| Vorstellung im offenen Bereich • 5 Jahre trocken |
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chaosimleben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2007 Beiträge: 223 Alter: 50
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Verfasst am: 05.11.2008, 09:08 Titel: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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Guten Morgen,
heute muss ich einfach los werden was mir auf dem Herzen liegt. Ich bin seit nun 40 Wochen trocken und sehr stolz auf mich, das ich diesen langen steinigen Weg durchgestanden habe.
Kurzer Abriss des vergangenen Jahres:
Im Oktober 2007 drei Wochen Entgiftung, nach 2 Wochen Rückfall. Im Februar 2008 dann 5 Monate stationäre Therapie. Es hat lange gedauert bis ich begriff worum es eigentlich geht. Aber der Groschen ist gefallen.
So weit so gut. Wäre da nicht M. gewesen. Mein Ex-Partner. Er ist ebenfalls Alkoholiker und hat schon 2 Therapien hinter sich. Nach meinem Entschluß dem Alkohol zu entsagen, begann das ganze Drama. Eifersuchtszenen, Vorwürfe, Schuldzuweisungen.... die ganze Palette. Mit all meiner noch übrig gebliebenen Kraft versuchte ich, ihn dazu zu bewegen, sich ebenfalls in Behandlung zu begeben. Vergebens. Es kamen 1000 Ausreden von ihm. Und immer wenn er richtig drauf war, wurde er richtig Agressiv. Die Agressivität brachte mich im Mai ins Krankenhaus mit erheblichen Verletzungen. Anzeige... Funkstille... Nach 6 Wochen flehte er mich an ihm zu helfen. Ich, noch immer in der Klinik, mobilisierte wieder all meine Kraft um ihm dabei zu helfen. Immer die Angst im Nacken, nicht stark genug zu sein und rückfällig zu werden.
Es lief kurze Zeit ganz harmonisch und es gab Tage an denen er nicht trank. Hoffnung keimte in mir auf. Seine Eifersucht und Agression tat ich damit ab das er mich ja liebte und nur Angst hatte mich zu verlieren.
Dann der 30. September. Ich war mittlerweile umgezogen und hatte begriffen das all meine Bemühungen umsonst waren. Seine Trinkgewohnheiten nahmen wieder alte Formen an und ich war am Ende. Meine Abstinenz stand auf dem Spiel. So entschloß ich mich endgültig einen Schlußstrich zu ziehen.
Ein großer FEHLER wie sich rausstellen sollte. Er brach in meine Wohnung ein und verprügelte mich mit den Worten: Ich bring dich um du H...
Wieder Polizei und Anzeige.
Scheinbar hatte ich das wohl noch mal "gebraucht", denn nun war das Maß voll. Ich habe mein Leben mit der Therapie neu begonnen und nun will er es mir nehmen, weil ihm der Suff wichtiger ist als alles andere? Nein das konnte nicht sein.
Im Oktober hatte ich die Verhandlung die nach dem ersten Übergriff anstand.
Ein Häufchen Elend kam mir entgegen und bat wieder um Hilfe. Aber ich sah einen FREMDEN vor mir.
Alles was ich an Gefühlen einmal für diesen Mann hatte, gab es nicht mehr.
Erleichterung machte sich in mir breit, aber auch Wut und Enttäuschung.
Was habe ich falsch gemacht? Warum konnte ich nur mir und nicht ihm helfen?
Die Antwort fand ich schnell. Ich habe mich ganz allein entschieden Hilfe zu erbitten und anzunehmen. Er tut das nicht. Ich kann keinem Menschen das Schwimmen beibringen wenn er nicht ins Wasser geht.
Ich schwimme schon, wenn auch mit Hilfe, und ich habe keine Lust wieder unter zu gehen. |
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| chaosimleben hat zum Thema: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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Silvia11 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.11.2008 Beiträge: 11 Alter: 39 Wohnort: Chemnitz
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Verfasst am: 05.11.2008, 09:52 Titel: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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Hallo Chaosimleben,
danke erst einmal für deine erlichen Worte bei mir.
Deine Geschicht hier zeigt, wie stark du wirklich bist und wie wenig Hoffnung es für mich gibt.
Aber ich will auch stark sein, nicht für Ihn, sondern so wie du, für dich, so ich für mich. Es tut so gut zu lesen, das es Menschen gibt, die es schaffen, das weckt in mir die Hoffnung, das er es vieleicht eventuell auch schafft. Ich werde deine Geschichte als Link auf dem Laptop hinterlassen, mit der Bitte er möchte sie lesen. Vieleicht findet er da ein bischen Hoffnung das es zu schaffen ist.
Liebe Grüße
Silvia11 |
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| Silvia11 hat zum Thema: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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Glücksbärchjen neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2008 Beiträge: 90 Alter: 24 Wohnort: Graz
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Verfasst am: 05.11.2008, 11:58 Titel: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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Hallo.
Also ich bin wie ihr auch der Meinung dass man niemandem helfen kann der die Hilfe nicht will. Ich hatte die Situation auch als ich noch voll drauf wahr ich habe meine Freunde dafür verachtet ja vill sogar gehasst dafür wie es ihnen überhaupt nur in den Sinn kommen kann mich einen Alki zu nennen.
Ich hatte doch mit alkohol keine Probleme das bilden die sich doch bloß ein. Ich kann jederzeit aufhören wenn ich will und ähnliches wahren meine Ausreden. Doch irgendwann wahr der Punkt da wo ich mir selbst eingestehen musste: Nein du kannst nicht mehr aufhören zu trinken.
Mit freundlichen Grüßen Flo |
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| Glücksbärchjen hat zum Thema: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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chaosimleben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2007 Beiträge: 223 Alter: 50
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Verfasst am: 05.11.2008, 17:47 Titel: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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| Wir wissen alle das das die Einsicht von alleine kommen muss, aber es es trotzdem frustrierend und traurig mit ansehen zu müssen wie sich ein Mensch für den man etwas empfindet sich langsam aber systematisch zerstört. Darum habe ich auch für mich entschieden nicht mehr hinzusehen. Es ist sein Leben. Ich bin nur fur das Meinige zuständig. Auch wenn es noch einige Zeit weh tut. |
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| chaosimleben hat zum Thema: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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Feengesicht Gast
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Verfasst am: 05.11.2008, 20:04 Titel: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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Hallo Chaosimleben
Herzlich Willkommen hier bei uns!
Ja tolle Geschichte, könnte meine sein!
Alles liebe Pia |
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| Feengesicht hat zum Thema: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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chaosimleben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2007 Beiträge: 223 Alter: 50
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Verfasst am: 06.01.2009, 08:55 Titel: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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Hallo Ihr Lieben,
ich muss noch einmal zu diesem Thema schreiben, denn ich dachte ich hätte nun endlich Ruhe. Aber weit gefehlt. Er stand nun schon einige Male vor meiner Tür, bedrohte und beleidigte mich, natürlich im Vollrausch. Wieder mit dem Auto unterwegs. Wie soll er auch sonst zu mir gelangen. Im gleichen Atemzug wieder Liebesschwüre. Als ob ich es nicht schon schwer genug hätte. Hat er immer noch nicht Begriffen? Wieder Angst, wieder Wut und wieder Polizei. Eine Therapie stünde bei ihm an. Er braucht, wie kann es anders sein, hierzu meine Hilfe. Ich bin am verzweifeln. Habe meinen Freund (ihr wisst schon der um mein Problem weiss) um Hilfe gebeten da die Polizei nichts tun kann so lange mir noch nichts ernsthaftes passiert ist. WAS SOLL DENN NOCH PASSIEREN?
Hat denn keiner ein Rezept für mich, das es geling ihn endlich aus meinem Leben zu bekommen?
Liebe Grüße Cora |
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| chaosimleben hat zum Thema: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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Nicole Gast
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Verfasst am: 06.01.2009, 16:59 Titel: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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Hallo,
wenn er betrunken Auto fährt kannst du was tun, nämlich die Polizei rufen, alles andere ist unverantwortlich.
Liebe Grüsse
Elocin |
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| Nicole hat zum Thema: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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chaosimleben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.10.2007 Beiträge: 223 Alter: 50
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Verfasst am: 07.01.2009, 10:27 Titel: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels |
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Liebe Elocin,
das habe ich getan, aber ich weiss nicht wie er das immer wieder schafft, er wird einfach nicht erwischt. Nichts wprde ich mir sehnlichster wünschen, als endlich Ruhe vor ihm zu haben.
Liebe Grüße
Cora |
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| chaosimleben hat zum Thema: Re: Wut, Verzweiflung, Angst aber ein Licht am Ende des Tunnels geschrieben
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