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Weitsicht
Gast






BeitragVerfasst am: 27.10.2008, 12:59    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

ich finde das gegenseitige Kennenlernen ist Voraussetzung um Vertrauen aufbauen zu können.

Erst Vertrauen in andere und die Erfahrung zu spüren, der/die andere versteht mich, hier kann ich mich öffnen, fühle mich mit meiner (auch teilweise noch blinden) Sichtweise angenommen. Ich glaube dass dieses, Voraussetzung, für einen mitmenschlichen Dialog sein sollte.

Ich freue mich über anderer Meinungen, denn meine eigene kenne ich genug, und zur Selbsterkenntnis brauche ich ein Gegenüber, indem ich mich spiegeln kann.

Die Entscheidung was jeder Einzelne, in seiner Herausforderung auch umsetzen kann, liegt in der Selbstverantwortung von einem selbst.

Ich schreibe hier als EKA, sauge Informationen und Auswirkungen die die Suchtkrankheit bei Kindern auslösen können, wie ein Schwamm auf. Denn mir reicht es, nach so vielen Jahren, in irgendwelcher Weise auch immer, noch abhängig zu sein.

Ich möchte selbstbestimmt mein Leben leben, reflektiere gerne über Meinungen von anderen nach, sehe was diese oder solche Aussagen mit mir im Denken und Fühlen machen. Muss noch nicht mal selbst Antworten bekommen, ich lerne in anderen Threads, für mich auch viel.

Würde mir für EKA`s mehr Informationen und Austausch wünschen, die durch den Alkoholmissbrauch, oder die Co-Abhängigigkeit von Elternteilen, an Auswirkungen und Folgen für das Leben ihrer Kinder und späteren Erwachsenen haben. Die Folgen für die Kinder kommen für mich hier zu kurz, im gegenseitigen Austausch.

Liebe Grüsse Weitsicht
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Weitsicht hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32798
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 27.10.2008, 13:07    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Spedi,

natürlich ist hier in manchen Threads nichts von Veränderungen zu sehen.
Ich selbst renne auch niemanden hinterher oder dränge meine Hilfe auf.

Es ist immer schwer, eine Belance zu finden, denn der Wiederspruch von Aussagen im Vorstellungsbereich und dann im offenen Bereich, ist oft sehr groß, aber im Vorfeld nicht erkennbar.

Wir sind hier auch keine Beratungsstelle, wo klare Handlungen abgefragt werden, ein Ablaufprogramm aufgestellt wird und er oder sie irgendwann einem anderen Hilfsangebot, wie Therapie, übergeben wird.

Wir möchten hier einen Erfahrungsaustausch anbieten, den jeder nutzen kann, der nüchtern ist oder sich zu seiner Coabhängigkeit bekannt hat.

Da es eben sehr leicht ist, sich hier mal schnell anzumelden, melden sich eben auch viele an, die in diesem Moment wirklich Antworten und andere Erfahrungen benötigen.

Ich habe damals während meines saufens auch oft genug irgendwelche Menschen angerufen oder angesprochen, weil ich in diesem Moment Hilfe wollte, was aber nach einer Stunde der am nächsten Tag, wieder ganz anders war.

In eine reale SHG würde wohl viele hier nicht gehen, weil es eben doch was anderes ist, seine Frage mal schnell ins Internet zu schreiben oder sich wirklich anderen realen Menschen anzuvertrauen und über seine Probleme zu reden.

Das etwas "eingeschlafene" Threads wieder "aufgeweckt" werden, finde ich nicht schlimm, wenn es sich nicht um Monate handelt, wo da nichts geschrieben wurde.
Viele haben die Benachrichtigung bei neuen Beiträgen hier eingestellt und bekommen dann eine Mail.
Das kann diesen Menschen helfen, sich wieder mit ihren Sorgen auseinanderzusetzen, auch wenn es in vielen Fällen keine Wirkung zeigt.

Durch eben diesen vielen Teilnehmer, die sich nur kurz oder in größen Abständen melden und mitteilen, ist es natürlich auch für andere Teilnehmer und Leser schwer, sich schnell und gezielt die richtigen Informationen zu erlesen ( eben Threads über 100 Seiten ohne Veränderung ) oder sich zielführend austauschen.

Eine weitere Filterung im Vorstellungsbereich halte ich aber auch nicht für gut, weil wir auch hier mit der Realität leben müssen.
Das Kommen und Gehen ist nun mal so und kein spezielles Merkmal unseres Forums, sondern findet jeden Tag auch in den realen SHG statt.

Wenn hier nur positive Dinge beschrieben würden, weil nur der für die offenen Bereiche freigeschaltet wird, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt, wäre es nicht die Realität, die es nun mal im Suchtmittelbereich gibt.

Ich selbst bin auch nicht immer glücklich darüber, wenn hier jemand nach Antworten suchst, zwei, drei Tage intensiv schreibt und dann einfach wegbleibt.
Das nimmt auch den hier Antwortenden die Motivation, überhaupt noch zu antworten, was sich ja auch in den realtiv wenigen Beiträgen im offenen Bereich wiederspiegelt.

Ich möchte niemanden unterstellen, dass er oder sie nicht wirklich Hilfe sucht und sich hier austauschen möchte, aber eine Gewissheit, dass sich der oder die neue Hilfesuchende auch wieder meldet, gibt es nicht.

Wenn sich jemand für die geschützten Bereiche entscheidet, kann man aber davon ausgehen, das er oder sie sich hier aktiv austauschen möchte und die Motivation durchdie Hürde des erw. Zuganges gibt auch dafür etwas mehr Gewissheit.

Kurz gesagt, weil es doch etwas länger geworden ist, wir können und wollen nicht furch eine Reglementierung hier die Realität des Lebens, das es eben sehr viele Rückfälle, sehr viele Menschen gibt, die eigentlich nichts wirklich verändern wollen, untergraben.
Das Leben ist eben so.

Gruß
Karsten
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Karsten hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben
Paolo
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 31.12.2006
Beiträge: 2849

BeitragVerfasst am: 27.10.2008, 19:58    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
ich habe kürzlich auch jemanden in seinen Thread geschrieben um ihn zu fragen warum er sich hier nicht mehr meldet. Leider bisher ohne Resonanz. Dumm und naiv von mir, aber es törnt einen ab, wenn man die vielen Seiten gutgemeinter Ratschläge sieht, die umsonst waren.

Wahrscheinllich muß man sich wirklich mit dem Gedanken anfreunden das man sich hier von trockener Alkohliker zu nasser Alkoholiker unterhält. Denn wer hier neu ist, ist in der Regel nasser Alkoholiker. 10, 20 oder mehr Seiten im Thread ändern nichts an der Tatsache, das die meisten "Neulinge" noch bis zum "Hals" in ihrem "nassen Sumpf" stecken. Zudem: Wer sich hier als Alkoholiker anmeldet, der weiß um sein Problem, dem muß man keine Hilfe hinterher tragen.

Im "realen" Leben halte ich es ja auch so. Ein Bekannter offenbarte mir vor einem Jahr seine Alkohlprobleme und bat mich um Hilfe.
Ich habe ihm alles was ich an Information hatte weitergegeben.
Was hat es gebracht? Nichts. Er lebt weiter in seinem Alkohl-Trott.
Ich sehe ihn manchmal und ich bin mir sicher das wir beide dann den gleichen Gedanken haben. Nur aussprechen tu ich das nicht, denn keiner weiß besser wie es um ihn steht, wie er selbst.

Wenn ich manchen Vorstellungs-Thread betrachte denke ich mir:
"Mann so schlimm hast Du garnicht gesoffen und trotzdem hast du deinen persönlichen Tiefpunkt erreicht" Vielleicht liegt hier der "Hase im Pfeffer". Viele die sich hier anmelden und dann wieder verschwinden haben ihren Tiefunkt einfach (noch) nicht erreicht. Somit sind sie (noch) nicht bereit Hilfe anzunehmen.

Da kann man dann mit "Engelszungen" reden, das kommt nichts an.

Paolo
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Paolo hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben
Karotte
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.12.2007
Beiträge: 2830
Alter: 36

BeitragVerfasst am: 27.10.2008, 20:37    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Lieber Paolo... vielleicht streust Du damit aber auch Samen aus, die irgendwann einmal aufgehen und schöne Blumen werden.

Ich denke spurlos bleibt es nicht... aber wie es halt im Gehirn so aus. Neue Wege zu graben braucht Zeit und Wiederholung.

LG Karotte
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Karotte hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10674
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 27.10.2008, 21:23    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ,

danke für die Beteiligung an diesem Thread,

wir sind alles verschiedene Menschen und keiner weis wer hinter dem Hilfesuchende steht. Ob er eingesehen hat krank zu sein oder auch nur Unterhaltung sucht . Oder welche andere Bewegründe es noch so gibt, um sich hier anzumelden.

für mich ist es in erster Linie wichtig was ich aus den Threads für mich mitnehmen kann und nicht um jemanden zu überzeugen das er krank ist oder meinen Weg folgen muss.

Wenn sich ein Hilfesuchender eine Zeit nicht meldet und nach einer oder zwei Nachfragen, dieses auch nicht macht, wird er auch seine Gründe haben ,die wir nicht wissen.

Dann fängt für ihn die Selbsthilfe wieder an um sich hier in diesen Forum einzubringen.

Wenn ich mich vermehrt in verschieden Threads zur Reanimation befleißige muss ich mich auch selbst mal hinterfragen warum ich es denn mache.

Vergesse ich mich nicht dabei , mit meiner Trockenheitsarbeit?
Lenke ich von mir ab?
Habe ich ein ausgeprägtes Helfersyndrom?

ich kann hier meine Erfahrungen , die nach den Grunbausteine ausgerichtet sind , zur Verfügung stellen. Was der einzelne daraus macht liegt nicht mehr in meiner Obliegenheit.
Wenn derjenige es nicht annimmt oder noch nicht annehmen kann ist auch ein Teil seiner Selbsthilfe ,wie er es umsetzt.

Das waren mal meine ersten Gedanken dazu.

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben
Maria
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.10.2007
Beiträge: 5582

BeitragVerfasst am: 28.10.2008, 07:46    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen,

zähle zu den "Neuen" und hab mich hier angemeldet, um aus den Erfahrungen Gleichgesinnter lernen zu dürfen.

So wie "der alte Hase" nicht weiß, welcher Mensch hinter dem Hilfesuchenden steht, weiß der "Neuling" es von dem Menschen, der die Hilfe anbietet erstmal auch noch nicht. Das ist meiner Meinung nach ein Finden. Es "prasselten" sehr viele neue Eindrücke auf mich hinein, soviele versch. Menschen mit soviel versch. "eigenen" Geschichten. Es war am Anfang nicht einfach, für sich einen Weg zu finden. Da der Weg schlußendlich immer die Trockenheit ist, kann ich nun für mich einiges mitnehmen. Manchmal kann ich das klar benennen, was mir grad jetzt geholfen hat. Manchmal nicht, weil es "eher" im verborgen angekommen ist.

Mir hilft vor allem der Austausch. Dort lerne ich, ob ich das Gesagte auch umsetzen kann. Beim Hinterfragen kann ich sehen, ob ich das vorgeschlagene auch so verstanden habe wie es gemeint ist, oder ob ich es falsch interpretiert habe.


LG Mieken
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Maria hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10674
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 28.10.2008, 10:17    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ,

@Mieken
Zitat:
Mir hilft vor allem der Austausch. Dort lerne ich, ob ich das Gesagte auch umsetzen kann. Beim Hinterfragen kann ich sehen, ob ich das vorgeschlagene auch so verstanden habe wie es gemeint ist, oder ob ich es falsch interpretiert habe.


genau so soll es auch sein , es selbst hinterfragen und danach es umsetzen. Dieses Handeln ist für mich Selbsthilfe und sehe dabei das Hilfestellung angenommen wird.

Jeder der sich hier anmeldet muss auch bereit sein sein altes Denken zu verlassen und danach aktiv seinen /unseren Weg in die Praxis zu adaptieren.

Der es nicht praktiziert oder nicht praktizieren will, wird sich immer wieder im Kreis drehen. Entweder es ensteht ein Endlos Thread mit allgemeiner Unterhaltung oder er zieht sich zurück.

Wenn ich mir die längere Trockenen anschaue ,die hier schreiben ,ist immer wieder was neues zu erfahren , was für meine Trockeheit dienlich ist.

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10674
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 28.12.2010, 22:24    Titel: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen

Fast 2 ein halb Jahre her als ich diesen Thread ins Leben gerufen hatte. Heute habe ich wieder den Eindruck das gerade über dieses Thema mal intensiv nachgedacht werden sollte. Da schließe ich mich nicht aus.


Was meint denn der einzelne heute dazu.?

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Hilfestellung zur Selbsthilfe. geschrieben

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