise zu ihrer/seiner Mitte unterwegs ist.

Denn eines ist uns allen EKA`s klar, dass wir anders, als andere sind. Und nur Eigenes uns zur Lebendigkeit und innerer Stärke hinführt.

Zitat Frozen Tears

Keiner kommt hier ins Forum und findet in ein paar Tagen sein Patentrezept. Also auch das muß man lernen : Geduld, nichts überstürzen, sich Zeit nehmen. Auch wenn man anderen Kommentare in die Threads schreibst sollte man das berücksichtigen, meine ich. Veränderungnen kommen nicht von heute auf morgen und schon garnicht mit Druck, sondern mit Einsicht. Wir müssen alle erstmal lernen klare Gedanken und Ziele zu formulieren. Vielleicht eines der schwersten Dinge hier.
Mein Ziel ist es mehr und mehr mein verinnerlichtes Coabhängikeitswirrwarr zu erkennen und zu entwirren. Und ich hoffe dabei weiterhin auf Eure Unterstützung

Frozen Tears, den Schluss von Deinem Beitrag finde ich besonders wichtig, mit Druck erreicht und verändert man keine Menschen, dieses durfte ich 1. durch meine Kinder, 2. durch meinen Therapeuten lernen und erkennen. Beide haben mir geholfen meine Liebesfähigkeit wahrzunehmen. Verschüttetes an Gefühlen hochzuholen, es zu betrauern um angstfreier mein Leben gestalten zu können.

Gestern waren es 3 Monate seitdem ich hier im Forum sein darf, einiges konnte ich seitdem ändern, fahre jetzt wieder angstfrei auf der Autobahn rauche nicht mehr, verstehe meinen Mann besser, er ist auch EKA, ist viele Jahre hilfloser Helfer gewesen, stellte dieses, "Für andere Dasein" über unsere Bedürfnisse als Partner.

Ich habe beides in mir verinnerlicht Sucht (Rauchen) wie abhängiges Verhalten, am Anfang unserer Beziehung lebten wir eine Symbiose(Abhängigkeit), bis ich mit 27 Jahren wach wurde, und mir klar wurde, dass dieses Verhalten krank war/ist. Und mich eine Angstneurose zwang nach mir zu sehen, um besser meine Symtome verstehen zu können.

Seit dieser Erkenntnis habe ich mit Therapeuten, in Seminaren, mit Gleichgesinnten und Büchern an meiner Entwicklung, sowie, wir (mein Mann und ich) liebe- und einfühlsam unsere Kinder begleiten konnten, gearbeitet.

Denn gesunde Vorbilder gab es in meiner und seiner Familie nicht und in der Gesellschaft nur wenige.

Noch eines ist mir hier im Forum und im realen Leben aufgefallen, dass Frauen deren Väter alhoholabhängige waren/sind, sich eher alkoholabhängige Partner aussuchen.

Suchen Töchter doch Männer aus die ihrem Vater ähnlich sind?

liebe Grüsse Weitsicht
Nach oben
Weitsicht hat zum Thema: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 09.12.2008, 03:28    Titel: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Simmie,
bisher habe ich in meinem Leben nicht nach solchen Beziehungen gesucht. Habe mich getrennt, wenn jemand zu sehr an mir klammerte oder zu abhängig war. Habe alkohol- und drogenabhängige vorn vornherein abgelehnt. Einmal hatte ich einen freund, der gekifft hat, was er gleich einstellen mußte, und auch getan hat.
Da war ich bisher immer konsequent.
Nicht einmal Raucher mochte ich, obwohl ich lange selber geraucht habe.
Aber bei meinem jetzigen Freund ist alles anders.
Wir wollten von Anfang an beide keine Beziehung und hatten deswegen auch keine großartigen Ansprüche aneinander. Ein Abenteuer, welches sich etwas in die Länge gezogen hat.
Auch suche ich hier keine Hilfe für ihn, ohnehin ist er in meinen Augen wohl noch eine ganze Ecke davon entfernt es zu schaffen.
Dennoch ist er sozusagen Auslöser dafür, dass ich für mich angefangen habe mich mit meiner Coabhängigkeit zu beschäftigen.
Somit ist EReigentlich nur ein Spiegel für Dinge, die ich beriets in meinem Leben erlebt habe, allerdings aus einer anderen Position heraus.
Er hilf mir sogar dabei, mich an Dinge zu erinnern und nochmal zu durchleben. Ich leide nicht in unserer Beziehung.
Es tut mir gut, wie ich auf Dinge gestoßen werde, die wohl irgendwie in meinem Unterbewußtsein schlummerten.
Ich verstehe mehr und mehr die Hintergründe vom Alkoholismus, udn dadruch auch mehr meinen Vater. Kann ihn besser verstehen und verzeihen. Ich spüre auch langsam Gefühle, die ich wohl als Kind unterdrückt hatte. Wut. Enttäuschung. Hilflosigkeit. Ängste.
Nicht nur durch meinen Freund, auch durch Lesen im Forum. Durch meine freund erfahre ich es noch hautnaher.
Nach oben
Frozen Tears hat zum Thema: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben
Weitsicht
Gast






BeitragVerfasst am: 09.12.2008, 14:03    Titel: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat Frozen Tears

Er hilf mir sogar dabei, mich an Dinge zu erinnern und nochmal zu durchleben. Ich leide nicht in unserer Beziehung.
Es tut mir gut, wie ich auf Dinge gestoßen werde, die wohl irgendwie in meinem Unterbewußtsein schlummerten.
Ich verstehe mehr und mehr die Hintergründe vom Alkoholismus, udn dadruch auch mehr meinen Vater. Kann ihn besser verstehen und verzeihen. Ich spüre auch langsam Gefühle, die ich wohl als Kind unterdrückt hatte. Wut. Enttäuschung. Hilflosigkeit. Ängste.
Nicht nur durch meinen Freund, auch durch Lesen im Forum. Durch meine freund erfahre ich es noch hautnaher.

Hallo Frozen Tears,

da möchte ich Dir eher zu einer Therapie raten, um an Deine verdrängten und unterdrückten Gefühle zu kommen. Geht auch beim Austausch mit Freunden oder hier im Forum.

Es scheint mir dass Du mit dem Beelzebub den Teufel austreiben möchtest, um die Alkoholkrankheit Deines Vaters verstehen zu können. Sehe hierbei keine gesunde Haltung und Verhaltensweisen für Dich.

Wo ist das Liebende, Verstehende und Verbindende in Deiner jetzigen Beziehung, das Dir von Deinem Freund geschenkt und entgegengebracht wird.

Kannst Du damit Dich besser verstehen, oder läufst Du wie in Deiner Kindheit, der Liebe Deines Freundes (Vaters) hinterher.

liebe Grüsse Weitsicht
Nach oben
Weitsicht hat zum Thema: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben
Orlando
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.11.2008
Beiträge: 150
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 09.12.2008, 17:11    Titel: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Frozen Tears hat Folgendes geschrieben:

Doch habe ich mich auch schon dabie erwischt, wie ich diesen sonst so abartigen Geruch manchmal als so etwas mir vertrautes wahrnehme, mich so heimisch fühle. Vater an der Seite rieche und inahlliere wie ein Herrenparfum.
Das ist krank, finde ich. Aber in mir vorhanden.

Danke frozen tears! Diese Aussage schenkte mir eine weitreichende Erkenntnis über mich: Mein Vater trinkt auch in meinen Augen viel zu viel. Meiner Meinung nach ist er ein Qurtalssäufer und einer, der, wenn er trinkt, den Alkohol nicht stehen lassen kann. Als sich meine Eltern trennten, ging ich mit ihm. Er war mir ein guter Vater, war für mich da und unterstützte mich sein Leben lang. Als ich ganz schwach und hilflos war und Unterstützung brauchte, bot sich mir mein Lebensgefährte an. Er erinnerte mich sofort an meinem Vater und ich dachte, das sei ein gutes Zeichen. Und jetzt kann ich mit ihm nicht umgehen.

Orlando
Nach oben
Orlando hat zum Thema: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben
Roa
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beiträge: 614

BeitragVerfasst am: 09.12.2008, 23:51    Titel: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Frozen Tears hat Folgendes geschrieben:
Er hilf mir sogar dabei, mich an Dinge zu erinnern und nochmal zu durchleben. Ich leide nicht in unserer Beziehung.
Es tut mir gut, wie ich auf Dinge gestoßen werde, die wohl irgendwie in meinem Unterbewußtsein schlummerten.
Ich verstehe mehr und mehr die Hintergründe vom Alkoholismus, udn dadruch auch mehr meinen Vater. Kann ihn besser verstehen und verzeihen. Ich spüre auch langsam Gefühle, die ich wohl als Kind unterdrückt hatte. Wut. Enttäuschung. Hilflosigkeit. Ängste.
Nicht nur durch meinen Freund, auch durch Lesen im Forum. Durch meine freund erfahre ich es noch hautnaher.


Hallo Frozen Tears!

Für mich klingt das ein bisschen so, als würdest du deinen 'Freund' benutzen. Klar, jeder Mensch nutzt die Erfahrungen, die er mit anderen macht für sich, aber...

und sich zwingen alles noch mal zu inszenieren um es zu verstehen, ob das richtig oder falsch ist vermag ich nicht zu sagen, risikoreicher ist es allemal.

Gruß, Roa
Nach oben
Roa hat zum Thema: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 10.12.2008, 03:36    Titel: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Roa,
mag sein, das es so klingt , als würde ich ihn benutzen. Aber ich habe ihn mir nicht bewußt aus diesem Grunde ausgesucht, sondern es hat sich so ergeben. Es gibt in erster Linie andere Dinge, die uns zusammenkommen lassen. Aber wie ich schon erwähnte haben wir keine wirkliche Beziehung, ich denke man würde es dann schon eher eine Affaire nennen. Da haben wir beide unseren 'Nutzen' von.
Die Alkoholsachen kommen dazu, weil er eben Alkoholiker ist. Wäre er trocken würden wir auch keine anderes verhältnis zueinander haben. Ich habe ihn mir also nicht ausgesucht um meine Probleme aufzuarbeiten, sondern durch seine Krankheit ist das bei mir zum Auslöser geworden. Eher so. Wenn ich für mich also noch einen zusätzlichen Nutzen aus unserer Affaire ziehe ist das ja nicht schlimm, im gegenteil. Ich schriebe eher ungern über ihn, da immer überlesen wird, dass ich ja gar keine richitge beziehung mit ihm habe. Wir haben einfach keine Partnerschaft mit Zukunftsplänen usw. wie man es hier in den meisten Threads findet. ich wohne nicht mit ihm , keine kInder, nicht verheiratet udn auch nichts davon geplant. Ich bin auch ein Mensch, ich glaube nicht so sehr an solche Art von Beziehungen, weil sie in meinen Augen auch ohne Alkohol und co meistncihts auf Dauer sind. ich glaube eher daran, dass eine Beziehung solange funktioniert wie die Liebe da ist und Menschen sich auch verändern udn dann eigene Wege gehen. Das ist aber ein ganz anderes Thema, was hier nicht so rein gehört.
So fordere ich auch von meinem 'Freund' nciht, dass er sich für mich verändert, wie es ja heir viele Partner versuchen. Ich würde mich freuen, wenn er seine Sucht überwindet, weil ich auch nur zu gut weiß wie es endet. Aber wie hier schon überall gesagt wird- ER muß es tun und nicht ich.
Bei festen Partnerschaften, die aufeinander eingespeilt sind mag es auch funktionieren ihnen die Pistole an die Brust zu setzen und zu sagen: Ich oder der ALkohol. Mag sein, dass es für einige eine Chance ist. Aber das ist garnicht mein/ unser Anliegen. Jeder von uns hat bereits seine Kinder udnseine Familienplanung hinter sich und wir haben da beide kein Interesse mehr an solchen Dingen, sondern leben beide eher spontan.
So, nun gibt es dennoch meine Vergangenheit. Meine Kindheit. Ja, ich schreibe und lese ja hier im Forum genau deswegen, um mir hier Anregungen zu holen. Auch das ist ein (Aus)-nutzen.
Wie kommst du darauf, dass ich mich zwinge alles nochmal zu inszenieren? Es ist nichts inszeniert.
Wir haben sehr interessante Gespräche, die auch gerade mich viel verstehen lassen.
Er ist nicht die Person in meinem Leben, von der ich erwarte, dass er mir alles gibt. Er ist nur ein kleiner Teil, so wie ein Puzzlestück. Was ich sonst brauche teile ich mir mit anderen Menschen, mit Freunden, Freundinnen. Und auch er hat sein eigenes Leben. Mein freund ist nicht mein Problem.
Er ist frei, er kann machen was er will , auch trinken, und er tut das auch. Was ihn angeht sehe ich,dass er sich seiner Sucht erst so halbwegs bewußt ist und noch weit davon entfernt sich zu ändern. Klar tut mir das Leid für ihn, aber das ist seine Baustelle. Ich würde auch schon allein deswegen nciht mit ihm zusammen wohnen wollen oder sonst irgendwelche Abhängigkeiten haben wollen. Dennoch, und vielleicht gerade deshalb haben wir eine schöne Zeit miteinander, wenn wir uns sehen.
Nach oben
Frozen Tears hat zum Thema: Re: Ich habe nach etwas gesucht und bin auf mich gestoßen geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Erwachsene Kinder von Alkoholikern Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3


Ähnliche Beiträge
Thema Forum
Keine neuen Beiträge Beschäftigung nach stationärer Entgif... Erwachsene Kinder von Alkoholikern
Keine neuen Beiträge Ich muss mich zwingen Gedichte und Sinnliches
Keine neuen Beiträge Nach vorne schauen Gedichte und Sinnliches

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Trocken
Trocken
Angststörung
Angststörung
Lieber schlau als blau
Lieber schlau als blau
Soziale Phobie
Soziale Phobie
Suchtgeschichten
Suchtgeschichten


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de