| Ich mach mir Vorwürfe • wie kann ich mich verhalten |
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jule1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 83 Alter: 47
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Verfasst am: 30.10.2008, 22:19 Titel: Wie lange geht das denn noch? |
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Liebe Forummitglieder,
weiß gar nicht, wo ich anfangen soll..
Bin schon seit 3 Jahren von "meinem" Alkoholiker weg, wir waren 15 Jahre ein Paar, davon 10 Jahre verheiratet und haben 2 Kinder (12 und 10 Jahre alt).
Er war nicht so ein Säufer, wie ihr hier viele beschreibt. Er trank zwischen 5 und 8 Bier am Tag (mehr habe ich nicht mitbekommen, vielleicht auch mehr?), das aber jeden Tag. Weg bin ich, weil gar keine Kommunikation mehr möglich war, nur noch Spannungen, Schuldzuweisungen und am Schluß eine Angst vor ich-weiß-bis-jetzt-nicht-wovor.
Ich bereitete heimlich den Umzug vor, wollte es ihm eigentlich sagen, verschob den Termin der Wahrheit aber Tag um Tag - vor Angst. Obwohl er mich nie geschlagen hat, dafür aber mit Worten vernichtet. Am Tag vor dem Auszug sagte ich es ihm in Begleitung meines Bruders und am nächsten Tag zog ich aus.
Dann ging es erst richtig los. Schon am Tag des Auszugs schlug er hier die Scheibe ein. Dann begann er uns zu beobachten, was er bis heute tut. Wenn der Alkoholpegel hoch genug war, beschimpfte er mich über den Gartenzaun. ..und zog seine Runden um das Haus hier.
Heute läuft die 2. einstweilige Verfügung ab, ab morgen darf er hier wieder vorbeifahren.
Alles mußte per Gericht geregelt werden: Unterhalt, Zugewinn (läuft noch), Umgang, jetzt auch Sorgerecht. Ich war schon an die 10x vor Gericht.
Ich soll aufhören, finanzielle Forderungen an ihn zu stellen. Dann will er mich in Ruhe lassen. Dabei kämpfe ich nur um das ,was uns zusteht.
Er ist das Opfer. Und ich die Täterin, XXXbittekeineSchimpfwörterS.Käferchen
Die Kinder zieht er immer wieder in die Sache hinein. Schimpft über mich, wenn sie bei ihm sind. Sie wollen aber immer wieder hin. Immer, wenn sie mal ein paar Wochen nicht bei ihm waren, vergessen sie und die Sehnsucht nach ihm wird so groß, dass sie wieder hin wollen. Dann lasse ich sie wieder gehen.
Ich habe 2 Jahre regelmäßig AlAnon besucht. Aber jetzt ist mein Thema so gar nicht mehr wirklich passend, dort sitzen meist Frauen, die noch mit dem Alkoholiker zusammenleben.
Immer wieder meldet sich mein schlechtes Gewissen, immer wieder packen mich die Schuldgefühle.
Ich möchte so gern ein normales Leben führen, ohne diese asozialen Einflüsse. Nachgeben, auf den Zugewinn verzichten.... Aber hätte ich dann meine Ruhe? Ich glaube nicht, ich glaube, er würde dann ein neues Thema finden, um sich mit mir zu reiben. Hauptsache Kontakt! Von Liebe ist hier keine Rede, hier geht es um Macht- und Kontrollverlust!
Es wäre schön, wenn es hier jemanden gäbe, der diese Wege nachvollziehen kann und mich ein Stück weit begleiten könnte... Mir den Kopf immer wieder zurecht rückt, wenn ich nachgeben mag und an den Frieden glauben will..
LG Jule |
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| jule1 hat zum Thema: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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fuego sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.07.2008 Beiträge: 1684 Alter: 36
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Verfasst am: 30.10.2008, 23:17 Titel: Re: Wie lange geht das denn noch? |
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hallo jule,
das hört sich alles schrecklich an, aber wir wollen nicht in selbstmitleid baden !
vorab eine frage: denkst du, es kann eine suchtverlagerung geben da ER dir nicht deine ruhe lassen möchte ? du schreibst: "es geht um macht- und kontrollverlust", dies würde mich brennend interessieren deine meinung hierzu.
darf ich fragen ob ER (noch) trinkt, weiterhin nass denkend unterwegs ist ?
ich wage zu denken, selbst wenn du auf den zugewinnausgleich verzichten würdest, würde er keine ruhe geben.ich denke nicht dass es IHM um geld geht, nein ?
immer wieder krass "diese rosenkriege"..hmm..
ziehe es für dich und die kinder durch, dir steht der zugewinn gesetzlich zu..daran is nichts zu rütteln..wieso verzichten ?
was tust DU im moment für DICH ?
haben dir deine therapien was gegeben ?
kannst du das "erlernte / erfahrene" dort umsetzen im JETZT und HEUTE.....?
woran glaubst du im bezug auf IHN?
sag es..lass es hier raus....
glaube an DICH, an DEINE kinder, die DICH brauchen.......
setze DICH an erster stelle.......
lg
fuego |
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| fuego hat zum Thema: Re: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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almacya Gast
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Verfasst am: 30.10.2008, 23:55 Titel: Re: Wie lange geht das denn noch? |
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Hallo,
also meine Eltern stehen am Anfang von dem was du wohl schon zum Teil durchmachen musstest. Meine Mutter versinkt aber leider in der Opferrolle, lässt sich superviel von meinem Vater gefallen aus Angst er könnte ihr das Auto wegnehmen, er könnte für das Auto nicht mehr zahlen etc.
Sie schiebt auch mich und meine Schwester vor, sie täte das auch alles für uns. Muss ich ja mal leider negieren, denn ich bekomme Unterhalt, für mich ist das alles geregelt. Und wenn er den nicht zahlen will kann ich den einklagen.
Du solltest nicht auf dein geld verzichten, es steht dir zu. Und ich bin mir auch sicher dass der Terror nicht aufhört selbst wenn du verzichtest. Der hat irgendwas anderes.
Normalerweise würde ich sagen zieh woanders hin wo er nicht rausbekommt wo du wohnst, aber das geht ja schon rein rechtlich wegen den Kindern nicht.
Ich wünsche dir Kraft für dich und deine Kinder! |
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| almacya hat zum Thema: Re: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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jule1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 83 Alter: 47
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Verfasst am: 31.10.2008, 07:28 Titel: Re: Wie lange geht das denn noch? |
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Hallo Fuego, hallo Almacya,
danke für Eure Antworten! Auch für den Wink, nicht im Selbstmitleid zu baden, dazu neige ich leider immer wieder...
Ich laße gerne alles hier raus, heute abend.. bin heute den ganzen Tag unterwegs.
Und Almacya, Du bist mir mit Deiner Sicht ganz wertvoll, die Sicht des Kindes. Ich weiß, dass ich kämpfen muß, für mich, das schaffe ich nicht immer, aber für meine Kinder! Die Opferrolle nicht an sie weitergeben, zeigen, dass man sich wehren kann!
LG Jule |
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| jule1 hat zum Thema: Re: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 31.10.2008, 07:41 Titel: Re: Wie lange geht das denn noch? |
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Hallo, liebe Jule,
recht ähnlich geht bei mir die Geschichte ab, die Du bereits erzählt hast, wobei es sich im Fall meines Ex-Partners um einen nassen Trinker handelt - vermutlich ebenso hoher Pegel - mit keiner Krankheitseinsicht.
Ich für mich habe begriffen, dass dieser Mensch einfach seine Mitbeteiligung (harmlos ausgedrückt) an seinem eigenen Leben nicht tragen will. Somit ist es einfacher die Schuld für die eigenen Probleme einer anderen Person in die Schuhe zu schieben. Ist ein anderer "schuld", dann muss der Betreffende auch nichts ändern.
Ich jedoch ziehe mir den Schuh nicht an, handle wie Du, spreche die Polizei an und versuche mit meinen Ängsten zu leben. Würde ich für mich ebenso Wut empfinden für das was um mich herum geschieht, so könnte ich nie zur Ruhe kommen. Mich hat früher die Wut ebenso gebunden wie die Hilflosigkeit. Nun bindet mich zwar die Angst, aber ich versuche damit klar zu kommen. Ich werde ruhiger wenn es keine Angriffe gibt, erfolgt wieder ein Angriff, so bin ich zurückgeworfen und muss wieder an meiner Stabilität arbeiten.
Ich weiß nicht Jule, ob oder wann solche Aktionen aufhören könn(t)en. Aber wir können beginnen uns Stärke zu erarbeiten, was lange, lange (zumindest bei mir) dauert. Ich bin noch lange nicht da wo ich hin will. Aber ich weiß, ich lebe hier innerhalb meines Hauses in Ruhe - ist er draussen, dann hole ich die Polizei. Mir wurde auch ganz klar von Seiten der Polizei gesagt ich solle mich auf kein Gespräch einlassen und auf keinen Fall die Türe öffnen. Beim RA steht die einstweilige Verfügung in Arbeit, ich hoffe aber, dass der letzte recht extreme Polizeieinsatz bei ihm ihn die Lust hat genommen hier weiterhin Terror und Sachbeschädigungen zu machen.
Was Dir angetan wird ist unmenschlich - also musst Du übermenschliche Kräfte entwickeln um damit klar zu kommen. Ich habe für mich den Eindruck entwickelt, je zufriedener ich bin und desto wohler es mir geht, desto aggressiver tritt der andere mir gegenüber auf. Fazit: er vergiftet sich selber - durch Alkohol und innere Wut.
Halt Dich wacker,
Dein Leben und das Deiner Kinder ist in sich lebenswert - das was ausserhalb geschieht ist die Unzufriedenheit eines anderen.
Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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jule1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 83 Alter: 47
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Verfasst am: 31.10.2008, 20:24 Titel: Re: Wie lange geht das denn noch? |
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| fuego hat Folgendes geschrieben: |
vorab eine frage: denkst du, es kann eine suchtverlagerung geben da ER dir nicht deine ruhe lassen möchte ? du schreibst: "es geht um macht- und kontrollverlust", dies würde mich brennend interessieren deine meinung hierzu.
darf ich fragen ob ER (noch) trinkt, weiterhin nass denkend unterwegs ist ?
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Hallo Fuego,
ja, er trinkt noch. Wieviel weiß ich nicht, aber sicherlich eher mehr als damals als ich weg bin. Die Dame vom Jugendamt hat mir schon des öfteren bestätigt, dass er morgens zum Termin mit Restalkohol erschien. Außerdem habe ich ihn ja öfters ums Haus schwanken sehen..
Macht- und Kontrollverlust, weil er Macht haben möchte, immer schon. Er wollte mir immer sagen, was ich zu tun habe. Mir Dinge verbieten auf subtile Weise. Er hatte immer zweierlei Maß, mir stand weniger zu als ihm. Und ich hatte immer mehr Angst, habe angefangen, Dinge zu verheimlichen, mein eigenes Leben neben ihm zu führen. Feige war ich oder eben voller Angst.
Es war sicherlich ein harter Schlag für ihn vor 3 Jahren, als ich ihn von heute auf morgen verlassen habe, aber ich hatte es immer mal wieder anklingen lassen, er hat mir nur nicht geglaubt, mich nicht ernstgenommen. Auch den Brief, in dem ich ihn vor die Wahl gestellt habe "Alkohol stop oder ich gehe" hat er nicht ernst genommen.
Nicht mehr normal ist, dass er heute nach 3 Jahren kein Stück weiter gekommen ist. Vor Gericht sagt er genau die gleichen Sätze wie vor 3 Jahren, er hat nichts verarbeitet. Und gibt mir die komplette Schuld (100% Originalton).
Kontrolle, weil er wirklich kontrolliert, ob ich zuhause bin am Abend oder nicht. Oder ob ich Besuch habe. Es passierte auch schon einige Male, dass er vor dem Haus auf und ab ging, bis ich nach Hause kam. Dann beschimpfte er mich.
ich wage zu denken, selbst wenn du auf den zugewinnausgleich verzichten würdest, würde er keine ruhe geben.ich denke nicht dass es IHM um geld geht, nein ?
immer wieder krass "diese rosenkriege"..hmm..
ziehe es für dich und die kinder durch, dir steht der zugewinn gesetzlich zu..daran is nichts zu rütteln..wieso verzichten ?
| fuego hat Folgendes geschrieben: | was tust DU im moment für DICH ?
haben dir deine therapien was gegeben ?
kannst du das "erlernte / erfahrene" dort umsetzen im JETZT und HEUTE.....? |
Manchmal gehe ich noch zu AlAnon. Ich lese in Büchern über Coabhängigkeit, bin wieder gläubig geworden, versuche loszulassen.
Aber was bleibt, ist, dass es mich Tag und Nacht beschäftigt, als ob er immer noch Macht über mich hätte, als ob es mir nicht zustünde, ein neues Leben anzufangen. Er ist immer noch zu präsent in meinem Leben.
Er beschäftigt mich ja auch unentwegt, indem gar keine Absprachen möglich sind, in dem er jetzt z.B. die eingesetzte Verfahrenspflegerin manipuliert. Er ist so gut im Opfersein, da muß ich so kämpfen, dass man mir glaubt... Und das kostet soviel Kraft, läßt mich nicht los.
| fuego hat Folgendes geschrieben: | woran glaubst du im bezug auf IHN?
sag es..lass es hier raus.... |
Ich spüre keinen Hass. Ich glaube, dass er sehr krank ist. Aber ich kann ihm nicht helfen. Das weiß ich und das versuche ich auch garnicht mehr. Die anderen wie jetzt z.B. die Verfahrenspflegerin glauben, dass er einfach so aufhört zu trinken, wenn sie ihn vor die Wahl stellen "entweder Sorgerecht oder Alkohol". Ich glaube da nicht dran, muß meine Meinung aber zurückstellen, sonst werde ich als negativ denkend dargestellt. Sie müssen es selbst erfahren.. Das kostet wieder soviel Zeit und Nerven. |
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| jule1 hat zum Thema: Re: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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jule1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 83 Alter: 47
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Verfasst am: 31.10.2008, 20:26 Titel: Re: Wie lange geht das denn noch? |
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| Zitat: |
also meine Eltern stehen am Anfang von dem was du wohl schon zum Teil durchmachen musstest. Meine Mutter versinkt aber leider in der Opferrolle, lässt sich superviel von meinem Vater gefallen aus Angst er könnte ihr das Auto wegnehmen, er könnte für das Auto nicht mehr zahlen etc.
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Das klingt für mich nach Angst. Vielleicht vor mehr als nur das Auto wegnehmen?
LG Jule |
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| jule1 hat zum Thema: Re: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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jule1 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.10.2008 Beiträge: 83 Alter: 47
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Verfasst am: 31.10.2008, 20:35 Titel: Re: Wie lange geht das denn noch? |
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| Zitat: | | Ich für mich habe begriffen, dass dieser Mensch einfach seine Mitbeteiligung (harmlos ausgedrückt) an seinem eigenen Leben nicht tragen will. Somit ist es einfacher die Schuld für die eigenen Probleme einer anderen Person in die Schuhe zu schieben. Ist ein anderer "schuld", dann muss der Betreffende auch nichts ändern. |
Das kann ich gut nachvollziehen, dieses Gefühl habe ich auch immer, dass er einen Schuldigen sucht, ein Ventil für seine Aggressionen. Dann zieht er los in der Hoffnung, mich zu treffen...
Aber was mich mal interessieren würde und vielleicht kann uns hier ja ein Alkoholiker Antwort geben: ist es ihm bewußt, dass er die Schuld weitergeben will oder ist seine Wahrnehmung wirklich so verkappt, dass er denkt, dass er keinerlei Verantwortung für all das, was passiert, hat?
[quote]Mich hat früher die Wut ebenso gebunden wie die Hilflosigkeit. Nun bindet mich zwar die Angst, aber ich versuche damit klar zu kommen. Ich werde ruhiger wenn es keine Angriffe gibt, erfolgt wieder ein Angriff, so bin ich zurückgeworfen und muss wieder an meiner Stabilität arbeiten.[quote]
Genau so ergeht es mir auch. Wut hab ich manchmal. Wut ist gut, finde ich, Wut gibt mir Kraft. Hass ist etwas anderes und den habe ich Gott sei Dank nicht. Wut verraucht dann auch wieder. Ich glaube, mich bindet noch das schlechte Gewissen, die Schuldgefühle, dass ich ihn vielleicht hätte nie heiraten dürfen, weil es von Anfang an Schwierigkeiten gab. Nicht dass ich weggegangen bin, das empfinde ich als richtig, denn die Kinder hätten soviel leiden müssen, wäre ich geblieben. Und ich auch.
Dagmar, wie lange bist du denn schon weg?
| Zitat: | | Aber wir können beginnen uns Stärke zu erarbeiten, was lange, lange (zumindest bei mir) dauert. Ich bin noch lange nicht da wo ich hin will. |
Das scheint mir auch so. Verdammt kleine Schritte und immer wieder auch Rückwärtsschritte...
Ich glaube nicht mehr daran, dass Polizeieinsätze ihn fern halten. Wenn er getrunken hat, hält ihn das nicht mehr zurück. Dann wird ihm alles egal!
LG JULE |
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| jule1 hat zum Thema: Re: Wie lange geht das denn noch? geschrieben
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