| Komme aus meiner Co.-Abhängigkeit nicht heraus! • Ab wann ist man alkoholabhängig? |
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Vivien neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 25.07.2007 Beiträge: 17
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Verfasst am: 06.11.2008, 22:36 Titel: Ein entscheidender Schritt |
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Nach längerer Zeit will ich mich auch wieder einmal hier äußern, da ich mich zu einem entscheidenden Schritt überwunden habe. Ich habe vor drei Tagen meinem Mann gesagt, dass ich mich von ihm trennen möchte. Ich halte es einfach nicht mehr aus. Seit Jahren die gleiche Tour - er ins Krankenhaus rein, alles bereuen, aus dem Krankenhaus wieder raus, ein paar Wochen durchhalten und dann das gleiche Spiel von Neuem. Ein Drehtürenpatient! Und ich gab ihm Chance um Chance. Hab gehofft und geglaubt und mein eigenes Leben dafür zurückgenommen, auf ein Wunder hoffend. Ich habe schon lange gewußt, dass ich das nicht erwarten kann und mein eigenes Leben leben müsse, nur bis jetzt nicht die Kraft dafür gefunden.
Er kam nun vor drei Tagen wieder aus der Klink und erwartete, dass alles wie immer weiter geht. Mir wurde aber immer klarer, dass ich das so nicht mehr kann. Er dachte erst, ich würde es nicht wahr machen. Nachdem er aber die letzten beiden Tage gemerkt hat, dass ich schon auf Wohnungssuche bin, musste er es doch glauben. Er reagierte bockig und versuchte mich mit Worten zu verletzen und kümmert sich seiner Seits um nichts, lässt sich einfach gehen. Nachdem ich ihm nun heute seinen Anteil am gemeinsamen Budget ausgehändigt habe, da wir nur ein Konto haben, hat er natürlich gleich wieder getrunken. Natürlich, es gibt ja immer einen Grund, den ich ihm liefere. Nun sagt er mir, dass ich froh sein soll, dass er sich völlig aufgibt.
Meine 24jährige Tochter (lebt in einer eigenen Wohnung) war im ersten Moment einverstanden, was ich tat. Doch nun macht sie mir Vorwürfe, dass ich doch nicht gleich hätte mit Auszug drohen müssen. Ich hätte es doch erst mal mit getrennt leben in einer Wohnung versuchen können. Im Prinzip habe ich das ja schon die letzten Wochen versucht und das Ende vom Lied war, dass er auch da wieder getrunken hatte und wieder im Krankenhaus landete. Sie hat furchtbare Angst, dass sie ihren Vater in den nächsten Tagen nicht wieder sehen wird, da er auch Leberzirrhose und Varizen in der Speiseröhre hat. Sein Gesundheitszustand ist nicht der Beste. Ich sehe auch, dass er krank aussieht. Aber ich kann einfach nicht mehr! |
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| Vivien hat zum Thema: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 06.11.2008, 22:44 Titel: Re: Ein entscheidender Schritt |
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hallo vivien!
ich wünsch dir die kraft....durch zuhalten...für DICH!
auch deine tochter hat die möglichkeit sich zu informieren...das das DEINE einzige möglichkeit auf ein glückliches,hoffnungsvolles,zufriedenes und BESSERES leben ist...
ich wünsch DIR einen hilfreichen erfahrungsaustausch hier...
du bist nicht allein...wenn wir können helfen wir dir und sind für dich da...
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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Olive neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.10.2008 Beiträge: 281
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Verfasst am: 06.11.2008, 22:44 Titel: Re: Ein entscheidender Schritt |
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Hallo Viviene,
Wie sitzen hier alle "im selben Boot"....ich kann Dich sooo gut verstehen-
auch mit meiner Tochter (20) ist die Situation ähnlich wie bei der Deinen.
Verständlich, unsere erwachsenen Kinder haben die gleichen Ängste wie wir... . zeitweise verdammen sie ihre Väter oder "hassen" sie wg. des Aufmerksamkeitsdefizits von Seite des vaters, unter dem sie leiden, andererseits stecken auch schon in Ihnen "kleine Helferlein", und sie wollen ihr Väter nicht im Stich lassen, geschweige denn zuschauen, wie sie sich zugrunde richten.
Sei herzlich umhalst von einer die auch erst am Anfang des Loslassen-Prozesses steht.
Liebe Grüße von Olive  |
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| Olive hat zum Thema: Re: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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Vivien neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 25.07.2007 Beiträge: 17
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Verfasst am: 06.11.2008, 22:58 Titel: Re: Ein entscheidender Schritt |
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Ich danke euch recht herzlich für euren Zuspruch. Ich stehe noch völlig am Anfang des Loslassen, das ist mir bewußt. Ich habe noch einen schweren Weg vor mir.
Ja Olive genau so geht es meiner Tochter. Wie sich doch alles ähnelt.
Im Moment mache ich mir die meisten Gedanken, wie wohl die Nacht verlaufen wird. Was wird wohl wieder auf mich zu kommen? Muss ich wieder den Notarzt rufen? Werden die Nachbarn zum zigsten Mal wieder ihre Köpfe hinter den Fenstern haben und tuscheln? Ich will das alles einfach nicht mehr! Es tut nur so unendlich weh, zusehen zu müssen. |
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| Vivien hat zum Thema: Re: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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caro1969 sehr aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.09.2007 Beiträge: 5934
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Verfasst am: 06.11.2008, 23:04 Titel: Re: Ein entscheidender Schritt |
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vivien!
weisst du was?...
du MUSST nicht!
fang an auf DICH zu schauen....
habe keine angst vor dem was kommen "könnte"...
plane ab sofort DEIN leben...
WIR können alles...wenn wir es nur wirklich wollen...
liebe grüsse caro |
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| caro1969 hat zum Thema: Re: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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almacya Gast
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Verfasst am: 07.11.2008, 14:54 Titel: Re: Ein entscheidender Schritt |
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Hallo Vivien,
ich finde auch du tust das richtige, lass dir da von deiner Tochter nichts einreden.
Ich wünsche dir Kraft.
Grüße,
almacya |
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| almacya hat zum Thema: Re: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 07.11.2008, 15:14 Titel: Re: Ein entscheidender Schritt |
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Hallo Vivien!
Deine Tochter ist erwachsen, lebt schon alleine. D.h., sie hat sich aus eurerer Familienmisere herausgeholt. Sie hat für sich den ausreichenden Abstand gewonnen, um dir wieder Vorwürfe zu machen, dass du dich nicht um deinen Mann kümmerst, wenn du gehst. Bei ihr spielt auch noch genug Co-abhängigkeit mit, weil sie dir die Sorgen zuschustern will.
Ich weiss nicht, ob das, was ich geschrieben habe, auch so verständlich ist. Aber ich will damit auf jeden Fall sagen, dass es richtig ist, wenn du jetzt gehst. Wenn du ganz fertig bist ist es dafür zu spät. Und dann - was hat deine Tochter dann davon ?
Ich wünsche dir alles Gute, ganz viel Kraft und Mut, Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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jule1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 83 Alter: 47
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Verfasst am: 07.11.2008, 16:23 Titel: Re: Ein entscheidender Schritt |
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Liebe Vivien,
sei Dir einfach bewußt, dass Deine Tochter auch coabhängig ist, wenn sie das lange Jahre mit euch mitgemacht hat! Da kann sie es natürlich nicht sehen, wenn ihr Vater leidet.
Wenn Du gerade eine Kraft in Dir spürst, die Dich nach Wohnungen umsehen läßt, dann nutze sie. Sie wird Dich verstehen. Lies mal bei den erwachsenen Kindern der Alkoholiker nach. Das hat mir geholfen. Da ist oft auch ganz viel Wut dabei, dass die Mütter sich alles gefallen lassen und nicht konsequent handeln.
Auch wenn sie jetzt wütend ist und Dir Vorwürfe macht, Du hilfst ihr! Du bist ihr ein Beispiel, zeigst ihr, dass Dir Dein Leben so viel wert hast, dass Du etwas ändern kannst und möchtest...
Liebe Grüße, Jule |
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| jule1 hat zum Thema: Re: Ein entscheidender Schritt geschrieben
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