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Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger!

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Autor Nachricht
Olive
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 281

BeitragVerfasst am: 30.10.2008, 16:43    Titel: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger!

Hallo zusammen,
Ich bin Olive, seit Jahrzehnten mit einem Alkoholiker verheiratet- jedoch örtlich/räumlich von ihm getrennt lebend (Wochenend"beziehung").
Die letzten 2 Jahre war er trocken, seit September heurigen Jahres trinkt er wieder. Wir hatten eine Vereinbarung, dass er an jenen Wochenenden, an denen er betrunken ist oder weiter trinken muß, nicht bei mir ist. Er hat sich in den letzten 12 jahren immer daran gehalten (bis auf 2 Mal). Jetzt setzt er sich a) darüber hinweg, b) führt in die Tochter (die in Ausbildung steht und an seinem Wohnort inm selben Haus, aber in getrennter Wohnung von ihm) lebt, an den Wochenenden (da kommt sie auch immer zu mir) zu mir aufs Land. Diese Wochenenden (jetzt wird es das 2. in Folge) sind schrecklich für mich und ich fühle mich an den Beginn (vor meiner mich stärkenden Psychotherapie) zurückversetzt.
Jetzt ist es so, dass er meistens Donnerstags schon zu mir kommt, dann bis einschließl. Ffreitag hier weitertrinkt, dann Samstag und Sonntag hier selbst entzieht (Tabletten...Zittern...Angstzustände...), dann am Montag wieder weg fährt und spätestens ab Dienstag wieder voll trinkt. Wir haben den Eindruck, dass sich dieser Kreislauf dzt. deshalb wiederholt, weil er durch die kurzen "Entzüge" noch nicht genug Alkohol zu sich genommen hat (früher trank er 14 Tage durch, bis er völlig am Ende war und zur Hilfe von außen bereit war), jetzt ist er völlig anders- vertritt die Meinung, er könne trinken, wieder aufhören, wieder trinken,... .
Meine Tochter 8sie hängt sehr am vater, meint sie würde ihn sonst im Stich lassen), ich vetrete die Ansicht, dass er so nicht wieder zur Besinnung kommen wird.

1.) Liege ich falsch mit meiner Ansicht ?
2.) Wie kann ich IHR (nicht ihm) helfen?
3.) Bitte, ich brauche Euren Zuspruch, habe nämlich Angst selbst auch schön langsam wieder in die Rolle des "Helferlein" gedrängt zu werden, was ich soo nicht mehr will (weil es mich schon einmal fast kaputt gemacht hat).
Helfen ja, aber nicht so, ist meine Meinung.

Ich hoffe auf einen regen Austausch - vielleicht auch aus der Sicht der Selbst- Betroffen (Alkoholabhängig).

Vielen Dank an Euch alle!!!
Liebe Grüße
Olive
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Olive hat zum Thema: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 30.10.2008, 17:35    Titel: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Olive,

erstmal sage ich Danke, daß Du dem Rat gefolgt bist und Deinen eigenen Thread eröffnet hast. Winken

Dann möchte ich mal direkt dazu kommen, was ich bei Bienchen im Thread schon angedeutet habe.

Zitat:
An der Krankheit meines Mannes konnte ich damit (natürlich) nichts ändern. Ich konnte lediglich für mich klarer sehen und habe gelernt, mich dann abzugrenzen, wenn es für m i c h wichtig ist.
Es ist für mich selbstverständlich, dass ich meinen Mann nicht im Stich lasse, wenn er meine Hilfe benötigt. Das würde ich ja auch nicht tun, wenn er eine andere schwere Krankheit hätte.

Bedeutet Deine Hilfe für Ihn, daß Du ihm zugestehst, daß er weiter trinkt? Dazu schreibst Du ja folgendes:

Zitat:
Jetzt ist es so, dass er meistens Donnerstags schon zu mir kommt, dann bis einschließl. Freitag hier weitertrinkt, dann Samstag und Sonntag hier selbst entzieht (Tabletten...Zittern...Angstzustände...), dann am Montag wieder weg fährt und spätestens ab Dienstag wieder voll trinkt


Sorry, aber das ist keine Hilfe für einen Alkoholiker, daß nenne ich Leidensverlängerung! Sowohl für Dich als für Euch alle.

Lieben Gruß

S.Käferchen
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Susanne hat zum Thema: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben
Tihaso
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.07.2007
Beiträge: 1169
Alter: 46
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 30.10.2008, 19:13    Titel: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, schön dass du dich hier ausläßt...
ich frage mal, warum er zu dir kommen darf, obwohl er gegen eure Abmachung verstößt?? Was huindert dich daran, ihm hzu sagen, dass er betrunken wieder gehen muss??

Käferchen hat dir ja auch schon deutlich was dazu geschrieben..

Die Ängste bezüglich deiner Tochter, kenn ich, deshalb machen meine beiden eine psychotherapie seit letztem Jahr..
Ich denke, dass eine klare Haltuing deiner seits hilfreich für ALLE sein wird..

Ich hoffe, dass dior die Antworten helfen werden....

LG Tihaso
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Tihaso hat zum Thema: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben
Olive
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 281

BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 18:41    Titel: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

Verstehe Euch nicht ganz- von wegen "Leidensverlängerung"....und, dass ich sein Trinken akzeptiere.

Läuft es darauf hinaus, dass ICH gehen muß (Scheidung).

Ich glaube ich sollte Euch einmal meine Geschichte im kurzen berichten:

Ich habe nicht wirklich das Gefühl, sein Trinken zu akzeptieren, schon aber habe ich das Gefühl dagegen machtlos zu sein.
Ganz früher (vor Jahrzehnten) habe ich Alkohol weggeschüttet, dann verwassert, später dann gefleht, er möge doch aus dem und dem Grund aufhören zu trinken. Immer wieder hatte er die Phasen der Einsicht.
Nach seiner Entziehungskur (bei der ich alle familientherapien mitgemacht habe), wurde er 1/2 Jahr später so depressiv, dass er einen Selbstmordversuch unternahm. ich habe ihn gefunden (Notärzte sagten, 10 min später und er wäre tot gewesen). Ich habe ihm dann beim beruflichen Neustart geholfen, auf unendlich viel verzichtet. § Jahre später kam der nächste große "Crash". Ich landete im Frauenhaus. Zog dann weg. Er hörte auf zu trinken (gelobte,..) ich "kehrte zurück", zog aber meine Scheidung durch, und zog am selben Wohnort in eine eigene Wohnung. Vor 12 Jahren (ich mußte beruflich an einen anderen, entfernteren Ort), sah ich mir dort Wohnungen an. Er (vermögend) bot an, ein haus zu kaufen. Dafür bekam ich einen Mietvertrag (zahlte auch Miete- 5 jahre lang), wir lebten an den Wochenenden eigentlich wie Bruder und Schwester. Vor einigen jahren dann, hatte er einmal eine Phase, in der er auch hier trank (vorher akzeptierte er, dass hier nicht getrunken wird...was zur Folge hatte, dass er bei einem Absturz fern blieb). Ich suchte mir Hilfe, machte eine Psychotherapie- 2 Jahre hindurch. Ich wurde selbstbewußter, ließ mir nicht mehr alles oder nicht mehr so viel gefallen. Das ging (zumindest für mich relativ gut, wenngleich ich schon oft das gefühl hatte, dass er mit meiner neuen Art nicht wirklich zu recht kam. Nun ja, er war ja Widerspruch/Widerstand auch nicht gewöhnt. Auch seine Erziehung/Elternhaus gebietet Gehorsam (bedingungslosen).
Weiss der Teufel, was ihn jetzt geritten hat. Natürlich könnte ich gehen. Würde aber dann auf alle Ansprüche verzichten, da denke ich mir ehrlicher Weise, dass ich das nach so vielen Jahrzehnten nicht verdient habe.
Ich habe ihm heute (er trinkt hier sehr, sehr heftig und ich muß mich vor ihm jetzt sehr sehr hüten...habe Angst, da er dann durchaus agressiv werden kann, wenn man auf Widerstand geht, oder ihm die meinung sagt etc.), er soll"fahren" (wobei das Fahren, wenn er es täte, dann ja wohl eine gefährdung für die anderen verkehrsteilnehmer wäre!), ihm auch gesagt, dass ich das nicht mehr lange aushalten kann (> Scheidung). Da kommen dann nur Vorwürfe (er versucht dann den Spieß umzukehren, so hat er a) einen plausiblen Grund für's trinken, und b) kuschen wir dann aus Angst, so dass er sich keine Vorwürfe anhören muß).
Was bitte schön, soll ich also gegen sein trinken tun. Versteht ihrjetzt ein wenig, ich unterstütze und akzeptiere es nicht, mir sind aber die Hände gebunden, außer ICH gehe.

Ich denke, ich brauche Euch!!!
liebe Grüße von Olive
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Olive hat zum Thema: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben
Olive
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 22.10.2008
Beiträge: 281

BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 18:44    Titel: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nochmals ich,

Nur der Form halber, ich habe in meinem langen Sermon zuvor vergessen (und könnte Euh damit verwirrt haben), dass ich ihn vor 2 Jjahren (in geistiger Umnachtung, frage ich mich heute ?...meine Tochter sagt, aus Berechnung- materiell gemeint) nochmals (zum 2 Mal) geheiratet habe..er war ja trocken, auch die 2 Jahre danach..und da ist er ein ganz anderer Mensch.

mea culpa
Olive
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Olive hat zum Thema: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 19:11    Titel: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Olive,
Du sagst, Du hast jetzt schon Angst, obwohl er sich ja eigentlich "sicher" fühlen kann.

Ich hatte keine Angst als ich mein Haus anmietete. Das änderte sich aber sehr schnell, denn in meiner Geschichte ging der Absturz des Partners und die Zunahme der Aggression rasend.

Wäre ich früher gegangen, hätte es vielleicht ein anderes Ende genommen. Und ich sage Dir, liebe Olive, an manchen Tagen weiß ich nicht wie ich damit klar komme dass so ein aggressives Wesen vor meiner Tür steht (welchem ich einmal sehr zugeneigt war) wegen welchem ich mich nicht traue mein Licht anzumachen und nachts zitternd die Polizei holen muss weil es sich so anhört als würde mein Haus abgerissen.

Es muss bei Dir nicht ebenso enden! Aber ich komme nicht damit klar was mir an Wut, Hass und Aggression entgegengeschleudert wird. Wöchentliche Anlieferungen von Müll diverser Arten (derzeit wird Elektroschrott zusammengesucht).

Bei mir war es zu spät, dass ich gegangen bin - und ehrlich gesagt, ich weiß für mich noch nicht - trotz Psychotherapie - wie ich damit jemals klar kommen werde.

Lieben Gruß von Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2896

BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 19:13    Titel: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Das wichtigste habe ich vergessen, liebe Olive!
Kannst Du sicher sagen, dass

(er trinkt hier sehr, sehr heftig und ich muß mich vor ihm jetzt sehr sehr hüten...habe Angst, da er dann durchaus agressiv werden kann, wenn man auf Widerstand geht, oder ihm die meinung sagt

das dass nicht schlimmer wird???

Lieben Gruß von Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben
Nicole
Gast






BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 19:17    Titel: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Olive,

erstmal herzlich Willkommen hier.

eine Frage: Sind dir die materiellen Dinge wichtiger wie die Gesundheit deiner Tochter und auch Deiner?

Wieviel Schaden Kinder in so einer Beziehung erleiden, erlebe ich grad bei meinem Sohn, oft wünsche ich mir viel früher gehandelt zu haben.
Menschen die mir ganz klar gesagt hätten was ich da tue.

Liebe Grüsse
Elocin
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Nicole hat zum Thema: Re: Hilfe, meine Tochter wird immer co-abhängiger! geschrieben

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