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Mein Weg zu einem zufriedenem Leben

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Kalle-Teodor
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beiträge: 44
Alter: 26
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 18.11.2008, 18:09    Titel: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich habe vor hier meine Erfahrungen aufzuschreiben. Als Kind von trinkenden Eltern und selbst trinkend kann ich mir hier am besten zuordnen.


Seit dem 25.10.08 habe ich nichts mehr angerührt. Für mich ist das viel, auch wenn es für viele nicht so aussieht. Die wissen ja nicht wie oft und wie viel ich tatsächlich heimlich zu mir genommen habe.
In der Apotheke Medikamente ohne Alkohol bestellt und ich nehme auch nicht mehr unnütz Dinge wie Hustensaft zu mir. Einfach um mir die Hintertürchen zu zu machen.
Nach wie vor habe ich Alkohol im Haus aber der ist nicht für mich. der steht wie die Kippen meiner Freundin sichtbar im Regal, damit ich mich selbst und sie mich mit überprüfen kann. Die Flaschen sind alle geschlossen und werden noch verschenkt.

Heute habe ich es geschafft zum Arzt zu gehen. Dem habe ich generell von meinen Problemen erzählt. Schlafstörung, Unruhe, Angstzustände, Gefühl Fieber zu haben, "himmelhochjauchzend zu Tode betrübt", scheinbar grundloses Weinen, Wutausbrüche, dass die Beziehung gefährdet ist wenn es so weiter geht, Bauchschmerzen, Übelkeit, Stress auf der Arbeit... auch von meiner Vorgeschichte mit Erkrankungen, Problemen, Störungen, Therapien und Medikamenten habe ich ihm berichtet. Das fiel mir leicht, weil ich ihn nicht kenne und er Augenkontakt ebenso meidet wie ich. Und er glaubt mir einfach und sagt nicht wie mein Vater, dass ich mir alles nur einbilde und nicht krank bin.
Er meint ohne Therapie komme ich nicht weiter, wenn ich nicht wieder psychotisch oder stark depressiv vor mir selbst geschützt enden möchte. Jetzt hat er mir ein Medikament aufgeschrieben, dass mir helfen soll die Unruhe etc zu bekämpfen. Vom Alkohol hat er mir dringend abgeraten,. Das tauge nicht dazu mich zu beruhigen und sei generell nicht ratsam, weil ich damit die Kontrolle verliere. Ab morgen nehme ich das und in zwei oder drei Wochen soll ich zur Kontrolle gehen.

Ich muss Wege finden mit Stress und Belastung um zu gehen und mich zu entspannen, damit mein Kopf nicht überlastet und ich durchdrehe.
Heute packe ich einige Umzugskartons aus und versuche gesund zu essen. Dann lege ich mich zu meiner Katze auf das Sofa und übe einfach da zu sein und wenig zu tun. Zur Not sehe ich fern.
Mein nahes Ziel was Entspannung angeht ist es 10min ruhig in der Badewanne zu liegen und mich danach wohler als vorher zu fühlen.
Meni fernziel hier ist es abschalten zu können, die Arbeit und den
Stress zu vergessen und mich gut zu fühlen. Mich erholen zu können.
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Kalle-Teodor hat zum Thema: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben
caro1969
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.09.2007
Beiträge: 5934

BeitragVerfasst am: 18.11.2008, 19:24    Titel: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo kalle-teodor!

herzlich willkommen bei uns "kindern"!

hey super das du den wichtigen schritt zum doc gemacht hast!

oft ist es genau das was uns sprechen lassen kann,jemand komplett fremdes gegenüber.die gewissheit "ihm"kann ich es erzählen,er kennt mich nicht,er kennt mein umfeld nicht und er wird mich ganz neutral beurteilen KÖNNEN..

sei stolz auf DICH!

dein nahes ziel hört sich gut an,lächel...vor ca eineinhalb jahren war ich NICHT mehr im stande eine zigarette zu ende zu rauchen ohne zwischendurch nichts anderes zu tun,machen ect.
hört sich blöd an aber war so...konnte nicht zur ruhe kommen.ist jetzt gott sei dank viel viel besser geworden,lächel...

also fürs erste wünsch ich dir hier einen regen und hilfreichen erfahrungsaustausch und für dein nahes ziel selbstverständlich auch gutes gelingen...

liebe grüsse caro
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caro1969 hat zum Thema: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben
marinajako
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 1404
Alter: 37
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 18.11.2008, 20:53    Titel: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo kalle-teodor,

auch von mir herzlich Wilkommen bei uns Kindern.

Finde ich übrigens super Klasse das du beim Arzt warst hast Du mit deinem Arzt auch über dein Alkoholproblem gesprochen oder nur so über deine Probleme im allgemeinen ?
Warum hast Du eigentlich noch Alkohol im Haus?

Lieben Gruß
Marina
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marinajako hat zum Thema: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben
Weitsicht
Gast






BeitragVerfasst am: 18.11.2008, 21:23    Titel: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo kalle-teodor,

auch von mir ein herzliches Willkommen.

Einbilden kann man sich die ganzen Symtome sicherlich nicht, es ist gut wenn Du diese therapeutisch aufarbeitest.

Den Alkohol würde ich sofort entfernen, ich habe vor 3 Wochen mit dem Rauchen aufgehört, kann mir nicht vorstellen, Zigaretten noch im Hause zu haben. Brauche hier Selbstschutz, indem ich mich dieser Gefahr nicht freiwillig aussetze.

In den Büchern ""Familienkrankheit Alkoholismus" oder "Um die Kindheit betrogen" habe ich viel über die Auswirkungen und Symtome die Kinder von trinkenden Eltern entwickeln, erfahren. Das hat mir weiter geholfen um mich besser verstehen zu können, und um eigenes Verhalten zu ändern.

Liebe Grüsse Weitsicht
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Weitsicht hat zum Thema: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben
Kalle-Teodor
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beiträge: 44
Alter: 26
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 18.11.2008, 21:28    Titel: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo caro

Dankeschön.
d'er Arzt war echt nett. der meinte auch gleich, dass ein arzt keine kranken Kinder haben möchte/haben kann. Er kann das nicht ertragen, das kenne er von sich selbst aus. Das hat mir so gut getan mit jemandem zu sprechen der mich nicht in die Schublade emotional vernachlässigtes, psychiatriegeschädigtes Wunsch-Heimkind mit gewollten Süchten gesteckt hat. Das war echt gut. Ich hab mich mal nicht abgelehnt gefühlt. Konnte dem sogar meine Ängste beschreiben anhand Dinge im und um den Raum (zB Vorhang auf der anderen Seite der sich bewegt und mir Angst macht) und er hat mich nicht gleich eingewiesen. Das hatte ich auch schon mal erlebt. Das hat mir Mut gemacht. (un hier Hallo an Marina) und ich konnte dann frei sprechen irgendwie. Auch über den Alkohol, den er als Mittel zur Betäubung und als Versuch mit meinem Chaos zurecht zu kommen erkannt hat. Er meint ich bin nicht körperlich sondern seelisch abhängig und sollte Alkohol auf keinen Fall dafür nutzen meinen Kopf "abzuschalten". Ich finde seine Worte gerade nicht, bin unkonzentriert. Sorry.
warum ich Alkohol im Haus habe? Das aht mehrere gründe. a) habe ich für die Wohnungseinweihung einen Kaufrausch gehabt und für 50 Euro Cocktailzutaten gekauft b) habe ich zwei Flaschen auf der arbeit geklaut c) den guten rose aus dem Urlaub den ich für mich und meine Freundin mitgenommen habe d) den Met den ich mal probieren wollte.
Ich kann nicht gut wegwerfen. Alkohol verschenkte ich immer wenn ich aufgehört habe an meinen Vater oder meine Brüder.
Ich gucke bei meiner Wohnungseinweihung, dass ich es schaffe nein zu sagen. Ansonsten gibt es einen lustigen Film, Spiele und ich weihe meine Freundinnen ein. Dann gibt es eben Limo.
ich muss da nicht dran. Das glauben hier nicht viele aber ich muss da nicht dran, wenn ich nicht will. Mir wird heute noch schlecht wenn ich an meinen letzen Absturz denke. Wo ich mich in der Öffentlichkeit übergeben habe am frühen morgen, fast meine Freundin verloren habe und ein zitterndes Häufchen Elend war. Ich habe damit meinen Job riskiert, weil ich im öffentlichen Dienst als Vorbild arbeite. Ich kann es mir nicht leisten abzustürzen und werde es deswegen auch nicht.
Die letzen Male wollte ich nicht wirklich aufhören, das kann ich jetzt so sagen. "Damals" war mir das nicht bewusst. Ich habe herunter gespielt dass es mir schlecht geht und weiter heimlich getrunken und mich dafür geschämt. Heute weiß ich dass ich aufhören muss, das kann und einfach tun werde. Auch wenn das irgendeinem kleinen Stimmchen in meinem Ohr nicht passt. Ich weiß es ist richtig und ich schaffe das. Und mit dem Arzt habe ich da einen guten Ansprechpartner der mich notfalls aus dem Verkehr zieht bevor ich mir in irgendeiner Art schade.
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Kalle-Teodor hat zum Thema: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10675
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 18.11.2008, 22:57    Titel: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kalle Theodor,


da du beim Arzt warst und er dir dein Alkoholismus bestätigt hat , solltest du dringens damit anfangen auch trocken werden zu wollen und auf die Grundabusteine zu achten. Alkoholismus ist keine Krankheit die nebenbei abgelegt werden kann, sie endet tödlich wenn du sie nicht stoppst.

Dazu gehört die größtmögliche Risikominimirung dazu. Was du machst , ist ein Tanz auf dem Drahtseil und du unterschätzt die Krankheit. Nur aufhören zu trinken reicht einfach nicht aus.

Schaffe dir ein absolutes alkohlfreies Zuhause und Umfeld, um die größtmögliche Risikominimirung zu erreichen. Entsorge das Gift schnellmöglichst ,bevor dein Suchtgedächtnis sich meldet und Saufdruck auslöst. Sonst steuert die Sucht dein Verhalten und nicht mehr dein Wille.

Sehe dieses nicht als Angriff sondern um einen ernst gemeinten, ungeschönten Ratschlag ,der auf 30 fast Jahren Saufens beruht.

Warum schreibst du es hier bei den Kindern und nicht im Alkoholikerbereich wo du die größtmöglichen Erfahrungsaustausch bekommst?

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben
Kalle-Teodor
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.11.2007
Beiträge: 44
Alter: 26
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 20.11.2008, 19:00    Titel: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hartmut

ich sehe es nicht als Angriff. Mir fehlt da noch ein Klick im Kopf um das alles weggeben zu können, das habe ich auch gemerkt. Ich kann mich schwerer von Hintertürchen trennen als mir lieb ist, habe selbst zu wenig antrieb dazu und mein Umfeld versteht das nicht. Ich bin weder körperlich behindert noch todmüde, keine Ahnung warum ich das nicht fertig bringe.

Heute kam meine Freundin von ihren Prüfungen und war nachmittags angeheitert, weil sie sich danach einige Biere gegönnt hatte. Am liebsten hätte ich aus Trotz auch was zu trinken genommen, weil sie nicht versteht, dass ich nichts mehr trinken soll aber ich habe es nicht getan und weiter meinen Fruchtsaft getrunken. Sowas baut mich auf Smilie Ich kann etwas durchsetzen.

Warum hier im Forum? weil ich auch ein Erwachsenes Kind von Alkoholikern bin. Ich kann mich nicht zweiteilen und wusste nicht genau wo ich schreiben soll. Ich habe noch nicht viel Zeit gehabt mir das Forum hier genau an zu sehen. Wenn ich hier falsch bin, bzw im anderen Unterforum besser aufgehoben bin- kannst du den Beitrag dahin verschieben bitte?
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Kalle-Teodor hat zum Thema: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben
Nicole
Gast






BeitragVerfasst am: 20.11.2008, 19:45    Titel: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kalle Theodor,

ich habe dich nun mal hierher verschoben.

Ich denke du solltest hier erstmal an dir arbeiten, das du ein Erwachsenes Kind bist ändert ja nichts daran das du selber jetzt Alkoholkrank bist.

Deine Trockenheit sollte an erster Stelle kommen.

Ich wünsche dir hier einen intensiven Austausch.

Und ich finde du hast dich heute mit deiner Freundin unnötig einer Gefahr ausgesetzt.

Was sagst du zu den Punkten die Hartmut dir genannt hat zwecks alkfreies Umfeld?

Liebe Grüsse
Elocin
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Nicole hat zum Thema: Re: Mein Weg zu einem zufriedenem Leben geschrieben

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