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So lange auf der Suche nach Hilfe!   •    meine mutter trinkt,seitdem ich denken kann  
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sanialanon
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.11.2008
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 23.11.2008, 12:57    Titel: das ewige Auf und Ab... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr Lieben,
ich bin relativ neu hier und bin die Tochter einer Alkoholikerin.
Ich muss heute einiges raus lassen, da ich sonst platze...
meine Mama ist vor 6 Jahren gerade so mit einer Leberzirrhose "davon gekommen", trank trotzdem weiter.Vor 4 Jahren kam dann die Diagnose Brustkrebs noch dazu....trotzdem wurde öfters weiter getrunken..

Ich muss dazu sagen, dass ich seit 4 Jahren in die Alanon Gruppe gehe, ab und zu zu den AA Treffen gehe, mir psychologische Hilfe geholt habe und mich relativ gut fühle. Hinzu kommt, dass ich ein Einzelkind bin und mein Vater manisch depressiv ist.

Meine Eltern sind zwar seit Jahren geschieden, jedoch sehen wir uns 1x die Woche, da ich neben meiner Ausbildung noch am Samstag Zeitungen austrage( da überlege ich auch schon den Job zu kündigen( mache diesen schon 4 Jahre und möchte entweder ganz aufhören mit einem Nebenjob oder etwas anderes machen, was mir mehr Spaß macht und ich von meinen Eltern weg bin, da ich es mit den beiden nicht mehr aushalte.

Jedoch setzen mich beide unter Druck, dass ich das nicht machen kann, und sie dann für mich den Job weiter machen wollen aber im Endeffekt nicht können, da beide auch Pflegestufen haben..ich bin schon so weit, dass ich sie beide am liebsten erst nach meinen bestandenen Prüfungen im nächsten Jahr wieder sehen möchte, obwohl beide bei mir in der Nähe wohnen)....

diesen Sommer machte meine Mutter eine 3 wöchige "Entzugskur"( ich muss dazu sagen, dass ich sie zur Ärztin gebracht habe und wir dann zu 2 mit meiner Mutter die Optionen durchgesprochen haben, denn die Ärztin meinte, dass meine Mutter, wenn sie so weiter macht vielleicht nur noch 2 Jahre lebt...
die lieben Ärzte in der Klinik dort wo meine Mutter den "Entzug" gemacht hat, meinten zu ihr, dass sie ja nicht so schlimm dran ist wie die anderen dort= ich denke nicht, dass ich euch erklären muss, wie sich meine Mutter dadurch gefühlt hat= natürlich noch bestärkter in den Glauben, dass es wirklich nicht sooo schlimm ist...
danach hat sie 6 Wochen durchgehalten nicht zu trinken und nun ist es schon das 2 Mal im Monat wo ich bewusst mitbekommen habe, dass sie wieder trinkt...

Ich stecke zur Zeit mitten in der Lernphase, da ich im Februar meine Ausbildung ( ein Therapeuten Beruf, der mir viel Spaß macht) endlich beenden möchte( ich musste schon insgesammt 1 1/2 Jahre dran hängen, weil ich mich auf das Lernen und auf die simpelsten Dinge durch das ständige Auf und Ab mit meiner Mutter nicht konzentrieren konnte.
Ich möchte nächsten Jahr nach den Prüfungen mit meinen Freund ( er trinkt nicht) in eine andere Stadt ziehen und endlich mein Leben leben.

Doch habe ich die Angst, dass meine Mutter mich nicht loslassen kann, denn obwohl ich schon seit 3 Jahren eine eigene Wohnung habe, lässt sie mich nicht los und erwartete oft von mir, dass ich Entscheidungen für sie treffe= sozusagen ihre Mutter spiele. Sie sagt auch immer zu mir, dass ich ihr „Anker bin“ doch das bin ich nicht und das habe ich ihr oft gesagt. Auch besuche ich sie höchstens 1 Mal die Woche und telefoniere mit ihr sehr selten, wenn sie wieder so „komisch drauf“ ist

Nur beschäftigt mich momentan der Gedanke, in wie weit ich sie fallen lassen kann, denn sie ist trotz allem meine Mutter.

Ich danke euch, dass ihr meine vielen Zeilen gelesen habt und ich würde mich freuen, eure Meinungen dazu zu hören.
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sanialanon hat zum Thema: das ewige Auf und Ab... geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 23.11.2008, 13:25    Titel: Re: das ewige Auf und Ab... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo sanialanon!

herzlich willkommen bei uns kindern!

ich finde du tust schon ne ganze menge "richtiges",lächel..

nun gilt es für dich herrauszufinden WAS UND WIE du nun deine abgrenzung weiter ausweiten kannst...

deutlich und konsequent...sein ist nicht einfach jedoch möglich,lächel...

überlege doch mal wann es dich besonders belastet und dann versuch neue grenzen zu setzen!?soweit es dir gut tut..

übrigens hab ich mir hier sagen lassen das es KEIN fallen lassen gibt...ich weiss es sind NUR worte...doch haben diese mich "damals"fertig gemacht..los lassen ,triefft es für mich "besser"...

ja sie ist deine mutter!das wirdt und soll sie auch bleiben...doch sie ist NICHT DEIN leben...

nimm dir das was du für DICH brauchst...es ist ein lernprozess,welcher sich lohnt...

ich wünsche dir einen regen,hilfreichen austausch hier...schön das du da bist

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: das ewige Auf und Ab... geschrieben
marinajako
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 1404
Alter: 37
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 23.11.2008, 17:48    Titel: Re: das ewige Auf und Ab... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sanialanon,

auch von mir herzliche Wilkommen bei uns Kindern.

Ich kann mich Caro nur anschließen,

du muß dein Leben führen und nicht das deiner Mutter sie ist deine Mutter ja aber du bist nicht für sie verandwortlich.

Lieben Gruß
Marina
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marinajako hat zum Thema: Re: das ewige Auf und Ab... geschrieben
Schnuddel
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.11.2008
Beiträge: 36
Alter: 32
Wohnort: Franken

BeitragVerfasst am: 23.11.2008, 20:22    Titel: Re: das ewige Auf und Ab... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sanialanon!

Willkommen hier bei uns Kindern und es tut gut zu hören, wie weit du doch schon in deinem Leben voran gekommen bist. Du gehst in eine Selbsthilfegruppe, hast dir Hilfe vom Psychologen geholt und wohnst nicht mehr zu Hause, das alles waren und sind Schritte auf dem richtigen Weg und du kannst stolz auf dich sein, daß du schon so viel geschafft hast, meinen Respekt dafür.

Jetzt bist erstmal du wichtig, und nur du...kümmer dich in erster Linie um deine Ausbildung und Prüfungen (schön wenn du eine Tätigkeit gefunden hast, die dir Spaß macht, ist sehr wichtig im Leben). Wenn du keine Lust hast, mit deiner Mama zu telefonieren oder zu reden, dann tu es auch nicht, zwing dich nicht dazu nur weil du denkst, das du dich doch kümmern müsstest, weil sie deine Mutter ist. Du hast durch deinen Auszug den Abstand geschaffen, den du brauchst, also lass dir deine "Freiheit" nur aus Pflichtbewusstsein für sie nicht wieder nehmen.

Wünsch dir alles Gute weiterhin, bleib standhaft und lass dich von ihr nicht als "Rettungsanker" missbrauchen.

Gruß Karo
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Schnuddel hat zum Thema: Re: das ewige Auf und Ab... geschrieben

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