verflixt neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.02.2008 Beiträge: 182 Alter: 32
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Verfasst am: 05.11.2008, 10:54 Titel: Re: Ist mit der Trockenheit des Alkis alles wieder gut? |
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Nimmt diese Erkenntnis, dass nicht alles gut wird, wenn der Alkohol weggelassen wird, einem Co den Schrecken vor der Trennung?
Nein.
Weil man meiner Meinung nach in der Beziehung drinne, das nicht so sieht. Erst mit Abstand sieht man klarer. Die Aussicht, sich solch einem Schmerz auszusetzen "selbsterwählt" erscheint furchtbar.
Auf den Schmerz, den einem der Partner zufügt, hat man ja keinen Einfluss und immer noch die "Hoffnung".
Man ist nicht ehrlich genug zu sich selbst, oder man kann nicht ehrlich genug sein.
Der Gedanke, das Co ja nicht wirklich so schlimm krank ist, wie Alkoholiker zu sein, kommt bestimmt noch oft auf.
Ebenso ist es zwar schön und gut zu wissen was Co-Abhängigkeit ist, aber so richtig verinnerlichen und kapieren und danach zu leben und was zu ändern, das dauert und braucht trotz dem Verständnis das man wohl Co ist auch immer wieder Rückschläge. (Musste ich auch selbst erfahren, nur eine Trennung ist nicht genug)
Eine Trennung wird nur angestrebt, um den betreffenden zur Einsicht zu bringen, nicht für sich selbst. Man leidet wieder wie gewohnt weiter auch ohne Suchtmittel.
Bei den meisten ist es doch so, das sie um Hilfe fragen, genau an dem Zeitpunkt, an dem was gravierendes passiert ist, wenn sich emotional alles zusammenzieht. Wenn das vorbei ist, dann gehts ja wieder..... einigermaßen. War doch gar nicht so schlimm. Die Verdrängungsmechanismen laufen und wie bei einer Geburt ist der schmerz nicht mehr so nachfühlbar nach einiger Zeit. War doch gar net soooo schlimm.
Und gaaanz wichtig, wie du schon schreibst, was ich erkennen musste, dass auch nach dem Alkohol die Beziehung nicht wieder gut werden würde. Nicht alles ist auf den Alkohol zu schieben. Aber man ist so auf den Alkohol/Sucht konzentriert, das man alles andere nicht wahrnimmt oder wahrnemen kann, weil es das offensichtlichste Problem ist, warum die Partnerschaft so schlecht ist. Wenn das erst mal weg ist.... dann wirds schon besser gehen......das hält man dann wieder durch...
Aber die Wahrheit ist, Beziehungsunfähige oder emotionskalte Menschen, werden auch glaub ich nie die warmen, fröhlichen, aufgeschlossenen Männer werden, die wir uns wünschen. Chaotische Schlamper, werden nie ein DinA 4 gefaltetes Ablagesystem für Ihre Hemden für wichig erachten geschweige denn, mal einfach so...den Staubsauger in die Hand nehmen.
Etc. gibts sicherlich noch mehr bsp.
Ich finde dein Thema gut, weil mal jeder ehrlich in sich blicken sollte und mal analysieren sollte, was bleibt zurück wenn der Alkohol weg ist.... willl man das dann auch weiter so haben oder findet man die nächsten Gründe zum rumnörgeln und was noch besser zu machen oder änderungswürdig ist?
Dann ist da noch das Wort "Geduld" das ich wichtig finde.
Man muss sich klar sein, das es Jahre dauert und immer wieder Arbeit an sich auf beiden Seiten, das wieder hinzubiegen.
Vertrauen wieder gewinnen...... Verzeihen können......(je nachdem was passiert ist in den Jahren zuvor an krassen Sachen) und auch da parallell zu gesunden ist doch fast nicht möglich. Der eine braucht so viel Zeit, der andere geht schneller, wieder vor, wieder zurück.....
Mittlerweile muss ich zustimmen, das eine Trennung ein NOTWENDIGER Bestandteil ist, um erst mal das Ausmass seiner eigenen Krankheit sehen zu können.
LG
Verflixt |
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verflixt neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.02.2008 Beiträge: 182 Alter: 32
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Verfasst am: 05.11.2008, 12:42 Titel: Re: Ist mit der Trockenheit des Alkis alles wieder gut? |
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Hallo Danke Käferchen,
ich befinde mich gerade in dieser Thematik, weil ich offen und ehrlich zu mir selbst sein will....
Was ich noch dazufügen wollte, was noch wichtig ist....
KOMMUNIKATION...
ganz fürchterliches Thema in meiner Ex-Beziehung.
Er hat mich nicht verstanden, ich ihn nicht. Das Ergebnis war Stille.
Selbst noch so viele Diskussionen, haben kein Verständnis für beide Seiten ergeben. Nur Aggressionen, Missverständnisse, Wut und Explosionen beim kleinsten Pieps und sofortige Abwehrhaltung.
Normale entspannte Gespräche über Gott und die Welt waren gar nicht mehr möglich. Wären sie jemals möglich, ganz unbeschwert ?
Auch hier ist es schwer auf gleichem Nenner zu sein, in der ausgelebten Sucht, haut das sowieso nicht hin und wenn einer am gesunden ist und der andere nicht, bleibt das gegenseite Verständnis, Unterstützung und Respekt auch aus, wenn beide auf gesundem Weg sind, staltet es sich genauso schwierig, je nachdem was für ein Level jeweils der Partner/in gerade hat.
Und nach dem allem.... man ist gesund.... beide.....
hat man sich dann noch was zu sagen ?
*grübel* |
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