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Alkoholiker

Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf!

 
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Vater alkoholkrank, Mutter c- abhängig und ich selbst?   •    Mutter =Tod, war Alkoholikerin, Vater = ist Alkoholiker  
Autor Nachricht
Kermy
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.09.2008
Beiträge: 7
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 14.11.2008, 14:14    Titel: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich habe bisher in diesem Forum nur viel gelesen, aber noch nicht viel geschrieben. Konnte ich irgendwie bisher noch nicht. aber jetzt glaube ich, kann ich auch über das reden, was so in mir vorgeht.

Mein Vater trinkt und das war in der letzten Zeit sehr schlimm für mich. vor allem war es die angst, dass es irgendwann zu spät sein würde und der alkohol ihn körperlich kaputt machen würde. (ich kann im grunde immernoch nicht aussprechen was ich meine, aber ich denke ihr wisst wovor ich angst hab.)
ich wohne nicht mehr zu hause, was mir im grunde dabei geholfen hat wenigstens ab und zu die augen vor der realität zu verschließen. aber bei jedem anruf war da wieder die angst zu hause anzurufen und ihn betrunken am telefon zu haben... die angst dass ihm was schlimmes passieren könnte hat mein ganzes wohlbefinden eingeschränkt. selbst in unheimlich romantischen momenten mit meinem partner konnte ich nicht richtig glücklich sein, weil immer auch im hinterkopf war: ich wünschte meinem vater würde es besser gehen und er wäre glücklich! Ich kann meinem vater keinen vorwurf machen, dass ich mehr an ihn denke als an mich, weil ich ihn wirklich liebe. er hat immer alles für seine familie getan und hatte irgendwann einfach nur viel pech im leben, was dann auch zur sucht geführt hat.

aber jetzt habe ich wirklich wieder hoffnung gefasst. mein vater kam ins krankenhaus, weil ein bruch operiert werden muss. als er dadurch gezwungenermaßen einige tage nichts trinken konnte und sich mit einer ärztin unterhalten hat, hat es offensichtlich bei ihm KLICK gemacht. er war wieder vollkommen klar und hat sich dazu entschlossen einen entzug zu machen und wirklich was zu ändern! nach der operation muss er noch eine weile im krankenhaus bleiben und wird direkt danach in eine entziehungskur überwiesen. das finde ich gut, weil dann wenigstens ausgeschlossen wird, dass er in der zeit zwischen krankenhaus und entziehungskur zum trinken verführt werden kann...

ich hab zum ersten mal wirklich hoffnung, dass sich etwas ändern kann und ich danach wieder ein unbeschwerteres leben führen kann ohne dass ich mir ständig sorgen mache! der erste schritt ist für mich bereits dieser beitrag und das einfach mal loszuwerden! außer mit meiner schwester habe ich noch nie mit jemandem über die ganze sache geredet. aber jetzt wo es so aussieht als könnte es bergauf gehen, bin ich auch bereit mich endlich mal zu öffnen.

zum glück gibt es foren wie dieses, in dem man sich einfach mal bei gleichgesinnten luft machen kann.

LG,

Kermy
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Kermy hat zum Thema: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! geschrieben
Roa
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.09.2008
Beiträge: 614

BeitragVerfasst am: 14.11.2008, 14:25    Titel: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kermy!

Es freut mich, dass dein Vater sich von sich aus für einen Entzug entschieden hat. Und ich wünsche dir, dass er das auch durchzieht.

Trotzdem alarmiert es mich wie abhängig dein Wohlbefinden von deinem vater ist.

Denn von Entzügen und Rückfällen kann hier jeder ein Liedchen singen (Meine Mutter war auch mal in einer Klinik). Was tust du wenn er nicht trocken wird? Wenn er rückfällig wird? Was tust du um dann mit dir und deinem Leben glücklich zu sein?

Ich wünsche dir natürlich trotzdem, dass dein Vater es schafft.

Ich sehe seit bald 20 Jahren wie der Alkohol meine Mutter zerstört, früher oder später wird er wahrscheinlich zu ihrem Tod führen. Keiner wünscht sich das, wir alle lieben unsere Eltern.

Aber mich selbst zu lieben, das steht für mich im Vordergrund. Ich trage die Verantwortung für mein Leben und mein Wohlbefinden und nicht für das meiner Eltern.

lg, Roa
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Roa hat zum Thema: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! geschrieben
Wärme
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 453

BeitragVerfasst am: 14.11.2008, 14:31    Titel: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kermy,

herzlich Willkommen hier! Mir geht es wie Roa, Dein abhäniges Wohlbefinden.

Du musst anfangen an Dich zu denken. Drücke Dir die Daumen für Deinen Vater! Was tust Du für Dich?

lg
Marya
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Wärme hat zum Thema: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! geschrieben
Kermy
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.09.2008
Beiträge: 7
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 14.11.2008, 14:47    Titel: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank!

wirklich für mich tue ich im moment eigentlich nicht viel...mein studium hält mich leider ganz schön auf trab Winken !
aber es hilft mir sehr, dass ich seit 7 monaten meinen freund hab! obwohl er nichts von der ganzen sache weiss (naja, er kann es sich wahrscheinlich denken, denn er hat meine eltern schon mal kennengelernt), ist es für mich eine große unterstützung zu wissen, dass er hundertprozentig hinter mir steht! am anfang konnte ich, wie oben erwähnt, noch nicht ganz meinen kopf von zu hause loslösen, aber ich merke, dass das immer besser wird.
es gibt momente in denen ich einfach nur denke: ich bin richtig glücklich!
diese veränderung hat meine schwester auch bemerkt und hat mir gesagt, dass ich gelassener bin, seit ich mit meinem freund zusammen bin. da finde ich es wirklich manchmal von vorteil, dass ich zum studieren umgezogen bin, man kann das zu hause manchmal einfach ausblenden...

ich bin von natur aus extrem empathisch veranlagt. ich glaube deshalb fällt es mir auch so schwer die probleme von meinem vater von mir abzuweisen.
ich hoffe erst mal einfach nur, dass das mit dem entzug klappt!
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Kermy hat zum Thema: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! geschrieben
Wärme
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.07.2008
Beiträge: 453

BeitragVerfasst am: 14.11.2008, 16:04    Titel: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kermy,

*g* das mit dem Studium kenne ich nur zu gut, von wegen Studenten haben massig Zeit!

Du musst anfangen, Dir Zeit für Dich zu nehmen es ist ganz ganz wichtig! Dann wird Dein Wohlbefinden auch zunehmend besser und unabhängiger von Deinen Vater! Dein Auszug war super, Du merkst da steckt mehr hinter dem Ganzen.

Willst Du irgendwann mit Deinen Freud über die Sache reden? Weil Du meintest, dass Du in romantischen Momenten nicht richtig glücklich sein konntest. Meine Beziehung hat sich irgendwie geändert seit dem Outing, ich habe nicht permanent meinen Vater im Kopf. Ich kann das Ganze irgendwie mehr loslassen.

lg
Marya
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Wärme hat zum Thema: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! geschrieben
Kermy
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.09.2008
Beiträge: 7
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 14.11.2008, 16:14    Titel: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Marya,

ja, ich will schon mit ihm darüber reden.
ist jetzt auch an der zeit. wenn wir nach dem entzug das nächste mal zusammen meine eltern besuchen, muss er ja wissen, dass nicht mehr im haus getrunken wird etc... davor werde ich das thema also in angriff nehmen.

Lg,
Kerstin
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Kermy hat zum Thema: Re: Mein Vater macht einen Entzug - ich hoffe es geht bergauf! geschrieben

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