| hallo möchte mich mal vorstellen • Ich bin jetzt auch da |
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urfin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.11.2008 Beiträge: 10 Alter: 43 Wohnort: bei Schwerin
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Verfasst am: 19.11.2008, 16:34 Titel: So gings mir |
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Ja ,erstmal herzlichen Dank ,für die Willkommenswünsche! Mensch ,ich weiß gar nicht ,wie ich anfangen soll!mit Foren ,wie diesem hab ich eigentlich gar nicht so die Erfahrung!
Am besten ,ich fange einfach mal an! ja ,wie man sich vorstellen kann ,bin auch ich Alkoholiker, eigentlich schon ungefähr seit meinem 16. Lebensjahr!Wissen tue ich es aber erst seit ca.5 Jahren! habe einiges versucht, mit dem Problem klarzukommen ,geschafft habe ich es aber erst mittels einer Therapie im Jahr 2006.Diese dauerte 12 Wochen. Vorher,d.h. ,3 Jahre zuvor hatte ich versucht, einfach aufzuhören ,trockner Entzug ,doch leider kam ich gerade mal über die Entzugserscheinungen hinweg, als sich mein innerer Schweinehund meldete und sagte!:schau her!!! ich bin dicker als du denkst!und so war es auch ! ich sagte mir, egal,weiß ja eh keiner, dass du aufhören wolltest.Also hatte ich freie Bahn!Weitersaufen, obwohl mir bei diesem Gedanken ,nämlich nichts ,aber auch nichts erreicht zu haben gar nicht wohl war! Später in der Therapie sollte ich feststellen, dass dieses Gefühl völlig normal war ,denn nach jedem Rückfall ,geht es einem noch mieser als vorher! Ein Grund mehr ,weiterzutrinken ,ruckzuck im alten Muster und noch einen drauf!es folgten dann doch Phasen der Reue ,ambulante Entgiftung, ambulante Therapie mit Einzel- und Gruppengesprächen ,einmal die Woche,über ein dreiviertel Jahr(9 Monate) ,die im Rückblick überhaupt nichts gebracht hatte.Zum Schluss hatte ich zwar das Gefühl,etwas gegen die Sucht gemacht zu haben ,doch war dieser Triumph spätestens nach meinem nächsten Rückfall (noch in der Endphase der Therapie ) verpufft!die Enttäuschung über meine Unfähigkeit durchzuhalten war wiedereinmal Grund für mich, mit gesteigerter Härte weiterzutrinken!Und da ich ,um mich selbst unter Druck zu setzen, meinen engeren Familien-und Bekanntenkreis, über meine Absichten , abstinent zu bleiben unterrichtet hatte, hatte ich mit einem Male ein Problem! ich DURFTE nicht mehr trinken!jedenfalls nicht offiziell! Aber da ich ja, wie so viele alkoholkranken Menschen ein sehr einfallsreicher Mensch bin, gelang es mir immer recht gut, das Trinken zu verheimlichen!VORERST jedenfalls!Sicher ,wie ich mich fühlte wurde ich ja auch immer dreister,musste es auch ,weil ich ja immer mehr brauchte!am Ende waren es schon eine Flasche eines berühmten, wilden Kräuters, die mich dazu brachte, einigermaßen klarzusehen!nächsten Tag zur Arbeit,(Zimmerer),mit dem Auto!16.00uhr Feierabend! jetzt aber schnell nach hause!vorher zum Supermarkt Flasche kaufen !auf dem Weg nach hause ,schon die Beruhigung!den Rest der halbvollen Flasche gabs über den Abend verteilt,heimlich im Auto, dass gut geschützt im Carport stand!Schlafen, Arbeit, Feierabend, zum Wochenende wurde vorgekauft! Am Freitag 3 Flaschen! Doch am Samstag,so nicht gearbeitet wurde, war mehr Freizeit, d.h. am Abend waren alle Flaschen leer! Sonntag nix mehr im Haus! Ach ,siehste, tanken muss ich ja auch noch,und Öl muss ich ja auch noch kaufen! ab zur Tanke, und den "günstigen" Kräuter gekauft, denn man hat ja seine Marke auch wenn die Flasche fast doppelt so teuer war!
so ging es nahtlos fast 3 jahre bis meine Hausärtztin(bei einer "routinemässigen" Untersuchung,(ich hatte etwas Magenverstimmung!!!!!!!!) dass ich an einer Leberhepatitis leide. ach deshalb das Unwohlsein und die gelbliche Farbe der Haut und der Augen ,des Urins und des Stuhls!!!!!Sie mich aber sofort nach auswertung des Befundes in eine Klinik, dort lag ich eine woche und wurde noch weitere 14 tage krankgeschrieben! eine Woche nichts getrunken unter Medikamente gesetzt , doch zu hause wurden die Tabletten rasch abgesetzt , weiter gings mit der Sauferei!hatte ja jetzt Zeit! aber auch Zeit in einigermaßen klaren Phasen nachzudenken. Zu stark hallten die Worte des Chefarztes noch in den Ohren: Also, solche Leberwerte ,habe er in seinem ganzen Leben noch nicht.. .und ein halbes Jahr noch so weiter und sie sind tot. tot ! tot!... Therapie... was machen müssen..!.denken Sie doch an ihre Tochter(damals 5), ihre Frau .....!
ein halbes jahr darauf ,war ich stationär entgiftet und saß in einer Tagesklinik in der Gruppengespräch........und ging mein Problem an!Richtig an!Trotz eines Rückfalls während der Maßnahme oder besser, aufgrund dessen bin ich heute, 2 Jahre und 8 Monate später immer noch trocken und fühle mich sehr gut dabei!
So ,dies mal für heute so als kleinen Einstieg!ich hoffe ,es interessiert jemanden ,obwohl ich denke ,dass es vielen ähnlich ,wenn nicht sogar genauso gegangen ist! Über Fragen oder Meinungen wäre ich sehr dankbar.Zumal die Jahre nach der Therapie,sich wie eine persönliche Erfolgsgeschichte lesen und ich gern bereit bin ,von meinen positiven Erfahrungen abzugeben!Genauso interessiert mich die Geschichte eines jeden Menschen ,der ,wie kein anderer weiß ,wovon ich hier rede!
Mit freundlichen Grüssen Urfin |
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| urfin hat zum Thema: So gings mir geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 19.11.2008, 17:50 Titel: Re: So gings mir |
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hallo urfin!
und herzlich willkommen hier im forum!
schön das du uns an deinen erfahrungen teilhaben lassen möchtest...
wird vielen hier den mut geben...dorthin zu gelangen wo DU JETZT bist,lächel...
liebe grüsse caro(co-abhängig) |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: So gings mir geschrieben
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klarheit Gast
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Verfasst am: 19.11.2008, 18:44 Titel: Re: So gings mir |
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Servus Urfin,
und vielen Dank für Deine Ausführungen.
Ich habe eine Frage, wie ist Deine Erfahrung mit dem ambulanten in Kontrast zum stationären Weg gewesen?
Vor allem, wie beurteilst Du persönlich die jeweiligen Erfolgschancen?
Du beschreibst ja beide in Deinem Erfahrungsbericht kurz.
lieber Gruß |
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| klarheit hat zum Thema: Re: So gings mir geschrieben
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Jürgen sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.02.2007 Beiträge: 8075 Alter: 48 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 19.11.2008, 19:00 Titel: Re: So gings mir |
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Hallo urfin,
herzlich willkommen hier, und geb deine Erfahrung nur weiter, da biste hier richtig.Hast ja einiges hinter dir.
LG
Jürgen |
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| Jürgen hat zum Thema: Re: So gings mir geschrieben
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urfin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.11.2008 Beiträge: 10 Alter: 43 Wohnort: bei Schwerin
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Verfasst am: 19.11.2008, 21:58 Titel: so gings mir |
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hallo Ihr ich antworte jetzt mal auf alle in einem Text!erstmal Dank für euer Interesse! Tja, wie sind die Erfolgschancen bei der ambulanten bzw. stationären Entwöhnung! also ,ich denke mal ,so verschieden die Zugangsgeschichte zum Alkohol eines jeden ist ,so individuell sind auch die Heilungsmethoden! Pauschalisieren lässt sich dort nichts! ich persönlich hatte ja einiges aus meinem Leben aufzuarbeiten ,insbesondere die Art und Weise , wie ich zum Trinken und später zum Saufen kam, wie mein vom Elternhaus mitgegebenes Rüstzeug aussah,um mit den Problemchen und Problemen des Lebens ,mit meinem Alltag klarzukommen.Also dafür war die Zeit in der ganztägigen Therapie schon ideal!Um noch mal kurz zu beschreiben ,ich war in der Tagesklinik, ein Modell ,dass es ,meines Wissens zu damaligen Zeitpunkt erst 2 Jahre gab!Soll heissen, ich bin morgens zu um 8 Uhr hingefahren ,hatte Gruppen-und Einzelgespräche, Ergo-und Sporttherapie bis 16.00Uhr und abends war ich wieder zu Hause und konnte das Erfahrene aufarbeiten.Zudem muß ich aber auch sagen, dass mein soziales Umfeld ein recht stabiles war!meine Frau hat mitgezogen ;Alkohol war auf schlag Tabu, hatte keine sozialen (finanziellen )Ängste, denn auch gegenüber meinem Chef war ich ehrlich!Hatte keine ständig saufenden Nachbarn oder "Freunde" die stets auf ein Schnaps vorbeikamen!Meine Frau war auch bei angebotenen Partnergesprächen dabei.auf letzteres hatte ich speziellen Wert gelegt, damit sie die Dinge auch noch mal aus einer professionellen Richtung hört und sie mir die Sachen ,die ich abends erzählte auch glaubt, denn Ihr Misstrauen mirgegenüber war sehr groß ,hatte ich doch ihr Vertrauen in den Jahren davor, im Bezug auf das Trinken ,mehr als überstrapaziert!Ausserdem war ich mit der ambulanten Therapie nicht erfolgreich ,denke ich ,weil die ganze Thematik mir noch völlig fremd war ! mein Selbstwertgefühl ständig am Boden, der Kopf voller Selbstvorwürfe,nach jedem Rückfall! Diesen Knoten galt es nach und nach zu sprengen und das hat mir eben die teilstationäre gebracht! das ist wie gesagt ,bei jedem anders! aber letztlich kommt es immer auf den Willen eines jeden Einzelnen an! wichtig ist nur , dass man sich eingesteht:
Ja, ich brauche Hilfe, ich schaffe es nicht allein!
Ja , ich habe immer wieder getrunken!
Ja,ich möchte Euch erzählen!
Ja, ich war schwach, aber das ist nicht schlimm!Denn ich bin ein Mensch und der Mensch macht Fehler!
Das waren im Prinzip die Dinge ,die ich mir bewusst machen musste!
LG urfin |
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| urfin hat zum Thema: so gings mir geschrieben
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Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
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Verfasst am: 19.11.2008, 22:56 Titel: Re: So gings mir |
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Hallo Urfin!
Herzlich willkommen im Forum!
Du bringst ja schon wertvolle Erfahrungen mit.
Auf einen guten Austausch und einen guten Weg in die Trockenheit
Yvonne |
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| Spanijoggel hat zum Thema: Re: So gings mir geschrieben
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Harry_54 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.10.2008 Beiträge: 217 Alter: 57
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Verfasst am: 20.11.2008, 00:33 Titel: Re: So gings mir |
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Hallo urfin,
dem will ich ich mich anschließen. Auch mir wurde im Krankenhaus offenbat ohne einschneidende Änderungen in meinen Leben gibt es für mich keine Zukunft mehr. Mein Lebensweg war auch so ähnlich wie bei dir. Deine Erfahrungen wären auch ein wertvollen Input für mich.
Wie gehst du jetzt weiter vor.
LB Harald |
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| Harry_54 hat zum Thema: Re: So gings mir geschrieben
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Mandy2 Gast
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Verfasst am: 20.11.2008, 00:39 Titel: Re: So gings mir |
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Hallo Urfin,
auch von mir ein liebes Hallo und herzlich Willkommen.
Schön, das Du hergefunden hast
MLG Mandy |
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| Mandy2 hat zum Thema: Re: So gings mir geschrieben
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