| Hallo bin neu hier! • Hilfe alles überrollt mich. |
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nala1973 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2008 Beiträge: 5 Alter: 38
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Verfasst am: 22.11.2008, 23:16 Titel: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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Hallo, ich bin Nala und seit 4 1/2 Jahren mit einem suchtkranken Mann zusammen (den ich blöderweise sehr liebe). Zur Zeit ist zwar Schluss aber irgendwie kommt das schlechte Gewissen doch wieder hoch und ich denke ob es an mir liegt oder ich einfach zuwenig Rücksicht genommen habe.
Kurz die Geschichte: als ich meinen Freund kennenlernte wirkte er auf mich sehr symphatisch, nett, höflich, ... Auf keinen Fall krank. Nach und nach erfuhr ich das er jahrelang Heroin, Koks, Alkohol, Ext....,...eigentlich alles was der Markt so hergibt genommen hatte. Vom Heroin war er weg aber immer wenn wir feiern gingen kamen Tabletten, Koks und jede Menge Alkohol dazu. Komischerweise bemerkte ich es nicht! Zumindest nicht rechtzeitig, erst als er sich einnässte wurde mir klar das da was nicht stimmt. Mittlerweile ist er zwar trocken (6 Monate) aber seine Psyche macht mir Sorge.
Ich möchte nicht zuviel über seinen Werdegang hier schreiben denn es geht schließlich hier um mich und ausnahmsweise mal nicht um ihn. Alle 2- 3 Monate hatte er seinen "Ausfall", zwischendurch war er trocken. Ausfall bedeutet saufen bis zum umfallen, natürlich ohne mich weil ich würde es ja verderben. Ich saß schön brav zu Hause, machte mir Sorgen und weinte. Ich weinte und weinte und weinte, ne Badewanne voll. Das war ihm natürlich egal, schließlich hatte ja ER ein Suchtproblem und nicht ich. In Wirklichkeit, so denke ich, hat er seinen Spass draussen und macht sich keine Gedanken um mich während ich vor Sorge sterbe. Seine Worte: "Dir kanns ja gar nicht schlecht gehen und du bist nur dazu da um darauf zu achten dass es MIR gut geht!" Ja so war es. Ich tat alles um ihm zu helfen, mit meiner Hilfe konnte er nationale sportliche Erfolge und sogar beruflich eine Top Position erreichen. Das erforderte täglich mehrere Stunden Arbeit für mich. Aber, ich sah doch den Erfolg und jeder Tag ohne Alk war ein guter Tag. Jetzt muss ich aber sagen das er niemals für mich etwas tat. Es investierte nur einer in dieser Beziehung - ICH. Er sagt, er liebt mich. Ich kann es nicht so ganz glauben, würde es aber sehr gerne. Nun gut, gestern habe ich mich getrennt und heute schon überkommt mich das schlechte Gewissen, er ist doch süchtig und kann nichts dafür! Und, wir haben zwischendurch, ca. 3-4 Wochen, eine sehr harmonische und schöne Beziehung. Das ist doch krank, oder?
Und da kommt ihr nun ins Spiel, kann mir bitte jemand sagen was in einem kranken Gehirn vorgeht? Ich erlebe Stimmungsschwankungen die von himmelhochjauchzend bis zutodebetrübt innerhalb kürzester Zeit reichen, eine Aggressivität die ich nicht mal zu beschreiben wage. Er hat teilweise Zuckungen in den Beinen, total unkontrolliert. Tagelange Depression und dann noch das schlimmste: er kann nicht mit mir sprechen. Ich würde sogerne mit ihm über uns sprechen aber er blockiert total. In diesen Momenten sagt er, er empfindet gar nichts, nur Wut. Komischerweise kann er mit allen anderen Personen normal sprechen, er ist auch ein echt guter Schauspieler. Ein Aussenstehender würde niemals auf die Idee kommen das etwas mit ihm nicht stimmt. Und an allem bin ich Schuld und sollte er rückfällig werden ist es auch meine Schuld. Und, er hat gar keine Zukunftsperspektiven. Heirat, Kinder, etc. Da ist gar nix. Mittlerweile bin ich krank geworden, Herzrythmusstörungen, Schlafstörung, Depression (manchmal). Ich bin sogar zum Therapeuten gegangen aber der konnte mir auch nicht helfen. Denn, dass sagt der Therapeut, nicht ich habe ein Problem sondern er. Er sagt, ich soll mich auf mich konzentrieren und schauen das es mir gut geht. Haha. Ich möchte gerne für ihn da sein, ihm helfen und ihn verstehen. Nun glaube ich das ich es nie verstehen kann und vielleicht ist eine Beziehung unmöglich? Oder muss ich mich mehr anstrengen? Kann ein ehemaliger Junkie Gefühle haben? Nutzt er mich aus? Natürlich kann mir das keiner beantworten aber vielleicht hat jemand einfach ein paar Infos wie ein Gehirn nach jahrelangen Drogen/Alkoholmissbrauch funktioniert und vielleicht hat jemand eine ähnliches erlebt und kann mir seine/ihre Erfahrungen mitteilen.
Danke schon mal im Voraus. Lg, eure traurige Nala |
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| nala1973 hat zum Thema: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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jule1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 83 Alter: 47
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Verfasst am: 22.11.2008, 23:28 Titel: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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| nala1973 hat Folgendes geschrieben: | | Denn, dass sagt der Therapeut, nicht ich habe ein Problem sondern er. Er sagt, ich soll mich auf mich konzentrieren und schauen das es mir gut geht. Haha. Ich möchte gerne für ihn da sein, ihm helfen und ihn verstehen. |
Liebe Nala,
ein Herzliches Hallo hier im Forum!
Lies erst mal einfach ganz viel hier, dann verstehst Du vielleicht einiges.
Für mich ist es egal, ob jemand trinkt, oder irgendwelche anderen Drogen zu sich nimmt. Ich war mit einem Heroinsüchtigen befreundet und mit einem Alkoholiker verheiratet, so groß ist der Unterschied nicht! Vielleicht der, dass Herion nicht legitimiert ist wie Alkohol und Beschaffungsprobleme bestehen. Alles andere wirkt sich gleich aus auf den Partner.
Diese Stimmungsschwankungen gehören zu den Symptomen der Suchtkranken!
Es stimmt nicht, dass Du kein Problem hast und nur Dein Partner eins! Du bist mitten drin, Dein ganzer Fokus liegt auf ihm. Er nutzt Dich nicht bewußt aus, aber er nutzt Dich aus, er überträgt Verantwortung und Schuldgefühle auf Dich, deshalb bist Du so erschöpft.
Bleib hier, tausch Dich mit anderen Betroffenen aus, dann wird Dir klar werden, was mit Dir geschieht!
LG Jule |
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| jule1 hat zum Thema: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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nala1973 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2008 Beiträge: 5 Alter: 38
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Verfasst am: 23.11.2008, 00:01 Titel: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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Hallo Jule,
vielen Dank für deine Antwort. "Erschöpft" trifft es wirklich perfekt.
Ich bleib auf jeden Fall.
Lg, Nala |
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| nala1973 hat zum Thema: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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Susanne Gast
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Verfasst am: 23.11.2008, 09:22 Titel: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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Hallo Nala,
dazu fällt mir nur eines ein: Du bist dabei, Dich selbst komplett zu verlieren in Deiner Krankheit, nämlich in der Co-Abhängigkeit...Kann das sein?
Lies doch mal Hier, welche Symptome auftreten können, wenn man sich im Zusammenhang mit einer Abhängigkeitsbeziehung vernachlässigt.
Ich kenne dies nur allzu gut, was Du da schreibst von den Symptomen. Auch ich dachte immer:
| Zitat: | | Ich möchte gerne für ihn da sein, ihm helfen und ihn verstehen |
Nala, verstehen ist eine Sache, aber wichtiger ist doch, daß Du verstehst, was da bei Dir passiert! Du bist dabei, mit unterzugehen. Du bist für Dich verantwortlich und nicht für Ihn.
Du bist auf dem Weg, Dich noch mehr aus den Augen zu verlieren, wenn Du hier bist, um Dich über seine Sucht informierst, wie Du ihm helfen kannst. Helfe Dir selbst!!! Sonst endest Du selbst irgendwann auf der Psychiatrie.
Ich wünsche Dir viel Kraft!
Lieben Gruß
S.Käferchen  |
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| Susanne hat zum Thema: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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nala1973 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2008 Beiträge: 5 Alter: 38
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Verfasst am: 23.11.2008, 10:58 Titel: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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Hallo Käferchen,
wow! und Danke!
Ehrlich, ich dachte wirklich NIE dass ich Co-abhängig bin.
Mein Partner ist ja hauptsächlich clean, nur eben im Kopf noch süchtig und ca. alle 3 Monate Alkohol. Jetzt ist er schon seit 1/2 Jahr trocken. Aber psychisch ist es ein täglicher Kampf.
Deshalb habe ich auch nie die richtige Anlaufstelle gefunden, ich habe auch bei diversen Drogenberatungen angerufen, die mir sagten, dass wenn er trocken ist, auch kein Handlungsbedarf besteht. Wenn, dann nur stationärer Aufenthalt. Ich dachte schon ich bin verrückt. Bis gestern.
Beim Lesen der Symptome (dein Link) bekam ich Herzklopfen. Ja, es stimmt alles. Ja, ich bin Co-Abhängig. Fast alle Krankheiten habe ich schon, sogar den Wunsch zu sterben hatte ich schon (mittlerweile Gott-sei-Danke nicht mehr).
Ja, ich habe sogar meine Kinder vernachlässigt weil er meine 100 %ige Aufmerksamkeit forderte. Ich habe meine Freunde und Familie vernachlässigt. Der Kontakt zu Freunden ist fast ganz abgebrochen. Alle sagen nur ich bin ja dumm wenn ich mir das alles gefallen lasse.
Oh Gott, ich fühle mich echt mies.
Mit meinem Therapeuten habe ich nur über seine Sucht gesprochen, habe mir alles mögliche über sein Verhalten erklären lassen. Warum tut er das, warum ist das so, ... 1 Jahr Therapie, einziges Thema: Er.
Käferchen, durch deine Antwort und durch diese Website habe ich erkannt das ich krank bin, aber nicht verrückt. Hab vielen vielen Dank. Jetzt ist es sicher noch ein langer Weg aber ich habe nun die Richtung gesehen, die ich gehen muss.
Bestimmt schreibe ich euch noch ganz viel, es ist so toll endlich jemand gefunden zu haben der erahnen kann was in mir vorgeht ohne das ich mich schämen muss.
Heute ist Sonntag und ich bin allein. Die räumliche Trennung erfolgte am Freitag. Für heute nehme ich mir vor NICHT über seine Sucht und seine Probleme nachzudenken sondern nur über MICH. Ich glaube, ich muss mich selbst erst wieder finden und auch neu kennenlernen, gespürt habe ich mich nämlich schon seit ewigen Zeiten nicht mehr.
Danke, Danke und nochmal Danke an dieses Forum und an alle die meine Geschichte lesen, mir Antworten geben und mir das Gefühl vermitteln nicht allein zu sein.
Eure Nala  |
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| nala1973 hat zum Thema: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 23.11.2008, 11:38 Titel: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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Nein, liebe Nala,
alleine bist Du ganz sicher nicht mit Deinem Problem! Nur habe ich den Eindruck, die wenigsten Menschen können sich diesem Thema stellen. Einfach auch deshalb weil es ja sozial und gesellschaftlich richtig ist anderen zu helfen.
Egoismus ist verpönnt, auf der anderen Seite versteht niemand einen Selbstmörder der mit dem Leben nicht klarkommt weil er/sie zu wenig egoistisch ist und nicht auf sich selber achten kann.... Schon eine komische Kombinantion!
Du leidest, es geht Dir nicht gut und wenn ich es richtig gelesen habe, dann zeigt Dir auch bereits Dein Körper dass er nicht einverstanden ist mit Deinem Lebensstil. Ein Thema, welches nur jeder Mensch für sich selber regeln kann.
Weißt Du Nala, beim Lesen Deines Beitrages hatte ich einen Grundgedanken: Klasse, da opfert eine Frau sich auf für den suchkranken Partner, wird krank und was ist dann, wenn sie ihre Hilfestellung nicht mehr erbringen kann? Was ist dann, wenn ihre Kräfte am Ende sind? Geht sie dann in die Psychatrie und er sucht sich eine neue, belastbarere Partnerin, die ihn aus dem Sumpf ziehen kann.
Ich sage nicht dass das sein muss, aber das es sein kann! Denn für mich als Co-Abhängige war die Partnerschaft/der Partner mein Suchtmittel für ihn als Alkoholiker der Stoff interessant. Somit hielten wir beide an einer Sache fest, die nichts mit Gefühl oder wahrer Liebe zu tun hat sondern einem Auffüllen von gegenseitigen Minusständen.
Ich zu viel Gefühl er zu wenig.
Ich zu wenig Wut, er zuviel.
So könnte ich endlos weitermachen und finde bei mir persönlich eine krankmachende Symbiose für zwei Personen. Ich empfand es als Liebe - ob es das war oder Krankheit vermag ich nicht zu sagen, aber das Ende hätte für jeden von uns beiden tödlich sein können.... Ich persönlich möchte gesunden, was er tut weiß ich nicht.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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nala1973 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.11.2008 Beiträge: 5 Alter: 38
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Verfasst am: 23.11.2008, 12:58 Titel: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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Hallo Dagmar,
ich habe gerade begonnen deine Geschichte zu lesen. Bin zwar erst auf Seite 3 aber kann mich sehr sehr gut in deine Geschichte hineinversetzen. Vieles habe ich selbst ähnlich erlebt.
Ich habe wirklich Angst davor er könnte sich sofort eine neue Partnerin suchen und all meine Bemühungen waren für die Katz bzw ihm haben sie sehr geholfen, mir nicht. Es wäre einfach unfair mich jetzt so stehen zu lassen um selbst ein neues Leben mit ´ner neuen Partnerin anzufangen. Einzig nur um nicht allein zu sein. Und bis diese andere Frau realisiert was eigentlich mit ihm los ist vergeht gut und gerne mal 1 Jahr.
...und was ist mit mir? Ich bin kaputt.
Ich liebe ihn noch und wenn ich daran denke er könnte gerade mit einer anderen was anfangen, verkrampft sich mein Bauch und ich möchte los schreien.
Leide ich an Selbstmitleid? Ist es verkehrt das ich möchte das ich das wichtigste in seinem Leben bin? Ich möchte doch so gerne das er versteht das ich immer für ihn da war und mich so sehr bemüht habe ihn von der Krankheit zu befreien. Ist das alles nichts wert? Soll ich in Zukunft für niemanden helfend zur Seite stehen? Meine Freundin sagte mal ich habe ein Helfersyndrom.
Weist du, mein sehnlichster Wunsch ist es eine Familie zu haben, einen Partner der mit mir gemeinsam durch dick und dünn geht. Alleine fühle ich mich so leer und unnütz.
Der Wunsch nach Familie war immer schon da, ich hatte selbst eine wunderschöne Kindheit und wollte meinen Kindern das auch bieten. Leider hat es mit meinem damaligen Ex und Vater der Kinder nicht geklappt. Danach hatte ich ein paar kurze Beziehungen die aber alle nicht gut liefen. Aber niemals gab ich mich selbst auf, niemals konnte mir ein Mann mein Selbstvertrauen nehmen. Sobald es zu sehr gegen meine Persönlichkeit ging beendete ich diese Beziehung.
**Also man kann nicht sagen ich wäre schon immer so eine Frau gewesen die sich gerne triezen lässt oder jemanden braucht um sich selbst nicht wahrnehmen zu müssen.
Meine persönliche Veränderung liegt an diesem Mann, den ich über alle Maßen liebe. Meine Liebe trieb mich in diese Abhängigkeit. Wie komm ich da bloß wieder unbeschadet raus?
**...Aber, vielleicht ist es doch so und ich habe es nicht als solches gesehn...
Ganz schön schwer, sich selbst zu analysieren, vielleicht liege ich ganz falsch. Ich denke, zu gegebener Zeit werde ich merken was die Wahrheit ist...
Liebe Grüße von der Nala  |
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| nala1973 hat zum Thema: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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Erdling neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.03.2008 Beiträge: 392 Alter: 32 Wohnort: Ruhrgebiet
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Verfasst am: 23.11.2008, 14:03 Titel: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? |
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Hallo naja,
wie Du Deinen Freund in deinem Eingangsposting beschrieben hast, das hätte ich ich sein können.
Was nun genau in dem Kopf deines Freundes vorgeht, weis wohl nur er. Von mir weis ich das sich mein Kopf, als ich noch was konsumiert habe, überwiegend damit befasst hat : wo bekomme ich was her und wann kann kann ich es ungestört konsumieren. Zwischendurch habe ich sehr oft Selbstmitleid empfunden und habe diesem Kick den ich durch Drogen hatte hinterhergetrauert.
Weil ich dann das Gefühl hatte, ich bin nix wert, ich bin nur gut wenn ich das und das konsumiere.
Das kann ein echter Teufelkreis werden, in den man sich immer mehr reinsteigert.
Ich hoffe das sich dein Freund in der Suchtabulanz vorstellt und sich helfen lässt. Ich wünsche Dir auch viel Kraft und Mut, denn die eine oder andere Baustelle hast Du bestimmt auch, als Narbe aus dieser Zeit behalten.
Liebe Grüße
Erdling |
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| Erdling hat zum Thema: Re: Wieviel ist zuviel? Wann sollte man aufgeben? geschrieben
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