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Meine Vorstellung gurki   •    Er will es immer noch nicht sehen...  
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ein mädchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 18:00    Titel: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi erstmal, ich bin neu hier und habe schon einiges gelesen.
vor allem mit ein thread (weiß leider nicht mehr von wem) zum thema monatssäufer mit agressivität usw. konnte ich mich sehr identifizieren, nur leider finde ich dne jetzt nicht mehr !? vielleicht kann mir ja jemand einen tip geben.....
nun wollte ich mal meine eigenen erfahrungen und fragen zu dem thema aufschreiben und hoffe auf austausch...
also - in erster linie geht es um meinen freund/partner mit dem ich schon länger zusammen bin. wir leben auch zusammen. ich wußte schon immer (als wir uns kennenlernten) dass er viel und gerne trinkt, zu diesem zeitpunkt habe ich das selbst allerdings auch noch oft getan (viele eigene probleme gehabt usw...). bei mir kam der wandel allerdings recht schnell,nämlich nachdem ich meinen führerschein nach einem unfall unter alk verloren hatte. ich habe also sozusagen -zum glück!- nach desem schuß vor den bug noch die kurve gekriegt vor dem richtigen absturz. da mir das thema also aber nicht vollkommen fremd ist (wie in manchen anderen Beitraägen hier) kann ich es bis zu einem gewissen grad nachvollziehen.
da wir beide mit der gastronomie zu tun haben liegt das thema alkohol leider nahe, auch in unserem freundes- bzw. bekanntenkreis. "alle anderen saufen auch, man will auch endlich mal raus...." vielleicht kennen das einige....
jedenfalls ist mein freund glaub ich ein sog. monatssäufer oder mondsäufer, er trinkt nicht täglich oder so, sondern nur ab und zu, manchmal kann er es auch "normal" enden lassen aber wenn er seine schlimme phase hat dann aber total exessiv bis zum kontrollverlust und meistens mindestens 2 tage hintereinander (ohne so richtig nüchtern zu werden dazwischen...). in diesen momenten ist ihm dann alles andere total egal, der typische satz "er ist dann ein ganz anderer mensch". normalerweise ist er echt lieb. das schlimmste ist an den "anfällen" dass er mir gegenüber dann auch agressiv wird und völlig unberechenbar, man weiß niewie die stimmung auf einmalumschlägt.
wenn man sowas ein paar mal erlebt hat kann man sich ja vorstellen das ich schon totl paranoid bin,sprich versuche zu vermeiden,dass er weg geht usw. und das wochenende garnicht mehr richtig genießen kann. und auch selbst immer weniger mache (alleine) damit er nicht auch in versuchung kommt.....
so geht das schon von beginn unserer beziehung an eigentlich, die anfälle sind mal häufiger mal selter und man hofftnatürlich immer, dass es irgendwann weniger wird undaufhört.
mir ist klar, dass das eher unwahrscheinlich ist, ich weiß auch was jetzt die erste reaktion von denmeisten lesern sein wird: ganz klar - ich mus so schnell es geht einen schlussstrich ziehen und so weiter. ich habe darüber schon sehr viel nachgedacht. ich habe auch hier die beiträge zum thema co gelesen und denke, dass ich teilweise daruter fallen könnte - weil ich ihn versucht zu entschuldigen und vor anderen in schutz nehme und nicht darüber reden will (deshalb auch das forum hier, selbst dabei habe ich ein schlechtes gewissen....) aber nicht in allen punkten - er erledigt seine aufgaben selbst, ist zuverlässig, ich besorge ihm keinen alk, er trinkt nicht zuhause (zumindest nicht viel) ich habe ein gutes selbstbewusstsein eigentlich.....naja es ist halt nicht alles nur schwarz oder weiß ne?!
das ist auch meine frage hier: ich würde gerne wisssen, ob es menschen gibt, die es zusammen mit ihrem partner geschafft haben und wenn ja auf welchem weg?
ich habe schon mit ihm darüer geredet, weil er -wie die meisten- natürlich nach seinen ausrastern wenn er wieder zu sich ggekommen ist, natürlich alles total bereut und das ist auch ernst gemeint. wir haben schon einige massnahmen eingeleitet um die ausraster zu vermeiden, er sieht auch ein dass er es manchmal übertreibt aber findet dafür natürlich immer begründung, er hatte zuviel stress, sich über wirgendwas geärgert, wegen mir ..... und gibt nicht zu dass er ein problem mit dem alk hat. er meint er kommt schon klar und will keine therapie. e rmeint er ändert sein verhalten selber.
mir ist klar das es so einfach nicht wird und immer wieder rückfalle kommen werden,das ganze geht immer ein paar wochen gut und dann....
habe ihm auch schon manchmal gedroht/ultimatum gesetzt um ihm deutlich zu machen, wie schlecht es mir dabei geht. habe mir auch schon alles ernsthaft überlegt - trennung, auszug und so. WILL das aber nicht. bisher zumindest. vielleicht muss es erst NOCh schlimmer kommen? weiß nicht, das ist doch dumm. einerseits.
aber ich liebe ihn und schätze ihn als mensch für das was er sonst ist und will nicht so einfach aufgeben ihn und unserer beziehung und so.
ist das denn nur falsch?? er hat ja einen starken willen und es gibt ja auch leute die es geschafft haben, wie man im forum sieht.
ich weiß, er muss selber die erkenntnis kriegen,dazu kann ich ihn nicht drängen. ich glaube an ihn und daran, dass er es schaffen könnte,wenn er denn einsehen würde, dass er ein problem hat.
habt ihr vielleicht trotzdem ein paar tipps wie ich mich verhalten oder ihm helfen kann und ihm klarmachen kann, dass er es alleine nicht schafft ohne ihn gegen mich auf zu bringen (anti-reaktion....)??
er will auch garnicht ganz aufhören zu trinken, mit seinen freunden blabla er will nur die dosis verringern bzw. sein verhalten wenn er gesoffen hat. naja.
ich will ihn nicht verlieren aber ich will diese übergriffe nichtmehr.
naja.bin sehr gespannt auf eure antworten!!!danke schonmal..... Weinen
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ein mädchen hat zum Thema: meine / unsere geschichte ... geschrieben
ein mädchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 18:03    Titel: Re: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

nachtrag: er hatte teilweise auch schon joblich probleme wegen alk und in der nachbarschaft (lautstärka....) allerdings fährt er bspw.niemals wenn er getrunken hat.
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ein mädchen hat zum Thema: Re: meine / unsere geschichte ... geschrieben
ein mädchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 18:33    Titel: Re: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

noch ein nachtrag - sorry.... er hat schon sehr lange (bevor wir uns kannten)viel getrunken und es ist nicht so, dass sich das verstärkt hat,seit wir zusammen sind sonder im gegenteil, die menge und die frequenz haben sich strak verringert. was meine hoffnung natürlich schürt. nur halt diese ausraster.
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ein mädchen hat zum Thema: Re: meine / unsere geschichte ... geschrieben
Thelma
Gast






BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 19:59    Titel: Re: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Mädchen, du sprichst mir aus der Seele. Auch ich bin heute neu im Forum und genauso verzweifelt, weil sich mein Leben seit 12 Jahren nur um die Alkohokrankheit meines Mannes dreht: Wie ist er drauf? Kommt er irgendwann aus dem Bett? Ist er aggressiv, depressiv, will er seine Ruhe, braucht er Trost, nerven ihn die Kinder......Mein Ganzes System(Körper, Seele Geist) ist ständig in Alarmbereitschaft. Ich stehe unter Dauerstress. Auch mein Mann trinkt nicht zu Hause, er ist halt dann sehr oft unterwegs, täglich nach der Arbeit und am Wochenende geht er zwei mal täglich für 2-3 Std. "spazieren"
Nachdem ich diese Jahr ein paarmal nervlich am Ende war,(wir haben ganz nebenbei 3 Kinder) Kommt er langsam zu der Einsicht, dass der Alkohol auch mich zerstört. Ich bin jetzt in die Offensive gegangen: Eheberatung, Druck, offenes drüber reden nach aussen, schäme mich nicht mehr, zu sagen: mein Mann ist alkoholkrank. Das hat mich etwas aus der Isolation gebracht, in der ich war.
Ich hab ihn jetzt langsam so weit, dass er einen Entzug macht.
L.G. Gurki
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Thelma hat zum Thema: Re: meine / unsere geschichte ... geschrieben
ein mädchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 20:08    Titel: Re: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi gurki,

dasnke für die antwrt, da bist du aber schon ganz schön weit in deinenbemühungen,oder? also meiner sieht auch ein, dass er mir wehtut und so aber er will trotzdem keine therapie.
dieses unter dauerstress kenn ich genau, man plant schon alles danach, kennt schon die kleinsten anzeichen und so, ne? furchtbar.
nach aussen darüber reden kann ich noch nicht so. ich hab es einmal gemacht mit ner freundin der das thema auch nicht so fremd ist aber das ist irgendwie nach inten los gegangen. sie will natürlich dass ich konsequenzen ziehe usw. und ich hab das gefühl, dass sie jetzt total schlecht über ihn denkt. dabei ist er doch nicht nur schlecht!
will die beziehung nicht aufgebeb, deshalb hab ich mit ihr seit dem kaum mehr kontakt. schwierig.

LG.
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ein mädchen hat zum Thema: Re: meine / unsere geschichte ... geschrieben
Thelma
Gast






BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 20:36    Titel: Re: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Mädchen,
ich weiß, es tut weh, wenn die anderen schlecht über deinen Partner reden, wir haben überhaupt keine gemeinsamen Freund mehr. Ich will seit Jaren niemanden mehr einladen, wenn mein Mann da ist, weil ich immer Angst habe, dass er peinlich wird.
Ich habe halt meine paar wenigen Freunde, die für mich da sind und es als Krankheit erkennen.
Diese Isolation macht einen krank, gell. Es kann kein normales Leben stattfinden.
Ich mache seit einiger Zeit richtig Druck. Konfrontier ihn mit seinem Übergewicht(er trinkt "nur" Bier), 25 kg in den letzten 10 Jahren, mit seiner Bierfahne, ich nehme einfach kein Blatt mehr vorm Mund, zeige ihm Fotos von früher...
Liebes Mädchen, auch ich will nicht aufgeben, aber dann heißt es wohl:kämpfen
LG gurki
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Thelma hat zum Thema: Re: meine / unsere geschichte ... geschrieben
ein mädchen
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.11.2008
Beiträge: 131

BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 20:40    Titel: Re: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ja genau, dabei bin ich auch grade! Geschockt
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ein mädchen hat zum Thema: Re: meine / unsere geschichte ... geschrieben
Nicole
Gast






BeitragVerfasst am: 12.11.2008, 21:19    Titel: Re: meine / unsere geschichte ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ein Mädchen,

Herzlich Willkommen hier bei uns.

Zitat:
ich habe aber festgestellt dass man seine grenze immer weiter verschiebt (zumindest bei mir), das was ich vorher als tiefpunkt definiert hätte rede ich mir wieder schön, gebe noch eine chance usw. aber eigentlich denke ich genauso, nämlich dass man im entscheidenden moment merkt wenn es reicht. solange man die beziehung noch will ist das ok, oder?


Ja, die Grenzen verschieben sich immer weiter und weiter bis nichts mehr von dir da ist.
Unsere Wahrnehmung verschiebt sich und wir können sehr schwer erkennen wann es reicht. Auch eine Co-Abhängigkeit kann tödlich enden das sollte nicht vergessen werden.

Liebe Grüsse
Elocin
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Nicole hat zum Thema: Re: meine / unsere geschichte ... geschrieben

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