| Gewichtsabnahme • Mein Freund ist Alkoholiker |
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Harry_54 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.10.2008 Beiträge: 217 Alter: 57
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Verfasst am: 31.10.2008, 01:03 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Hallo,
das thema alkohol im haus interresiert mich. ich bin auch neu in diesem forum und suche nach informationen wie ich einen rückfall verhindern kann. ich selber hab das selbe problem wie thomas. gibt es wirkich vergleiche bei rückfälligen die durch alkohol im haus wieder das trinken angefangen haben. ich selber habe meine freunde, bekannten oder auch familienmitglieder das alkoholtrinken in meiner gegenwart nicht verboten. die würden das tun, aber ich fragte mich würde ich das trinken darum wieder anfangen wenn die flasche in meiner nähe wäre oder wärend meiner anwesentheit getrunken wird. im gegenteil nehme ich das bewusst war und sehe dies ein teil meiner therapie. ich war auch kürzlich geschäftlich bei einem sektempfang (liess sich nicht vermeiden) und habe meinen O-saft genossen. Jeder von uns ist doch auf seiner weise in die sucht hineingeraten. wenn ich natürlich merken würde das dies ein risiko ist dann wäre meine bude gleich sauber. ich war früher leidenschaflicher pfeifenraucher und habe das ganze werkzeug und besteck im schrank aufbewahrt. ich rieche einen guten tabak noch immer gern. mir ist es aber noch nie eingefallen darum meine pfeiffe wieder zu stopfen. was vorbei ist vorbei. inzwischen liegen 3 jahrzehnte zwischendrin. |
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6388 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 31.10.2008, 06:19 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Hallo Thomas,
KEIN Alk in der Wohnung. Weder zum Trinken, noch zum Essen oder Putzen (Gilt auch für´s Auto: Scheibenwaschanlage).
Bier-, Wein- etc. Gläser sind schon lange verbannt. Das ist auch bei meiner Liebsten so, die von sich aus darauf achtet.
LG kommal |
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Spedi Gast
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Verfasst am: 31.10.2008, 09:59 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Servus Harry 54,
das Suchtgedächtnis eines Alkoholikers arbeitet sehr gründlich. Durch welche Reize es wieder "anspringt", lässt sich nicht allgemeinverbindlich sagen.
Fakt ist jedoch, dass eine Umgebung ohne jeglichen konakt zum Alkohol, also auch zum Alkohol aus zweiter Hand, die Loslösung (auch die gedankliche!) vom Alkohol erheblich einfacher macht.
Blödes psycho-Ding, aber gut zum Verständnis: versuche mal, bewusst "nicht" an Alkohol zu denken. Geht nicht. Du denkst in diesem Moment automatisch an Alkohol.
Wenn also nun die Bude alkoholfrei ist, dann ist das ein Rückzugsort, an dem du Dir über Dein Suchtmittel erst mal gar keine Gedanken machen musst, weil keines da ist.
Eine "Konfrontationstherapie", noch dazu in "Eigenregie" halte ich persönlich für brandgefährlich. Ich habe dabei mehr Menschen "verlieren" gesehen, als "gewinnen" (wobei liegt denn der vermeintliche "Gewinn"? )
LG
Spedi |
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gmork neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2008 Beiträge: 10 Alter: 36
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Verfasst am: 31.10.2008, 10:30 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Hallo, nochmals danke für eure Beiträge;
mir geht es zum Teil auch wie Harry, beruflich muss ich immer mal wieder damit rechnen, dass mir ein Kunde bei einem Geschäftsabschluss Alkohol anbietet, zudem in der Gruppe der 30 jährigen ist der "Genuss" von Alk noch wesentlich verbreiteter als dann später mit 50 oder 60;
Ich müsste also meinen Beruf ändern und die nächsten 20 Jahre Konzerte und Vernissagen meiden?????
Und selbst bei den Salzburger Festspielen kann es passieren, dass man am Eingang ein Begrüssungsglas Wein bekommt - in Wien sind jetzt überall Weinverkostungen, selbst im Supermarkt wird Sturm angeboten.
Ich bin auch der Meinung, dass ein Alkoholfreies zuhause von Vorteil ist, aber letzten Endes kann ich nur meine Einstellung nachhaltig beeinflussen; ich hab dazu gerade heute einige Anhaltspunkte in der Literatur meiner SHG gefunden:
edit Karsten Zitate gelöscht. Bitte die Regeln beachten. Danke.
Nochmals danke für eure meinung ich werd auf jedenfall den alkohol aus meiner wohnung verbannen;
lg
thomas |
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Scrooge neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.01.2007 Beiträge: 343
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Verfasst am: 31.10.2008, 11:29 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Hallo Thomas,
allein an deinen Beiträgen sieht man wie sehr deine Gedanken noch um Alkohol kreisen. Du hast es noch nicht geschafft dich zu lösen und eine innere Distanz zu diesem Themengebiet, welches dich persönlich enorm betrifft, herzustellen. Doch eben jene psychische Distanz gewinnt man nur durch räumliche Distanz. Dass, du deine Wohnung alkfrei machst ist ein guter erster Schritt, doch es braucht, vor allem in der Anfangszeit, noch deutlich mehr Abstand, da muss auch das Umfeld entsprechend gestaltet werden. Naja, es ist ja deine Zeit und es bleibt dir überlassen, ob du sie sinnvoll nutzt oder eher verschwendest. Do könntest auf deinem Weg der Lösung vom Alkohol schon ein ganzes Stück weiter sein, wenn du die Grundbausteine konsequent umgesetzt hättest. Doch das kannst du jetzt nicht mehr ändern. Deine Zukunft kannst du jedoch beeinflussen und es liegt in deiner Hand, ob in einem weiteren Jahr deine Gedanken immer noch in dieser Art und Weise um den Alkohol kreisen. Mach es dir doch nicht so schwer - Effizienz in der Trockenheitsarbeit sieht da nämlich anders aus.
Gruß
Scrooge |
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gmork neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2008 Beiträge: 10 Alter: 36
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Verfasst am: 31.10.2008, 12:18 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Das Buchzitat wurde leider gelöscht, aber ich hab Verständnis dafür.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es sehr wesentlich für mich ist, dass ich mich nicht davor fürchte ich könnte mit Alkohol konfrontiert werden.
Am Anfang fühlte ich mich sehr unwohl in jeglicher Art von Gesellschaft, es könnte ja jemand auf die Idee kommen mir etwas anzubieten.
Wichtig ist dieses NEIN in meinem Kopf zu haben und verhaltenstherapeutisch angesetzt sollt ich das auch trainieren.
Ich brauch Werkzeuge und Verhaltensweisen, wie ich in solchen Situationen handeln kann.
Heute sag ich selbstbewusst "Ich trink am liebsten grünen Tee, oder prickelndes Mineral." und nicht verschämt "nein danke, für mich nichts. Ich trinke nicht."
Dass ich mich jetzt, wo ich ein halbes Jahr trocken bin, mit meinem Alkoholismus auseinandersetze finde ich konstruktiv und nicht als "Stehenbleiben". Wenn ich an einer psychischen Erkrankung, einer Verhaltensauffälligkeit leide (und als solche betrachte ich mein Saufen) dann brauch ich zwar Abstand um gesund zu werden, aber vergessen wird mir nicht helfen.
Vielleicht liegts auch an meiner medizinischen Ausbildung, aber mich interessieren auch Ursachen, was sind für mich potentielle Auslöser etc.
und immerhin war Besaufen ein Jahrzehnt lang eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.
Ich kann mich noch erinnern, als ich mit dem Rauchen aufgehört hatte, wenn mich jemand um eine Zigarette fragte antwortete ich meist: "ich hab keine, ich bin LEIDER Nichtraucher."
Das hab ich dann rasch geändert
Ich geh seit einigen Monaten 2 mal wöchentlich zu meiner Selbsthilfegruppe, dachte Anfangs das sei unnötig und ausserdem erinnert es mich jedesmal wieder an mein Trinken.
ABER: Ich bermerke immer wieder, dass der Alkohol ohnehin immerwieder versucht in mein Leben zu kommen. Nach dem Motto "Ein Glas wird schon nicht schaden." oder "Zum Geburtstag musst du mit uns Anstoßen" und und und;
Ich glaub, wenn ich vergesse wie weit ich schon war in Bezug aufs saufen, gehts wieder bergab, denn der Gedanke "So schlimm wars auch wieder nicht." wird kommen, wenn die Erinnerung verblasst....
Lg Thomas |
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Scrooge neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.01.2007 Beiträge: 343
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Verfasst am: 31.10.2008, 17:13 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Hallo gmork,
sicher werden dir tausend Gründe einfallen, warum ausgerechnet bei dir alles anders ist und ein Narr kann mehr Fragen stellen, als tausend Weise beantworten können (wobei ich das mit dem Narr jetzt nicht auf dich beziehe ) Doch so eine Selbsthilfegruppe nährt sich davon, dass Trockene in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung sich miteinander austauschen und Frischere von Erfahreneren Dinge annehmen. Jetzt frage ich dich: Wenn du selbst schon am besten weißt, wie du trocken werden kannst, wie kann dir unsere Selbsthilfegruppe mit ihren Erfahrungen helfen; oder anders formuliert: Thomas, wie können wir dir behilflich sein?
Gruß
Scrooge |
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| Scrooge hat zum Thema: Re: Alkohol im Haus? geschrieben
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gmork neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.09.2008 Beiträge: 10 Alter: 36
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Verfasst am: 31.10.2008, 17:31 Titel: Re: Alkohol im Haus? |
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Hallo Scrooge,
danke für deine Antwort. Das mit dem Narr find ich gut, muss ich mir merken.
Ich geb zu, dass es mir schwerfällt Dinge ohne Widerrede anzunehmen und manchmal muss ich mir einfach die Hörner etwas abstoßen. Mittlerweile bin ich zumindest so klug, dass ich Rat suche und nicht alles selbst ausprobiere.
Also in diesem Sinne habt ihr mir bereits geholfen. Mir ist klar geworden, dass ich das mit Alkohol in meiner Umgebung wohl etwas zu locker genommen hab und dass ich da aufpassen muss.
Also danke und liebe grüsse
Thomas |
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| gmork hat zum Thema: Re: Alkohol im Haus? geschrieben
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