| Schlafgewohnheiten • Wer kennt film zum thema alkoholiker? |
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Lizzy59 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2008 Beiträge: 9 Alter: 53 Wohnort: kurz vor Hamburg
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Verfasst am: 25.11.2008, 01:38 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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Hallo Andi,
falls ich der Grund war, warum du heute diesen Thread eröffnet hast, tut es mir wirklich leid. Ich habe einfach aus Unwissenheit keinen Arzt besucht, das war wohl völlig bescheuert. Ich kann's jetzt aber auch nicht mehr ändern und es ist ja Gott sei dank gut gegangen. Ich hoffe, dass sich keiner daran ein Beispiel nimmt!!!
LG Liz |
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| Lizzy59 hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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live2008 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.05.2008 Beiträge: 290
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Verfasst am: 25.11.2008, 10:34 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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Lizzy,
gut gegangen? Trotzdem kannst du noch zum Arzt gehen. Es ist wichtig es laut auszusprechen: "ich habe Alkoholproblem oder ich bin Alkoholkrank oder ich bin Alkoholikerin".
Das hilft-glaube es.
Ich war vor einiger Zeit auch so sturr und das hat mich immer wieder Richtung Alkohol getrieben. Ich dachte: wow-ich packe das schon. Aber es stimmt nicht.
Gestern war ich wieder bei meinem Arzt. Super langes Gespräch und es hilft.
Versuche es!
Liebe Grüße
live2008 |
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| live2008 hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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Maria sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.10.2007 Beiträge: 5582
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Verfasst am: 25.11.2008, 10:58 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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Guten Morgen,
ich kann es nur bestätigen.
In dem Moment erkennt man seine Probleme vor einem anderen Menschen an und wer ist richtiger als ein Arzt.
Deine Befürchtungen kannst du alle in den Wind schlagen, sie erfüllen sich nicht. Dein Arzt wird dir zuhören und dir Unterstützung anbieten. Und genau das ist es, was wir benötigen, um aus der Sucht herauszukommen. Alleine haben wir das doch oft genug versucht. Deswegen ist das der nächste konsequente Schritt, nach dem Erkennen das kontrolliertes Trinken keine Option ist und wir Hilfe benötigen.
Momentan stehst du auf dem Standpunkt... Hilfe ja, aber wie die auszusehen hast, entscheidest du? Erstmal ein bisschen Zwischen-Hilfe und dann weiter gucken?
Ich hatte wie Jede oder Jeder andere auch, eine große Angst hierüber mit meinem Arzt zu sprechen. Ich kann dir von mir sagen, das meine Überwindung der Scham, ein Gefühl von Stärke ausgelöst hat.
Ich denke, das könnten dir alle hier bestätigen, die den aufrechten Weg gegangen sind.
Meine eigene Erfahrung hier: Ich möchte meinen Weg aus der Sucht auf ein stabiles Fundament stellen. Da gehört der Arztbesuch unabdingbar dazu.
LG Mieken |
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| Maria hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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ClaudiA sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2007 Beiträge: 2583 Alter: 40 Wohnort: in meinem Nestchen in Bayern
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Verfasst am: 25.11.2008, 11:02 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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Hallo Zusammen,
für mich war der Gang zum Arzt auch der Stein schlechthin, der alles weitere zum Rollen brachte. Erstmal das Eingeständnis mir gegenüber nach aussen zu tragen. Einem mehr oder weniger fremden Menschen in die Augen gucken und mir eingestehen, daß ich ein Problem habe. Und es endlich angehen will.
Ich denke ja nach wie vor, daß die meisten Leute die hier ankommen, nur aus einem einzigen Grund nicht zum Arzt gehen: SCHAM. Soll ja keiner wissen, daß ausgerechnet ICH ein Säufer bin. Reicht doch, wenn ich es für mich weiß. Ausserdem fällt es dann ja auch nicht so auf, wenn ich dann doch wieder rückfällig werde. Wenn´s nämlich keiner weiß, dann muß ich mich auch vor keinem rechtfertigen.
Ist aber allerdings kein Problem, nach ner durchzechten Nacht zum Arzt zu gehen und ihn mit nem Husten zu verar...en, damit man in Ruhe seinen Rausch ausschlafen kann. Oder gleich noch besser, wenn der Arzt auch noch so "dumm" ist und einen gleich mehrere Tage krankschreibt - da kann ich ja dann erst richtig Party machen .
Sind wir doch mal alle ehrlich zueinander - die meisten kennen das doch... ich kann mich jedenfalls dazu zählen. Für mich war dieser berühmte Gang zum Arzt der erste und wichtigste Schritt überhaupt. Und jemand, der es ernst meint mit dem Trocken werden, der geht auch zum Arzt - Scham hin oder her. Er hat nämlich nix zu verlieren - sondern ganz im Gegenteil!
LG
ClaudiA |
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| ClaudiA hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32801 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 25.11.2008, 11:38 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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Hallo,
gerade hier in einem Onlineforum kann man sehr gut den Unterschied zwischen reden und handeln erkennen.
Jemand, der nicht zum Arzt geht, sich womöglich auch sonst nicht in seinem Umfeld outet, hier auch noch schreibt, das er oder sie keine Lebensveränderungen vollzieht, also "nur" einfach nichts trinkt, sucht in meinen Augen einen leichten Weg und ist sich oft nicht sicher, ob ein Leben ohne Alkohol überhaupt das Ziel ist.
Es gibt sicherlich Außnahmen und ich möchte nichts verallgemeinern.
Da ein Internetforum kein wirkliches outen ist, denn ich sitze ja anonym hinter meinen Rechner, fehlt einfach das Handeln.
Ein Arztbesuch ist für mich, neben dem Aspekt,das ich ihn für dringend notwendig halte, auch ein Zeichen, wie weit er oder sie bereit ist, etwas Handfestes zu tun.
Im realen Leben würden hier sicherlich über die Hälfte, die sich hier anmelden, nicht in eine reale Selbsthilfegruppe gehen, weil sie einfach noch nicht soweit sind, sich ihre Krankheit nicht wirklich eingestehen können oder andere Gründe, die vielleicht auch etwas mit Scham zu tun haben.
Das zeigen ja auch die hohen Flutationszahlen.
Für mich bedeutet ein aktiver Erfahrungsaustausch mehr, als einmal oder zweimal die Woche hier zu schreiben.
Die ersten Beiträge sind immer oder oft davon gekennzeichnet, wie sehr er oder sie doch Hilfe und Veränderungen möchte.
Da wir hier ja ab und an mal nachfragen, was denn wirklich unternommen wurde, bleiben die Antworten oft aus oder es werden Ausreden geschrieben, warum dieses oder jenes nicht geht.
Wie oben schon geschrieben, möchte ich das nicht verallgemeinern, aber ich betreibe das Forum ja nun über vier Jahre und die Tendenz ist eben, dass die wenigesten Forenteilnehmer aus dem offenen Bereich, die sich hier angemeldet haben, wirklich einsichtig sind und an dem Punkt angekommen sind, Hilfe annehmen zu können, selbst wenn sie es wirklich wollten. Sie sind einfach noch nicht soweit.
Auch wenn die Hürde für den geschützten Bereich hoch erscheint, aber sie zeigt, dass Teilnehmer aus dem geschützten Bereich weiter sind und wirklich etwas ändern wollen.
Die Flutationszahlen sind nicht mal annähernd so wie im offenen Bereich und dort geht es auch nicht um die Frage Arzt ja oder nein.
Wir haben ja schon in einigen Threads über die Jahre, die Frage gestellt: "Warum bin ich hier?"
Als Antwort kommt oft, weil ich ein nüchternes Leben führen will, weil ich mich hier austauschen will und andere Beteurungen.
Meistens hat aber nach Eröffnung so eines Thread es zur Folge, dass viele Forenteilnehmer aus dem offenen Bereich wegbleiben.
Wenn das Wegbleiben darauf begründet ist, dass sie eben nicht nach unseren Grundbausteinen leben möchten, also nicht aus den Erfahrungen der länger Trockenen lernen wollen, ist das völlig ok.
Es nützt ja niemanden was, ewig über die Notwendigkeit zum Beispiel eines Arztbesuches zu diskutieren, wenn er oder sie diesen Arztbesuch eh nicht machen will. Ausreden lesen wir eh schon genug.
Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen. Für mich zeigt der Arztbesuch die Bereitschaft, handeln zu wollen und sich nicht nur vor dem Rechner zu setzen und mal anonym etwas zu schreiben.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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Mandy2 Gast
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Verfasst am: 25.11.2008, 13:40 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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Hallo,
ich kann mich Karsten und meinen Vorgängern nur anschliessen, nur Offenheit und Ehrlichkeit, auch Gefühle nieder zuschreiben, sind wichtige Punkte, für eine zufriedene Trockenheit.
Es ist ein harter Weg, der sich aber lohnt, wir können somit, Unsere Krankheit, zum Stillstand bringen, geheilt werden wir nie. Wer das einsieht und immer an sich weiter arbeitet, wird, auch den Erfolg ernten können.
Das Alles, fängt mit dem Artzbesuch an, dort kann man dann sehen, wie der Weg weiter geht
Dann hier, oder SHG, eine ehrliche Regelmässigkeit aufbringen, ich finde es manchmal schon komisch, wegen dem Zeitmangel, als Ausrede, denn zum Saufen oder Kater kurieren, braucht man auch Zeit.
Diese Zeit, sollte man sich wert sein.
In diesem Sinne, MLG Mandy
die am 5.01 09, eine LZT macht, obwohl schon, oder nur, 9 Monate trocken.
Die Erfahrung, aus meinen Trockenpausen zeigt mir, nur nicht trinken, reicht nicht. |
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| Mandy2 hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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leben sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.06.2008 Beiträge: 1329 Alter: 51 Wohnort: Rheinland-Pfalz
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Verfasst am: 25.11.2008, 16:00 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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Hallo zusammen,
auch ich habe mehrere Male versucht Trocken zu werden. Habe mir gesagt, ich schaffe das alleine. Ich brauche keinen Arzt, ich brauche keine Hilfe, ich höre einfach auf zu trinken und schon ist das erledigt. Dies führte dazu dass ich ca. 2 Jahre rumgeeiert habe mal mehr mal weniger mal gar nichts trinkend, aber immer als Begleiter diesen Druck und doch wieder getrunken. Nach einem schlimmen Absturz bin ich morgens ganz früh aufgestanden und habe regelrecht darauf gewartet dass der Arzt öffnet. Bin dann hingefahren und ihm alles erzählt. Das war für mich der erste Schritt: diese Hintertür zuzumachen. Mich zu öffnen und einem anderen Menschen zu sagen was mit mir los ist. Einem fremden Menschen. Und seit dieser Zeit KANN ich am meiner Trockenheit arbeiten. Ohne Suchtdruck und mit aller Hilfe die es gibt. Es ist als würde durch den Arztbesuch jede Menge Druck von einem genommen. Man kann durchatmen, sieht klarer und kann plötzlich wirklich was tun.
Mein Hausarzt war sogar bereit mit mir Gespräche zu führen bis die Termine beim Neurologen und der Suchtberatung anfingen. Dafür bin ich ihm unendlich dankbar.
LG Leben |
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| leben hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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dryandhappy Gast
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Verfasst am: 25.11.2008, 17:45 Titel: Re: Der Arztbesuch..... |
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ich les' hier mehr als dass ich schreib', und das auch meist unangemeldet.
aber das unterschreib ich sofort. ohne doc wär bei mir damals sabbat gewesen, die leberwerte astronomisch hoch, der rest kurz vorm ende.
bei all den früheren trinkpausen mit kaltem entzug immer die krämpfe, delirien, oh gott, nee, nee, bitte nie wieder.
ohne das placet vom doc hätt ich auch keine medis nach der klinik geschluckt, aber die waren wohl ne zeit lang wichtig und mussten sein.
heute bin ich minimum viermal im jahr beim doc, und es ist immer wieder klasse wenn er sagt: na, mein lieber herr xxx, immer noch trocken? und ich kann antworten: klar, seit 1958 tagen staubtrocken und zufrieden damit.
mein doc ist auch sowas wie eine stütze.
boah, ist viel text geworden. wollt eigentlich nur sagen, doc ist ein muss für mich.
cu, dry |
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| dryandhappy hat zum Thema: Re: Der Arztbesuch..... geschrieben
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